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25. Oktober 2015

"Ein Mann zum Mitnehmen" von Carola Wolff // Rezension



Carola Wolff lebt und schreibt als feie Autorin in Berlin.
Sie hat immer schon gerne gelesen und eine Ausbildung zur Buchhändlerin machte aus ihrer Leidenschaft einen Beruf. Neben dem Bücher lesen, lieben und verkaufen absolvierte sie ein Fernstudium der englischen Literatur an der Britischen Open University. Jane Austen, die Brontës und Dorothy Sayers gehören bis heute zu ihren Lieblingsautoren. Sich Geschichten ausdenken und sie aufschreiben, das hat Carola ebenfalls schon immer gerne getan. Die entstandenen Texte staubten leise vor sich hin, bis sie einen Writers Coaching Kurs besuchte und sofort Unterstützung erfuhr. Carolas bei BOD selbstpublizierter Roman 'Mein erster Selbstmord' belegte Platz zwei beim Autoren@LeipzigAward der Leipziger Buchmesse 2013.
Ihre Kurzgeschichte 'Exit' gewann den Fanfiction Wettbewerb 2014 bei LovelyBooks. Im Lyx Verlag hat sie unter dem Pseudonym Mela Wolff den erotischen Roman 'Mailverkehr - Fesselnde Lust' veröffentlicht, der auf der Auswahlliste zum Leserpreis bei LovelyBooks stand.
Zusammen mit Krimiautorin Bettina Kerwien hat sie einen erotischen Kurzgeschichtenband als E-Book herausgebracht. In der 'Ladies Night' treten u.a. ein verliebtes Gespenst, eine Orgasmusfee und eine wilde Stewardess auf.
Ganz neu ist die romantische Liebeskomödie 'Ein Mann zum Mitnehmen'.
Carola liest immer noch gerne und viel. Zu ihren Lieblingsautoren gehören Ray Bradbury, Neil Gaimann und J.K. Rowling. Mit Tee, Schokolade und einem Buch im Lesesessel verschwinden ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen.
Ihr Motto, frei nach Oskar Wilde: Literatur darf alles, nur nicht langweilig sein.


Wer setzt denn nur einen attraktiven, schweigsamen Mann aus?
Noch dazu einen, der barfuß ist? Franziska Engel, Whiskyladen-Inhaberin wider Willen, findet ihn im herbstlichen Schlosspark und kann nicht widerstehen. Sie hat ein Herz für Streuner, und Geschöpfe in Not ziehen sie magisch an. Ob zwei- oder vierbeinig, Franzi nimmt alle mit, bekocht sie und päppelt wieder auf, nur um dann postwendend verlassen zu werden. Eigentlich hatte Franzi sich vorgenommen, endlich eine taffe, erfolgreiche Frau zu werden, die ihr Leben im Griff hat.
Sie wollte sich auf so etwas nicht mehr einlassen. Doch der schweigsame Gentleman hat es ihr angetan. Franzis bester Freund und Wohnungsgenosse, der Transvestit Viktor, ist von dem Neuzugang wenig begeistert. Hund Popcorn und Kater John Wayne mögen den stillen Fremden jedoch sofort. Dann taucht der Musiker Steve, Franzis alte Flamme, wieder auf. Er will unbedingt das Feuer neu entfachen. Zu allem Überfluss steht auch noch Franzis Whisky-Laden Wee Drum kurz vor der Pleite. Halt findet Franzi ganz unverhofft bei ihrem schweigsamen Gentleman und Liebe noch dazu. Doch der Mann aus dem Park hat ein dunkles Geheimnis, bei dem Whisky und Sex nur bedingt helfen können. Als er endlich sein Schweigen bricht, bricht er auch Franzis Herz. Franzi muss erkennen, wer sie ist und was sie wirklich will. Dabei helfen ihr Bauchtanz, ein flüsterndes schwarzes Kleid und selbstgebackener Whiskykuchen. Ein Mann zum Mitnehmen ist eine romantische Liebeskomödie mit Tiefgang.


Ich hab schon einige Geschichten von Carola Wolff gelesen, auch die, die unter Pseudonym erschien und die Kurzgeschichtensammlung. Und was soll ich sagen? Bis jetzt hatte ich nichts zu meckern. Brauchte ich am Ende einen wee drum zum Verdauen oder eher zum Anstoßen?

