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2. Dezember 2014

"Die Verlassenen" von Tom Perrotta // Rezension



https://www.facebook.com/TomPerrottaAuthorhttp://www.randomhouse.de/Buch/Die-Verlassenen-The-Leftovers-Roman/Tom-Perrotta/e467053.rhdhttp://www.tomperrotta.net/http://www.amazon.de/Die-Verlassenen-Leftovers-Tom-Perrotta/dp/3453269586/ref=sr_1_2_twi_2?ie=UTF8&qid=1417439892&sr=8-2&keywords=Die+Verlassenen





Tom Perrotta ist der Autor von sechs fiktionalen Werken, angefangen mit Bad Haircut: Stories of the Seventies und einschließlich The Abstinence Teacher und Joe College. Seine Romane Election und Little Children waren die Vorlage für gefeierte und preisgekrönte Kinofilme. Für die von ihm verfasste Drehbuchadaption von Little Children wurde Perrotta für den Oscar nominiert. Er lebt in der Nähe von Boston, Massachusetts.


Wo sind all die Menschen hin?
Was passiert, wenn die Apokalypse plötzlich eintritt und Millionen von Menschen von der Erde verschwinden? Wie gehen die Zurückgelassenen mit der veränderten Welt um, in der plötzlich Nachbarn, Freunde, Verwandte und Geliebte fehlen, ihr Leben aber gnadenlos weitergeht?
Der Bestseller von Tom Perrotta ist die Romanvorlage zur HBO-TV-Serie The Leftovers, die von Damon Lindelof (Lost) verfilmt wurde.

Was wäre, wenn einige von uns – einfach so, ohne Erklärung – verschwinden würden? Würden wir Zurückgebliebenen an das Jüngste Gericht, an die Entrückung glauben? Würden wir den Verstand verlieren? Oder würden wir einfach so weitermachen, als wäre nichts geschehen?
Diese Fragen müssen sich die ratlosen Einwohner des beschaulichen Vororts Mapleton stellen. Kevin Garvey will wieder Ordnung in sein Leben bringen, obwohl das Phänomen, das inzwischen als »Plötzlicher Fortgang« bezeichnet wird, seine Familie zerstört hat: Seine Frau Laurie hat sich einem Kult angeschlossen, der sich »Der Schuldige Rest« nennt, sein Sohn hat das College abgebrochen, um einem zwielichtigen »Propheten« namens Holy Wayne und seiner Bewegung der »Heilenden Umarmung« nachzufolgen. Nur Kevins Tochter ist bei ihm geblieben, doch der Teenager kapselt sich seit jenem 14. Oktober zunehmend ab und verliert den Bezug zur Realität.


ACHTUNG: AM ENDE DER REZENSION IST SPOILERGEFAHR!

„Die Verlassenen“, bei einigen vielleicht besser bekannt als „The Leftovers“. Ich hab der deutschen Ausgabe entgegen gefiebert. Mehr als mir bewusst war. Vor Jahren hab ich das englische Buch entdeckt und war vom Klappentext so „infiziert“ dass ich dieses Buch einfach lesen musste. Die Frage ist nun, waren meine Erwartungen zu hoch und haben mich am Ende verlassen oder kam ich klar mit dem Verschwinden von eben diesen?

Das Grundszenario ist schnell erklärt. Von jetzt auf gleich verschwinden Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Einfach so. Kein System, keine Auswahlkriterien. Sie sind einfach weg. Kinder, Männer, Frauen, Väter, Omas … die Verschwundenen könnten einfach nicht unterschiedlicher sein.
Der Roman fängt drei Jahre später an. Die Welt ist noch immer erschüttert und kommt nur langsam wieder auf die Beine. Jeder versucht für sich selbst irgendwie mit alledem klar zu kommen, denn eine Erklärung gibt es nicht. Einige sagen, es wäre die biblische Entrückung, andere sagen Aliens. So unterschiedlich, wie die verschwunden Menschen sind, so breitgefächert sind auch die Theorien.
So weit, so gut. Wie gesagt, die Grundidee der Geschichte konnte mich ja schon vor Jahren begeistern und wenn ich den Klappentext lese bin ich sofort wieder Feuer und Flamme.
Allerdings muss ich wohl zugeben, dass meine Erwartungen über die Jahre hin wahrscheinlich größer waren, als das Buch. Mein Kopf hat sich die tollsten Dinge ausgemalt, was so alles in der Geschichte passiert. Nichts stand davon zwischen den Seiten.

