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3. Juni 2016

"Die Dreizehnte Fee - Erwachen" von Julia Adrian // Rezension



 

Meine Schreibbiografie beginnt wie die hunderter Autoren:
Ich liebe Buchstaben seit ich denken kann. Schwarze Wörter auf weißem Papier, ein Hauch von Staub, das Knistern beim Umschlagen, eine verborgene Geschichte.
Wie passt eine ganze Welt zwischen zwei Buchdeckel? Wie kann sie uns so sehr gefangen nehmen und fesseln, dass wir selbst nach dem kleinen Wort ENDE noch in ihr verweilen, des Nachts von ihr träumen? Bücher - sie besitzen eine ganz eigene Art von Magie. Wir werden zu Helden, zu Weltrettern, zu Liebenden. Und wenn wir ein Buch zuschlagen, dann bleibt immer ein Stück von uns in seinem Herzen zurück. Solange, bis wir uns erneut auf die Reise begeben und uns an die Stellen erinnern, an denen wir schon einmal entlanggekommen sind. Bücher. Magie und Kunst.
Ich will ein Künstler sein.


Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.

Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd.
Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.

Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.


Die 13. Fee ist wie der Eisberg, der die Titanic nie schrammte …

Diese Rezension, die wird mir nicht leichtfallen …

Warum? Was ist anders als sonst?

Das Buch!

Es ist grandios. Es ist anders. Es ist außergewöhnlich. Es ist fantastisch. Und phantastisch. Es ist unglaublich. And yet …

Julia, oh Julia … was hast du getan? Du hast mich auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Ich habe beim Lesen gespannt an den Fingernägeln geknabbert, um mir im nächsten Moment die Haare vor Verzweiflung zu raufen, nur um dann doch wieder von der Geschichte verzaubert zu sein. Eigentlich. Ja … eigentlich.
Und uneigentlich? Eine gute Frage …
Das, was ich hier nicht schaffe, schafft Julia Adrian mit ihrer 13. Fee gut. Fast schon zu gut. Nämlich auf den Punkt zu kommen. Ihre Bilder sitzen, jedes Wort, jeder Buchstabe – es sitzt einfach. Leider oft etwas zu sehr auf den Punkt.

Aber ich tue es schon wieder: Ich versuche das Pferd von hinten aufzuzäumen. Lasst mich von vorn beginnen: Als ich mit dem Buch anfing, war ich geflasht. Julia Adrian bewerkstelligte mit ihrem Debüt, was oft nicht mal alte Hasen der Branche schaffen. Sie brachte die Innenansicht, die Gefühle der Ich-erzählenden Protagonistin (die 13.Fee – eine einst machtvolle, grausame Königin) perfekt rüber. Ihre Verwirrtheit nach dem 1000 jährigen Dornröschenschlaf, wie auch über plötzlich aufkeimende, nie dagewesene Gefühle, war nachvollziehbar gestaltet. Man fühlte als Leser mit, war selbst irritiert, fragte sich „Fühlt sich so die Liebe an?“

Der kurze, knappe, schnelle Stil der Autorin brachte das perfekt zur Geltung, sodass ich mich angesichts dieser Leistung und dieses Talentes fragte, ob da nicht ein alteingesessener Meister sitzt, der unter jungfräulichem Pseudonym schreibt.

Bsp:
Eine Elfe landet auf meiner Schulter. Ihr goldenes Gesicht strahlt. Sie flüstert meinen Namen.
»Ja«, sage ich leise und fühle eine seltsame Freude darüber, dass sie mich nicht vergessen hat. »Ja, ich bin wieder da.«
Ihr Lachen klingt in meinen Ohren. Sie ruft die anderen Elfen, sie flattern herbei, umkreisen mich. Ihre Flügel leuchten, glitzernde Funken tanzen hinter ihnen her. Selbst bei Tag spiegelt sich das Mondlicht in ihren Augen.
Willkommen, seufzen sie im Chor.


Oder:
Ich höre meine Schwester kreischen. Ich höre ihre Ohnmacht, dann fällt die schwere Tür mit einem Krachen ins Schloss und sperrt den Nordwind aus.
»Höllisch kalt draußen.«
»Verdammt Jäger, was treibt dich bei diesem Wetter herum?«
»Bist du hier, um Diamanten zu kaufen?«
»War das dein Pferd?«
»Jemand Suppe?«
Er antwortet nicht. Seine Aufmerksamkeit gilt mir allein. Sein Blick ist tief und unendlich grün.

