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11. Januar 2016

Rundumschlag #2 // SerienRezension





Dean Winchester: What the hell …?
Castiel: Guess again.
(aus ›Supernatural‹, Staffel 4, Episode 15: ›Death Takes a Holiday‹)


Lange habe ich nun geschwiegen. Das lag zum Teil an dem vermaledeiten Sommer, der so prächtig daherkam, dass mir meine Sozialphobie beinahe flöten ging, und andererseits an einem Mangel an sehenswerten Serien. Abgesehen von einigen Ausnahmen, die ich nun hier aufliste. Eine Auswahl an ›Nichtbringern‹ erwähne ich ganz am Schluss mit jeweils einem Satz, weil ich zumeist nur wenige Folgen geschaut und sie größtenteils unvermittelt aus meinem Gedächtnis getilgt habe.
Schwafeln wir nicht lange, steigen wir direkt ein. Nur eines noch: Weil es ein Rundumschlag ist und ich versuche, es kurz zu halten, bekommt ihr keine Inhaltsangaben. Dafür gebe ich euch jeweils einen Link zu den Trailern.




Game Of Thrones (US-Fantasy-Drama-Serie | Trailer)

Ich habe es getan. Nach einem vergeblichen Anlauf startete ich dieses Jahr einen neuen, und siehe da: Ich habe es knallhart durchgezogen, inklusive Staffel 5. Der erste Anlauf scheiterte schlicht am Genre; irgendwie habe ich es nicht mehr so mit klassischen Fantasy-Settings. Was mich letztlich doch noch fesselte, war der unvergleichbare Peter Dinklage, der den kleinwüchsigen Tyrion Lennister darstellt: Der Mann transportiert diese komplexe Figur fast allein durch sein Mienenspiel, eben weil er kleinwüchsig ist und schlecht mit großen Gesten aufwarten kann. Selbst jetzt, in der bloßen Erinnerung, verspüre ich noch diese Faszination für sein Talent. Meine Herren! Gänsehaut! Ich bin mir absolut sicher, dass ich die Serie erneut abgebrochen hätte, gäbe es Peter Dinklage nicht. Gänsehaut!
Ansonsten: Sehr gut natürlich, von vorne bis hinten und von unten bis oben. Der Hype scheint mir berechtigt, die Serie ist nicht nur aufwändig gemacht, sie präsentiert auch komplexe Charaktere innerhalb (mehr oder weniger) komplexer Handlungsstränge. Wie gesagt, ich bin des Fantasy-Genres gegenüber etwas müde, aber objektiv betrachtet hat ›Game Of Thrones‹ ganz klar fünf von fünf Fernsehern verdient. (Peter Dinklage bekommt von mir zehn Fernseher.^^)



 

The Wire (US-Dramaserie | Trailer)

Gleich vorweg: Ich habe die Serie dieses Jahr zum zweiten oder dritten Mal geschaut. Ich liebe sie ganz einfach, und das nicht so sehr wegen der Thematik (Polizei jagt Drogenbanden in Baltimore), sondern vielmehr ihrer ungemeinen Authentizität und Komplexität wegen. Man muss schon an die fünf Folgen durchhalten, um einigermaßen begreifen zu können, worum es geht und wie die Hintergründe sind, man muss allzeit aufmerksam sein und mitdenken. Dieses Mitdenken-Müssen vermisse ich in der momentanen Serienwelt ganz unglaublich. ›The Wire‹ ist keine lauwarme Grütze, die einem vom Produzententeam mit einem Plastiklöffel sorgsam in den Mund geschaufelt wird, sodass man nur noch schlucken und unten wieder ausgeben muss. Ihr versteht.
Die Serie kommt relativ ruhig daher, was Bilderfolgen oder Special Effects angeht (sie ist ein etwas älteres Machwerk: 2002-2008), fordert dafür aber Konzentration. Wenngleich das Niveau in ein oder zwei Staffeln ein wenig absinkt, gibt es dennoch immer diese vielschichtigen Charaktere, die mitunter derart gut ausgearbeitet und dargestellt sind, dass ich sehr oft an sie wie an alte (unliebsame) Freunde denken muss.
Fünf von fünf Fernsehern.





