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19. Februar 2016

"Centum Night" von Lou Timisono // Rezension

http://loutimisono.com/http://www.amazon.de/Centum-Night-Lou-Timisono/dp/3945035171/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1453093271&sr=1-1http://www.balladinebooks.com/Lou-Timisono-Centum-Night



Lou Timisono hat Englische Literatur und Philosophie studiert. Sie lebt abwechselnd in Cambridge, England, und Orange, Frankreich.




Macht ist alles, was zählt.

Die tabulose Abrechnung mit einer von unstillbarem Machthunger, ausufernder Gewalt und emotionaler Verkümmerung geprägten Gesellschaft.

Eine Orwellsche Vision für das 21. Jahrhundert.




Der Klappentext und die Buchbeschreibung machten mich auf dieses Buch neugierig und mal ehrlich, wer mit Orwell wirbt, kann nur gut sein. Oder?

Ich bin ehrlich, ich musste zweimal anfangen, denn beim ersten Mal hab ich das Buch äußerst frustriert weggelegt. Ich fand keinen Einstieg, ich kam mit den Charakteren nicht klar und wusste im Grunde überhaupt nicht, wo ich bin und was nun kommt. Natürlich will ich nicht, dass auf der ersten Seite der Info-Dump über mir zusammen bricht, aber wenn ich den Klappentext nicht gelesen hätte, wüsste ich auch nach dem ersten Dritten des Buches nicht, um was es eigentlich geht. Ich wurde einfach ins kalte Wasser geschmissen und stand plötzlich mitten im Geschehen, aber auf so eine Art und Weise, als hätte ich die ersten 10 min eines Films verpasst und muss nun gucken, wie ich klar komme.

Der zweite Einstieg war besser. Vielleicht lag es daran, dass ich den Anfang nun schon kannte, oder aber weil ich mich wirklich nur auf das Buch konzentrierte. In der Bahn lesen oder wenn Trubel nebenher war, ging gar nicht. Es musste still sein und ich durfte nicht abgelenkt werden. „Centum Night“ ist äußerste schwere Kost und ich denke, dass das fehlen, jeglicher Erläuterungen einiges vom Lesespaß nimmt.
Das soll nicht heißen, dass die Welt blöd war, ganz im Gegenteil. Das komplette Setting hat mir sogar am besten gefallen. Eine dystopische Welt, in der die Menschen in drei Klassen aufgeteilt sind. Und natürlich wird dagegen rebelliert. Aber auch hier muss ich zugeben, dass ich nicht immer ganz verstand, wie die Aufteilung ist und vor allem, warum? Manche konnten sich hocharbeiten, andere nicht. Wieder andere wurden runter gestuft… es war stellenweise mehr als verwirrend. Es war offensichtlich, dass die Autorin ihre Welt im Griff hat, denn es wurde mit Fachbegriffen um sich geworfen, bei denen mit die Ohren wackelten. Leider fehlten mir die Informationen und ich musste mit selbst zusammen reimen, was sie mit den Begriffen meinen könnte. Was die Welt angeht, wäre mehr eindeutig besser gewesen. Mehr Ausbau, mehr Infos, mehr von allem, damit der Leser auch was, was eigentlich Sache ist.

Die Charaktere in dem Buch waren allesamt eigenartig. Nicht, dass sie schlecht waren oder ich sie nicht verstand. Ganz im Gegenteil, ich verstand sie sogar sehr gut, am meisten die Figuren, die sich nach körperliche Nähe und Emotionen sehnten, denn all das Zwischenmenschliche war in dieser Welt strengstens verboten. Aber ich kam nicht an sie ran, ich baute keine Verbindung auf und kam oftmals mit den Beschreibungen nicht klar. Die Autorin kann schreiben, aber auf eine sehr eigene, gehobene Art und Weise, die meiner Meinung nach mit der Welt und ihren extrem verwirrenden Begriffen nicht immer ganz kompatibel ist.

Selbst bei der Handlung als solcher, war mir nicht ganz klar, um was es nun ging. Ging es um die Morde? Ging es ums Rebellieren? Ging es darum, das rebellierende System zu ermorden? Was war das Ziel? Und wer sollte welches Ziel erreichen? Wo war der verdammte rote Faden, an den ich mich hätte klammern können? Ich versuchte mal dieser Figur, mal jener zu folgen, aber die Autorin haut sehr schnell, sehr viele Handlungsorte raus und baut diese nach und nach zu eigenen Strängen auf, sodass ich nicht mehr wusste, welcher nun der Hauptstrang war und welcher „nur“ Nebensache. Am Ende gehört zwar alles irgendwie zusammen, aber ich denke, dass hätte man auch weniger Gehirnverdrehender hinbekommen können.

Auch der Batzen an Gesellschaftskritik, der oftmals wirklich genial eingebaut wurde, and i mean wirklich genial (Insider), geht durch das ganze Chaos auf allen Ebenen leider merciless unter.
(Die Verenglischung der deutschen Sprache, falls das nicht rüber kommt.^^)
Abschließend lässt sich sagen, dass es in „Centum Night“ von allem zu viel gab: zu viele Figuren und damit einhergehend zu viele Perspektiven; zu viele Fremdwörter, die alle nachgeschlagen werden mussten; zu viele Dinge, die viel zu schnell und viel zu verworren passieren, sodass die Geschichte ein einziges Chaos bleibt und jeder noch so kleine, gute Ansatz sofort untergeht.

Und Orwell sucht man hier vergebens…




„Centum Night“ hätte meines Erachtens eine wirklich, wirklich geniale Orwellsche Vision des 21. Jahrhunderts wegen können, wenn die Autorin entweder ihre Ideen für das Setting etwas runter geschraubt, oder aber wenn sie der Welt in ihrer ganzen Komplexität einfach mehr Raum zum Entfalten gelassen hätte. Ich denke, mit letzterem hätte sie auch den Lesern mehr Freude an der Geschichte gegeben. Alles in allem sehr schade.




Ich wollte dieses Buch mögen. Wirklich. Sonst hätte ich nicht ein zweites Mal dazu gegriffen. Aber manchmal ändert sich die erste Meinung nicht und es bleibt dabei. Trotz dem Setting, das mir hier wirklich gefiel, kann ich nicht mehr als 1 von 5 Marken geben. Zum Glück ist das alles Ansichtssache und dies hier nur meine Meinung. Ich war wohl die falsche Zielperson für die Geschichte und ich bin mir ziemlich sicher, dass es genug Leser gibt, die das Potenzial der Geschichte erkennen und diesem verfallen werden.





(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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