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26. August 2015

„Mein Leben davor“ von Richard Mackenrodt // Rezension



 

Während "Azahrú - Wer den Weg verliert" (ORF-Buchtipp der Woche im Oktober 2014) noch bejubelt wird, erscheint nun bereits der zweite Roman von Richard Mackenrodt.

Und am Horizont des Bücherhimmels macht sich bald schon sein nächstes Werk bemerkbar: "Die kleine Insel am Ende der Welt" - wenn Tarantino eines Tages beschließen würde, eine romantische Sommerkomödie zu schreiben, würde sie vielleicht so aussehen. Oder so ähnlich. Das wird lustig. Aber nicht nur. Die ersten Testleser fordern bereits jetzt eine Fortsetzung. Lassen Sie sich mal überraschen.



Deutschland in den 90ern: Alex ist ein ganz normaler, unauffälliger 15-jähriger Junge, der hübsche Mädchen, harte Filme und hübsche Mädchen im Kopf hat. Er ist weder ein besonderer Draufgänger noch ein Außenseiter. Würde ihn jemand fragen, so würde er sagen, sein Leben sei ganz okay. Nicht unbedingt der totale Hit, aber okay. Doch dann, eines Abends, fällt etwas über ihn her: Ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz beginnt in seinem Kopf zu toben, und sein ganzes Leben droht völlig auseinanderzubrechen. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet. 


„Mein Leben davor“:
Vor dem Schmerz, vor den Veränderungen, dem Ausstoß aus dem alten Leben und dem ungewollten, harten Einwurf ins neue.
„Mein Leben davor“: als jeglicher Versuch, sich selbst zu helfen, fehlschlug und auf Dauer keine richtige Lösung war.
„Mein Leben davor“: war es besser, war es schlechter? Hätte Alex, der Hauptprotagonist, sein altes Leben, sein Leben danach oder sein erlösendes Leben gewollt?

In diesem Titel steckt eine solch intensive Bedeutung, sodass ich sogar im Nachhinein, wo ich glaubte, den wahren Sinn dahinter zu erkennen, von einer neuen Erkenntnis und Entdeckung, einem NEUEN Sinn, korrigiert werde. Und es hört selbst jetzt nicht auf, wenn ich zurückdenke, was ich mit Alex alles erlebt habe. Dies war mein erstes Buch von Richard Mackenrodt und wurde mir von literaturtest angeboten. So kam ich zum Lesen, aber auch ein Blick auf das hypnotisierende Cover und dem Rätsel rund um diesen plötzlich auftauchenden Schmerz bei Alex, dem „Leidenden“ im Buch, erweckte meine Neugierde.

Man könnte meinen, dass der Klappentext bereits das wichtigste offenlegt, es nichts mehr zu entdecken und erlebt gibt, aber der Klappentext ist erst der Anfang zu einem neuen Lebensabschnitt, der Alex ganzes Leben umbaut. Ohne zu spoilern möchte ich loswerden, dass ich es wirklich spannend, wenn nicht sogar nervenaufreibend empfand, wie Alex sich seinen Platz im Leben erkämpft, vor keinen Schmerz der Welt zurückschreckt und niemals aufgibt. Man kann es auch als kranken Stolz empfinden, dass Alex die Warnsignale, die ihm sein Körper da vermittelt, nicht wahr nimmt und bis an die Grenze seines Körpers und Bewusstsein geht, um das Ziel zu erreichen. Das Streben nach MEHR ist hier ein stetiger Begleiter, sowie die Schmerzen, die dieses Streben nach mehr mit sich bringen. Mit Bravour gemeistert und es war ganz großes Kino für mich, diese „Liebe“, den „Ausweg und Ausgleich“ mit zu verfolgen und zu spüren.

Das aber herausragende Erlebnis zwischen mir und dem Buch war, dass es mein Interesse zu einem Thema hervorbrachte, von dem ich nicht mal wusste, dass ich mich jemals dafür interessieren könnte. Und das nur dank dem Autor, der das „Herz“ des Buches wirklich an die richtigen „Kanäle“ anschloss, ohne dass es nicht richtig geschlagen und dem Buch Leben eingehaucht hätte. Der Autor hat mit dieser Idee wirklich Eindruck bei mir schinden können, da es mit viel Schweiß, Liebe und Leiden niedergeschrieben wurde. So, als würde der Autor selbst diesen Kampf durchlitten haben.
Hätte ich durch den Klappentext bereits erahnt, um was es gehen könnte, dann hätte ich vermutlich eher wenig Interesse für das Lesen aufgebracht wie zuvor. Daher bin ich froh, mich blindlings hineingestürzt zu haben.

