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18. September 2016

„Die Tage die ich dir verspreche“ von Lily Oliver // Rezension



 

Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.

Als Alana Falk schreibt Lily Oliver romantische Fantasy und als Emilia Lucas erotische Liebesromane. Bekannt ist sie unter anderem für ihre Seelenmagie-Reihe.


Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".
»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.
"Eines der Bücher, aus denen man anders herausgeht als man hineinging: Mitfühlender, innerlich weiter, empathischer. Überzeugender als Jojo Moyes’ ‚Ein ganzes halbes Jahr‘, intensiv wie John Greens ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘. Und man weiß, wie dieses Geocaching eigentlich funktioniert." Bestseller-Autorin Nina George über „Die Tage, die ich dir verspreche"



Lustigerweise hatte ich das Buch schon seit über einem Jahr im Auge behalten – aber da sich der Veröffentlichungstermin irgendwie auf ein Jahr später verschob, musste ich mich gedulden…bis jetzt. :D Und als ich auch noch vom Verlag einen tollischen Vorschaukatalog mitsamt Leseprobe zu diesem Buch bekam, stürmte ich zu meiner Buchhandlung des Vertrauens und bestellte es! UND DANN LAS ICH LOS!

„Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".

Oder auch nicht.
Wo mein Leserherz noch Feuer und Flamme von der Leseprobe mitsamt Klappentext und der Idee dahinter war, so schlug ich spätestens nach den ersten 50 Seiten auf den Boden der Tatsachen auf. So bewegend, ernst, wichtig und anders diese Idee dahinter ist…es war vielleicht ZU VIEL für die Autorin. Denn…
Bücher müssen nicht nur gut geschrieben sein…
….oder ein ernstes Thema beinhalten, damit der Leser vor lauter Drama und Gefühlsaufundabs mit dem Protagonisten mitleidet.
…und „nur“ eine etwas andere Idee reicht da auch nicht aus, um einen ganzen Roman damit auszufüllen.
Ich werde jetzt sehr hart sein müssen, aber ich als Käufer & Leser dieses Buches muss meiner Enttäuschung Freigang gewähren.

Aber erst mal das GUTE an dem Buch:

„Organspender“. Ein sehr ernstes Thema in unserer Gesellschaft. Eines, wie ich selbst finde, dass vielen immer noch nicht ernst genug ist. Und daher empfand ich es schon mal als einen großen Pluspunkt, dass die Autorin dieses Thema hier aufgriff und auch noch auf eine etwas andere Art und Weise.
Denn wie es einem nach einer Transplantation gehen kann, dass fragen sich vielleicht nicht wirkliche viele. Schließlich muss man ja dankbar dafür sein, das Organ eines Toten bekommen zu haben um endlich weiterleben zu dürfen. Es warten ja noch ein Dutzend anderer Menschen auf solch eine besondere Chance. Dass die Psyche selbst nach einer erfolgreichen Transplantation sehr viel leidet und mitmachen muss – daran wird meistens gar nicht gedacht.

Gwen, die schon seit einer Weile auf ein neues Herz wartet und endlich durch eine erfolgreiche Transplantation wieder zurück in ihr altes Leben kann, kann es eben nicht. Sie kann nicht zurück, sie kann sich nicht wirklich freuen. Sie kann sich nicht damit abfinden, dass andere Menschen, die das Herz dringender brauchen, ihr Herz nicht bekommen durften. Denn Gwen fühlt sich einfach nicht sicher. Nicht wohl. Sie hat Angst – so viel Angst. Und mit dieser Angst in ihrem Herzen kann sie einfach nicht umgehen. Angst, dass ihr neues Herz von ihrem Körper abgestoßen wird. Angst, dass sie niemals wieder Freude empfinden kann. Angst, dass sie verurteilt wird, wenn sie offen über ihre Ängste redet. Denn wie wirkt das bitte, wenn sie nicht glücklich darüber ist, endlich wieder Leben zu können? Dabei ist Gwen keineswegs Freudlos. Nur nach diesem Erlebnis, diesem Warten, Krank sein, dem Leben im Krankenhaus mit anderen, Wartenden, die bereits gestorben sind, oder noch länger warten als sie…da wirkt das Leben auf einmal ganz anders. Empfindlicher. Klarer. Kürzer. Bedrohlicher. Klein und Erschreckend.

