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9. Juni 2015

"Lucindarella: Es war einmal ... war gestern" von Nadine Hardwiger // Rezension



http://www.digitalpublishers.de/ebooks/lucindarella/http://www.amazon.de/Lucindarella-Es-war-einmal-gestern-ebook/dp/B00XLMV66Q/tag=wwwdigitalpub-21https://www.facebook.com/dpdigitalpublishers


Nadin Hardwiger wurde 1975 in Deutschland geboren, wuchs in Österreich auf und lebt heute mit ihrer eigenen Familie wieder in Deutschland. Sie arbeitet als Beraterin für ein IT-Unternehmen, doch die Sprache der Programmierung genügt ihr nicht. Begeistert stöbert sie nach Worten, ersinnt Figuren und webt Geschichten - am liebsten mit einem Glitzerkörnchen Magie und Glücks-Ende.



Die Mittzwanzigerin Lucinda Neis, genannt Cinda, fährt anlässlich der siebzigsten Geburtstage ihrer Großeltern auf deren Weingut. Bei ihrer Ankunft spielt sie mit dem Gedanken, das Gaspedal wieder durchzudrücken und zurück nach Hause zu fahren. Denn auf dem Gut leben nicht nur ihre geliebten Großeltern, sondern auch ihre Mutter und ihre beiden Stiefschwestern. Deren Gemeinheiten aus Kindertagen - solide ausgeführt unter den wachsamen Augen ihrer Mutter - reichen von Sekundenkleber in der Zahnpasta bis hin zu heimlich abgeschnittenen Zöpfen.

Doch bevor Cinda ihrem Fluchtimpuls nachgeben kann, wird sie von dem neuen Gutsjuristen David Priens aufgehalten. Schließlich entdeckt ihre Mutter sie. Von da an muss sich Cinda, die als Designerin eine eigene Boutique in Berlin führt, um die Festkleider ihrer Mutter und ihrer Stiefschwestern kümmern. Noch dazu verpasst sie ständig ihre Großeltern und bekommt von ihrer Stiefschwester Asta eingeredet, dass ihr Großvater schwer krank sei und sich nicht aufregen dürfe. So fügt sich Cinda, denn ihre Großeltern stehen für sie an erster Stelle.



Ich hab es eigentlich gar nicht so mit Märchenadaptionen und ich weiß nicht mal, warum, denn Märchen lese ich wirklich gerne. „Lucindarella“ war sozusagen eine Premiere, aber konnte sie mich verzaubern, wie es Märchen meistens schaffen? Finden wir es heraus, bevor die Fee kommt und uns alle in weiße Mäuse verwandelt. ^^

Gleich mal die Kritik am Anfang. Und genau das war es auch: Der Anfang. Ich hatte etwas Probleme, in die Geschichte reinzukommen, was aber nicht am Inhalt lag, sondern an der Schreibweise der Autorin. Ihr Stil ist sehr eigen und las sich manchmal etwas ruppig. Gehetzt, stellenweise abgehakt. Ich brauchte 2 – 3 Kapitel, dann war ich drin, dann hatte ich mich an den Stil gewöhnt und das Märchen von Lucinda spielte sich vor meinem inneren Auge ab. Denn obwohl der Schreibstil sehr eigen ist (oder gerade deshalb), malten die Worte Bilder in meinen Kopf, denen immer ein märchenhafter Schimmer anhaftete, obwohl die Geschichte in der heutigen Zeit spielt.

