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2. April 2015

"Unter Toten" von D. J. Molles // Rezension


http://the-remaining.com/https://www.facebook.com/iamtheremaininghttp://www.amazon.de/Unter-Toten-Roman-D-J-Molles/dp/3453315715/ref=tmm_pap_title_0?ie=UTF8&qid=1422981440&sr=1-1



D. J. Molles hat mit seiner Romanserie "Unter Toten" einen internationalen Überraschungserfolg gelandet und schreibt bereits an weiteren Romanen. Er ist verheiratet und lebt im Südosten der USA.



Captain Lee Harden ist in einem Bunker tief unter der Erde stationiert. Seine Aufgabe: Im Katastrophenfall für Ordnung und Sicherheit sorgen und gegebenenfalls eine neue Regierung installieren. Als der Kontakt zu seinem Vorgesetzten abreißt, tritt der Ernstfall ein. Er muss dreißig Tage unter der Erde ausharren, bevor er seinen Anweisungen zufolge den Bunker verlassen darf. Was ihn oben erwartet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: Zombiehorden haben alles vernichtet. Doch Harden gibt nicht auf.



Es ist ja kein Geheimnis mehr: Tilly steht auf Zombies! Und weil dem so ist, muss ich natürlich auch – wenn möglich – jedes Zombiebuch zum Lesen in die Finger bekommen. Dementsprechend war „Unter Toten“ natürlich Pflichtlektüre! Aber konnten die Zombies überzeugen oder waren sie tatsächlich doch schon tot? Finden wir es heraus … *räääw*

Zu Anfang sei gesagt: Wer bei „Unter Toten“ auf einen tiefgründigen Roman, mit philosophischen Moralpredigen hofft, ist falsch. Hier geht es um einen supermegagut ausgebildeten Elitesoldaten, der alles, wirklich alles kann. Er ist bestmöglich Ausgerüstet, hatte alle möglichen Waffen und natürlich wichtige Daten um Bunker zu finden, die bis oben hin voll sind mit Nahrungsmitteln und Medikamente. Soweit, so gut. Diesen Umstand könnte man bemängeln und das würde ich auch, wenn dieser wirklich geniale und absolut glaubhafte Hintergrund wäre.

Die Regierung weiß Bescheid! Ich sag nur: WTF?! Ist das nicht mal ein genialer Start in eine Zombieapokalypse? Endlich wird mal zugeben, dass die Regierung weiß, was da auf die Menschen zukommt. Und weil das so ist, bilden sie 48 (jaa, nur 48, für mehr war nicht genug Geld da. Schön, wenn alte Probleme mit in die Zombieapokalypse genommen werden, oder? ;-) ) Elitesoldaten aus, verstreuen sie über das ganze Land und sperren sie für 30 Tage in einen High-Tech-Bunker ein, damit sie nach der Apokalypse das Land retten können. So jedenfalls der Plan. Und nein, das ist kein Spoiler, das kommt schon auf den ersten paar Seiten. Ich persönlich fand es wirklich, wirklich klasse, dass diesmal, bei den ganzen möglich Regierungsverschwörungstheorien, eine Zombieapokalypse in Betracht gezogen und etwas dagegen unternommen wird. Anstatt das es herunter gespielt wird („Was? Tote Menschen laufen herum? Niemals!“ *zack, gefressen*), ist es hier einfach so. Zombies laufen herum! Werdet damit fertig! Oder sterbt. Genial, einfach genial! Die Zombie-Tilly ist schwer begeistert von dieser Ideengrundlage und hofft, dass dieser Weg bleibt und nicht plötzlich irgendwelche anderen „Probleme“ auftauchen, die für eine Zombieapokalypse unwichtig sind.

Unsere Hauptfigur, der Elitesoldat Captain Lee Harden, ist ein Kämpfer. Er ist nicht die Maschine, die die Regierung gern entworfen hätte, denn trotz seinem Können, hat er Zweifel, Ängste und verdammt viel Menschlichkeit, die er auch immer wieder unter Beweis stellt. Ich mochte ihn, auch wenn er mir mit seinem „Geh zur Hölle“- Rucksack (oder wie auch immer) hin und wieder dezent auf die Nerven ging.