Vorab sei gesagt: Ich steh total auf Carola Wolffs Schreibstil. Er ist klar, flüssig und einfach echt. Sie schreibt genau das, was sie sagen will und dadurch wirken ihre Geschichten wie aus dem Leben gegriffen. Die Figuren sind wie Du und Ich, wie meine Nachbarn oder nette Zeitungsverkäufer an der Ecke. Die Orte, an denen die Geschichte spielt, könnten genauso auch aus meiner Stadt sein.
Lese ich eine Geschichte von der Autorin, habe ich immer das Gefühl, als würde ich einen Film sehen, den sie nur für mich gedreht hat. Ich fühle mich in ihren Worten zu Hause und komme deswegen immer wieder gerne dahin zurück.

Unsere Hauptprotagonistin ist ein Engel. Jedenfalls mehr oder weniger und meistens nur für andere, niemals für sich selbst. Franziska Engel, so heißt die Gute, hat ein großes Herz für alle Streuner und armen Seelen, die in der Welt so herumkriechen. Deswegen hat sie auch schon einige Mal ein gebrochenes Herz reparieren müssen, nur leider war das immer nur ihr eigenes. Nichtsdestotrotz hat sie sich ihre eigene Gutmütigkeit bewahrt und glaubt auch in das Gute in anderen Menschen.
Manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu sehr…

„Ein Mann zum Mitnehmen“ ist keine reine Liebesgeschichte. Es geht nicht nur darum, dass vielleicht zwei Menschen zueinander finden, sondern es geht mehr darum, zu lernen sich selbst zu lieben. Sich selbst anzunehmen, so wie man ist. Akzeptanz sich gegenüber, gegenüber anderen und das Vertrauen darin, dass es Menschen gibt, die es wirklich gut mit einem meinen.

Franzis Reise zu sich selbst und zu einem klaren Bild von sich selbst ist lang, holprig und mit ganz vielen Umwegen gespickt. Ich verfolgte, wie Franzi etwas in einem Fremden sah, was ich nicht erkennen konnte, denn wie sollte ich sonst erklären können, dass sie einen wildfremden Mann mit zu sich nach Hause nimmt? Ich meine, dass könnte ein verrückter „Serienaxtkettensägenmessermörderichbringalleumkiller“ sein? Ich übertreibe vielleicht minimal^^, aber würdet ihr einen Fremden mit zu euch nehmen? Einen Fremden, der nicht mal Schuhe anhat? Einen Fremden, der nicht redet? Seht ihr, ich auch nicht!

Und da fangen die eigentlichen Probleme nämlich erst an! Franzi wird nach und nach gezwungen, ihre beengtes und stellenweise viel zu positives Weltbild abzulegen und die Dinge so zu sehen, wie sie sind: Nicht alle meinen es gut. Nicht alle meinen es ernst. Nicht alle sind ehrlich! Und das wichtigste: Nicht alle meinen es ehrlich mit ihr! Das ist hart und hätte Franzi nicht ein paar wirklich sehr gute Freunde, würde sie wahrscheinlich daran zerbrechen. Aber so wächst sie an ihren Problemen, überwindet die Hindernisse und am Ende könnte tatsächlich alles gut werden. Mit einem wee drum zwischendurch sieht halt alles schon viel besser aus. ^^

Dieses Buch hat mich nicht nur unterhalten, es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst zu mögen und das genauso wie man eben ist. Es ist egal, ob man groß ist oder klein. Dick oder dünn. Ne große Nase hat oder kleine Ohren. Ob man viel lacht oder wenig redet. Es wird immer jemanden da draußen geben, der einen genauso mag, wie man ist. Bei dem man sich nicht verstellen muss. Bei dem man einfach man selbst sein kann. Das ist das, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe. Auch wenn der Weg zu dieser Erkenntnis lang ist und man selbst manchmal eine falsche Vorstellung von sich hat, so kommt es auf die richtigen Freunde an und darauf, dass man es am Ende doch lernt: Mag dich so wie du bist, denn du bist genauso perfekt!


„Ein Mann zum Mitnehmen“ ist kein Buch für zwischendurch. „Ein Mann zum Mitnehmen“ ist eine Reise zu sich selbst, eine Reise zu anderen Denkweisen und zusätzlich ist dieses Buch doch tatsächlich eine wunderbare Liebesgeschichte, die mir die Tränen in die Augen trieb und mich zum Seufzen brachte. Herrlich ehrlich, herrlich erfrischend und herrlich in der Wortwahl.




„Ein Mann zum Mitnehmen“ bekommt für alles, was dieses Buch aussagt, für alles, was es zwischen den Worten übermittelt ganz klar 5 von 5 Marken! Zusätzlich gebe ich einen wee drum aus. Für alle, die noch lernen müssen, dass sie perfekt sind, genauso wie sie sind! 


















(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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