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17. Juli 2016

"In Blut geschrieben: Die Anderen" von Anne Bishop // Rezension




Anne Bishop ist eine New York Time Bestseller Autorin und Gewinnerin des RT Book Reviews 2013 Career Achievement Award in der Kategorie SF/Fantasy. Weiterhin gewann sie den William L. Crawford Memorial Fantasy Award für die Schwarze Juwelen Trilogie. Ihren ersten Roman Daughter of the Blood veröffentlichte sie 1998. Wenn Anne nicht schreibt, genießt sie Gartenarbeit, Lesen und Musik.


Entdecke eine Welt, die von den Anderen bevölkert wird unheimliche Wesen, die diese Welt beherrschen und für die Menschen Beute sind. Meg Corbyn ist eine Cassandra Sangue eine Blutprophetin und kann in die Zukunft sehen, wenn ihre Haut geritzt wird. Eine Gabe, die sich eher wie ein Fluch anfühlt. Meg wird von ihrem Aufseher wie eine Sklavin gehalten, damit er unbegrenzten Zugang zu ihren Visionen hat. Doch als sie entkommt, ist der einzig sichere Platz, an dem sie sich verstecken kann, der Lakeside Courtyard ein Geschäftsviertel, das von den Anderen geführt wird. Gestaltwandler Simon Wolfgard zögert, die Fremde einzustellen, die sich als menschliche Kontaktperson bewirbt. Er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Und warum riecht sie nicht nach menschlicher Beute? Doch sein Instinkt drängt ihn, Meg den Job zu geben. Als er die Wahrheit über sie erfährt und dass Meg von der Regierung gesucht wird, liegt es an ihm zu entscheiden, ob sie den unausweichlichen Kampf zwischen Menschen und den Anderen wert ist.


„In Blut geschrieben“ war so ein Buch, bei dem mich der Klappentext packte, meine Erwartungen in den Himmel schraubte und mich zitternd die erste Seite aufschlagen ließ. Wie wir wissen, ist das immer so ein Ding mit den Erwartungen. Konnte das Buch meine also erfüllen, oder wurden wir beide ein Opfer der Anderen, dazu verdammt, nie wieder gefunden zu werden?

Ich muss leider gleich zu Anfang diese Frage beantwortet. Denn ich …
LIEBTE DIESES BUCH! Verdammt! Ich hab, mit einigen kleinen Ausnahmen, schon sehr lange nicht mehr so ein verdammt geiles Fantasy-Buch gelesen! Himmel Ar*** und Zwirn! Ich hatte Erwartungen, aber das die so verdammt hammermäßig übertroffen werden, damit hatte ich nicht gerechnet. Es erwischte mich eiskalt und heiß zugleich. Ich verfiel dem Buch nicht langsam Seite für Seite. NEEE!! Ich schlug die erste Seite auf und ZACK war ich in der Welt von Meg und Simon, von John, Henry und Monty. Von Winter und Erebus UND ES GAB KEINEN WEG RAUS! Verdammte Hölle! Götter unter und über der Erde!

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht, denn es sind die Anderen, die die Vorherrschaft über sie haben. Wir Menschen werden nur geduldet, unser Überleben ist abhängig von der guten Laune und der aktuellen Stimmung der Anderen. Wir sind Beute. Fleisch. Und wenn wir gegen ihre Regeln verstoßen, werden wir gefressen! Städte verschwinden, es ist, als hätte es die Menschen darin nie gegeben. Und die Überlebenden sprechen nur flüsternd und im Dunkeln davon. Die Angst vor den Anderen war dauerhaft greifbar bei den Menschen. Ich roch die Angst, schmeckte die saure Furcht, die sie absonderten und sah, wie sie alles taten, damit die Anderen zufrieden blieben. Diese Welt war … einzigartig! 
Und ich fand es toll! Die Bösen waren BÖSE! Keine verhätschelten Hündchen oder glitzernde Vampire, die das alles nicht wollen. Die Anderen waren durch und durch BÖSE und haben daraus auch kein Geheimnis gemacht. Wer nicht spurt, wird gefressen. Punkt. Klare Ansage. Und die Autorin ist nicht einmal von dieser Spur abgewichen! Keine Verniedlichung, keine Ausnahme der Regel. Für die Menschen ist das Leben in dieser Version der Welt tödlich. Wir sind nicht die Nummer eins, obwohl viele es gern wären. Nun ja… dann sterben sie eben, wenn sie vergessen haben, wie gefährlich die Anderen sind.

