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5. Juni 2015

"Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton // Rezension



http://www.jessieburton.co.uk/index.html 


Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman "Die Magie der kleinen Dinge" begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.



Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …



„Die Magie der kleinen Dinge“ war ein Buch, dessen Klappentext mich neugierig machte. Ich fragte mich, inwieweit ein Puppenhaus und die Puppen Geheimnisse verbergen können und was die Autorin aus dieser Grundidee gemacht hat. Stürzen wir uns also uns Abenteuer „Puppenhaus“ und schauen mal, ob wir uns in den kleinen Zimmern zurecht finden.
                                                   
Die Hauptprotagonistin ist Nella oder auch Petronella. Achtzehn Jahre jung wird sie mit einem viel älterem Mann verheiratet, landet in dessen Haus und muss nun gucken, wie sie klar kommt. Anscheinend ist ihr niemand wohlgesonnen, denn Nella taumelt in ihrem neuen Leben umher, wie ein Blatt im Wind. Gerade zu Anfang kam sie mir sehr unreif und naiv vor, aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr kommt die Frau hervor, die sie bereit ist zu sein. Es scheint, als wolle ihr neues Dasein ihr Leben so richtig, richtig schwer machen und stellt sie vor Aufgaben, denen sie nicht gewachsen zu sein scheint.

Aber Nella gibt nicht auf und stellt sich allem, was ihr vor die Füße geworfen wird. Sie wächst, wird reifer und ist am Ende vielleicht etwas verbittert, aber sie weiß, dass sie alles schaffen kann, was noch auf sie zukommen könnte. Das fand ich sehr beeindruckend, denn Nella hat noch nicht viel erlebt, als sie verheiratet wird und in ein fremdes Haus ziehen muss. Sie nimmt die Dinge nicht hin, sie hinterfragt, auch wenn sie zuweilen etwas zu leichtgläubig ist. Allerdings denke ich, dass das der Zeit geschuldet ist, in derer sie lebt und nicht ihr selbst.

Als nächstes und von Interesse wären da die Geschwister Brandt. Johannes Brandt heirate Nella, seine Schwester Marin wohnt bei ihm im Haus. Sie ist unverheiratet und führt seit jeher den Haushalt mit Diener und Dienstmädchen. Sie ist sehr verschlossen, missmutig bis äußerst verbittert und führt kein leichtes Leben. Sie machte es Nella und mir sehr schwer, sie zu mögen und auch, als ich die ganzen Hintergründe erfuhr, wurde das nicht besser. Nella war da verständnisvoller, für mich blieb Marin ein Rätsel, dass ich nicht verstand. Für mich war sie eine Figur, die nur dafür da war, es Nella schwerer zu machen und ihr eine Bürde nach der nächsten aufzuhalsen.

Johannes ist da nicht anders. Er ist zu Anfang sehr reserviert seiner neuen Frau gegenüber. Irgendwann sprechen beide von einer zarten Freundschaft, die sich entwickelt und ich fragte mich die ganze Zeit, woher die kam. Schließlich haben sie nie mehr als ein paar Sätze gewechselt, sie kannten sich nicht und auch wenn Nella eine gute Ehefrau sein wollte, sie hielt Johannes sie doch immer am ausgestreckten Arm. Nah genug, um zu sehen, was sie tat, aber weit genug weg von ihm selbst. Johannes war ein Mann mit vielen Geheimnissen. Er tat Dinge, die ich so nicht verstand und auch die Erklärung half da nicht sonderlich weiter. Vielleicht war das zu der Zeit so, aber irgendwie fehlten mir seinen Handlungen und Taten immer etwas Hand und Fuß, irgendwas Festes. Irgendwas, was ich hätte nachvollziehen können. Genau wie seine Schwester war er ein Rätsel, was ich irgendwann auch nicht mehr lösen wollte.

Die Grundhandlung …. hab ich nicht verstanden. So leid mir das auch tut und ich habe es wirklich versucht, aber ich weiß gar nicht so recht, um was es eigentlich ging. Nella wird verheiratet und es sind vier Monate vergangen, dann endet die Geschichte. Nella erlebt wenige Höhen und mehr als genug Tiefen für einen Menschen. Sie agiert mit ihrem Umfeld, kämpft sich ans Licht und stellt sich allen Widrigkeiten. Und dennoch bin ich mir nicht sicher, ob es jetzt die Geschichte einer jungen Frau war, die lernen muss, Rückgrat zu zeigen, oder ob es darum geht, dass man sehr schnell untergehen kann, wenn man sich und seinem Geld zu sicher ist. Oder ging es darum, dass man immer sehr genau hinsehen soll? Das man seine Feinde genauso gut kennen soll wie seine Freunde? Ging es darum, dass die Kirche über allem steht? Sollte dem Leser gezeigt werden, wie sich Hass auf den Menschen auswirkt? War es eine Frage der Moral? Loyalität? Puppenhäuser? Neid? … Ich hab absolut keine Ahnung. Und das ärgert mich selbst. Ich tappe im Dunkeln, stelle Vermutungen an und weiß gleichzeitig, dass ich keine Antwort bekomme, da die Geschichte ja beendet ist.

