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9. Januar 2015

"Eines schönen Todes: Kein Märchenbuch" von Thias Bene // Rezension




http://thiasbene.de/?page_id=101https://www.facebook.com/thias.bene?fref=tshttp://www.periplaneta.com/produkt-kategorie/kuenstler/thiasbene/


Thias Bene wurde 1981 in Halle an der Saale geboren und wuchs dort umgeben von Neubaublöcken und Neonazis auf. Kurz vor den Abiturprüfungen schmiss er die Schule und ging nach Jena, um Punk zu werden und Drogen zu nehmen. Sein Geld verdiente er als Bauarbeiter, Lottoverkäufer und Erotikchat-Admin. Während seines Zivildienstes in Bremen lernte er die Deutsche Gebärdensprache.
2006 kam Thias Bene nach Berlin, wo er eigentlich nie hinwollte. Hier widmete er sich weiter sehr intensiv seinem selbstzerstörerischen Lebensstil.
2008 verfiel er einer ungleich gesünderen Lebensweise und weniger selbstzerstörerischen Projekten. Er arbeitete mit gehörlosen und geistig behinderten Menschen, für ein Berliner Musiklabel und leitete verschiedene Theaterprojekte.
Als er 2014 Periplaneta auf der Leipziger Buchmesse besuchte, wurde zu einer spontanen öffentlichen Lesung gezwungen und anschließend nicht ausgelacht. Was unter anderem zu seinem Debüt, der Nichtmärchensammlung “Eines schönen Todes” führte.



Drogendealer und Soldaten, Rumpelstilzchen und Schneewittchen, Kidnapper, Karneval und Dornröschen. In den märchenhaften Tragödien von Thias Bene verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität.
Doch wie im normalen Leben auch gewinnen nicht immer die Guten. Nichts ist nur Schwarz und Weiß. Zwischen Sehnsucht und Liebe, Burnout und Besessenheit taumeln die Protagonisten ihren eigenen Abgründen entgegen, fangen sich wieder, verlieren sich und flüchten in die Schutzräume ihrer Fantasie. Denn überall lauert der Wolf.



Das Cover ist wieder mal Einzigartig. Durch seine Schlichtheit überzeugte es mich sofort. Ich liebe es! Das ist aber diesmal nicht das einzige, denn diese Zeichnungen setzen sich im Buch noch fort und starten immer einen neuen Abschnitt. Sie sind alle sehr düster, manchmal grauenvoll, aber immer gehören sie zum jeweiligen Abschnitt und runden diesen perfekt ab. Oder leiten ihn ein, wie auch immer.



Ein neues Buch von Periplaneta? Wie konnte ich da wiederstehen? Gar nicht und deswegen machte ich mich erneut auf die Reise ins Unbekannte und lernte das Unmögliche.


Diese Rezension wird anders, denn „Eines schönen Todes“ ist kein übliches Buch. Hier wird keine Geschichte erzählt, die am Anfang anfängt und am Ende aufhört. Es gibt keinen roten Faden, keinen Hauptprotagonisten. Ich könnte nicht mal annähernd einen benennen, denn im Grunde sind die Hauptprotagonisten dieses Buches wir, die Menschen. Es geht um uns, unsere Taten und die Konsequenzen. Wie steht man zu dem, was man getan (oder nicht getan) hat? Warum tut man überhaupt bestimmte Dinge? Und kann man sich wirklich mit den Folgen abfinden? Alles hat seinen Preis, egal wie klein es im ersten Augenblick ausschaut.

Müsste ich das Buch beschreiben, würde ich sagen: „Life is a bi***“. Ich denke das trifft es so ziemlich genau. „Eines schönen Todes“ erzählt von Menschen, die feststellen müssen, dass das Karma eine ziemlich miese Sau sein kann, oder aber gerechter als alle Richter der Welt sein könnten. Es trifft am Ende immer die Richtigen, ob sie es wollen oder nicht. Alles hat seinen Preis und am Ende wird abgerechnet. Das klingt irgendwie total philosophisch, ist aber wirklich so! Thias Bene hat es auf eine wundersame Weise geschafft, die alten Märchen mit alltäglichen Situationen zu verbinden und so eine Reise begonnen, die mich als Leser einfach nur am Ende geflasht hat. Mindfuck auf eine scheinbar einfache und vollkommen nachvollziehbare Weise, die mich am Ende sprachlos zurückließ.