Supernatural (US-Mysteryserie | Trailer)

Auch ›Supernatural‹ habe ich dieses Jahr nicht zum ersten Mal gesehen. Es war der zweite Durchlauf, natürlich inklusive der 10. Staffel.
Das ist eine der Serien, die mit zunehmendem Alter immer besser werden. Gab es anfangs noch Schwierigkeiten in Form von fadenscheinigen Handlungen, seichten Storys und mitunter schlechter schauspielerischer Darstellung, so sind es die neueren Staffeln, die punkten. Man kann nicht behaupten, ›Supernatural‹ sei anspruchsvoll, aber gerade darin scheint die Anziehungskraft zu liegen: in diesen bisweilen lächerlichen Storys und im hin und wieder auftauchenden schauspielerischen Unvermögen, das sich unablässig selbst auf die Schippe nimmt. Gewisse Episoden wirken wie Parodien schlechthin. Es kommt mir so vor, als hätten alle Beteiligten ab einem bestimmten Moment erkannt, dass sie keine Serie mit ernsthaften Inhalten transportieren können, und als hätten sie sich daraufhin zum Komödiantischen und Selbstironischen bekehrt. In meinen Augen rettet dieser Schritt die komplette Serie, und ich habe echte Hochachtung vor diesem kreativen Manöver, das ja doch einer erheblichen Selbsterkenntnis entspringen muss.
Mit dem daraus resultierenden tiefsinnigen Witz und der besonderen musikalischen Untermalung ist ›Supernatural‹ mehr ein Lebensgefühl als eine bloße Serie.
Fünf von fünf Fernsehern für dieses freiheitsliebende Lebensgefühl.




Prison Break (US-Actionserie | Trailer)

Daran kann man mal sehen, wie sich die Ansprüche verändern: Vor Jahren habe ich ›Prison Break‹ geschaut und für gut befunden, in diesem Jahr habe ich inmitten der 2. Staffel abgeschaltet, weil ich aus dem Gähnen nicht mehr herauskam.
Eine grandiose Idee liegt der Serie zugrunde, daran rüttle ich nicht. Diese Idee war es auch, die mich begeistert hat. Vermutlich wird jeder, der sich die 1. Episode zu Gemüte führt, auch die 1. Staffel durchhalten müssen, dafür sorgt besagte Idee und die daraus entstehende Spannung.
Aber mal ehrlich: Wie anstrengend schnelle Bildfolgen, überzeichnete Darstellungen und effekthaschende (und dümmliche) Dialoge sein können, zeigt ›Prison Break‹, als wäre es ein Lehrfilm. Gelegentlich dachte ich, ich würde ›GZSZ‹ schauen, vorrangig dann, wenn etwas vermeintlich Gewichtiges gesagt wurde, die Kamera auf ein Gesicht zoomte und dieses Gesicht entsetzt, erschrocken, entschlossen usw. dreinschaute und ein Schnitt auf Schwarz folgte, dem sich wiederum gefühlte tausend Bilder innerhalb von Millisekunden anschlossen, vorzugsweise von den Dächern des Gefängnisses. Gähn! Das kann sogar Til Schweiger besser, wobei wir in Bezug auf die schauspielerischen Fertigkeiten genau da wären: bei Til Schweiger. Ich wiederhole: gähn!
Hervorheben will ich allerdings Robert Knepper alias Theodore ›T-Bag‹ Bagwell, der auf ganzer Linie überzeugt.
Drei von fünf Fernsehern.





