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26. August 2016

"Shadow Twins" von Veronika Mauel // Rezension





**Double trouble**
Aus einer Großstadt aufs Land ziehen zu müssen, käme für jeden Teenager einer Strafe gleich. Aber wenn man wie Mia ein 17-jähriges Berliner Punkmädchen ist, kann die Oberpfalz nur die Hölle auf Erden sein. Mit ihren pinken Haare fällt sie jedem an ihrer neuen Schule direkt auf – und den beiden Zwillingsbrüdern Nathan und Aleksander auch direkt ins Auge. Wie gefährlich es ist, das Interesse der beiden mit Abstand bestaussehenden Jungen der Schule zu wecken, versteht Mia jedoch erst, als es schon fast zu spät ist. Denn Nathan und Aleksander sind nicht nur der Traum aller Mädchen, sondern stammen auch nicht von dieser Erde. In ihre Fänge zu gelangen, könnte Mia mehr als nur ihr Herz kosten…


Dieses Buch war ein absoluter Cover-Kauf. Nicht, weil ich es im Regal stehen habe wollte (was bei einem E-Book ja schlecht möglich ist), sondern aufgrund der Erwartungen, die das Cover in mir weckte. Die pinken Haare, die Silhouetten der Zwillinge im Hintergrund – es sah einfach zu gut aus, versprach eine zu gute Story, als dass ich es ignorieren konnte –, und so wanderte Shadow Twins auf meinen Reader. Und ich begann zu lesen …

Wir steigen in die Geschichte ein, als Mia mit ihren Eltern im Auto sitzt und gerade von Berlin in das kleine Kaff fährt, das von nun an ihr Zuhause sein soll. Wir folgen ihr in das neue Haus, mit einem schrecklich pinken Mädchenzimmer, das so gar nicht zu unserer Punkerin passen will. Begleiten sie am nächsten Tag in die Schule, lernen eine erste Mitschülerin kennen und natürlich auch die Shadow Twins, die zwei Jungs, um die es in diesem Buch wirklich geht.

Aber … ich eile voraus, denn schon auf den ersten Seiten begann mich zu stören, dass die meisten Sätze wie folgt anfingen: „Mia tut dies, Mia tut das, Mia tut jenes“. Zur Abwechslung gab es dann noch: „Mias Mutter tat dies, Mias Vater tat jenes“.  Ich übertreibe ein wenig, aber nur ein wenig, denn es kam schon so häufig vor, dass ich kurz überlegte, die Anfänge zu markieren und zu zählen. Tat ich nicht. Im Laufe der Geschichte wurde es flüssiger. Insgesamt ist der Stil von Veronika Mauel auch sehr angenehm und leicht zu lesen. Dennoch blieb mir der Anfang negativ im Gedächtnis hängen.

Zurück zur Geschichte:
Wir lernen also Mias Eltern kennen, die so gar nicht mit Mias Punker-Image zurechtkommen und ihr das auch deutlich zeigen (BTW was sind das für schreckliche Eltern??!!! Furchtbar unsympathisch – aber dazu später mehr), worauf sich Mia erstmal kurzerhand aus Trotz die Haare PINK färbt (deswegen das Cover), es am nächsten Tag in der Schule jedoch sofort bereut. Zu auffällig – alle gucken sie an (!!!) und obwohl sie gleich ein paar flotte Sprüche auf Lager hat, merken wir schnell, dass sie nicht so taff ist, wie sie vorgibt zu sein. 

Ich weiß gar nicht so Recht, wo ich anfangen soll, denn da war so einiges, was mich unglücklich machte. Zum einen die Zwillinge selbst, bei denen nach der ersten Begegnung schon klar ist, wer den Good-Boy und wer den Bad-Boy verkörpert. Und auch wenn ich lange Zeit glaubte, es würde noch DER Twist kommen, der alles herumreißen würde und nichts sei, wie gedacht. Dass die Autorin uns in die Irre geführt habe und der Gute vielleicht doch nicht so gut und der Böse vielleicht doch nicht so böse, ja, dass nicht alles so vorhersehbar sei. Dass es einen Clou gäbe, bei dem ich als Leser die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde und … aber den gab es nicht. Böse ist Böse und Gut ist Gut. Keine Überraschungen, kein Irreführen. Nein, es geht straight voran, Schritt für Schritt. Und das einzige Geheimnis – wieso die Mädchen verschwinden und kurze Zeit später wieder verrückt auftauchen – ist mir als Leser durch die kurzen Einschübe aus Sicht der „Mörder“ (so nenne ich sie mal) schon so lange vor Mia selbst klar, dass es fast keinen Spaß macht, ihr dabei zuzusehen, wie sie der so offensichtlichen Lösung hinterherhechelt ohne die ganzen Anzeichen zu bemerken. Es muss erst etwas Himmlisches (oder teuflisches?) geschehen, ehe sie misstrauisch wird – aber selbst dann tappt sie weiter im Dunkeln … und da schlage ich dann wirklich die Hände über dem Kopf zusammen, aber nicht vor Spannung oder Freude …

