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18. Januar 2015

"MUC" von Anna Mocikat // Rezension


https://www.facebook.com/amocikathttp://www.annamocikat.de/http://www.droemer-knaur.de/buch/7938163/muc
 
Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München (Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München.

 
Schon als kleines Mädchen träumte Pia von der sagenumwobenen Stadt MUC, die irgendwo nördlich ihres abgeschiedenen Alpendorfes liegen soll. Jetzt, als Erwachsene, erträgt sie die Enge und Borniertheit ihrer Heimat nicht mehr und macht sich auf den Weg in die legendäre Stadt. Doch die dschungelartige Wildnis, in die sich das Alpenvorland nach der großen Katastrophe vor 100 Jahren verwandelt hat, ist gefährlich. Und auch MUC selbst entpuppt sich nicht als das Paradies, das Pia sich vorgestellt hat.

 
Ich lese für mein Leben gern Endzeit-Geschichten und bin daher auch immer wieder auf der Suche nach neuen Erzählungen vom Ende der Welt. Deswegen kam ich gar nicht an „MUC“ vorbei. Stellst sich nur die Frage, ob ich das Ende der Welt überlebte oder dem großen Sterben zum Opfer fiel.

Die Geschichte handelt von Pia. Sie flieht aus einem kleinen Dorf in den Alpen um ihren Bruder in dem berüchtigten MUC zu suchen. Eine Stadt, die angeblich die Werte der alten Welt noch hochhält. Für Pia so unvorstellbar, wie die Möglichkeit in ihrem Dorf zu bleiben. Denn Pia hat schwarze Haare. Niemand auf der Welt hat das, alle die noch Leben haben rote Haare. Menschen mit roten Haaren sind die einzigen, die das große Sterben überlebt haben und genau aus diesem Grund ist Pia eine Aussätzige, die niemand haben will. Als es zum äußersten kommt, flieht Pia und schlägt sich mehr oder weniger gut bis nach MUC durch.

Ich begleitete Pia durch eine zerstörte Welt, in der sich die Natur ihren Platz zurück erobert. Blickte durch Pias Augen auf ganz alltägliche Dinge, die ich kenne, sie aber nicht. Dieser manchmal recht naive Blick, dieses erfrischende Denken von Pia gefiel mir. Sie sah den Sinn nicht, warum so ziemlich jeder Mensch auf der Welt ein Auto brauchte. Wusste nichts von Markenklamotten oder Handys. Sie hatte was sie brauchte und was sie nicht hatte, brauchte sie nicht. So einfach.

Pia macht vom Anfang ihrer Reise bis hin zum Ende einen riesen Entwicklungssprung. Sie wird sozusagen erwachsen, lernt eine neue Welt kennen und merkt, dass nicht immer alles gut ist, was gut erscheint. Bis Pia MUC erreicht mochte ich sie. Wirklich. Sie war erfrischend Unwissend, neugierig und strahlte eine Natürlichkeit aus, die mich in ihren Bann zog. Aber als Pia dann MUC erreicht und sie beginnt, dort zu leben, vielen ihre Sympathie-Punkte Proportional zu ihrem erlernten Können und ihren Erlebnissen. 
Pia kann alles. Sie lernt Nahkampf, leises Stehlen und „irgendwann“ platz der Knoten und sie kann es einfach. Sehr gut sogar, und das innerhalb ein paar Monaten. Dass man mit viel Übung alles lernen kann, ist mir klar, aber das hier war mir einfach zu perfekt. Pia ist die Person, auf die die Menschen im Untergrund von MUC gewartet haben? Sie hat vor ihrer Reise nichts anderes gesehen als das Dorf in den Alpen, abgeschnitten von allem. Außerdem glaubt Pia grundsätzlich alles besser zu wissen, je länger sie in MUC lebt. 

Sie wird vor einem Mann gewarnt, aber sie kennt ihn ja schließlich schon ganze 3 oder 4 Tage, was soll da schon schief gehen? Menschen, die schon ihr ganzes Leben in MUC leben haben eben keine Ahnung, Pia schon. Und natürlich reitet sie dadurch alle in ein riesen Schlamassel. Nein, es tut mir leid, Pia wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Sie wurde dumm, naiv und nervend. Wo war ihr misstrauen plötzlich hin? Ich hatte das Gefühl Pia hat ab einer bestimmten Stelle aufgehört zu denken und das hat mir gar nicht gefallen.