Und nun zu einigen der Serien, die ich auf kurz oder lang abgebrochen habe. Ich gebe lediglich die Eindrücke wieder, die ich primär in Erinnerung habe, mehr kann und will ich nicht dazu sagen (bitte bringt mich nicht um!^^).


The Neighbors (US-Sci-Fi-Sitcom | Trailer): Zumeist seichter Humor, Langeweile, nichts Neues.

The Mentalist (US-Krimiserie | Trailer): Banal überzeichnet, abgegriffen, tausend Mal schon gesehen. (Dass das in Hinsicht auf Tiefgründigkeit in (fast) allen Belangen besser geht, zeigen Serien wie ›Hautnah – Die Methode Hill‹, ›Spooks – Im Visier des MI5‹, ›Sherlock‹ oder die ersten beiden Staffeln von ›Death in Paradise‹.)

Sanctuary – Wächter der Kreaturen (kanadische Sci-Fi-Serie | Trailer): Gewöhnlich, unlogische Handlungen, nervtötende Dialoge. (Dass das in Hinsicht auf Tiefgründigkeit in (fast) allen Belangen besser geht, zeigen Serien wie ›Supernatural‹, ›Akte X‹, ›Heroes‹ und allen voran ›Doctor Who‹, falls man Letzteres zu diesem Genre zählen will.)

Fringe – Grenzfälle des FBI (US-Sci-Fi-Mysteryserie | Trailer) siehe ›Sanctuary‹
Lie to Me (US-Dramaserie | Trailer) Anfangs gut, im weiteren Verlauf aber sich ständig wiederholende zwischenmenschliche Konflikte, kaum Entwicklung der Figuren, öde Storys.

Marvel’s Daredevil (US-Actionserie/Comicverfilmung | Trailer): Charaktere ohne echten Tiefgang, Langeweile, nichts im Vergleich zu manchen (!) Marvel-Filmen, ›Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D‹ oder ›Marvel’s Jessica Jones‹.



So, das war’s. Mir ist klar, dass ich einige sehr beliebte TV-Serien schlecht bewerte, aber ich kann nichts dafür. Wirklich nicht^^. Lasst euch nicht davon abhalten, sie trotzdem zu schauen, zieht euch aber nicht jeden Mist rein, nur weil er gehypt wird oder gerade zufällig in der Glotze läuft. 
Bleibt im positiven Sinn kritisch!

Hochachtungsvoll, eure Joan Smith




·

(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Guten Morgen!

    Ich bin ja kein so ein großer Serien Junkie - aber Game of Thrones ♥♥♥ was für eine Serie!!! Was für eine Reihe!!! Das packt einen einfach irgendwie oder? Wunderschön umgesetzt mit sehr genialen Schauspielern - ich bin da schon so gespannt, wie es weitergeht!

    Und SuperNatural. Das hast du so treffend beschrieben! Ich schaus ja grade zum ersten Mal an und bin grade so am Ende der 4. Staffel. Den gleichen Eindruck hatte ich anfangs auch; etwas seicht, viele kleine Fehler drin, aber trotzdem irgendwie unterhaltsam, die zwei Brüder reißen es einfach raus :D
    Und mittlerweile wirds richtig genial, vor allem die Ironie, wie du schon sagst, ich bin echt froh, dass ich durchgehalten und weiter geschaut hab! Freu mich schon immer, wenn ich abends nach dem Lesen noch 1-2 Folgen anschaue ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
  2. Hallo,
    Supernatural ist eine meiner Lieblingsserien und Game of Thrones schaue ich auch sehr gerne, wobei ich die aktuelle Staffel recht schwach fand.
    Daredevil sehe ich hingegen komplett anders. Ich finde dass, die Serie sehr viel Tiefgang hat. Die Charaktere sind sehr echt. Aber ich kenne einige die die Serie nicht so toll finden, eben weil sie so anders als die Filme ist. Zwar ist sie auch sehr actionlastig, aber sie ist eben auch düsterer und erwachsener.

    Alles Liebe
    Sophie

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