Aber wer sind eigentlich die Anderen? Die Anderen existieren schon länger als die Menschen. Sie sind die Erde, sie sind der Wind, die Luft und das Wasser. Sie sind Herrscher, Vollstrecker und Richter in einem. Sie sind stärker, schlauer und schneller. Sie SIND ganz einfach! Die Anderen sind keine Menschen, sie können aber ihre wahre Gestalt so verändern, dass sie wie Menschen aussehen. Sie imitieren uns, haben über eine jahrtausendelange Entwicklung gelernt, unsere Gestalt anzunehmen. Das heißt nicht, dass sie sich uns anpassen, sie wollen uns nur besser im Blick behalten. Sie haben ein menschliches Leben nicht nötig, können aber dadurch das Tun der Menschen besser unter Kontrolle halten. Außerdem wissen sie die Technologie und gutes Essen zu schätzen. Aber auch wenn sie einen Buchladen führen, ein Café leiten oder Auto fahren können. Wenn Sie Filme gucken, Schnee schippen oder Kaffee trinken: Die Anderen sind BÖSE! Nur das die Menschen das gerne vergessen, weil die Anderen sich menschlich verhalten.
Die Anderen sind der Tot, aber die Menschen werden ihn nicht kommen sehen.

In Band eins über die Anderen geht es um Dinge, die „In Blut geschrieben“ sind. Es geht um Meg Corbyn, die ein so seltsamer Mensch ist, dass selbst die Anderen und die Menschen, auf die sie trifft, sich wundern, wen sie da vor sich haben. Die Anderen lassen Meg in ihre umzäunte und geschützte Wohneinheit rein. Diese Wohneinheit darf nur von ausgewählten Menschen betreten werden. Es gibt dort Läden, Wohnungen und Restaurants, einige dürfen Menschen nutzen, andere nicht. Die Regeln sind klar. Wer nicht spurt, wird gefressen. Diese Regel setzen die Anderen rigoros durch! Find ich noch immer sehr geil! Selbst wenn dieser Mensch immer gute Arbeit gemacht hat, missbraucht er das Vertrauen, ist er tot. So schafft man sich Probleme vom Hals.

Meg Corbyn ist anders und obwohl sie ein Mensch ist, schafft sie es, einen Job bei den Anderen zu bekommen. Nicht, dass es dadurch leichter wird. ;-)
Meg war für mich toll! Eine so spezielle, einfühlsame und offene Figur hab ich lange nicht gesehen. Sie ist naiv, weil sie viele Dinge einfach nicht kennt, aber dadurch war sie mir nur noch sympathischer. Sie tut nichts aus bösen Absichten und schleicht sich so immer weiter in die Welt der Anderen ein. 

Meg ist so viel mehr als sie selbst weiß und durch das Leben bei den Anderen wird ihr klar, dass sie dieses Leben auch verdient hat. Sie darf ein Mensch sein, Freunde haben und es genießen, mit den Wölfen zu spielen. Und nur durch ihre Existenz sorgt Meg dafür, dass ich auch bei den Anderen etwas ändert. Langsam, kaum zu sehen, aber dennoch hat sie einen kleinen Stein ins Rollen gebracht. Ich bin mir sicher, dass dieser kleine Kiesel noch eine Lawine auslösen wird. Bei den Anderen und bei den Menschen. Und es wird Tote geben.

Außerdem geht es um die Anderen, genauer gesagt um Simon Wolfgard. Wie sein Name schon sagt, er ist ein Wolf. Aber nicht so einer wie wir ihn kennen. Allein seine wölfische Gestalt sorgt dafür, dass die Menschen sich vor Angst in die Hose machen. Er ist unfreundlich zu Menschen, hasst einige von ihnen, frisst sie und will sie eigentlich nicht um sich haben. Er führt den Buchladen in der Wohneinheit und ist außerdem der Leitwolf eben dieser. In der Wohneinheit leben außerdem noch Eulen, Habichte, Bären, Vampire, Elementarwesen, Kojoten, Ponys und… ich denke, ich hab noch einige vergessen, aber ich werde deswegen zum Glück nicht gefressen. :-D 

