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20. August 2015

"Zurück zu ihr" // Gemeinschaftsprojekt // Rezension





Greta Milán, Johanna Danninger, Joleen Carter, Elke Becker, Ramona Seidl, Babsy Tom.



Unüberwindbar scheint die Zeit - wenn zwei Liebende durch das Schicksal getrennt werden. Was bleibt ist die Sehnsucht und die Hoffnung, dass ihre Liebe immer stärker sein wird, als jegliches Hindernis auf ihrem Weg ... Eine silberne Taschenuhr, verloren im Tosen des Zweiten Weltkrieges, wird Zeugin einiger solcher Begegnungen. Auf ihrer jahrzehntelangen Reise um die Welt, wechselt sie nicht nur einmal ihren Besitzer und beeinflusst dabei so manche Entscheidung. Begleite die Uhr auf ihrem Weg und erlebe sieben wundervolle Liebesgeschichten. Tragisch, erfüllend, denkwürdig und nachhaltig wie das Leben selbst.

 

Ich mag Liebesgeschichten! Das mag jetzt überraschend kommen, aber richtig gute, herzzerreißende, tränenfließende, seufzerische Liebesgeschichten lese ich sogar ziemlich gerne. Natürlich muss die Handlung stimmen. Flaches „Ich mag dich, du mich auch?“ empfinde ich als Zeitverschwendung.
Konnte mich „Zurück zu ihr“ überzeugen, oder war es verschwendete Zeit?

Gleich am Anfang muss ich anmerken, dass der Aufbau dieser Geschichte ganz anders ist, als man denkt. Es ist kein einfaches erzählen einer Handlung, keine Szenen die in sich geschlossen aufeinander aufbauen, kein roter Faden, keine Hauptprotagonisten. Nichts, an dem ich mich festhalten konnte. Jedes Kapitel ist von einer anderen Autorin geschrieben und handelt von unterschiedlichen Menschen. Die Figuren kennen sich nicht, leben an anderen Orten auf der Welt und in verschiedenen Zeiten. Diese ganzen Menschen haben rein gar nichts gemeinsam. Sie haben unterschiedliche Probleme, die sie bewältigen müssen und sogar ihre eigenen Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein. Nicht immer steht ein Happy End am Ende eines Kapitels, nicht immer wird die Geschichte der aktuellen Figuren gänzlich zu Ende erzählt. Ich sprang durch die Jahre und erhielt immer einen kurzen Einblick in das Leben der Menschen.
Ich folgte trotzdem einen roten Faden. Ich verfolgte im Grunde die Zeit.

Auch wenn das alles durcheinander und unzusammenhängend klingt, so war es das nicht. Ich muss zugeben, ich stand dem Konzept wirklich skeptisch gegenüber, aber ich ließ mich darauf ein. Und nach einer Weile war ich so in der Geschichte drinnen, dass ich kaum herauskam.
Ich durfte Dinge mit der „Zeit“ erleben, die Menschen die die „Zeit“ traf kennenlernen und gucken, wohin es die „Zeit“ dann trieb. Die „Zeit“ und ich wurden gute Freunde und irgendwann hatte sie mich so umgarnt, dass sich sogar weinen musste, als es richtig traurig war und weinen musste, weil es so schön war.

Die Autorinnen haben alle ihre eigene Art, Geschichten zu erzählen. Jeder hat seinen eigenen Stil, aber zusammen ergeben sie etwas ganz Neues, etwas Wunderbares, was vielleicht genauso auch hätte passieren können. Denn die Liebe ist stärker als die Zeit und „Zurück zu ihr“ ist eine wundervolle Art, genau diese Aussage zu untermauern, zu beweisen und den Skeptikern zu sagen: Guck! Liebe ist stärker!
Dadurch, dass hier so viele Schreibstile aufeinander treffen, macht es die einzelnen Geschichten viel glaubhafter und realer, denn jede der Figuren erhält dadurch mehr Eigenleben, mehr Authentizität. Ich verlor mich sehr schnell in den kurzen Einblicken, litt mit den Figuren, liebte und weinte mit ihnen, wenn es nötig war.

Liebe hat viele Gesichter, auch das wird hier wunderbar bewiesen. Es geht nicht darum, mit jemandem bis an sein Lebensende zusammen zu leben, auch wenn das vielleicht das Ziel mancher Liebenden ist. Liebe ist mehr. Liebe bedeutet, zu verzichten. Auch das Leben, das man haben könnte. Auf Geld. Auf Möglichkeiten. Liebe heißt, Abschied zu nehmen und doch glücklich zu sein. Liebe tut weh, Liebe lebt, Liebe macht einen stärker, schwächer, kleiner, größer. Liebe lässt einen wachsen, über sich selbst hinaus und an den Problemen, die Liebe mit sich bringt. Liebe ist immer einzigartig, egal, wie oft man denkt, sie erlebt zu haben.
Liebe findet man nicht. Die Liebe kommt zu einem, wenn es soweit ist.
Und niemand kann vorher sagen, welches Gesicht der Liebe man gezeigt bekommt.

Die Autorinnen haben hier nur eine Handvoll Gesichter der Liebe eingefangen, aber doch sind alle auf ihre Art anders, auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu ausschaut.
Dafür, dass die Autorinnen hier durch die Zeit springen, wie ein paar junge Hüpfer^^, haben sie erstklassige Recherche betrieben (soweit ich das beurteilen kann). Durch einige Kapitel fühlte ich mich selbst in der Zeit zurückversetzt (und ich sage jetzt nicht, welche das waren! :-D ).

Das Ende hat mich noch mal so richtig mitgenommen. Darauf hatte ich mich innerlich vorbereitet und die Geschichte schließt sich in einem wunderbaren Kreis. Das Ende knüpft an den Anfang an, so dramatisch traurig er auch war. Sehr gut gemacht!


„Zurück zu ihr“ war eine Reise, die ich ungern antrat und als ich einmal mittendrin war, wollte ich nicht, dass sie jemals endet. „Zurück zu ihr“ ist eine Geschichte über die Liebe und ihre vielen Gesichter.
„Zurück zu ihr“ ist eine Verkettung von Erfahrungen, die jeder von uns so oder so schon kennt, aber die doch immer wieder neu sind. Die immer wieder wehtun, schön sind oder stören.
„Zurück zu ihr“ ist keine Liebesgeschichte. „Zurück zu ihr“ ist die Liebe selbst, die aus den Worten tropft und so zeigt, was möglich ist. Und was nicht.
„Zurück zu ihr“ ist eine Hommage an die Liebe und ihren vielen Gesichter. Und der Beweis, dass es sich immer lohnt, egal wie die Geschichte ausgeht. Denn die Liebe ist stärker.




„Zurück zu ihr“ bekommt von mir 5 von 5 Marken. Eine ergreifende Liebesgeschichte einmal anders erzählt!








(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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