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16. Januar 2015

"Ein dunkler Sommer" von Thomas Nommensen // Rezension





Thomas Nommensen wurde in Schleswig-Holstein geboren, zog aber noch vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. 2010 wurde er mit dem Freiburger Krimipreis (1. Platz) ausgezeichnet. 2011 war er Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises und des 1. Deutschen E-Book-Preises. Sein Romanbedüt, der Kriminalroman "Ein dunkler Sommer", ist im Juni 2014 im Rowohlt Verlag erschienen. Mit seiner Frau, der Autorin Jutta Maria Herrmann, lebt der Autor seit einigen Jahren vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.


Ein kleines Mädchen. Entführt. Tot
Ein Familienvater. Verdächtigt. Verurteilt
Zehn Jahre später …
Es ist Hochsommer, als die neunjährige Ulrike entführt wird – und in ihrem Gefängnis umkommt. Schnell findet sich ein Verdächtiger: Zeugen wollen Jens Brückner mit dem Mädchen gesehen haben. Bis zuletzt beteuert er seine Unschuld. Vergeblich.
Zehn Jahre später wird Brückner aus der Haft entlassen. Er hat alles verloren: Arbeit, Freunde, Familie. Kurz darauf wird der Hauptbelastungszeuge von damals ermordet. Anonyme Drohbriefe kursieren und Brückner ist plötzlich spurlos verschwunden.
Ein Racheakt? Zu naheliegend, findet der ermittelnde Kommissar Arne Larsen. Und auch sein Vorgänger Gregor Harms, der sich noch immer die Schuld am Tod des Mädchens gibt, zweifelt inzwischen, ob er vor zehn Jahren den Richtigen hinter Gitter gebracht hat.
Als schwere Unwetter Norddeutschland heimsuchen und wieder ein Kind verschwindet, scheinen sich die Ereignisse von damals auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Doch diesmal vermag niemand zu sagen: Wer ist Opfer und wer Täter?

Der Auftakt zur Reihe um den jungen, hochsensiblen und eigenwilligen Hauptkommissar Arne Larsen.


Ein Krimi, der dank Philly in mein „Visier“ kam und so verdammt lange um meine Aufmerksamkeit geschrien hatte, und den ich freundlicherweise vom Autor als Rezensionsexemplar angeboten bekam. Zufall oder Schicksal?!

Thomas Nommensen brachte mir mit seinem Debüt Krimi wahrlich einen bedrückenden und verdammt heißen Sommer ins Haus, sodass ich ihm eigentlich meine Stromrechnung, zwecks Dauergebrauch meines Ventilators, zuschicken müsste. Aber da ich andererseits auch einiges aus seinem Krimi und Sommer dazulernen und miterleben durfte, drücke ich gerade noch so ein Auge zu. GERADE NOCH SO!

Die Stimmung und das Wetter im Buch, ich muss es nochmals lobend erwähnen, war so effektiv und hitzig, dass ich mir oftmals einbildete und auch befürchtete, meine Buchseiten mit Schweißtropfen zu besudeln. Ich tupfte also meine nicht wirklich vorhandene, schweißgebadete Stirn mit einem Taschentuch ab und leerte eine Wasserflasche nach der Nächsten.
Die Fenster weit aufgerissen, den Ventilator direkt auf höchster Stufe eingeschaltet!
Ihr seht also: Da hatte der Autor definitiv alles richtig gemacht, doch wie sah es mit dem Rest aus?

Wie es sich in einem ordentlichen Krimi gehört, dreht sich alles um einen Fall. Hier allerdings um zwei: Einen vergangenen und Jahre später stattfindenden Fall. Ein Mädchen wurde vor Jahren entführt und später tot aufgefunden. Offensichtlich war es kein Mord sondern alles schloss darauf hin, dass es ein Unfall gewesen war, denn das Mädchen ertrank in einem Abwasserkanal, ehe der Entführer sie hätte retten können. Das lag eventuell daran, dass mutmaßlicher Entführer damals von der Polizei festgenommen wurde und sie somit nicht retten konnte.
Da aber mutmaßliche Entführer sich fest an seiner Unschuld klammerten und dann nach Jahren auf freien Fuß kam, ist er fest entschlossen, rauszukriegen, wer ihm diese Sache in die Schuhe geschoben hatte. Als er dann einen Freund aufsuchte, der damals gegen ihn ausgesagt hatte, dieser dann später ermordet wurde, wird ihm klar, dass ihn jemand am Ausgraben von Beweisen für seine Unschuld hindern möchte.