Und was war das mit diesem Puppenhaus? Am Anfang fand ich es echt gruselig und hab drauf gewartet, dass dieses Haus sich selbstständig macht und rumgeistert oder was weiß ich, aber es passiert nix. Nella bekommt Puppen, Möbel und was man sonst noch so in einem Puppenhaus findet, alles in Miniaturansicht und äußerst lebensecht. Es sind hübsche Dinge und das Beste, oder auch nicht, sie sehen haargenau so aus, wie alles, was auch in dem neuen Haus steht, in dem Nella jetzt wohnt. Sie bekommt die gleichen Stühle, wie im Esszimmer. Die Miniaturhunde gleichen den Großen bis aufs letzte Haar. Nella bekommt diese Minimöbel von einem Miniaturisten, aber woher weiß der, wie es bei Nella im Haus ausschaut? Woher weiß der, was passieren wird, denn manche Puppen bekommt sie, bevor bestimmte Dinge eintreten. Aber das Wichtigste: WER ist diese geheimnisvolle Person?

Das ist unteranderem einer der Handlungsstränge, die nicht aufgeklärt werden. Vieles bleibt am Ende ungeklärt und fühlte mich unzufrieden. Ich muss keine Geschichte mit Happy End haben, aber diese Geschichte war einfach nur traurig. Sie war deprimierend, zog mich runter und brachte mich zeitgleich zum Nachdenken. Was alles nicht schlimm gewesen wäre, wenn ich nur wüsste, was die Autorin mir hätte sagen wollen. Es ist zermürbend gewesen, Nella zu verfolgen, ohne zu wissen, wohin sie will. Kleine Andeutungen, die eingestreut wurden, wurden nicht aufgeklärt und die fahnenscheinige Motivation der agierenden Personen bremste meine Lust am Lesen derbe aus.



„Die Magie der kleinen Dinge“ besitzt die Macht, mit jeder neuen Seite, den Leser zum Nachdenken anzuregen. Es sind die Zwischentöne, die hier den Charme der Geschichte ausmachen, denn der Rest schafft es nicht wirklich, zu brillieren. Dieses Buch wird seine „Fans“ finden, ich gehöre leider nicht dazu. Von daher auch nur eine bedinge Leseempfehlung.




Das ist schwer, wirklich. Aber nach einigem Hin und Her und nachdem ich mich selbst aus einer depressiver Phase geholt hab, die dem Buch geschuldet war, vergebe ich hier ganz, ganz knappe 3 von 5 Marken. Historisch gesehen, was es eine interessante Lektüre. Die Zwischentöne mochte ich. Nellas Entwicklung war erstaunlich. Der Rest, nun ja, war nicht mein Fall. 

Liebe Grüße





(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
4 mal erwischt
  1. DEr Klappentext klingt ja wirklich gut aber so wie du den rest beschrieben hast, kann ich vollkommen nachvollziehen, was dich gestört hat. Das hätte ich wohl auch bemängelt. wirklich schade, denn man hätte hier wohl was eine richtig gute Geschichte draus machen können. Ich glaube das buch werde ich wohl nicht kaufen und zur Hand nehmen.
    Danke für die schönen und ehrlichen Worte.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Seh ich genauso. Es hätte viel aus der Idee gemacht werden können, wurde es aber nicht. Der Klappentext hat mich da echt in die Irre geleitet. :-/

      LG
      Tilly

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  2. Hallöchen,
    nach deinen wunderbaren Kommentaren auf meinem Blog musste ich jetzt einfach mal bei dir vorbeischauen und gucken was es hier so zu entdecken gibt. Und tata ich habe gleich eine Rezension gefunden, die mir weiterhelfen kann. Das Buch steht schon eine ganze Weile im Regal, weil ich mich nicht dazu durchringen kann es zu lesen. Alle Rezensionen, die ich bisher gelesen habe, haben es mit Mittelmaß bewertet und auch du gibst nur eine bedingte Leseempfehlung. Ich denke, dass ich dieses Buch wohl aussortieren werde.. das wird nichts mehr mit uns. :D
    Danke für deine gute Entscheidungshilfe. :D

    Liebst, Lotta

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    1. Hey Lotta :D

      Ich (JACK) war bei dir (und komme später sicherlich nochmals vorbei) aber ja, Tillys damalige Meinung zum Buch klang ja auch schon wie hier eher "naaa" haft. :/ (Ist auch ihre Rezi hier)
      Schade, dass dus aussortieren und kein Happy End mehr zum Buch finden wirst, aber wenns besseres gibt, wieso dann mit solchen Büchern rumschlagen? Danke für deinen Besuch *ehre ist und so* und bis zum Nächsten mal. :)

      Es glitzert
      ~ Jack <3

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