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16. Februar 2015

"So finster, so kalt" von Diana Menschig // Rezension



http://www.amazon.de/So-finster-so-kalt-Roman/dp/3426514931/ref=tmm_pap_title_0?ie=UTF8&qid=1421046435&sr=1-1-spellhttp://www.droemer-knaur.de/buch/7907001/so-finster-so-kalt


Diana Menschig, geboren 1973, absolvierte nach einem Studium der Psychologie mehrere Stationen in Marktforschung und Personalmanagement, bevor sie einen Spieleladen eröffnete. Heute arbeitet sie als selbständige Dozentin und Autorin. Wenn sie nicht gerade in fantastischen Parallelwelten unterwegs ist, teilt sie sich mit ihrem Mann, zwei Hunden, einer Katze und vielen Rennrädern ein Haus am Niederrhein.
Über aktuelle Projekte bloggt sie auf ihrer offiziellen Homepage www.seitenrauschen.de
Seit April 2014 gibt es den neuesten Titel "So finster, so kalt", ein Märchen-Crossover, bei Droemer Knaur.


Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.


„So finster, so kalt“ ist ein Buch, das eigentlich gar nicht auf meinem Leseradar stand. Allerdings hat Alex von Weltenwanderer ein neues Wanderbuch ausgerufen und der Klappentext sprang mich förmlich sofort an. Ein Märchen-Crossover? Warum nicht! Und auf ging es in das Abenteuer, dass mit den Gebrüdern Grimm ihren Anfang nahm. Oder? ^^

Es war einmal, in einem Wald, gar nicht so weit entfernt, wie ihr vielleicht denkt…
Der Anfang fängt schon mal sehr interessant an und sofort hatte ich Hänsel und Gretel vor Augen, die vor dem Pfefferkuchenhaus rumlungern und „der Wind, der Wind“ rufen. Dabei sind es nur ein paar Kinder, die an einem Haus im Wald bei einer netten Oma sind. Die heimlich in den verbotenen Garten gehen, obwohl es eben verboten ist. Und die damit etwas anrichten, was mir als Leser erst am Ende richtig klar wurde. Die Moral findet man auch in dieser Geschichte, denn wie jedes Märchen, vermittelt auch dieses Crossover eine. Auch wenn sie subtiler und sicherlich nicht für Kinderohren geeignet ist!

Da lebte eine alte Frau, die im Dorf als Hexe galt…
Die Geschichte erzählt von Merle. Und ihrer Großmutter. Und Jacob, dem Wolf. Und Vorfahren, die es nicht besser wussten. Von Dingen, die so nicht existieren dürften. Aber es ist schließlich nur ein Märchen. … Oder?
Die alte Hexe im Märchen ist hier die Großmutter von Merle und obwohl sie gar nicht vorkommt, spielt sie doch eine erhebliche Rolle, für die Geschichte als auch für Merle. Die Großmutter und ihr Knusperhäuschen sind Dreh- und Angelpunkt. Ohne beide würde die Geschichte nicht funktionieren. Genau wie es in Märchen immer irgendeinen Bezugspunkt gibt, gibt es hier eben Omi und ihr Häuschen. Sie sind wichtig, das merkt man sofort und wieso und weshalb, darum hat die Autorin (m.E.) eine märchenhafte Geschichte gesponnen.

Die Kinder liebten sie wegen ihrer Pfefferkuchen…
Aber die Erwachsenen fürchteten die alte Dame, auch wenn sie es nicht aussprachen, denn irgendwas an dem Wald, an dem verbotenen Garten und an dem Knusperhäuschen, war ihnen nicht geheuer. Dazu noch ein zwei (schwarze) Katze und Pfefferkuchen, die die Kinder immer geschenkt bekamen. Seit Generationen wurde in dem Häuschen gebacken und Merle wird es ihren Vorfahren nach tun. Genau mit solchen Kleinigkeiten verbindet die Autorin Märchen mit der Realität und lässt mich als Leser immer wieder zweifeln, ob das nun real ist oder nicht. Bestes Beispiel, Jacob Wolff. Ist er der böse Wolf oder nicht? Was plant er? Plant er irgendwas? Gekonnt lässt die Autorin immer wieder solche Fragen in meinem Kopf aufblitzen, sodass ich wirklich an allem und jedem etwas märchenhaft Schlechtes suchte.

Die Dorfbewohner fürchteten sich, denn Zauberei war am Werk…
Das Böse, und das wird hier sehr schnell klar, wird verkörpert von Greta. Einem kleinen Mädchen, das kein Wässerchen trüben kann. … Oder?
Irgendetwas stimmt mit dem Mädchen aber nicht und der Vater von Hans schickt die beiden in den Wald, damit Hans Greta allein zurück lässt. Alles kommt anders, als geplant und die Dinge nehmen ihren Lauf.
Nicht nur, dass die Autorin die vielen verschiedenen Märchen einbindet, nein sie versteht es auch noch wahnsinnig gut, mir als Leser eine schlaflose Nacht zu bescheren. Nicht, weil ich nicht aufhören konnte mit lesen (solche Geschichten lese ich nur bei ganz hellem Tageslich!!^^), sondern weil der subtile Horror durchschimmert. Unter uns gesagt, solche Filme gucke ich nicht mal. Horror von allerfeinster Klasse. Klassischer Grusel durch das kleine Mädchen, durch Dämonen, durch Besessenheit. Gepaart mit den Märchen macht das alles eine Mischung, die Berauschend und Beängstigend zu gleich ist.

