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26. Februar 2016

"Windsbraut - Verdammter Ostwind" von Regina Mengel // Rezension





Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder Hörbuch veröffentlicht. Wer mehr über Regina Mengel wissen möchte, ist herzlich auf ihre Homepage eingeladen.




Was sind Regeln, wenn ein wildes Herz seinen eigenen Weg sucht?

Tag für Tag zerrt die Sehnsucht an den Herzen der Windsbräute. Nacht für Nacht legen sie sich heimlich zu den Menschen, um die Sehnsucht zu lindern. Ihre Anwesenheit bleibt unbemerkt, denn es ist den Bräuten verboten, länger als eine Nacht an einem Ort zu verweilen.
Auch Hope muss sich diesen Regeln fügen. Eines Tages jedoch wird sie durch einen dummen Unfall von ihren Schwestern getrennt. Plötzlich auf sich gestellt, irrt Hope tagelang mit den Winden umher. Endlich, am Ende ihrer Kräfte, gelingt es ihr auf festem Boden zu landen. Dort, im Haus am Ende des Strandes, verbringt sie eine Nacht neben Nicolas. Am nächsten Morgen sollte Hope weiterziehen, doch ihr Herz verlangt danach, zu bleiben - bei dem jungen Iren mit den kirschsüßen Lippen. So beschließt sie, fortan ihre eigenen Regeln zu finden, ohne zu ahnen, welche Konsequenzen ihr Handeln hat. Bis Nicolas eines Nachts erwacht und Hope neben sich vorfindet.




Wieder ein Buch von Regina Mengel! Wie habe ich darauf gewartet! Ich durfte vorab schon mal in den Anfang reinschnuppern und konnte es nun kaum erwarten, weiter zu lesen. „Windsbraut“ klingt vom Klappentext her schon genau nach meinem Geschmack. Also… mal gar kein Erwartungsdruck oder so. Wurde ich vom Winde verweht oder blieb ich Standhaft und hatte Hoffnung?

Hoffnung. Genau darum geht es bei „Windsbraut“. Hope ist eine junge Windsbraut, die sich hoffnungslos verflogen hat. Da sie gerade erst geboren wurde, weiß sie auch nicht so recht, wie die Regeln aussehen, an die sich eine Windsbraut zu halten hat und was sie beachten muss. Sie weiß nicht, zu was sie fähig ist und zu was nicht. Was sie darf und was eben nicht. Hope fliegt sozusagen wie ein Blatt im Wind, mal nach rechts, mal nach links, unfähig eine Entscheidung zu treffen und an dieser auch fest zu halten. Hope hat einen langen Weg vor sich, und sie ereilen viele Rückschläge, bis sie am Ende endlich weiß, was sie will. Und das sie dazu stehen muss. Ich mochte Hope und ihre stellenweise sehr naive Art, denn obwohl sie von den Menschen und ihrem Leben gar keine Ahnung hat, versucht sie das Beste daraus zu machen und lernt alles, was es zu lernen gibt.

Nicolas ist da schon anders. Er ist latent verbittert und obwohl er immer nett und freundlich und zu Hope liebenswürdig und zärtlich ist, hatte er doch immer irgendwie eine dunkle Seite, die er aber nicht richtig zeigte. Oder sehr gut versteckte. Ich denke, dass Nicolas noch so einige Geheimnisse hat, auf die ich mich im Laufe der Geschichte freue, denn Geheimnisse sind der Sturm am Himmel, oder nicht?
Nicolas macht während der Handlung auch eine Wandlung durch, allerdings ist diese nicht zu seinem Vorteil. Ist es die Hoffnung, die ihn vorantreibt? Ich hoffe, er wird wieder klar im Kopf, denn seine Figur ist wirklich liebenswert.