Lucinda ist eine erfolgreiche, junge Frau, die gepeinigt von den Erinnerungen an die Vergangenheit vor dem Haus ihrer Großeltern im Auto sitzt, und sich nicht traut auszusteigen. Da ist ihre Mutter, mit ihrer kühlen, abweisenden Art. Die Stiefschwestern, die sie nur als Arbeitskraft sehen. Und auf der anderen Seite ihre Großeltern, die sie über alles liebt und die genau an diesem Wochenende ihren 70. Geburtstag feiern. Ihnen zu liebe steigt Lucinda aus dem Wagen und fällt einem David Priens in die Arme. Und das Märchen nimmt seinen Lauf …

Lucinda war für mich eine offene, herzensgute Person, die wirklich versuchte, mit ihren Schwestern und der Mutter klar zu kommen. Die Sticheleien, der subtile Hass, die Herablassung… all das ertrug sie Zähneknirschend und manchmal sogar lächelnd. Mir wären schon lange die Erbsen in den Hälsen der Tauben stecken geblieben, aber Cinda will nicht streiten und erträgt alles stillschweigend. Jedenfalls nach außen hin. Innerlich kocht und tobt sie, verwünscht die Stiefschwestern und hetzt der Mutter einen fiesen Jäger auf den Hals. Ich mochte Cinda, denn trotz ihrer ruhigen Art den Ärger auf sich zu nehmen, weiß sie, was sie kann und was sie schon erreicht hat. Sie weiß, dass sie mit streiten und Intrigen nicht weiterkomm, begegnet jedem auf gleicher Höhe und hat für alle ein Lächeln übrig. Sie steht mit beiden Beinen fest im Leben, solange ihre Mutter nicht in der Nähe ist.

Die Mutter. Die Stiefschwestern. Solch fiese und gemeine Figuren. Ich mochte sie nicht! Gar nicht! Überhaut rein gar nicht! Nein, nein, nein! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das genauso von der Autorin gewollt war. Die Mutter war von Arroganz und Herablassung gegenüber Cinda zerfressen. In ihren Augen, war Cinda das schlimmste, was ihr passieren konnte. Wogegen die aufgehalsten Stiefschwestern ihre Lieblinge waren. Warum das so war, konnte ich gar nicht herausfinden, aber das hat mich auch gar nicht gestört. Sie waren gemein und haben wirklich alles versucht, um Cinda das Wochenende bei den Großeltern so richtig zu vermiesen!

Natürlich ist ein Märchen kein Märchen, wäre da nicht ein Prinz, eine gute Fee und die Moral von der Geschichte. Das ist alles noch vorhanden, aber wer, wie was, das werde ich euch nicht verraten. Nur so viel:
„Lucindarella“ war eine wirklich zauberhafte Geschichte, die mich mehr als positiv überraschte. Es ist ein Märchen innerhalb der heutigen Zeit, eine schöne Geschichte, die zum kurzweiligen Träumen einlädt. Ein Zauber aus den Träumen von Lucinda und der Wirklichkeit.

Vor dem Lesen sollte einem klar sein, dass das hier eine sehr kurze Geschichte ist. Ein Märchen, das in der heutigen Zeit spielt. Das heißt aber nicht, dass man die Charaktere nicht kennenlernt, oder den Schmerz von Cinda nicht spürt. Die Autorin schafft es, in kürzester Zeit Sympathien zu wecken oder Hass zu schüren, aber dennoch besitzt die Geschichte nicht so viel Tiefgang und das Ende dürfte wohl auch klar sein, jedenfalls allen, die Aschenputtel kenne. Und trotzdem war es bezaubernd zu lesen, wie die Autorin die Märchenanteile einbringt, umsetzt und passend zur Geschichte und passend zu Cinda einsetzt.



„Lucindarella“ ist das Aschenputtel von heute, mit den Gemeinheiten von gestern und den Träumen von morgen. Die Geschichte hat alles, was Aschenputtel auch hatte, aber dennoch ist es eine eigeneständige Erzählung, auf die heutige Zeit angepasst. Ich tauchte ein, verlor mich kurz in den Weinbergen, der Burg und dem Gutshaus, zusammen mit Cinda, David und ganz viel Pfefferminzschokolade.




Ich hatte wirklich arge Probleme mit dem Anfang. Deswegen bekommt „Lucindarella“ sehr, sehr gute 4 von 5 Marken von mir.


Liebe Grüße






(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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