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13. März 2016

"Æthersturm" von Susanne Gerdom // Rezension








Susanne Gerdom lebt, wohnt und arbeitet im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als "Napfschnecke", die ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch, während sie schreibt.
Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost.


Die Ætherwelt steht kurz vor einem Krieg. Die Kaiserin ist von den Gegnern der sogenannten Engel festgesetzt worden und nun soll auch ihre Tochter Mizzi gefangengenommen werden. Mit letzter Kraft rettet sich diese in die Kanalisation. Dort sammeln die Alliierten der Engel um die junge Kato von Mayenburg und den Halbengel Jenö ihre Kräfte, um die unwürdige Sklaverei der Elementarwesen durch die Menschen ein für alle Mal zu beenden. Jenö, Kato und Mizzi treiben die Kriegswirren an jeweils andere Orte der Kaiserstadt Wien. Und jeder von ihnen macht dabei Entdeckungen, die bis dato jenseits ihrer Vorstellungskraft lagen.


Der erste Band hatte mich schon begeistert, und so waren die Erwartungen, entgegen allen Bemühungen, doch recht hoch. Susanne hat mich bis jetzt nie enttäuscht und so stürzte ich mich Kopfüber in den Aethersturm. Ob ich heil am Ende wieder heraus kam? Finden wir es heraus …

Die Geschichte beginnt einige Zeit vor dem Ende des ersten Teils mit der Einführung einer neuen Figur. Jenö ist ein kleiner Straßenjunge, der mit seinen vier Freunden in der Kanalisation haust und versucht, über die Runden zu kommen. Am Anfang wusste ich nicht, wie ich Jenö einschätzen soll, er war immer etwas wankelmütig, allerdings gehörte das zu seinem Charakter. Er musste seinen Platz in der Welt erst finden und hatte schon einiges an schlimmen Erlebnissen hinter sich, sodass sein Misstrauen und seine ständigen Meinungsänderungen nur zu gut nachzuvollziehen waren. Jenö macht eine erstaunliche Entwicklung durch um am Ende als der Mensch aus den Geschehnissen hervorzugehen, der er sein soll und der er auch sein darf. Die Geschichte um Jenö war ein ganz eigener, schöner, trauriger, spannender Handlungsstrang, der sich aber perfekt in den Rest der Geschichte einfügt und seinen Teil zum großen Ganzen beiträgt.

Nachdem Jenö eingeführt wurde, fand ich endlich meinen Weg nach Hause. So fühlte es sich jedenfalls für mich an. (Es fühlt sich immer so an, wenn ich Susannes Geschichten lese^^.) Aber da ich ja schon in der Aetherwelt zu Besuch war, war es hier noch stärker. Sofort war ich wieder im Geschehen. Sah die Figuren, die Orte und fühlte ihre ganzen Emotionen. Susanne hat diese besondere Art und Weise Figuren Leben einzuhauen und Orte real wirken zu lassen, sodass ich nach dem Lesen immer überlegen muss, ob das jetzt wirklich nur eine Geschichte war, oder ob ich aufpassen muss, in welchen Laden ich demnächst gehe, um nicht in Raum und Zeit zu verschwinden. ^^

All ihre Figuren sind auf ihre Art besonders. Speziell. Sie haben ein Leben, eine Vergangenheit und alle haben eine Zukunft. Sie haben Schmerzen, Probleme und viele sind nicht die, die sie vorgeben zu sein. Aber für mich ist das nicht immer ersichtlich und dann erschrecke ich mich, weil Susanne mich auf eine falsche Fährte gelockt hat. Ich folgte ahnungslos den agierenden Protagonisten, nur um dann mit Zweifeln in der Aetherwelt zurückgelassen zu werden. Aber genau das ist es, was „Aethersturm“ so fantastisch macht. Diese Realität, dieses Mitempfinden, Mitleiden und Mitfreuen. Es war nicht nur die Reise der Protagonisten, es war unsere gemeinsame Reise und ich stand mit Freuden neben ihnen, egal welche Abenteuer sie zu meistern hatten.

