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17. August 2015

"Pria" von Lilly Panther // Rezension


https://www.facebook.com/profile.php?id=100009772383401http://www.amazon.de/PRIA-Lilly-Panther-ebook/dp/B010R267PM



Lilly Panther:
- sitzt bei Regen am liebsten unter einer gestreiften Markise
- würde gern mal in Schokolade baden
- hätte viele Freunde, wenn sie sich drum kümmern würde
- kann Gefühle zeigen (z.B. als Charlie Sheen aus Two And A Half Men ausgestiegen ist)
- streitet gern, wenn man ihr die Gelegenheit gibt, recht zu behalten
- nimmt sich oft vor, die Haare offen zu tragen, macht dann aber doch einen Zopf





WEM KANNST DU TRAUEN, WENN NICHTS IST, WIE ES SCHEINT?

Als eine Frau in ihren Armen stirbt, findet Prias süßes Leben als Regierungsangestellte jäh ein Ende. Heimlich beginnt sie, Nachforschungen anzustellen – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich begibt. Schon bald fühlt sie sich verfolgt, doch niemand glaubt ihr, nicht einmal ihr bester Freund Peter. Einzig Rona – geheimnisvoller, cooler Mädchenschwarm – scheint ihr zu glauben. Doch er ist einer der gefürchtetsten Jäger, der für die Regierung tötet…




Ich steh auf Dystopien. Ich mag es, wenn sich jemand erhebt und gegen das System kämpft, gegen Unterdrückung, um die Ketten zu sprengen und zu zeigen, dass sich niemand in sein Leben reinreden lässt. In Dystopien werden Helden geboren und Legenden geschaffen.

„Pria“ machte mich Neugierig. Klappentext und Cover sprachen mich an und ich dachte „Warum nicht?“ Für ne gute Dystopie zwischendurch ist immer Zeit. Die Geschichte las sich auch sehr schnell, der Schreibstil ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Die Idee als solche ist natürlich nicht neu, denn die Grundlage einer Dystopie ist ja schon irgendwie immer die gleiche, aber man kann was Tolles draus machen.

Pria, unsere Hauptprotagonistin ist Regierungsangestellte, beste Analystin und so naiv, dass es schon wehtut. Aber stopp, bevor ich mit ihr anfange, muss ich wohl kurz auf die Welt eingehen.
Die Welt … ist seltsam. Es gibt die besser Gestellten, die mit furchtbaren Catsuits herumlaufen (Warum sind nur die Frauen so schrecklich aufgetakelt und die Männer tragen stinknormale Klamotten?). Die Frauen werden mit Federn und allerlei Schnickschnack aufgehübscht und am Anfang dachte ich: „Oho, Panem?“ Es ist nicht Panem, so viel dazu. Dann gibt es noch die Grenzgebiete oder Gefahrenzonen, Sperrgebiete oder was weiß ich. So ganz hab ich es nicht verstanden, denn so wirklich sieht man die ganze Welt um die Prachtstraße und den Präsidentenpalast nicht. Es wird immer nur gesagt, dass es Kranke und Ausgestoßene gibt, aber mehr auch nicht. Ich als Leser sah nur den anscheinend guten Teil der Welt. Ja klar, da die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist und Pria die andere Seite nicht sieht, seh ich das auch nicht, aber ich denke, da hätte man noch mehr rausholen können. Weniger erzählen, mehr zeigen.

Zurück zu Pria. Pria ist genau wie die Welt um sie herum. Nicht wirklich greifbar, blass und charaktertechnisch auf unterstem Niveau. Ich hatte oft genug Lust sie zu schütteln und ihr zu sagen, sie solle doch ihr Leben mal selbst in die Hand nehmen, als nur daneben zu stehen und zu gucken, was die anderen machen. Sie agiert nicht selbst, sie reagiert immer nur. Sie scheint für irgendwen eine Gefahr zu sein, allerdings kommt das mal so gar nicht rüber. Wenn sie doch so gefährlich ist, warum läuft sie dann frei herum? Warum bekommt sie so ziemlich alles in den Allerwertesten geschoben? Keine Strafe, nur eine mündliche Verwarnung? Warum ist der Präsident so ein Schwachkopf? Und warum um Himmelswillen guckt Pria sich ihre Wunde auf dem Rücken nicht an und schluckt alle Erklärungen, die ihr hingeworfen werden, ohne diese infrage zu stellen, wenn sie sich doch angeblich beobachtet fühlt? Warum hat sie keine Ängste, nachdem sie wirklich etwas Wichtiges herausfindet? Sollte ihr nicht etwas passieren? Der Präsident unternimmt rein gar nichts gegen sie, lässt sie machen und ruft sie nur zum Tee trinken zu sich. Sie hat Angst vor ihm und ich weiß beim besten Willen nicht warum! Weils zur Strafe keinen Tee gibt? Ich will mit einer Protagonistin leiden, will ihre Schmerzen spüren, ihre Trauer, ihre Freude, ich will sie mögen, ihre Entscheidungen hassen und/oder ihre Entwicklung fürchten. Ich will mich in die Protagonistin hineinfühlen können. Pria ist verschlossen. Ein kleines Mädchen, dem einfach nix passiert. Kein Leiden, keine Hoffnung, kein gar nichts.
Spannungstechnisch ist in der Geschichte noch so viel Platz nach oben, dass ich das Ende des Spannungsmastes gar nicht sehe.

