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2. März 2015

"ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor" von Christoph Zachariae // Rezension

https://www.facebook.com/Luciddreams.dehttp://www.zachariae.com/


Christoph Zachariae wird 1972 als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Lehrerin in Bremen geboren. Vom Vater übernimmt er die Begeisterung für Technik und Raumfahrt, von der Mutter die für Kunst und Museen.
Im Alter von 12 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte. Ab 1993 studiert er Filmwissenschaften und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und realisiert Fotoausstellungen. Aus eigenen Drehbüchern entstehen Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals laufen. 1996 wechselt er an die Filmakademie Ludwigsburg und schließt ein Regiestudium ab.
Seine Leidenschaft gehört der Phantastik und der dunklen Seite der menschlichen Seele.
Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Hier entstehen u.a. die Hörbücher für die mehrfach preisgekrönte Thriller-Serie DARKSIDE PARK. Neben Drehbüchern für Kinofilme schreibt Christoph Zachariae für deutsche TV-Serien und produziert eigene Kurzfilme.
Christoph Zachariae arbeitet am dritten und vierten Band der ÖDLAND-Reihe. 'ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss' und 'ÖDLAND Viertes Buch Viktoriastadt' erscheinen in den kommenden Jahren.



Der beherzte Auftritt des Eremiten rettet Mega vor der Gefangennahme durch die Wegelagerer. Doch wer ist dieser Mann ohne Gesicht? Wird er Mega helfen, oder ist er die größere Bedrohung? Was Mega zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Die schwersten Prüfungen des Ödlands stehen ihr noch bevor.

Im Lager der Söldner gärt es. Selbst Hagens engste Gefolgsleute wissen nicht mehr, welches Ziel ihr Anführer verfolgt. Der Trupp ist gezwungen mitten im Winter das Moor zu verlassen und Großmaul Rico arbeitet verbissen daran eine Meuterei anzuzetteln. Wird Hagen die Rebellion verhindern und das Ruder in der Hand behalten?



Hier muss ich mal ganz explizit erwähnen, dass dieses Cover (und auch sein Vorgänger) echt MEGA sind! Es ist, als hätte der Autor ein Stück der Geschichte genommen und sie auf das Cover gedrückt, bis ein Bild entstanden ist. Wie schon beim ersten Band, spiegelt das Cover die Stimmung der Geschichte perfekt wieder. Genau so hab ich mir das Ödland und seine Bewohner vorgestellt! Und: Ich bin SO gespannt, wie die Cover zu den nächsten Bänden werden!!



Vorab sei gesagt, da es sich ja um einen Fortsetzungsband handelt, werde ich wohl um kleine inhaltliche Spoiler nicht gänzlich vorbei kommen. Wer also Teil eins noch nicht gelesen hat, sollte das ganz dringend nachholen. :-D

„ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor“ (im Folgenden einfach Ödland 2 genannt^^) macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Mega ist an dem großen Stau von den Soldatenkindern überwältigt worden, hat aber Glück und wird von einem fremden, vollkommen vermummten Mann gerettet. Er gibt sich als Freund aus, hilft ihr und scheint tatsächlich nur aus reinster Nächstenliebe zu handeln. Dieser Fremde zieht sich durch die ganze Geschichte, wie ein kleiner roter Faden, an dem sich Mega entlang hangelt. Nach einer Weile wird klar, dass er eben nicht aus reinster Nächstenliebe Mega gegenüber seine Vorräte verschenkt. Was allerdings hinter seinem Handeln steckt, wer er ist und was er vorhat, wird im zweiten Band noch nicht klar. Schon allein wegen ihm, muss ich den dritten Band auch lesen. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich so fasziniert hat. Im Grunde war es ein eigenbrötlerischer, wahrscheinlich wahnsinniger Fremder, der mit ziemlicher Sicherheit seine eigenen Ziele verfolgt. Und dennoch war er mir fast Augenblicklich sympathisch. Als Leser musste man ihn einfach mögen, denn seine ganze Art, sein Reden und Handeln, ließ gar nichts anderes zu. Nun hoffe ich mal, dass mich Christoph Zachariae nicht in eine Falle lockt.

Natürlich treffen wir wieder auf alte Bekannte, allen voran Mega! Mega ist für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln und wahrscheinlich ist sie das für sich selbst auch. Obwohl ich wieder ein kleines Stückchen des Weges mit ihr gegangen bin, weiß ich noch immer nicht, wohin uns die Reise führt. Ein bisschen entdeckt Mega über sich selbst, ein bisschen entdecke ich und doch kann ich es noch nicht zusammenführen. Mega ist eine so komplexe, vielschichtige und gleichzeitig mysteriöse Protagonistin, die aber authentisch und sympathisch ist. Sie hat eine dunkle und eine helle Seite, allerdings ist noch nicht klar, für welche sie sich entscheiden wird. Denn das es am Ende auf so eine Entscheidung hinausläuft, ist klar. Kurz gesagt: Ich hab noch nie eine so interessante und undurchsichtige Figur wie Mega getroffen und mit jedem Stück Weg, dass wir zusammen gehen, will ich mehr über sie wissen.