Leider flaute diese Begeisterung ab, je weiter ich las, denn ich stellte fest: Der rasche, distanzierte Stil war kein raffinierter Schachzug der Autorin. Er zieht sich durchs gesamte Buch, sodass die Geschichte wie ein wunderschönes Wildpferd an einem vorbei galoppiert. Wild, ungezähmt. Man würde so gerne etwas länger an seiner Schönheit teilhaben. Man hätte so gerne mehr Zeit, sich die Details dieses prachtvollen Tieres anzusehen. Doch kaum hat man es erblickt, ist es auch schon an einem vorbei in die Ferne gerauscht und man bleibt mit dem enttäuschenden Gefühl zurück, irgendetwas Wundervolles verpasst zu haben.

Mir blieb alles zu oberflächlich. Da! Ich habe es ausgesprochen. Und mein Herz weint.

Denn ich wünschte mir so sehr, ich könne dieser Geschichte alle Sterne des Universums geben (und noch ein paar Zusatzsterne dazu), aber …
Es war mir nicht „deep“ genug. Die Charaktere und ihre Gefühle blieben seltsam entfernt. Man spürte, wusste, dass da mehr ist, doch leider nahm sich die Autorin nicht die Zeit, mehr in die Tiefe zu gehen.

Ich kam mir wie ein Passagier der Titanic vor. Ich stehe an Deck und sehe in der Ferne den gefährlichen Eisberg. Bereits die Spitze, die aus dem eisigen Meer ragt, wirkt schön und unheilvoll gleichermaßen. Doch unterhalb der glatten Meeresoberfläche lauert die viel gefährlichere, verhängnisvollere … ja, spannendere Hälfte.

In dieser Version bzw. diesem fiktiven Parallelszenario (jetzt kommt der SciFi-Nerd in mir raus), schippert die Titanic jedoch seelenruhig und mit ausreichend Sicherabstand an dem Eisberg vorbei. Das Eis reißt den Rumpf des Schiffes nicht auf und die Titanic wird nicht in die Tiefen gezogen. Den Passagieren entgeht der Tod in die kalten Tiefen des Meeres. Sie werden nie erfahren, was da unterhalb der Wasseroberfläche lauerte. Unspektakulär. Es gibt keine Schlagzeile, kein Hundertjähriges Gedenkdatum, keinen Film mit Leonardo DiCaprio (für den er vergeblich auf einen Oscar hoffen muss).
Aber … keine Sorge, ich dramatisiere etwas. So schlimm war das mit dem Buch nun auch wieder nicht :-)


Angesichts der tollen Ideen und der wirklich auf den Punkt sitzenden Bilder (ich wiederhole mich, ich weiß), die die Autorin erschafft, nahm auch die Enttäuschung nach dem ersten Schreckmoment – nachdem ich begriff, dass sich dieser Stil durchs ganze Buch zog –  allmählich ab und ich schaffte es wieder, mich auf die 13. Fee einzulassen. Denn … der Inhalt flasht trotzdem einfach viel zu sehr. Die Adaptation an bekannte Märchen, die kleine Elle, die Feenkönigin mit all ihrer Liebe und Rache, die Nixen, der Hexenjäger, die Atmosphäre … alles super!
Bis auf eben dieser eine Punkt.
Wie der Fee die Liebe fehlt, fehlte mir die Tiefe bei der Entwicklung der Charaktere.
Aber … wie bewerte ich jetzt?



Eine einfache Bewertung käme dem Buch nicht gerecht, daher muss ich das aufdröseln.
Können/Talent/Stil: 5 Sterne, Ideen/Plot: 5 Sterne, Charaktere/Entwicklung: 3 Sterne (aufgrund der mir fehlenden Tiefe) ARGH! Julia … why? WHYYYY???
Macht also genau 4,333333… Sterne.
4!
Es tut mir so leid, ich hätte so gerne mehr gegeben. Und diese Zeilen zu schreiben, zerreißt mir das Herz.
Aber genug der Theatralik. Das Buch ist genial, du bist genial!
Die nachfolgenden Bände werde ich auf jeden Fall auch lesen. Man MUSS einfach wissen, wie es mit der 13. Fee enden wird!













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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