Ich war eingesperrt wie Rapunzel in ihrem Turm, starb wie Schneewittchen an ihrem Gift und stolperte mit Hänsel und Gretel durch den Wald, verfolgt von der bösen Hexe. Nicht alle Geschichten gehen gut aus, aber alle Geschichten innerhalb des Buches gehören zusammen. Erst am Ende sieht man das große Ganze und sieht Verbindungen, die zwischenzeitlich für Verwirrung sorgten. Man gewinnt immer und immer wieder einen neuen Blickwinkel auf die Figuren, da sie immer wieder auftauchen. Es ist wie ein Puzzle, bei dem ich aber nur ein Stückchen mitmachen durfte. Der Rand steht schon, das erste Drittel machte der Autor, bei dem Rest durfte ich zusehen. Es ist eine ganz eigene Erfahrung, dieses Buch zu lesen, dass einzige was man als Leser nicht machen darf: Aufgeben! Auch wenn es zwischendurch wirklich so scheint, als gibt es keine Zusammenhänge, sie sind da! Und sie sind der Wahnsinn!

Thias Bene zeigt dem Leser, dass man offen für das Unglaubliche sein soll. Akzeptiert Dinge, wie sie sind und lasst euch nicht auf Deals ein, bei denen man den Preis nicht kennt. Alles ist vorherbestimmt und kann nicht geändert werden, egal wie oft man seine Seele verkauft.


„Eines schönen Todes“ ist eine grandiose Erzählung von vielen Leben, vielen Entscheidungen und vielen Konsequenzen. Es gibt immer eine andere Möglichkeit, man muss sie nur sehen. Einmal entschieden, muss man seinen Weg zu Ende gehen. Ich bin schwer begeistert von Thias Bene und seinem Buch (und das sage ich nicht, weil der Autor aus meiner Heimatstadt kommt! :-D )


Ich kann euch nur eins dazu sagen: LEST DIESES BUCH! Lasst euch in die Welt der Märchen ziehen, die keine sind und seht selbst, wie das Karma die Dinge selbst in die Hand nimmt!




Ohne groß in den Brunnen zu fallen und die Zwerge zu ärgern gibt es hier von mir ganze 5 von 5 Marken! Ach … eins noch: LEST DIESES BUCH!



Liebe Grüße




(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
6 mal erwischt
  1. Hey Tilly =)

    Aaaaah das Cover ist wieder toll ♥♥♥ Ich muss auch endlich mal was aus dem Verlag lesen =)
    Vom Inhalt klingt es auch total super und ich denke das könnte mir gefallen =)
    Ich finde es auch toll das sich die Zeichnungen vom Cover im Buch fortsetzen. Das lockert das Ganze immer etwas auf finde ich =)
    Also wieder ein Buch mehr auf meiner Wuli ^^ Hach man es wird einfach nicht weniger xD
    Tolle Rezension meine Liebe ♥♥♥

    LG Sunny

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    1. Hey Sunny! :-D

      Das Cover ist wirklich klasse und die Innengestaltung ebenfalls! Angepasst, an die Märchen, mehr oder weniger. ^^
      Lies "Schneewittchens Geister"! DAS hatte mich ja total umgehauen! Aber das hier ist auch irgendwie ... anders. Ich glaube, der Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "anderen" Bücher heraus zu bringen. :-D
      (Und damit meinen SuB zu sprengen :-D )

      LG
      Tilly

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  2. Einer aus meiner alten Heimat :D
    Und das Buch klingt auch noch interessant :D
    Wunderbar!
    *auf WuLi packt*
    Danke für die Vorstellung :3

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    1. Aus deiner Heimat? *neugierig nachfrag* :-D
      Das Buch ist echt klasse, man muss es nur zu Ende lesen, dann versteht man es auch. :-D ^^
      Bitte, gern geschehen. Ich füttere gerne alle eure WuLis. :-D

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  3. Hallo ihr beiden,

    Dieses Cover ist sooo schön!! Und klingen tut es toll. Ich liebe übrigens eure erklärung zum Buch und bin wirklich neugirig wie alle Geschichten "Einzeln" und doch "Zusammen" stehen können. Auch diese andere Leseerfahrung, kombiniert mit diesem märchenhaften die es schafft sogar dich sprachlos zu machen, weckt meine neugirde.
    Und schwups wandert es auf meine WuLi :D

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Hey Ruby!

      Ich hab lange überlegt wie ich den Inhalt beschreiben soll, aber besser als "einzeln und doch zusammen" gings nicht. Ich dachte am Anfang ... "oooookay... was ist das?" Aber am Ende kam dann der "Wow"- Effekt und ich habs begriffen. Denke ich. :-D
      Und die Märchen ... es ist eine andere Interpretation daon, wie die Märchen ausgelegt werden können, angepasst an unsere Welt. Klasse!! Wirklich!
      :-D

      LG
      Tilly

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