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10. Juli 2015

"Revolver Tarot" von R. S. Belcher // Rezension


https://www.facebook.com/author.belcher?fref=tshttp://www.papierverzierer.de/revolver-tarot.htmlhttp://www.amazon.de/Revolver-Tarot-R-S-Belcher/dp/3944544307


R. S. Belcher ist mehrfach ausgezeichneter Autor, Zeitungs- und Zeitschriftenjournalist, und hat vorher unter anderem als RadioModerator, Produktionsassistent für das Fernsehen und als Privatermittler gearbeitet. Heute lebt er in Roanoke, Virginia. Dort lebt er mit drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund.



Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung. Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.



Als ich mir die Beschreibung von „Revolver Tarot“ durchlas, sah ich mich vor meinem inneren Auge auf einem Pferd durch den wilden Westen reiten. Ein Hut tief ins Gesicht gezogen, Staub aufwirbelnd. Jaa, so in etwa sah das in meinem Kopf aus. :-D
Ich hatte bis jetzt erst eine Geschichte gelesen, die solche Wild West-Einzüge besaß und dementsprechend offen war ich für dieses Thema. Konnte „Revolver Tarot“ mich überzeugen oder musste ich es am Ende erschießen?

Erstmal grundsätzlich vorab: Der Autor KANN schreiben und das Buch ist klasse übersetzt! Es gibt ja oftmals solche Bücher, bei denen ich denke: kann der Übersetzer seinen Job oder hat er geraten? Bei denen die Sätze einfach keinen Sinn ergeben oder sogar Buchstaben fehlen. Hier nicht! Dennis Frey hat ganze Arbeit geleistet! Und der Herr Belcher natürlich auch! :-D

Einer unserer Protagonisten ist Jim. Ein Junge auf der Flucht vor sich selbst. Nur er und sein Pferd. Zusammen durchqueren sie eine Wüste, die mehr Tote gesehen hat, als es Lebende gibt. Mit Jim beginnt die Geschichte und ich muss zugeben, an ihn hab ich mich gehängt. Er war mein roter Faden. Ich dachte, die Geschichte dreht sich um ihn, weil es immer wieder um ihn geht. Im Klappentext wird nicht mal sein Name erwähnt und dennoch war das für mich vollkommen klar. Ich hab nicht den geringsten Schimmer, wie ich darauf gekommen bin und im Nachhinein betrachtet, war das auch ein Fehler. Ja, es geht um Jim. Jim spielt eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte um Golgatha, aber er ist eben nicht die Hauptfigur. Er ist einfach nicht die Nummer eins, zu der ich ihn gemacht hatte.
Jim hat schon viel durchgemacht, bzw. durchmachen müssen. Er ist misstrauisch, aber sieht dennoch das Gute in den anderen. Ein Junge, der nur eine helfende Hand braucht. Jemanden, der an ihn glaubt und ihm eine Chance gibt.

Dieser jemand ist Mutt. Mutt ist ein Indianer und der Deputy aus Golgatha. Er hat mehr Geheimnisse als gut für ihn ist und aus der Stadt kann ihn erstmal grundsätzlich keiner leiden. Mutt tut immer sehr unnahbar. Als wäre ihm diese ganze blöde Stadt eigentlich vollkommen egal. Aber das ist sie nicht. Die Stadt und auch ihre Bewohner mögen ihn zwar nicht, aber dennoch tut Mutt sein Möglichstes, um sie und alle darin lebenden zu beschützen. Ich habe nicht immer ganz verstanden, was ihn eigentlich antreibt. Denn die Geheimnisse, die Mutt hat, hat er auch vor mir. Ich musste mir einiges zusammenreimen und hab hier und da auch Vermutungen angestellt, was es mit ihm nun auf sich hat. Allerdings ist Mutt nicht halb so mysteriös, wie der Sherriff.