Natürlich gibt es dann auch noch den Bad Boy und den besten Freund. Pria sagt von sich selbst, das sie keine Menschenkenntnis besitzt. Mir ist nicht klar, warum sie sich selbst immer wieder so runterzieht und warum sie ihrem angeblich besten Freund nicht mal ihre Meinung sagen kann. Sie muss ihn immer wieder daran erinnern, dass sie ja befreundet sind. Sie muss einlenken, damit er nicht weggeht. Was ist das bitte für eine Freundschaft? Und er? Unterstützt sie nicht ein bisschen! In nichts, was ihr wichtig ist! Egal, ob er hinter dem steht, was sie sagt oder tut, wenn er ihr bester Freund ist, hilft er ihr, einfach weil es ihr wichtig ist. Punkt!

Kommen wir zum Bad Boy. Er sieht gut aus, ist der jüngste Jäger und Pria steht auf ihn, wie so ziemlich jedes weibliche Wesen um und im Präsidenten Palast. Kurz: Er erfüllte so ziemlich jedes Klischee, was es im Karton „Bad Boy“ zu finden gibt. Allerdings muss ich ihm zu Gute halten, dass er der einzige war, der wirklich was getan hat, jedenfalls am Anfang. Entwicklung gleich null, denn am Ende entwickelte er sich in meinen Augen zurück. Was die Darstellung von ihm am Ende sollte weiß ich nicht, vielleicht sollte Pria dadurch besser dastehen, aber der Zug war schon abgefahren.
Wenn ihre einzige Sorge ist, das der Gegenüber die nackte Oberweite sehen kann, während der panisch nach einem Peilsender oder so etwas ähnlichem sucht, damit beide nicht sterben … so jemand kann ich nicht ernst nehmen.

Was bleibt noch? Nicht mehr viel. Das Ende ist genauso unscheinbar wie der Rest. Irgendwas Wichtiges passiert und Pria, nun ja, sagen wir einfach, sie ist anderweitig beschäftigt. Alles ziemlich schade, denn das Potenzial tropft aus allen Wörtern. Ich finde, ein Korrektorat und ein Lektorat könnten hier schon eine Menge bewirken, denn gerade was die wörtliche Rede angeht, sind sehr viele Fehler drin.

Ich muss zugeben, ich war etwas erstaunt bis hin zu entsetzt, denn ich kenne das erste Werk der Autorin, und das hat mir gefallen. Es war lustig, hatte einen Spannungsbogen, interessante Charaktere, Konflikte… alles, was eine fesselnde Geschichte ausmachen sollte. Wo war das alles hier?




„Pria“ könnte eine richtig klasse Dystopie sein. Leider fehlte es mir an Spannung, interessanten Charakteren, Konflikten, unerreichbaren Zielen, eine Sehnsucht die die Hauptprotagonistin antreibt und nachvollziehbare Handlungen … aber die Idee, die fand ich sehr gut! Auch einige interessante Ansätze, was die Welt und ihre Lebensweise angeht, waren neu, aber kamen leider zu kurz.





Nach einigem hin und her gebe ich hier 1 von 5 Marken. Ich drücke ein Auge zu, einzig und allein, weil ich die Idee wirklich ansprechend fand.




(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Oh, Tilly O.O
    Das ist ja echt schade ... da war ja so gar nichts dabei, was dir gefallen hat. Aber immerhin hast du bis zum Ende durchgehalten ^^
    Bei Dystopien, klar haben sie den gleichen Grundstock: eine veränderte Gesellschaft in der Zukunft. Aber da kann man wirklich mehr draus machen, da würde ich mich echt freuen, wenns da mal neuere Ideen geben würde, der Phantasie wären da ja wirklich keine Grenzen gesetzt :D

    Liebste Grüße und mit den Wünschen, dass das nächste Buch besser wird!
    Aleshanee

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    1. Oh Alex, es war wirklich schlimm. ^^
      Ich hatte echt mehr erwartet, aber bis zum Ende halte ich immer durch! Kann ja durchaus sein, dass es dann besser wird, wenn ich aufgehört hab. :-D

      Die Idee hier war zwar nicht neu, aber dennoch gut! Klasse Ansätze und andere Strukturen, aber die Umsetzung .. naajaaa... Schade alles, denn das andere Werk der Autorin hatte mir wirklich gefallen. :-(

      LG
      Tilly

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