Meine ganz persönlichen Lieblinge waren Mizzi, die Milans und die Elementarwesen. Mizzi war ihm ersten Band noch etwas, wie soll ich sagen, …. Naiv? Jung? Aber das legte sie sehr schnell ab und tat, was getan werden musste. Sie entwickelte sich, aufgrund der äußeren Einflüsse und ich bin mir sicher, dass sie nicht so sympathisch und enthusiastisch geworden wäre, wenn sie behütet und beschützte im Palast aufgewachsen wäre. Manche Protagonisten brauchen einschneidende Erlebnisse, um ihre wahre Stärke zu finden und Mizzi gehört eindeutig dazu.

Die Milans. Ich weiß nicht, wo Susanne ihre Ideen für Figuren herholt, aber noch nie hab ich so stark gehofft, dass es reale Vorbilder gibt, wie bei den beiden. Ich mochte sie schon im ersten Band, obwohl da der Schwarze etwas unfreundlich war, aber im zweiten Band wurde schnell klar, dass er das nicht ist, sondern das er einfach eine ruppige Art hat. Genau wie sein Bruder, der Rote, haben sie Talente, die sich ergänzen und nur zusammen können sie genial sein. Denn nur zusammen sind sie ein verdammt großartig eingespieltes Team.

Die Elementarwesen. Herrgott, wie niedlich^^, lustig, ehrlich und herzerwärmend können bitte kleine, erfundene knuffige Wesen sein? Jedes hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Denkweise. Seine eigenen Stärken und Schwächen. Ich kann es nicht wissen, aber ich glaube, dass in diese kleinen Elementarwesen besonders viel Liebe und Herzblut geflossen ist, denn sie sprang mich förmlich an, sobald die kleinen Wesen auf der Buchseite erschienen.

Natürlich sind das nicht annährend alle Figuren, die Susanne durch ihren Aethersturm wandeln lässt. Sie alle zu erwähnen, wurde den Rahmen sprengen. Da ist zum Beispiel noch der Zeitmeister, Kato, Shenja, Meister Tiez, Luca Kalk, die Strotter. All diese Figuren haben ihren Soll zu erfüllen und machen dies auch ohne zu meckern. Keine der Damen bleibt sitzen und wartet darauf, gerettet zu werden. Nein, sie retten sich und oft genug auch die Männer, selbst.

Das Ende ist wunderbar und passt perfekt zum Rest dieser Dilogie. Und meines Erachtens hätte diese Geschichte viel mehr Aufmerksamkeit verdient, denn es ist nicht einfach nur eine Geschichte, die Susanne hier erzählt, sondern es ist ein ganzes Universum, in das sie ihre Leser entführt, und in dem sich noch so viele unerzählte Geschichten tummeln.
Ich weinte, ich lachte und ich litt mit allen, die in den Büchern vorkamen, egal, ob sie nur am Rande erwähnt wurden oder nicht. Sie alle sind es wert, gelesen zu werden!


„Aethersturm“ ist der krönende zweite Band, der meinen Erwartungen nicht nur gerecht wurde, sondern diese auch noch haushoch übertroffen hat. Man muss den ersten Band gelesen haben, um den zweiten zu verstehen, aber dafür wird man in eine wundervolle Welt voller Magie, Aether und Steampunk entführt, aus der man so schnell nicht wieder heraus möchte.




An dieser Stelle gibt es von mir 5 von 5 Marken, plus einen unserer Sterne, für ein Universum an Geschichten, welches ich mit einem weinenden und einem lachendem Auge verlassen. Verlassen muss, denn irgendwann hat jede Geschichte ihr Ende erreicht. 













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Und wieder hat Tilly es geschafft und die Autorin sitzt heulend vor dem Monitor. (Und WAS habe ich mich bei diesem Buch damals gequält, weil es nicht so laufen wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich war total und absolut davon überzeugt, dass ich es in den Sand gesetzt hatte, und zwar mit Schmackes ...)
    Ich freu mich. Heulend. :D

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    1. Nicht weinen, Susanne!!! Es kam absolut nicht rüber, dass du dich gequält hast, ich habe dieses Buch geliebt!! <3

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