Der Sheriff. Was soll ich über ihn nur sagen? Das er tot ist? Dass er nicht tot ist? Sheriff Jonathan Highfather (was für ein epischer Name, oder?) passt auf Golgatha und seine Bewohner auf. Er verteilt Salz auf dem verfluchten Friedhof, er hat Silberkugeln und kennt so ziemlich alle Gerüchte über „seine“ Stadt und die Umgebung. Jon ist ein Mysterium für sich und wahrscheinlich könnte man mit seinem Leben ein ganzes Buch füllen. Jon war eine sehr eindrucksvolle Figur, aber irgendwie nie richtig greifbar. Ich erfuhr immer nur Andeutungen von und über ihn und konnte mir dadurch nie ein ganzes Bild von ihm machen. Jon Highfather war wie ein Puzzle, dem einige wichtige Teile fehlten. (Ein heißes Puzzel, wohlgemerkt. :-D )

Die Geschichte als solche ist wirklich … groß. Viel. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Es passiert sehr viel, weil der Autor immer wieder in den Zeiten springt. Die oben genannten Protagonisten sind nur ein paar wenige. Man erfährt etwas über die Figuren von früher, bevor sie nach Golgatha gekommen sind, was nicht falsch ist, aber es sind sehr viele Handlungsstränge, die da auf den Leser zustürmen und das auf die Seitenanzahl gelegt wirkte manchmal doch etwas erschlagend. Man liest im Grunde nicht nur, was gerade jetzt in der Stadt passiert, sondern muss gleichzeitig die Vergangenheit von einer Figur verarbeiten, was einige Seiten lang sein kann. Dann geht die Szene aber weiter, als wäre nichts gewesen. Ich wurde oft aus wichtigen Szenen gerissen, weil die Figur unbedingt in diesem Moment an irgendwas anderes hat denken müssen. Auf Dauer war das sehr nervig.

Die Stadt selbst, Golgatha, spielt eine Rolle und ist ebenfalls eine Figur der Geschichte. Sie ist keine gewöhnliche Stadt mitten in der Wüste. Dunkle Dinge treiben ihr Unwesen. Es gab Rattenmenschen, komische Fledermausdinger, tote, ausgesaugte Menschen. Golgatha zieht die niedersten Kreaturen an. Einmal in dieser Stadt angekommen, entkommt ihr niemand mehr. Denn auch ihre Bewohner sind weit entfernt vom „normal Sein“. Magie, sprechende Köpfe, Geisterbeschwörer… all das und noch mehr beherbergt Golgatha.

Die Geschichte der Stadt, die Geschichte der Figuren und die Fantasy-Elemente, gepaart mit dem Wild-West-Flair und minimalistischen Steampunk-Einschlägen sorgten für eine wirklich aufgeladene, heiße, trockene und düstere Atmosphäre. Hoffnungslosigkeit, keinen Ausweg sehen … all das spürte ich beim Lesen und dennoch sind die Bewohner bereit, für diese Stadt zu kämpfen. Ich konnte es nicht immer nachvollziehen, aber es war offensichtlich, dass die Leute dort ihre Stadt lieben.

Was den Fantasy-Anteil anging, fand ich ihn manchmal echt weit hergeholt. Ja, wahrscheinlich musste die Existenz einer Figur in Golgatha erklärt werden, aber ich glaube, das der Autor dafür nicht so weit in die Vergangenheit hätte gehen müssen und vor allem hätte er nicht immer jede einzelne Szene, die irgendwann mal gespielt hat, dem Leser zeigen müssen. Manchmal ist weniger einfach mehr.



„Revolver Tarot“ ist eine düstere Wild-West-Fantasy Geschichte, die Fantasy-Lesern sicherlich sehr viel Freude machen wird. Die Mischung von Western und Magie ist eindrucksvoll, aber manchmal etwas zu viel. Ich fühlte mich manchmal, als hätte ich den Weg verloren und der Autor wüsste auch nicht so ganz, wo er mich hinführen möchte.
An dieser Stelle eine bedingte Leseempfehlung. Man sollte sich vorab bewusst sein, dass der Fantasy-Anteil überwiegt.



Nach langem hin und her vergebe ich hier gute 3 von 5 Marken. Ich hab mich manchmal einfach ein bisschen verloren in Golgatha gefühlt und wusste nicht, auf wen ich nun meine Aufmerksamkeit richten sollte.


Liebe Grüße



(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
1 mal erwischt
  1. Hm, jetzt bin ich immer noch hin und her gerissen, ob ich es lesen will oder nicht.

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