Soweit so gut. Kam ja bei mir an, diese innere Zwickmühle. Diese Angst. Am Anfang. Dann hat die Autorin weitere Dinge wie das „Forum“ und Noah hinzugefügt. Noah ist der Admin eines Forums für „Wartende“ in dem vielen Fragen, viele tragische Geschichten, Hoffnungen und Enttäuschungen auf Beachtung und Unterstützung hoffen. War auch eine nette Idee und passend, wenn man an Gwens Situation denkt. Aber auch für mich als Leser eine clevere Art und Weise, mir „aufzuzeigen“, wie „Wartende“ und „Kranke“ Online nach Hilfe, Rat und auch Gleichgesinnten suchen.
Noah nimmt seine Aufgabe dort sehr ernst und ist praktisch rund um die Uhr per Handy, PC etc. für das Forum und dessen Mitglieder da. Warum genau er das macht, oder WIESO er so daran hängt, dass es den Leuten dort gut geht und sie gehört werden? KEINE AHNUNG. Seine Mutter ist Chirurgin und auch irgendwie ein Teil dieses Forums. Aber da sie nur arbeitet und nicht mal Zeit für ihren Sohn hat, kümmert sich Noah darum. WIESO er das so voller Herzblut macht?? KEINE AHNUNG.

Noah hat mich bis zum Schluss nicht wirklich von sich und seinen Beweggründen überzeugen können. Mir wäre es lieber gewesen, die Autorin hätte ihn „online“ gelassen anstatt auch noch live in Gwens Leben zu werfen. Denn der Kerl war unnötig – meiner Meinung nach. Und ich bin mir sicher: Per E-Mail oder per Chat hätte er mich mehr überzeugt als das ich an seinem Leben teilnehme und mich eben nicht wirklich „da“ fühle. SCHADE! Ich weiß nicht, was die Autorin sich bei diesem GANZEN Roman gedacht hat, aber sie hat zu viel Potenzial verschwendet, als dass ich das Buch im Regal behalten, geschweige denn viel, lobende Worte finden könnte. Und ja: Mir tut es im Herzen weh, denn ich SAH die Tragik und das Potenzial. Aber wieso es dann so den Bach runterging und mich wortwörtlich langweilte…wieso musste es nur so weit kommen? :/ Ist natürlich nur meine Ansicht und Meinung aber bei so einem doch guten Schreibstil und Ansatz…ne. Kann ich nicht verstehen.

Und ich hatte nicht mal Lust auf eine Rezension, weil ich so enttäuscht war, aber ich hab eben eine Vorfreude gehabt und mir extra dieses Buch gekauft und muss hier meine Enttäuschung ablassen.

Ich glaube, hätte die Autorin das Thema „Organspende“ weggelassen…ich wäre eingeschlafen. Und es tut mir wirklich im Herzen weh, denn ich empfand es gut, mal die andere Seite zu lesen. Zu erfahren, wie die Psyche eines Menschen, der endlich ein Herz bekam, damit klarkommt. Aber darum ging es dann nicht mehr wirklich…oder es wurde versucht, aber es kam nicht bei mir an. Auch das Drama, Gwens versuche, sich umzubringen, oder ihr Herz zu verschenken: Ich könnte Lachen vor lauter Verzweiflung, weil ich ihre Verzweiflung ANFANGS noch wahrnahm. Aber sie verblasste mir zu schnell…und Noahs schlechtes Gewissen und Angst um sie – war ok dargestellt. Mehr nicht.




Schwierige Themen sind nicht für jeden Autor etwas Leichtes und das ist auch nicht tragisch - man hat wo anders Stärken und Schwächen. Und man kann es - auch wie hier - gerne versuchen. Aber meiner Meinung nach war der Versuch für ein Verlagsbuch einfach zu ungenügend und nicht erfolgreich.
Aber wie gesagt: Meiner Meinung nach und man MUSS es auch nicht können.
Ich kann es nicht besser beschreiben, als dass es mir nicht genug, nicht gefühlsvoll, nicht ordentlich fokussiert war. Das eine Liebesgeschichte entstehen muss – okay. Nix dagegen. Aber hier waren die Charaktere so blass…da konnten keine Funken sprühen…kein Leid für mich entstehen. Ich konnte einfach nicht lange in der Psyche von Gwen und Noah eintauchen, weil die beiden einfach zu weit weg waren…dabei lief es am Anfang noch gut, ich spürte die Leere, die Gwen verspürte. Nur irgendwie ging sie unter, verschwanden die Gefühle, als die Autorin sich noch auf andere Nebenstränge konzentrierte…das Herz des Buches, es schlug nur gegen Anfang kräftig und dann, dann wehrte es sich meiner Meinung nach, weil man sich nicht gut genug um es gekümmert hatte…und die Gefühle verschwanden. 


 


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