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9. Februar 2015

"Tod dem Zaren: Clockwork Cologne (Boris und Olga 1)" von Selma J. Spieweg // Rezension


http://www.qindie.de/?page_id=1173https://www.facebook.com/Rattenauge?pnref=lhchttp://www.amazon.de/Tod-dem-Zaren-Clockwork-Cologne-ebook/dp/B00QVX0E8I/ref=sr_1_4?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1423464592&sr=1-4&keywords=Boris+und+Olgahttp://jspieweg.de/index.html



Selma Jacqueline Spieweg ist Malerin, Grafikerin und Autorin. 1966 in Berlin geboren, studierte sie von 1986 bis 1992 an der Universität der Künste, Berlin, Visuelle Kommunikation. Nach ihrem Diplom erwarb sie den Titel: "Meisterschülerin".
Sie arbeitete lange Zeit als Art Direktorin des Micky Maus-Magazins, bis sie sich als Grafikerin selbstständig machte.
Zu malen hat sie angefangen, noch bevor sie laufen konnte und einfach nie damit aufgehört alles, was nach Papier oder Leinwand aussah, mit Farbe zu versehen.
Mit dem Schreiben wartete sie etwas, zumindest, bis sie das Alphabet gelernt hatte.
Mit 16 nahm sie am "Workshop Schreiben" für junge Autoren teil und gründete danach mit Freunden eine Gruppe, um gemeinsam an ihren Texten zu arbeiten. Sie nannten sich nach dem Getränk, welches bei diesen Treffen in Unmengen konsumiert wurde: "Teeparty". Die meisten Teeparty-Mitglieder sind noch als Autoren aktiv.


Boris Sergejewitsch ist Soldat, ein treuer Untertan des Zaren. Seit 44 Jahren kämpft er jede Schlacht für Nikolaus II., und es käme ihm nie in den Sinn, einen Befehl zu verweigern. Selbst dann nicht, als er einem geheimen Experiment zugeteilt wird, bei dem eine unbesiegbare Armee aus Blauen Kriegern erschaffen werden soll, Soldaten, die halb Mensch, halb Maschine sind.
Das Projekt entpuppt sich als totaler Fehlschlag. Boris verliert seinen rechten Arm, seine Gesundheit und einen Teil seiner Menschlichkeit. Man schickt ihn zurück zu seiner Einheit.
Eines Tages kann Boris seiner Kompanie nicht mehr folgen und wird zurückgelassen. Die quantenmagische Energiequelle, die den mechanischen Teil seines Körpers antreibt, erweckt das Interesse von Olga, einer 12-jährigen Diebin. Zur Bewegungsunfähigkeit verdammt, muss er mit ansehen, wie Olga versucht, ihn auseinanderzubauen. Der zu Tode erschöpfte und desillusionierte Boris hätte vielleicht noch akzeptieren können, auf diese Art zu sterben, nicht jedoch, dass die wertvolle Energiequelle ausgerechnet in die Hände von verräterischen Aufständischen fällt, denn Olga macht aus ihrer Gesinnung keinen Hehl. Aber „Tod dem Zaren!“ ist eine Parole, die man niemals in Boris’ Gegenwart aussprechen sollte.
Mit anderen Worten: Ihre erste Begegnung stand unter keinem guten Stern. Ebenso wenig die zweite …

ist eine Steampunk-Krimi-Serie, die in einer fiktiven Welt um die Jahrhundertwende angesiedelt ist. Es werden Verschwörungen aufgedeckt, mysteriöse Fälle gelöst, neblige Spuren verfolgt. Die Protagonisten kämpfen mit der Strahlenbelastung, dem ganz alltäglichen Wahnsinn und nicht selten mit ihren eigenen Dämonen.
Die einzelnen Serien (Guy Lacroix, Magnus, Boris und Olga) können unabhängig voneinander gelesen werden.


Ich liebe die Cover der Clockwork Cologne-Bücher. Jedes ist auf den eigenen Inhalt angepasst und dennoch merkt man, dass man hier „Geschwister“ vor sich hat. Auch dieses Cover ist wieder einmal genial! Boris und Olga wurden genauso gezeichnet, wie ich mir die beiden vorgestellt hab. Ganz große Klasse!!


Ich hab alle Bücher aus dem Clockwork Cologne-Universum gelesen und kann sagen, dass sie alle genau so unterschiedlich sind, wie die Autorinnen dazu.^^
Jedes hat seinen Charme, seine feste Hand, die den Leser packt und nicht wieder loslässt. Hier waren es zwei: Boris und Olga. Ein Gespann, das unterschiedlicher nicht hätte sein können. Konnten sie mich überzeugen oder endete alles in einem großen, blauen Knall?

Zu Anfangs sei gesagt, ich verzichte auf eine extra Inhaltsangabe. Der Klappentext verrät m.E. schon genug und wer noch mehr wissen will, könnte ja vielleicht das Buch lesen. :-D

Ich war gespannt, was Frau Spieweg mir hier servieren würde und fragte mich, ob ich wieder so begeistert vom Steampunk sein werde. Ich wurde NICHT enttäuscht! Wie ich schon einmal sagte, ist Steampunk für mich ein Gefühl innerhalb der Geschichte und Jacqueline hat dieses Gefühl zwischen Blauen Kriegern und kleinen Mädchen, bösen Zaren und fliegenden Soldaten bestens eingebunden. Vor meinen Augen entstand die Welt von Boris, von Olga und allen, die mit ihnen zusammen unterwegs waren.