Die Geschichte als solche beruht auf einer so simplen Idee, dass es schon wieder genial ist. Ich will nicht so viel verraten, aber die Grundidee hat mir am besten gefallen. Neben den Beschreibungen der zerstörten Städte, die bildeten wirklich ein Highlight in der Erzählung. Ich konnte mir immer sehr leicht vorstellen, was die Autorin während des Schreibens vor dem inneren Auge hatte und fand es einfach nur klasse!
Allerdings, und das fand ich wirklich schade, war die Geschichte ab einem bestimmtem Punkt einfach vorhersehbar. Pia bekommt etwas gezeigt, was sie auf keinen Fall betreten darf, kurz darauf fällt ihr ein, dass aber genau das, was sie da gezeigt bekommen hat, dass einzige ist was ihr in einer bestimmten Situation helfen kann. Ab diesem Punkt war irgendwie alles genau so, wie ich es mir dachte. Schade, denn wenn hier etwas passiert wäre, womit ich nicht gerechnet hätte, hätte das vielleicht auch auf Pia ein anderes Licht geworfen.

Pia startet ihre Reise eigentlich mit dem Ziel, ihren Bruder zu finden. Leider kommt mir dieser Antrieb im Laufe der Entwicklungen irgendwie zu kurz. Schade, ich glaube, wenn die Autorin diesen Weg weiter gegangen wäre, wäre nicht so viel vorhersehbar gewesen.

Das Ende ist gut, lässt noch ein paar lose Fäden für die Fortsetzung, hat mich aber dann auch nicht mehr überzeugen können. Ein bisschen zu viel Friede, Freude, Schnaps und Einsichten, die schon viel früher hätten da sein müssen.


„MUC“ ist eine Endzeit-Geschichte, gepaart mit einigen dystopischen Anteilen, die eine sehr gute Grundidee aufweist, aber in meinen Augen mangelt leider die Umsetzung etwas. Aber allein schon wegen den Beschreibungen der zerstörten Welt lohnt es sich, diese Geschichte zu lesen. Allerdings finde ich, dass man nichts verpasst, wenn man es nicht tut.


 


Das fällt mir wirklich nicht leicht. Einerseits mochte ich „MUC“, andererseits auch wieder nicht, was aber einzig und allein an der Hauptprotagonistin lag. Ich vergebe hier ganz knappe 3 von 5 Marken.






(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
8 mal erwischt
  1. Deine Kritik an der Figur Pia kann ich gut nachvollziehen, auch wenn das Buch bei mir etwas besser abgeschnitten hat, da mich die Idee von der Stadt MUC so für sich einnehmen konnte. Aber auch mich hat die doch sehr jugendliche Art und die sehr klassische Entwicklung der Hauptfigur etwas ausgebremst, das war nicht so mein Fall. Ich hoffe auf eine reifere Pia in der Fortsetzung! ;)

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    1. Huhu Philly!

      Ich hatte MUC ja bei dir auch schon gesehen und verfolgt. Ich fand die Grundidee wirklich klasse, aber Pia wurde von Seite zu Seite ... nerviger. Schade, denn sie ist eigentlich am Anfang wirklich interessant gewesen. Ich warte mal ab, was du zur Fortsetzung sagst, mal gucken, ob ich dann auch noch mal nach MUC gehe.^^

      LG
      Tilly

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  2. Ich muss MUC kennenlernen, hilft nichts. Auch wenn es nicht ganz so gut abschneidet, aber ich will diese Stadt mit eigenen Augen "sehen". Wieder einmal eine gute Rezension, die mich neugierig macht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Danke! Ich denke mal, MUC ist so ein Buch, dass viele gute Seiten hat, und diese Seiten finden immer andere, denen sie gefallen. Dem einen gefällt die Stadt, dem anderen die Figuren und dem nächsten die Idee. ^^
      Bin gespannt, was du dazu sagst. :-)

      LG
      Tilly

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  3. Huhu Tilly,

    ich bin hin und her gerissen, was "MUC" angeht. Soll ich oder soll ich nicht? Ich glaube am Ende wird die Neugier siegen, wie das immer so ist.... das Leseleben wird dadurch wahrlich nicht einfacher :-P

    LG
    Anja

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    1. Hey Anja!

      Ich denke, du kannst MUC ruhig "testen". :-D
      Es war ja nicht schlimm oder so, ich mochte nur die HF nicht so dolle. Aber die Darstellung der Welt war klasse!!
      *ein Hoch auf die Neugier* :-D

      LG
      Tilly

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  4. Freude, Schnaps und Einsichten xD
    Im Großen und Ganzen stimme ich dir dazu, ich fand es teilweise waren es aber zu viele Beschreibungen, weshalb manch anderes untergegangen ist.
    Alles Liebe,
    Fiorella

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    1. Hey Fiorella!

      Das stimmt! Hier und da ist wirklich einiges untergegangen. Vlt wird das ja im nächsten Band aufgegriffen... oder wenigstens erwähnt. :-D

      LG
      Tilly

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