Als Gegenpart (NICHT Antagonist, nur Gegenpart!) haben wir wieder Hagen. Hagen weiß mehr, als er seinen „Getreuen“, und leider auch mir, sagt. Er kennt Mega, er weiß zumindest einen Teil von dem, was los ist. Aber Hagen ist so verschlossen wie ein Stein, aus ihm ist rein gar nichts herauszubekommen und ich muss gestehen, dass alles, was innerhalb von Hagens Sichtweise passiert, von mir bis ins kleinste Detail analysiert wurde, weil ich denke, dass es irgendwie mit was auch immer zu tun hat. Der Autor wirft mir (denke ich jedenfalls :-D ) auch hier und da kleine Brocken zu, die zu dem Rätsel dazugehören. Ich denke da ganz explizit an den Stern, den Mega im Gesicht hat. Wer richtig liest, findet nämlich durchaus etwas, was dem ähnelt. *einen auf mysteriös mach* ;-)

Okay, genug verwirrt. Ich geb´s ja zu: Ich hab keine Ahnung, wohin der Autor will. Aber allein schon, dass ich meine Vermutungen aufstellen kann, dass ich rätseln kann, auch wenn es vielleicht im dritten Teil widerlegt wird, allein das ist schon eine Reise durchs Ödland wert. Alles hängt zusammen, man muss es nur trennen und anders zusammenfügen.

Der Grundton der Geschichte ist wieder einmal ruhig. Das Ödland ist, wie der Name schon sagt, öde. Es gibt nichts mehr und die Menschen, die dort noch existieren, kämpfen täglich um ihr Überleben, nehmen den Tod aber als leichteres Übel in Kauf. Ihren und auch den Tod anderer. Der Tod ist nicht das schlimmste, was einem im Ödland passieren kann und das wissen die Bewohner, dieser kargen und leeren Gegend. Misstrauen, Regeln und Intrigen sind an der Tagesordnung. Vertrauen existiert nicht mehr und sobald sich eine bessere Möglichkeit bietet, wird sie ergriffen. Die hoffnungslose Stimmung, der allgegenwärtige Staub und Dreck, das nagende Hungergefühl… all das hab ich während des Lesens gespürt. Es war einfach so erdrückend, so real, dass ich danach das Gefühl hatte, unbedingt duschen zu müssen. Ich hatte Durst, ich hatte Hunger und ich hatte keine Hoffnung, einen Ausweg aus dem Ödland zu finden. Ich spürte die Zähne von Wölfen, spürte das Messer an meiner Kehle und die Tatsache, dass ich morgen schon tot sein könnte. Ich weiß nicht, wie der Autor das schafft, denn er verzichtet auf große Kämpfe, keine epischen Schlachten oder dergleichen. Aber Ödland ist einfach eindrucksvoll erdrückend, hoffnungslos und von einer tiefen Verzweiflung geprägt.

Wie schon im ersten Band, passiert im Hintergrund viel mehr, als man eigentlich sieht. Ich hab lange überlegt, wie ich das beschreiben soll und in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, sage ich einfach: Es passiert was Großes, dass sich aus vielen Kleinteilen langsam zusammensetzt. Etwas Großes, dass schon lange vor Mega angefangen hat und wahrscheinlich auch nicht mit ihr endet. Etwas, dass wir jetzt noch nicht sehen, aber wissen, dass es da ist. Es lauert im Ödland und überfällt uns, wenn wir nicht damit rechnen. Anfangs dachte ich, Ödland ist eine Endzeit-Geschichte, über das Überleben in einem Ödland. Ist auch so, aber gleichzeitig ist es so viel mehr. Es sind die Menschen, die aus dem Ödland mehr machen. Die Geschichte hinter der Geschichte. Die wahren Gesichter hinter den Masken, die alle tragen.



„ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor“ ist eine geniale Fortsetzung, die auf dem aufbaut, was da war und neue Wege vorbereitet. Die Figuren entwickeln sich, die Geschichte geht weiter, ein Ende ist nicht in Sicht. Für jeden Endzeit-Fan ist Ödland ein must read. Allerdings muss bedacht werden, dass es keine großen, blutigen Schlachten gibt, in denen mit Schwertern und Kanonen gekämpft wird. Über lange Strecken schluckt man als Leser nur Staub und die Gedanken der Protagonisten. Wen das nicht stört, ist mit Ödland in einer Welt angekommen, die die Menschen an ihre eigenen Grenzen bringt. Und darüber hinaus.




Ohne Frage und auch ohne Dreck und Staub: volle 5 von 5 Marken für die Weiterführung einer Endzeit-Geschichte, die zu der Besten werden kann, die ich je gelesen habe. Wenn die Richtung so bleibt.





(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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