Simon ist Vorstand dieser Wohneinheit und hat das sagen. Sein Vater führt die Verbindungen zu dem menschlichen Bürgermeister, während Simon dafür sorgt, dass eben auch einige Geschäfte der Anderen für Menschen zugänglich sind. Nach außen hin soll es den guten Willen der Anderen zeigen, aber eigentlich geht es nur darum, zu beobachten. Simon versucht das Verhältnis zu den Menschen, die in der nahegelegenen Stadt leben, zu festigen. Das klappt nur bedingt, denn die Menschen haben eine instinktive Angst vor den Anderen. Aber durch Meg hat Simon hin und wieder eine andere Sicht auf die Menschen und deren Verhalten. Simon war für mich der Inbegriff eines Anführers, der für die Seinen alles tut. Eben auch Menschen fressen, wenn die Seinen bedroht werden. Natürlich war es so, dass auch Simon seine schwache Seite hat, aber die bekommt außer dem Leser keiner zu sehen und das auch nur ganz selten. Simon ist streng und BÖSE! Das darf niemand je vergessen. Er wird niemals zu einem Kuschelhund. Er ist ein Wolf, gefährlich, schnell und stark. Und verdammt nochmal… dadurch ist er echt heiß! :-D

Die Welt, die Anne Bishop hier erschaffen hat, ist so vielschichtig und Konfliktgeladen, dass mir noch immer ganz schwindlig ist. Dennoch schafft sie es fast schnurgerade ihrem roten Faden zu folgen und legt ganz nebenbei die Schienen für andere rote Fäden, die noch behandelt werden wollen. Der Konflikt um Meg steht im Vordergrund aber dennoch spürte ich die vielen anderen Konflikte, die sich langsam aufbauen. Es ist nicht immer leicht, eine Welt aufzubauen, bei der der Leser denkt, dass sie wirklich so existiert. Der Leser ist kritisch und will überzeugt werden, will für alles eine Erklärung. Anne Bishop schafft es, dass ich sofort an die Existenz dieser Version der Welt glaubte. Dass ich Angst vor den Anderen hatte, dass ich mit Meg litt und mit Sam spielen wollte. Dass ich mich vor Simon fürchtete und dennoch die Schönheit in den Gefahren sah.  

Das Buch, die Geschichte um die Anderen und Meg hat mich geflasht. Hat mich unerwartet getroffen und in diese neue, schrecklichschöne Welt gezogen. Nichtsdestotrotz hab ich was zu meckern. Allerdings nicht über die Geschichte, sondern über die Übersetzung. Es fehlten Buchstaben und Wörter und dieses Fehlen zog sich von Anfang bis Ende konstant durch, sodass man es manchmal wirklich nicht mehr ignorieren konnte. Das Buch hat ein geiles Cover und die Seitengestaltung ist der Hammer. Die Story reißt mit und begeistert! Aber wenn dann so kleine Fehler immer und immer wieder auftauchen und den Leser (in dem Fall: mich) aus dem Lesefluss reißen, ist das weniger schön.



„In Blut geschrieben: Die Anderen“ ist eine Geschichte, die das Genre Fantasy auf eine neue Ebene hebt. Schrecklich, schön und mitreißend Gefährlich. Hier herrscht das Böse, die Anderen über die Menschen und die Menschen sind geduldete Beute. Fleisch. Affen. Wer Fantasy der düsteren Art mag, wird „Die Anderen“ lieben!
(Und das sage ich, als „Nicht so gern Fantasy-Leserin“!)



Uff. Schwer. Ich war verdammt begeistert von der Geschichte und der Welt der Anderen. Ich liebte die Düsternis und die dauerhaft unterschwellige Gefahr, die von den Anderen ausging. Ich war gefangen in einem Taumel aus Angst und Faszination. Wenn da nicht immer die verlorengegangenen Buchstaben und Wörter gewesen wären…
Ich vergebe dennoch 5 von 5 Marken, denn im Gesamten hat es die Geschichte einfach verdient. Und vielleicht liest ja nochmal jemand drüber und fügt die Vergessenen wieder ein. ^^









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