Sein Auftrag ist klar strukturiert und er geht ihm auch geradlinig nach. Auf dem Weg „findet“ er ein paar Überlebende, darunter das obligatorische Kind, wie es in jedem guten Zombieroman zu finden ist. Danach ziehen sie durch die ebenfalls wirklich sehr gut dargestellt postapokalyptische Zombiewelt. Sie hungern, haben Angst und trotzdem beweisen sie sich immer und immer wieder aufs Neue. Nach kurzer Zeit halten sie zusammen und kämpfen Seite an Seite. Ich fand dieses Teamplay sehr erfrischend, ohne dass sich gleich alle die Köpfe wegballern. Jaa, das kommt natürlich auch vor, aber diesmal sind es die wirklich, wirklich bösen Jungs, die dran glauben müssen. Da ist sie wieder, die Menschlichkeit zwischen all den Untoten. Herrlich!

Es sterben viele Menschen, extrem viele (ja, klar, ist ja auch ne Zombieseuche), aber auch so sterben sehr viele Menschen in sehr kurzer Zeit. Das hab ich bis jetzt in gar nicht sooo vielen Zombie-Büchern erlebt, aber hier … da tauchen Menschen auf nur um sofort wieder den Löffel abzugeben. Und während der ganzen Sterberei, ja ich gebe es zu, hab ich sogar ein Tränchen verdrückt. Aber es ging nicht … *Spoiler* ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich mochte dieses Buch. Es ist seit langem mal wieder ein Zombiebuch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Die Menschen waren so, wie man es von ihnen erwartet, während um sie herum die Welt zu Grunde geht. Die Szenen waren knackig, es kam nie Langeweile auf und ich fühlte quasi wie die Zombies mir im Nacken saßen, wie Menschen mich jagten, wie mich Durst und Hunger quälte. Genau das erwarte ich von der Zombieapokalypse.

Das Beste kommt natürlich zum Schluss. Die Zombies! Sehr gut, sag ich nur! Sehr gut! Verfault, untot und ziemlich wütend. Die altbewehrte Grundsatzfrage ist auch vorhanden: Wieviel Mensch ist noch in einem Zombie? Allerdings ist sie sehr subtil eingebracht und schiebt sich nicht in den Mittelpunkt. Der Autor bringt dieses Thema sehr gekonnt ein, sodass der Leser sich selbst Gedanken machen kann. Oder auch nicht. Die Zombies als solche sind anders. Tot, ja klar. Aber irgendwie wütender, zielgerichtet, aber nicht übertrieben. Schwer zu beschreiben, wenn man sie nicht selbst „gesehen hat“, aber wütend trifft es hier schon ganz gut.

Eine kleine Sache, die ich hier anzumerken habe, das Buch täuscht eine längere Geschichte vor. Ich hab nix gegen lange oder kurze Geschichten, aber eine kleine Andeutung am Anfang wäre nicht schlecht gewesen, dass auf den letzten über hundert Seiten eine andere Geschichte ist. Zwar die gleiche Welt, aber andere Protagonisten, eben eine andere Geschichte. War jetzt nicht soo tragisch, aber irgendwie… verstörend, da ich beim Lesen dachte, es geht noch weiter. Das Ende kam sehr überraschend, so mittendrin. Ist jetzt kein richtiger Kritikpunkt, aber … es war wie eine juckende Stelle, die man nicht kratzen kann. Es war nervend, ganz einfach.



„Unter Toten“ ist mal wieder eine Zombiereihe, bei der ich mich freue, sie weiterlesen zu dürfen. Solange die Richtung so bleibt und nicht irgendwelche sinnlosen Problemchen auftauchen, die niemand braucht und es wirklich nur ums Überleben geht und darum, wieder eine Struktur zu finden, dann wird’s richtig klasse. Für Zombie Fans ist „Unter Toten“ ein MUSS! Für Einsteiger würde ich es nicht ganz empfehlen, denn durch die kühle Elitesoldatenmasche könnte es zu unterkühlt wirken. In meinen Augen macht das aber die vorhandene Menschlichkeit wieder weg.




Volle 5 von 5 Marken für „Unter Toten“. Ich reibe mir schon die Hände nach dem zweiten Band! *rääääw*




(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
3 mal erwischt
  1. Klingt gut, wandert mal auf die Zombie-Wunschliste! :)

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  2. Huhu Tilly,

    schöne Rezi. :-) Ich persönlich stehe ja auch auf alles, was mit Zombies zu tun hat. Aber durch den Hype in letzter Zeit bin ich doch eher vorsichtig geworden und schaue mir die Rezis anderer lieber noch einmal genauer an. Viel zu häufig kann man hier inzwischen enttäuscht werden.

    Danke jedenfalls für deine (positive) Meinung. :D

    LG Steffi
    (http://litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de)

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  3. Sehr fein, Zombies immer gerne. :-)

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