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23. Mai 2015

“Das Institut der letzten Wünsche” von Antonia Michaelis // Rezension




Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit Mann und zwei Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.


Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.



 Mein erster Kontakt mit Antonia Michaelis „Stil“ entstand bei ihrer Geschichte zu „Niemand liebt November“, mein zweiter bei ihrem Märchenerzähler, den ich aber bei 50% abgebrochen hatte. Ich konnte mich nicht dauerhaft in ihrer Welt dort reinziehen lassen, denn das ist es, was sie bei „Niemand liebt November“ mit mir angestellte und weshalb ich „Das Institut der letzten Wünsche“ unbedingt lesen musste. 
Die Sucht, wieder solch einen emotionalen Ritt zu durchleiden, ist einfach zu stark, um dagegen ankämpfen zu können, und so dachte ich, dass besonders bei diesem Thema hier wieder meine Gefühle durcheinandergewirbelt werden und ich meine Nerven mal etwas „Stress“ gönne. Lag ich richtig?

„Das Institut der letzten Wünsche“ ist kein Himmel, kein Schlaraffenland, kein Ort, bei dem ich mir wünschen würde, dort hinzukommen. Denn wenn man dort ist, gibt es kein Zurück mehr ins Leben, keine lange Zukunft, die man noch durchleben kann. Und doch verlassen ihn die Menschen nur ungern, da sie in diesem Ort die einzige Möglichkeit sehen, wie sie sorglos sterben können.
Denn wenn sie nach „der Dienstleistung“ dort sterben, haben sie einen Frieden gefunden, welchen sie dank ihrer Wunscherfüllung nur vom Institut bekommen konnten. Ein ernstes Thema, welches sicherlich kein leichtes Unterfangen war in seinem Schreibprozess, und bei dem ich mir ziemlich sicher war, am Ende das Licht, den Frieden zu spüren, welchen die „Sterbenden“ sich so sehr wünschten….

Ich hab sehr lange für dieses Buch gebraucht und muss ehrlich zugeben, dass Antonia Michaelis bei mir nicht so ganz das bewirkte, was das Buch anhand der Worte ausstrahlen sollte. Der Schreibstil ist tadellos, die Idee nicht grund- und sinnlos und die Charaktere sind allesamt authentisch.
Allem voran die Vergangenheit der beiden Frauen, die das Institut leiten und die ihre ganz persönliche Geschichte mit sich tragen, sind besonders und haben ihre Art, mit der man erst mal warm werden muss. Sie wirken auf ihre Art und Weise mysteriös, geben nicht sofort viel von sich preis und haben ihre ganz eigenen Macken, die so viel mehr bedeuten, als wie man es auf den ersten Blick bemerken könnte.

Beide arbeiteten im medizinischen Bereich und während die Eine etwas für die Sterbenden tun wollte, wollte die Andere, die Hauptprotagonistin Mathilda, die erst Mitte zwanzig ist, einfach nur mit ihrem Medizinstudium abschließen, ohne zu wissen, was sie stattdessen hätte tun sollen.
Mehr durch Zufall fanden die Beiden zueinander und arbeiten nun für das Institut.
Denn wenn man täglich mit dem Tod zu tun hat, verblasst das eigene Leben schnell und so setzen sich beide mehr mit den Problemen und Leben der Anderen auseinander, anstatt an sich selbst zu denken. Deshalb war die jüngere liebestechnisch wohl auch etwas anfälliger für den sterbenden Anwalt Birger, dessen letzter Wunsch das widerfinden seiner damaligen Liebe und das gemeinsame Kind war…denn dieser Wunsch ist der Einzige, welchen sie zum ersten Mal nicht wirklich erfüllen möchte…

Aber es fehlte mir zu viel, als dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen könnte. Denn das konnte ich leider viel zu oft….Die Geschichte blieb nicht hängen, die Gefühle kamen nicht an und ich fand keinen Frieden. Und dabei sah ich ihn, aber er wollte sich nicht greifen lassen.

Woran das gelegen haben könnte war vielleicht die schleppende Handlung, die erzählt werden musste, aber irgendwie zu schnell den Zauber, die Magie verlor, welche durch den Schreibstil entstand aber dann wieder verpuffte. Die Melancholie hier ist das „kranke“ Herz in diesem Buch, welches einfach weiterschlagen möchte, auch wenn jegliche Hoffnung längst verloren zu sein schien. Antonia Michaelis war für mich immer dieses weiße Kaninchen, dass so mysteriös auftauchte und dem ich blindlings in seinem ganz eigenem „Kaninchenbau“ gefolgt wäre, aber dieses Mal verlor ich zu schnell das Interesse an der Jagd und meine Neugierde, was dieses und jenes Geheimnis auf sich hatte, wurde durch eine einfach zu oft langweilig dargestellte Handlung verjagt.


Das Institut der letzten Wünsche ist keine Liebesgeschichte, keine Happyend Reise, nichts, was leicht zu verdauen ist und dennoch hat es seine ganz eigene Schönheit, welche sich durch die Sterbenden und ihre Wünsche offenbart, wenn man dem Kaninchen eben folgen mag und die Geduld aufbringen kann.
Ich denke, jede Geschichte von Antonia Michaelis ist so Eigens und wird dem einen mehr und dem anderen weniger gefallen. In diesem Fall wurde ich leider enttäuscht.



Knappe 3 Marken, für 4 hat es leider nicht mehr so ganz gereicht. 













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
3 mal erwischt
  1. Hi Jack!

    Ich kann alles nachvollziehen, was du geschrieben hast. Mir hat auch dieser Sog ein bisschen gefehlt, was ich in ihren anderen Büchern bisher ja so toll fand. Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich Der Märchenerzähler auch richtig super fand.
    Hier war es mir zuviel "Leichtigkeit", oder auch oberflächliche Unterhaltung, bei der mir die tieferen Emotionen gefehlt haben. Trotzdem fand ichs toll umgesetzt, aber eben mal ganz anders als das, was ich bisher von ihr kannte.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
  2. Huhu :)
    Woah, jetzt will ich das Buch lesen xD Darum schleiche ich schon eine Weile herum und die Idee spricht mich total an, obwohl ich weiß, dass das Buch mich sicherlich fertig machen wird. Der Märchenerzähler hat mich auch so krass aus der Bahn geworfen *schnief* (musst du übrigens noch zu Ende lesen, Mensch!)

    Tolle Rezension, so wie immer :)

    Auf Bald!

    AntwortenLöschen
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    1. He Liiiebes :D

      NAJA das Buch is leider net so der Bringer...:( Ich war dezend gelangweilt und enttäuscht aber vielt. sagt es dir ja besser zu. ^^

      Dankö. :-*

      ~ Jack

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