Tom Perrotta geht einen ganz anderen weg. Es geht nicht um die Katastrophe, sondern um das Leben danach. Wie gehen die Zurückgelassenen damit um, plötzlich allein zu sein und nicht zu wissen, was mit ihrer Familie, mit ihren Freunden und Verwandet passiert ist? Wie gehen die Menschen miteinander um? Es gibt Familien, die haben gar keinen verloren. Fühlen die sich schlecht, weil sie niemanden verloren haben? Im Fokus der Geschichte steht so eine Familie. Kevin, Bürgermeister von … und zweifacher Familienvater hat niemanden verloren. Er ist kein Verlassener, jedenfalls hat das Ereignis direkt an dem Tag keinen von seiner Familie mitgenommen.
Seine Frau, sein Sohn, sein Tochter und er helfen, versuchen klar zu kommen und freuen sich heimlich, dass es ihnen gut geht. Allerdings hinterlässt das Verschwinden der Menschen auch in intakten Familien seine Spuren.

Kevins Frau Laurie verlässt ihn und schließt sich einer Organisation an, die dafür sorgen will, dass das große Ereignis nicht vergessen wird. Die Menschheit, die noch auf der Erde weilt, macht mit ihrem Leben weiter. Kinder gehen zur Schule, Feste werden gefeiert, Babys kommen auf die Welt. Es muss ja irgendwie weitergehen, denn auch nach drei Jahren weiß niemand wo die Menschen hin sind, warum das passiert ist, ob sie wieder kommen und vor allem: War es das oder kommt noch was Großes? Was Größeres? Viele sind das Warten leid, die angespannte Haltung. Sie WOLLEN weiter machen, sie WOLLEN leben, aber diese Organisation lässt sie nicht vergessen. Sie tragen ausschließlich weiß, rauchen Kette und sprechen kein Wort. Kevins Frau versucht in dieser Gruppe klar zu kommen, es beschäftigt sie, dass ihre beste Freundin ihre Tochter verloren hat und sie selbst kommt da nicht drüber hinweg. Erst viel zu spät merkt sie, dass diese Organisation viel mehr ist, als es von außen scheint und dass sie innerhalb der Gruppe das große Verschwinden niemals wird vergessen können. Sie wirkte auf mich sehr zerrissen und ich muss zugeben, dass ich sie bis zum Ende hin nicht ganz durchschaut habe. Ihrem Drang, sich „Der Schuldige Rest“ anzuschließen, konnte ich nicht ganz nachvollziehen, auch war mir nicht klar, was diese Organisation eigentlich will, denn die Taten, diese sie begehen, ergeben für mich irgendwie keinen Sinn. Wahrscheinlich muss man dafür Kette rauchen und schweigen.

Kevins Kinder gehen beide ganz unterschiedlich damit um. Sein Sohn bricht das College ab und schließt sich einem Wunderheiler an, der verspricht, den Menschen ihren Schmerz abzunehmen, nur um am Ende wieder vor seinem Elternhaus zu stehen. Tom weiß nichts mit sich anzufangen, denn auch er kommt über das Verschwinden nicht hinweg, obwohl er keinen seiner engeren Freunde verloren hat. Er muss zu sich selbst finden und begibt sich auf einen Trip gegen das Vergessen. Tom verstand ich am besten. Er versucht zu verstehen und sucht seinen eigenen Weg. Er kann nicht zurück in das Kleinstadtleben, will aber auch nicht vollkommen verschwinden.
Kevins Tochter rebelliert. Ihre Mutter ist Weg, von ihrem Bruder hat sie seit Monaten nichts gehört und ihr Vater kommt irgendwie mit gar nichts klar, obwohl er sich das nicht eingestehen will. Sie macht was sie will und er sagt nichts dazu. Er versucht, autoritär zu sein, aber für sie ist das nur ein Witz. Von einer Einserschülerin rutscht sie ab, bis letztendlich nicht klar ist, ob sie das Schuljahr schafft. Kurz bevor sie eine weitreichende Entscheidung trifft, findet sie die Möglichkeit, die ihr hilft mit alldem klarzukommen. Kevins Tochter war für mich noch mit am normalsten, denn ihre Wandlung konnte ich ebenfalls nachvollziehen.