Boris ist ein Soldat, der sein ganzes Leben schon im Dienste des Zaren kämpft. Er ist an Treue und Loyalität nicht zu überbieten. Sogar als ihm das schlimmste überhaupt angetan wird, zweifelt er nicht am Zaren und tut, was er tun muss: Er ist loyal. Niemals würde er zweifeln. Boris ist kein Idiot, er denkt nur sehr einfach, mehr nicht. Er sieht die Welt durch den Blickwinkel „Armee“. Feinde müssen sterben, Gefangene werden nicht gemacht, Befehle müssen ausgeführt werden. So einfach. Oder? Boris Loyalität wird auf eine harte Probe gestellt und ein kleines Mädchen bringt ihm zum Nachdenken. Zum Grübeln. Eigentlich mag er sie nicht, schließlich wollte sie ihn beklauen, aber irgendwie überschneiden sich immer wieder ihre Wege. Diese kleine Illusion lässt sich nicht abschütteln.
Außerdem ist Boris kein üblicher Soldat. Er ist ein Blauer Krieger, er ist der einzige Blaue Krieger, der von einem Experiment übrig geblieben ist. Das macht ihn zu einer unbezahlbaren Waffe für so ziemlich alle noch herrschenden Oberhäupter und alle, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Blöd nur, dass Boris das überhaupt nicht interessiert. Es dauert eine Weile, aber bald schon beginnt Boris seinen Weg zu gehen, wenn auch mit dieser und jener Halluzination.

Olga. Ich wollte sie am liebsten dauernd in die Backe kneifen und knuddeln. Sie ist zwölf, ganz und gar nicht auf den Kopf gefallen und doch so kindlich-naiv, dass ich dauernd das Gefühl hatte, sie beschützen zu müssen. Nicht, dass das nötig gewesen wäre. Olga weiß sich ganz gut allein zu helfen und sie kann jeder noch so vertrackten Situation etwas Gutes abgewinnen. Niemals verliert sie ihren Mut, auch wenn sie manchmal sehr traurig ist. Sie hat eine ganz andere Sicht auf die Dinge, die passieren, dass sie viele um sich herum (auch mich) mehr als einmal zum Nachdenken gebracht hat. Olga ist einzigartig und ich kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen.

Boris und Olga wechseln sich damit ab, die Geschichte zu erzählen. Sie gehen eine Zeitlang getrennte Wege, bis sie wieder zusammenkommen. Beide erleben unterschiedliche Dinge, die aber immer irgendwie miteinander zu tun haben. Alles, was anfangs nicht zusammen gehört, wird gegen Ende zusammen gebracht. Im Prinzip hat die Autorin einen Faden genommen, der zuerst gerade lief. Dann hat sie ihn in gefühlte hundert Bestandteile zerlegt, nur um diese am Ende wieder zu einem Faden zusammenzuführen. Einfach, genial und in seiner Wirkung einzigartig. Ich mochte den klaren Schreibstil, die einfachen Bilder, die aber dafür sorgten, dass ich auch so kleine Details wahrnahm. Es geht um mehr, als nur um Krieg und Frieden oder um eine Auferstehung. Es geht darum, nachzudenken. Sich sicher zu sein, was man will und dafür auch einzustehen. Sich nicht in der Zeit zu verrennen, sondern im Hier und Jetzt zu leben. Ob mit Freunden oder Halluzinationen, ist da relativ unwichtig.

Das Einzige, was mich wirklich störte, und das wurde leider mit der Zeit auch nicht besser, war das Wiederholen mancher Szenen. Einige Szenen werden aus Boris Sicht geschildert, nur um danach noch einmal aus Olgas Sicht erzählt zu werden (und umgekehrt). Dass das wichtig für den Einblick in die Gedankenwelt der jeweiligen Figur ist, ist klar. Auch ist es wichtig, zu verstehen, wie unterschiedlich Boris und Olga eigentlich denken und die Dinge sehen. Aber auf Dauer hat es mich genervt. Ich finde, diese Wiederholungen hätte man irgendwie beschränken können, denn das Boris und Olga anders denken und sich dennoch gegenseitig gut tun, liest man einfach heraus. Es gab ein paar Szenen, bei denen m. E. eine Wiederholung nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Aber das ist nur meine Meinung.^^

Das Ende hat noch mal richtig eingeschlagen und ich saß vor meinem Reader und hab Rotz und Wasser geheult und dass, obwohl NIEMAND gestorben ist (jedenfalls niemand, der wichtig war). Solch epische Voraussagungen sind nicht gut für´s mitfühlende Leserherz, Frau Autorin!
Außerdem fand ich die Brücke, die am Ende zu Magnus geschlagen wurde, einfach genial!


„Tod dem Zaren“ ist ein weiter Geniestreich im Clockwork Cologne-Universum und Jacqueline Spieweg reiht sich neben Guy und Magnus in die Reihe der fantastischen Steampunk-Geschichten ein. Für alle Steampunk-Fans und solche, die es noch werden wollen, kann ich Boris und Olga nur ans Herz legen.



Das fällt mir schwer. Aber diese Szenenwiederholungen haben mich auf Dauer wirklich gestört, so dass ich hier sehr gute 4 von 5 Marken gebe.



Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler


(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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