Da machte sich der Jüngling auf, sein Glück zu suchen…
Der Jüngling ist an dieser Stelle gleich mehrere Personen. Einmal Hans vom Wald, der Vorfahr von Merle. Dann Merle selbst. Jacob, ihr Freund / Wolf. Sie alle arbeiten auf ein bestimmtes Ziel hin, ohne genau zu wissen, was sie tun oder wer die Menschen sind, die sie umgeben. Hans vom Wald spielt dabei eine sehr große Rolle und die Autorin hat immer wieder kleine „Was geschah damals?“ Kapitel eingefügt, in dem der Leser sieht, wie es Hans ergangen ist, als er mit Greta in den Wald ging. Was es mit dem Häuschen auf sich hat und welche Rolle Merle eigentlich spielt. Natürlich kommen immer wieder die ganzen Märchenaspekte auf den Tisch. Es könnte Nerven, tut es aber nicht, denn wie schon erwähnt, sind die sie natürlich eingebaut, dass es mir alles natürlich und real vorkam. Von Namen bis hin zu Charaktereigenschaften, über tauchen neben dem Horror auch die Verbindungen zu den Märchen auf. Gut ist nur, dass das nicht nur dem Leser auffällt.

Und wenn sie nicht gestorben sind …
Ich war berauscht und hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit durch. Einfach weil es mich packte, und trotz des Horrors nicht mehr los ließ. Ich wollte wissen, wie Merle diesem Fluch ein Ende setzt. Wer Jacob ist und was Gretas Rolle in dem Ganzen war. Nichts ist in dieser Geschichte so, wie es scheint und als Leser sollte man wirklich bis zur letzten Seite warten, ehe man sich ein Urteil erlaubt. Und immer dran denken: Blut ist dicker als Wasser! Nicht von fremden Häusern essen! Und passt verdammt noch mal auf, wenn ihr im Wald seid. Man kann nie wissen, ob doch ein Reh in der Nähe ist. Oder?


„So finster, so kalt“ überraschte mich mit einer Verschmelzung von Realität, Märchen und Horror, die ich so nicht erwartet hätte. Ich war gefangen von der Hexe, wurde von einem Wolf befreit und streichelte zahme Rehe. Oder? Klassischer Dämonenhorror trifft auf die Gebrüder Grimm. Ganz Fantastisch!


Klare 5 von 5 Marken! Da braucht es keine Worte mehr!




(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
6 mal erwischt
  1. Guten Morgen! Das freut mich natürlich sehr, dass es dir so gut gefallen hat! Ich fand auch die Atmosphäre in dem Buch so toll, davon könnte ich gerne noch mehr lesen ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Huhu liebste Tilly ♥
    Ich bewundere gerade euren wundervollen neune Header *---* Der sieht wirklich klasse aus! (:
    *Wunschliste zück* Das Buch muss ich mir auf jeden Fall merken, da ich ein großer Fan von Märchenadaptionen bin und diese hier klingt besonders spannend. Bei Dämonen spitzen sich meine Ohren wie von selbst (;

    Supertolle Rezi ♥
    Alles Liebe,
    Jasi

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  3. Hallo Tilly :)
    Du glaubst gar nicht wie erleichter ich nach deiner Rezension bin. :D Sunny findet es ja nicht so toll... daher freut es mich hier nun so eine positive Meinung zu lesen. *.*
    Ich weiß auch nicht, allein dein Fazit muss einen einfach überzeugen... ich muss es lesen! Schade, dass es bis nach dir etwas gebraucht hat, mir ist das Cover ja schon direkt in der Vorschau damals ins Auge gesprungen.
    Achso... eine wirklich sehr schöne Rezi, hab ich ja noch gar nicht gesagt. :D

    Liebe Grüße
    Katja

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  4. Hallo Tilly,

    "So finster, so kalt" werde ich dieses Jahr auf jeden Fall noch lesen und es in meinem geplanten Halloween-Monat vorstellen :)

    Deine Rezi macht eindeutig Lust auf das Buch und ist richtig gut geschrieben <3

    Liebste Grüße,
    Kasia

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  5. Tolle Rezension, Liebes. ♥ Ich kann die genau so, wie du sie geschrieben hast, absolut unterschreiben. Es ist einfach ein wirklich tolles Buch mit einer richtig guten Geschichte.
    Freue mich total, dass du genau so begeistert bist, wie ich es bin. :)
    GlG
    Kitty ♥

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  6. Hallo Tilly,

    war mir klar, dass es dir gefällt! :-D Das war mein Pageturner-Highlight im letzten Jahr, mich hat's auch kaum losgelassen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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