Kevin selbst macht sich was vor. Für ihn ist die Welt drei Jahre später mehr oder weniger in Ordnung. Ja, seine Frau hat ihn verlassen, zu seinen Kindern hat er kaum noch eine Verbindung und irgendwie ist er mit seinem Bürgermeisteramt auch nicht ganz so zufrieden. Für ihn dümpelt das Leben so dahin, bis etwas passiert, dass ihn aufrüttelt. Er merkt, dass es so nicht weiter gehen kann und kämpft dafür, wieder ein Leben zu bekommen, das lebenswert ist und nicht einfach nur so dahinläuft. Kevin war für mich ein kleiner Mitläufer. Es dauert lange, bis er selbst handelt, vorher reagiert er immer nur auf andere, auf Situationen in denen er steckt und ich glaube, er weiß mit sich selbst nichts anzufangen. Einerseits geht’s im gut, er hat keinen verloren, andererseits geht’s ihm schlecht, denn obwohl seine Familie vollständig ist, hat er sie alle verloren. Er will weitermachen, weiß aber nicht wie.

Und dann ist da noch Nora. Sie hat innerhalb von Sekunden ihre ganze Familie verloren. Ihren Mann und beide Kinder. Und niemand kann ihr sagen, was mit ihnen passiert ist, wo sie sind oder wie sie ihre Leben mit dieser Ungewissheit weiterleben soll. Nora war für mich die interessanteste Person in der Geschichte. Sie macht die größte Wandlung durch und ich hätte gern mehr über sie erfahren.

Es gibt noch ein paar Nebenfiguren, die interessant sind, auf die ich hier aber nicht eingehen werde. Der Autor zeigt bei allen seinen Charakteren, wie dieses Ereignis, das große Verschwinden auf sie abgefärbt hat. Wie sie damit umgehen, wie sie ihr Leben leben und weitermachen. Aber, und das sind jetzt vielleicht harte Worte (ich habe lange überlegt, wie ich das am besten sage ohne unfreundlich zu klingen… naja, ehrlich wert am längsten …):
Ich fand die Geschichte langweilig. Die Umstände: Interessant. Die Figuren als solche: Interessant. Die Geschichte von oben bis unten, mit Umsetzung etc: Langweilig.
Es tut mir wirklich leid, aber ich verstand nicht, was an Kevin und Co. So besonderes war. Ja klar. Er hat seine Familie eben nicht verloren und der Autor zeigte, dass er es eben doch hat, aber auf eine andere Weise.
Es sind auch noch nicht mal die Figuren, das Setting oder die Grundsituation, sondern schlicht und ergreifend einfach nur die Umsetzung und die Erzählweise. Ich langweilte mich und musste mich wirklich durch die Sätze, die Seiten und die Kapitel kämpfen.

Meine Erwartungen waren zu hoch. Ich hab mir im Grunde das Buch selbst verdorben, in dem ich mir ausmalte, was darin alles stehen könnte. Es war ja interessant, was alles nach so einem großen und einschneidenden Ereignis alles mit den Menschen passiert. Dass die Familien nicht nur durch das Verschwinden getrennt werden.
Wie geht’s weiter? Wie gehen die Menschen damit um und vor allem, wie entwickeln sich die Verlassenen, wenn Millionen von Menschen von jetzt auf gleich verschwinden. Ich kann meine Eindrücke irgendwie schwer in Worte fassen, denn einerseits war es irgendwie interessant, aber auf Dauer hat es mich einfach nur gelangweilt. Außerdem …

ACHTUNG SPOILER

…weiß ich nicht wie es ausgeht. Was machen Kevin, seine Frau, seine Tochter, sein Sohn und Nora eigentlich? Wie geht es weiter? Ich hab das Gefühl, dass die Geschichte einfach an einem Punkt anfängt und an einem anderen willkürlichen Punkt wieder aufhört, ohne dass ich weiß, wie diese Entwicklung nun zu Ende geht. Natürlich muss der Leser auch ein bisschen Arbeit machen, indem er sich vorstellt, wie es weitergehen könnte, aber der Autor überlasst da doch sehr viel dem Leser und die Geschichtsenden sind ziemlich offen.


„Die Verlassenen“ liefert einen sehr guten Einblick (auf viele verschiedene Arten) in das Familienleben und sagt aus, dass man auf viele verschiedene Arten seine Familie verlieren kann. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch einige Fans findet. Tom Perrotta hat mit dem Grundszenario eine Frage aufgeworfen, die sicherlich Einzigartig ist und hat sie meistens interessant beantwortet. Einige Strecken im Buch waren für mich aber einfach nur langweilig. Das offene, schwammige Ende setzte dem ganzen noch eins drauf.


 
Okay, hier wird es schwer. Einerseits fand ich das alles ja schon interessant, andererseits hab ich was ganz anderes erwartet. Es hat mich gelangweilt und konnte mich kaum fesseln. *hmpf* Ich vergebe hier 2 von 5 Marken, eine 3 kann ich nicht rechtfertigen.





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