Wir wechseln Kapitel für Kapitel die Sichtweisen, mir wurden Charaktere vorgestellt (alles Männliche wohlbemerkt – außer gegen Ende, da war es ganz kurz eine Frau^^) die irgendwie mit damals und den aktuellen Fall zu tun hatten/haben. Ich musste mich da ehrlich gesagt etwas eingewöhnen, da es einige waren, aber später festigte sich die „Hauptsichtweisen“ und die anderen wurden gar nicht mehr so in den Mittelpunkt gerückt. Ich lerne den Kommissar dieses jetzigen Falles kennen: Arne Larson, wurde aber auch irgendwie nicht so warm mit ihm. Das lag womöglich an der gesamten Stimmung im Buch, denn dieser Sommer drückte sich stetig in mein Blickfeld und ich konnte mich somit nicht sonderlich auf Arne als „Seriencharakter“ einlassen. Denn laut Klappentext ist das der Auftakt der Reihe um ihn. Ich weiß im Nachhinein nicht, ob ich ihn weiterverfolgen werde, denn für mich reichte dieser Band, dieser Fall, vollkommen aus. Ich hab in ihm einfach keine Entwicklung gesehen, lernte ihn auch nicht so kennen, wie ich es in anderen Krimis gewöhnt bin. Er blieb auf Distanz gegenüber mir und seinen Kollegen, was zu seinem Verhalten passte, aber eine ganze Reihe um und mit ihn? Hmpf. Kann ich mir schwer vorstellen.

Die anderen Charaktere waren Spielfiguren, deren „Züge“ alle wohl überlegt und clever gespielt wurden. Thomas Nommensen hatte diesbezüglich wirklich gute Einfälle, wie er mir diese Verbindung zwischen dem „Unfall“ des Mädchens und den „aktuellen“ Mordopfer seinen Charakteren aufzeigte ohne dabei zu gewollt oder zu offensichtlich zu wirken. Es las sich wirklich realistisch und glaubhaft, gerade weil alles nicht gleich Zusammenhängend wirkte und die Leute dort ermittelten, anstatt die Ergebnisse in den Schoß gelegt zu bekommen.

Der rote Faden dreht sich um die Frage, was damals wirklich mit dem Mädchen geschah und wer WIRKLICH dafür verantwortlich war. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ab Seite 200? Eine Ahnung hatte, wieso weshalb warum, diese mir sich dann auch bestätigte. *Ich steh ja so auf Indizien suchen ^^* Das hat aber mehr mit meinem inneren Spürhund zu tun anstatt das es ZU einfach gewesen war.

Der Autor hat hier wirklich nicht an Text gespart und die wichtigsten Dinge wie Umgebung Gedanken und auch die Charaktere mit ihren kurzen Sorgen und Problemen fanden ihren Platz. Es saß alles einfach wie angegossen.

Was mich hier aber wirklich am meisten umhaute, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte, war das ENDE. DAS alleine sorgt schon dafür, dass ich trotz des distanzierten Kommissars die Fortsetzung lesen würde, wenn es denn um „das“ Ende dort geht. ^^ Wirklich eine gut gelegte Pointe Herr Nommensen. Mich haben Sie damit volle Kanne an der Angel. :D


„Ein dunkler Sommer“ fokussiert sich auf Charaktere, Handlung und die Stimmung in Form der Umgebung und des Wetters im Buch, weshalb ich auch etwas Zeit brauchte, um es zu Ende zu lesen. (Was auch nur daran lag, dass ich oftmals dank dem Wetter ausgeschwitzt war ^^)
Ich bitte und bete, dass er beim nächsten Krimi doch etwas gnädiger ist und mir angenehmeres Wetter zu Teil kommen lässt. :D
Für ein Krimidebüt ist dieser Auftakt mehr als gelungen und man merkt ihm dieses Betreten des neuen Gebietes in keiner Zeile an. Ein Krimi, der irgendwie in das eigene Umweltbewusstsein einschlägt und für inneren Klimawechsel während des Lesens sorgt.



GANZ knappe 5 von 5 Marken, eine 4 wäre es geworden, wenn dieses Ende nicht gekommen wäre.













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
4 mal erwischt
  1. Huuui, sehr schön, es freut mich, dass Dir der Krimi zugesagt hat!! :D

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  2. Schön schön, nu muss ich das Buch doch lesen :D

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  3. Super Rezension! Das Buch liegt schon bei mir im Regal! Danke!

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  4. Das interessiert mich nun auch. Grad bei der jetzigen Kälte, wäre ich den hitzigen Beschreibungen nicht abgeneigt.

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