Wieso also hätte es nicht so weiterlaufen können? (Zwecks Spoilergefahr möchte ich den GRUND nicht nennen hoffe aber, dass mein Ärgernis dennoch nachvollziehbar ist.) Wieso MUSSTE es SOLCH einen Grund für den Schmerz geben? Konnte man es nicht einfach belassen, sich damit abfinden, wenn man mit dem Schmerz schon so lange gelitten hat? Oder meinetwegen etwas wirklich „passenderes“ als Ursache nehmen? Ich bin wirklich OFFEN, schaue mehr als gerne über den Tellerrand, falle auch bereitwillig da heraus, aber das hier gefiel mir einfach nicht. Mir kam es so vor, als MÜSSTE der Autor noch etwas total Unerwartetes einbauen, was der Leser niemals gedacht hätte. Nur um den Schmerz zu rechtfertigen? Die Suche nach Antworten, ich verstehe den Drang, ihr zu folgen, zu forschen, nach einem gesünderen Leben zu jagen, aber dann diese Plotwendung einzubauen, sorry, das verdarb mir irgendwie diesen vorherigen Zauber der Geschichte. Brachte meine Begeisterung rund um Alex Weg zum „Schmerz“ zum Einstürzen.

Was mich noch störte war, das „nicht spüren“ der Kopfschmerzen. Der Junge litt – laut ihm und den ganzen Dingen, die er getan hatte, um den Schmerz in eine Ecke zu drängen – aber ich selbst hab den Kopfschmerz gar nicht wahrgenommen. Wenn nicht mal hier und dort kurz von Alex gesagt worden ist, dass er Schmerzen hat, dann hätte ich gedacht, er sei nur eine Einbildung gewesen. Diese Vermittlung ist sicherlich nicht leicht, aber die nächsten (anderen) Schmerzen, die entstehen, die konnte ich doch einen Ticken intensiver wahrnehmen als die doch eigentlich GRUNDWICHTIGEN Kopfschmerzen?! Ein rießen Kritikpunkt meinerseits, der das Buch beinahe zum Einstürzen für mich gebracht hätte…

Ein paar Logikfehler tauchten da auch noch auf, denn wie kann z.B. der aus der ICH-Perspektive erzählende Alexander auf einmal wissen, wie die fremde Frau heißt, die ihn da mit ihrem Auto angefahren hat? Es war denke ich mehr ein Fehler in der Erzählweise, denn die ICH-Perspektive kann nicht hin und wieder der Allwissende Erzähler sein. Das mal am Rande…sollte eigentlich etwas sein, dass GAR NICHT als Logikfehler in einem Buch auftaucht. Meiner bescheidenen Meinung nach.


„Mein Leben davor“ hat so viel zu bieten, dass ich verwundert bin, wie dies alles in diesem kleinen Büchlein hineinpassen konnte. Es hat mir aber auch durch seinen Ehrgeiz und Dickkopf aufgezeigt, was Menschen alles bereit sind zu tun, wenn sie durch Schmerzen kein geregeltes Leben führen können. Ein Protagonist, der zuerst in sein Mitleid badet, um dann weitere Auswege zu finden und dadurch einen völlig neuen Lebensabschnitt wagt. Diese Reise, diese Erlebnisse und Erfahrungen, die man mit Alex durchleiden darf, sind absolut lesenswert. Wäre da nicht die o.g. Kritik gewesen, die meine Begeisterung einen mächtigen Dämpfer verpasste, dann hätte es wahrlich gesiegt.



Und hier kommen wir zum schwierigsten Teil dieser Rezension:
Wie kann ich ein Buch passend bewerten, das mich doch so packte, aber gegen Ende und zwischendurch alles für mich zerstörte?

Ich werde eine knappe 3,5 vergeben und sie auf 4 KNAPPE, SEHR KNAPPE Marken heraufstufen, da ich es dem Herz hier nicht antun kann…























(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Hey Jacki =)

    Das Buch sehe ich jetzt zum ersten Mal und wenn ich mir den Klappentext durchlese kann ich mir irgendwie nicht viel bis gar nichts darunter vorstellen ^^
    Nach dem Lesen deiner Rezension, die nebenbei wieder wundertollig ist, kann ich aber sagen das ich das Buch nicht lesen muss =) Auch wenn es dir gefallen hat und manchmal auch wieder nicht ^^
    Für mich ist dieses Buch wohl eher nichts =)

    LG Sunny <3
    *drück dich ganz dolle*

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  2. Hallihallo :D

    Ich kann ja wirklich nichts weniger leiden als Spoiler, aber deine Rezension hat mich gerade so neugierig gemacht, was denn da um Himmels Willen in diesem Buch los ist! :D Werd ich mir mal genauer ansehen (auch wenn Logikfehler nicht gerade prickelnd sind....)

    Hab einen schönen Abend! ♥
    Nana

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