Es sind nicht nur die Figuren, die Regina Mengel hier erschaffen hat, die diese Geschichte lesenswert machen. Jede Figur hat ihre eigene Art, ihre eigenen Macken und Probleme und kann doch nett sein, wenn es sein muss. Nein, es ist die Welt drum herum, das Setting, in dem Hope sich bewegt, dass diese Geschichte zu einem Erlebnis macht. Die Beschreibungen, wenn Hope auf den Winden reitet, die einzelnen Winde unter sich, in alldem spürt man die Liebe zum Detail der Autorin. Ich fühlte selbst jeden Wind auf meiner Haut und fror doch recht schnell, wenn ich zu hoch flog. Die Windsbräute sind eine, für mich, vollkommen neue Erfahrung, eine neue Welt und ich bin wirklich gespannt, wie es mit ihnen weitergeht.

Aber auch das Leben auf dem Land, Nicolas Welt, ist traumhaft beschrieben und verlockend. Regina Mengel hat sich da ein wirklich traumhaftes Stückchen Erde ausgesucht, auf dem ihre Geschichte spielt und am liebsten würde ich sofort die Koffer packen und auf die Suche nach dem Haus am Strand gehen. (Und wehe, es ist dann nicht da!^^).
Aber hoffen kann man ja.

Es ist die Hoffnung, die uns alle antreibt. Hoffen und Bangen liegen so nah beieinander, dass man es manchmal kaum auseinander halten kann. Was ist, wenn die Hoffnung zu groß wird? Wie verändert man sich, wenn man erfüllt von zu viel Hoffnung, Entscheidungen trifft? Und wie ist es, wenn man nur hofft, um der Hoffnung willen, aber eigentlich gar keine hat? All diese Fragen hat die Autorin in die Geschichte von Hope und Nicolas eingewoben und beantwortet sie auf ihre ganz eigene Art. Ich war beeindruckt, wurde zum Nachdenken angeregt und fragte mich, wie das so ist, mit der Hoffnung.

Nach all dem Lob hab ich aber dennoch etwas, das mich störte. Obwohl die Geschichte wirklich klasse ist, das Setting bezaubernd und die Figuren real, fehlte mir gerade zu letzteren der Bezug. Ich las, dass sie litten, aber ich fühlte es nicht. Ich sah Freude, Schmerz und endlose Hoffnung, aber es kam einfach nicht bei mir an. Das Gefühlsleben der Figuren spiegelte sich nicht in meinem und so las ich das große, emotionale (und mir leider viel, viel, viiiiiel zu kitschige) Finale, aber mehr als der Beobachter hinter der Scheibe war ich leider nicht. Ich konnte Hope nicht stützend zur Seite stehen und ihre Hand halten, denn sie ließ mich nicht an sich heran.




„Windsbraut“ besticht durch ein wundervoll ausgearbeitetes Setting, durch eine neue, frische Idee und durch tiefgründige Fragen der Hoffnung. Es machte Spaß, Hope zu begleiten und zu sehen, wie sie sich selbst entdeckt, auch wenn ich nicht immer an sie ran kam.





„Windsbraut“ von Regina Mengel bekommt von mir 4 von 5 Marken.








(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
1 mal erwischt
  1. Juhu, erst mal das Positive, sie gefällt die Braut, dass die Bindung nicht so hinhaut, ärgert mich kolossal, aber man kann nicht alles haben. Oder ich gebe die Hoffnung nicht auf, ganz Hope-gerecht. Nun zu deinen Fragen, selbstverständlich gibt es das Haus am Strand. Dort habe ich vergangenen Mai Urlaub gemacht und die ganze Region, Cahersiveen, Geokaun Mountain, Kerry Mountains, Valentia Island, Mizen Head (der Leuchtturm) ist real und ich habe sie auch der Realität nach beschrieben. Mögt ihr einen Blick werfen, dann schaut hier vorbei.
    https://www.facebook.com/regina.mengel1/media_set?set=a.879776735415202.1073741840.100001486515594&type=3

    In dem Album stecken 3 Wochen Irlandrundreise, die beschriebenen Orte findet ihr ab diesem Foto:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=881028665290009&set=a.879776735415202.1073741840.100001486515594&type=3&theater

    Habt Dank für Lob und Kritik und wie immer: I love you all ;-) Und ich freue mich tierisch auf ganz viel Glitzer auf der LBM. Ist ja nicht mehr lang.

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