Die Auflösung zum Schluss setzt dem ganzen dann die Krone auf. So kitschig und zugleich spannend wendet sich das Blatt – da war ich doch plötzlich wieder wach!!! Ich erinnere mich noch, wie ich mich schlagartig aufsetzte, den Reader zurechtrückte, kurz zurückblätterte (oder tippte) und die Erklärung nochmal lesen musste. DA wurde es spannend. DA wurde es aufregend! Die Idee, ja die Idee war große Klasse! Ich bekam Lust, mehr von dieser Idee zu lesen, mehr von den Hintergründen, wie es zu den Zwillingen und deren schrecklichen Aufgabe kommen konnte. Ich wollte mehr darüber lesen, so viel mehr!

Und was habe ich geflucht … denn statt mehr davon, bekam ich plötzlich einen schrecklich, liebestollen Zwilling, der so schwülstig gesprochen hat, dass ich ungläubig vor dem Reader saß und dachte ich würde mich verlesen.
… selbst jetzt fällt mir nicht viel dazu ein, außer, dass seine Sprache total kitschig und überzogen ist – meiner Meinung nach. Ich zumindest möchte keine solche Liebeserklärung bekommen, denn dann hätte ich vor Lachen eher Bauchschmerzen, als dass da Schmetterlinge drin tanzen würden.
Unser liebestoller Zwilling nimmt also alle Erklärungen, die so tolle Ansätze haben und so vielversprechend sind, einfach nur hin anstatt sie zu hinterfragen. Dann begib er sich auf die letzte Reise, die durchaus schöne und spannende Szenen hat, wenngleich auch einige sehr kitschig sind. Die Krönung des ganzen Kitsches ist schlussendlich, dass unsere pinkhaarige Protagonistin plötzlich von ihrer Punkigheit geheilt zu sein scheint.

Ich glaube, das hat mich am Allermeisten an diesem Buch gestört: Ein Mädchen, das gerne Punk ist, von ihren Eltern aber nicht akzeptiert wird, ehrlich … diese Eltern!!! Sie gestalten ihr ein ROSA Zimmer, einem wohl gemerkt fast erwachsenen Mädchen (17, wenn ich mich nicht irre), kaufen ihr „angemessene“ Kleidung, zwingen sie blond zu sein, auf Feiern mitzugehen, behandeln sie mies ... und dann, als sie sich endlich entschuldigen und einsehen, wie falsch ihr Verhalten war und der Versuch, sie zu verbiegen – da ist das Fazit, dass Mia sagt: Ihr habt ja recht, Pink ist doof und meine Punk-Kleidung auch, ich verändere mich lieber.
Denn sie trägt die Sachen ihrer Mutter bereits, lässt die Haare blond statt pink, ist kein Punk mehr und fühlt sich plötzlich erwachsen. Ich meine, was soll mir das denn sagen? Dass es nur eine Phase war? Mag ich ja noch gerade so hinnehmen. Trotzdem bleibt da ein fader Beigeschmack … als wäre Mias vorheriges Ich nicht gut genug gewesen. Ja, sie hat ihre Schüchternheit versteckt. Ja, sie darf sich ändern, wenn sie das will – aber hier wirkt es mir zu gezwungen, zu unnatürlich. Ich mag es nicht. Punkt.


Tja, was soll ich sagen. Das Cover hat viel Versprochen, die Story ganz schön angefangen, doch als die Schule begann und ich auf eine Twilight-ähnliche Romanze zu stoßen glaubte, da ging alles viel zu schnell. Die eingeführten Nebencharaktere gingen hopps und waren nicht wirklich wichtig. Sie sind und bleiben beliebig austauschbar und spielen im Grunde keine Rolle. Sie dienen einzig und alleine als Statisten. Die beiden Jungs und ihr Geheimnis haben mich erst gut unterhalten, bis ich irgendwann quer zu lesen begann – bis zu diesem einen Punkt, an dem mein Herz schneller schlug und ich aus meiner Trance erwachte. Die Hintergrundgeschichte hätte so viel Potential gehabt, so viel Potential, dass ich fast weinen möchte, weil ich so gerne mehr davon gelesen hätte. Stattdessen bekam ich eine Liebesgeschichte, die zum Ende hin immer kitschiger wurde und so gar nicht nach meinem Geschmack war.



Weil der Schreibstil angenehm ist und sich wirklich schön liest (bis auf den holprigen Anfang) und die Idee – DIE IDEE – wirklich toll ist, wenn auch leider nicht so toll umgesetzt, vergebe ich 3 Sterne.















(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
1 mal erwischt
  1. Ahoy Jane,

    na da bin ich aber froh, dass ich das Buch nicht doch gelesen habe ^^
    Klingt so gar nicht nach einer Geschichte, die mir gefallen könnte :(

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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