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30. November 2014

"Phobie #1" von Jens Lossau // Rezension



Jens Lossau, geboren 1974 in Mainz, begann bereits früh mit dem Schreiben eigener Texte, die überwiegend dem Genre der phantastischen Literatur zuzurechnen sind. Anfangs erschienen seine Erzählungen in Zeitschriften und Anthologien, später wurden diese in eigenen Sammlungen wie zum Beispiel »Entitäten« (Ventil-Verlag, Mainz, 1997, zusammen mit J. Schumacher), veröffentlicht. Der berühmte schweizerische Künstler und Oscar-Preisträger H. R. Giger (»Alien«) steuerte als Fan des Buches sowohl das Cover als auch die Illustrationen bei.

Heute schreibt Lossau Krimis, bzw. Thriller Die Romane um das skurrile Ermittlerpaar Grosch und Passfeller genießen mittlerweile Kultstatus (»Der Schädeltypograph« 2002, »Der Luzifer-Plan«, 2003 und »Die Menschenscheuche« 2004, alle im Societäts-Verlag Frankfurt erschienen, sowie »Der Rebenwolf« 2007 im Agiro-Verlag Neustadt, zusammen mit J. Schumacher). Seine im Lyx-Verlag, Köln, erschienenen Fantasybücher »Der Elbenschlächter« und »Der Orksammler« (beide 2010, ebenfalls zusammen mit J. Schumacher) entwickelten sich zu kleinen Bestsellern in der Fangemeinde.

Lossaus Soloromane, die seit 2007 in unterschiedlichen Verlagen erscheinen, sind einfühlsame Psychogramme in das Seelenleben von Einzelgängern, Außenseitern und anderen Anti-Helden (»Die Schlafwandler«, ebenfalls Societäts-Verlag Frankfurt, »Dunkle Nordsee« und »Nordseeblut«, beide im Blitz-Verlag Windeck erschienen). Als Verfechter der These, dass die Sprache niemals zwischen Buch und Leser stehen darf, praktiziert Lossau eine stilistische Reduktion, die seinen Geschichten trotz ihrer Nähe zur anglo-amerikanischen Erzähltradition eine Intensität verleiht, die der moderner schwedischer oder norwegischer Autoren gleichkommt. Der Autor lebt mit seinem pechschwarzen Kater Victor in einer ruhigen, rheinland-pfälzischen Kleinstadt.
(Amazon)


Hannah Olin ist dreizehn Jahre alt. Vor einem Jahr hat sie ihre Mutter verloren. Keiner kann ihr über den Verlust hinweghelfen. Bis zu dem Tag, an dem sie Tom auf dem neben ihrem Elternhaus gelegenen Friedhof kennenlernt. Tom ist ein Außenseiter. Er hat Phobien und versucht diese durch das Ausleben des Extremen zu besiegen. Hannah ist fasziniert von Tom und seinen Geheimnissen. Eines Tages geschieht ein Mord an der Schule. Tom scheint unerreichbar. Hannah beginnt zu zweifeln. Hat sie sich in Tom geirrt?


Jens Lossau war Jack bereits bekannt, nun musste auch Tilly daran glauben und gemeinsam mit ihm seinen neusten Psychothriller lesen. Tilly ist nicht so die Psychothriller Leserin, aber Jack versicherte ihr, dass Jens Lossau ein Autor ist, der die Dinge anders angeht, und deswegen gelesen werden muss. Also machten sie sich ans Werk …

Vorab muss gesagt werden, dass „Phobie“ wieder einmal, wie „Zapping“ in zwei Teile gespalten wurde. Ja, gespalten, denn wir sind der Meinung, dass es nicht zwei Teile sondern, dass ein großer Band einfach in der Mitte zerschnitten worden ist. Der erste Band kostet nix, der zweite gleich 4,99 Euro. Das können wir nicht nachvollziehen und finden wir wieder einmal ziemlich störend, da beide Teile jeweils um die 100 Seiten lang sind. Den Preis alleine finden wir für den zweiten Teil nicht gerechtfertigt! Aber das nur mal am Rande.

Jens Lossau überraschte wieder mal mit einem andersartigen Einstieg, der etliche Fragen und Rückschlüsse mit sich zog, nur, um uns am Ende an einem Friedhof wiederzufinden und dort mehr „Grusel“ als aktuelle Gefahr vermittelt zu bekommen. Es ist wirklich ganz eigens, wie Jens Lossau uns Szenen vermittelt, und so  gelingt es wieder einmal, eine bedrückende, aber stark Neugier erweckende Stimmung zu kreieren, die wir mit gemischten Gefühlen zu verarbeiten versuchten. 

So banal es klingt, aber wir lernten zwei Teenager kennen, die eigentlich überhaupt nichts Besonderes sind. Sie haben ihre Probleme in der Schule und in der Familie, wie jedes andere Kind mit 14 auch. 

Nach und nach zeigt Jens Lossau immer wieder ein bisschen mehr von ihrem Leben und wir fragten uns, wohin das gehen soll, weil es wirklich alles sehr trivial wirkte. Aber wir WUSSTEN ja, dass etwas Großes auf uns zukommen MUSS. Schon allein dadurch sahen wir in so kleinen Szenen, wie zum Beispiel die Bekämpfung der Angst gegen Spinnen, Dunkelheit, Auslachen etc. viel mehr und suchten nach verborgenen Informationen, obwohl wir gar nicht wussten, ob da welche drin waren.

Psychospiele auf eine versteckte Art und Weise….
Man liest also aus dem Klappentext schon heraus, dass was Schlimmes passieren wird, aber während des Lesens konnte man nie etwas voraussehen und erahnen, weshalb wir so im Verdacht haben, dass das alles zu Jens Lossaus Psychospielen ZUM Buch dazugehören könnte. Da macht der Klappentext einen ganz anderen und wichtigeren Sinn, im Vergleich zu „normalen“ Klappentexten. 


Wir wollen eigentlich gar nicht viel verraten, aber … wie schon gesagt, warteten wir auf den Knall. Es kam nichts. Gegen Ende passierte dann wirklich etwas Großes, aber da sahen wir dann auch nicht die Verbindung zu den zwei Hauptprotas, denn der Klappentext sagt ja aus, dass Hannah sich vielleicht in Tom geirrt haben könnte. Aber uns ist am Ende vom ersten Teil überhaupt nicht klar, was Tom oder Hannah mit dem großen Knall zu tun haben.
Seht ihr, wie verrückt wir uns während und nach dem Lesen gemacht haben ^^? Das zu schaffen bedarf wirklich ein feines, unauffälliges und cleveres Händchen.

Von Ablutophobie bis Zoophobie
Im ersten Teil steht die Angstbekämpfung im Vordergrund, denn beide Hauptprotagonisten haben mehr oder weniger ein paar schlimme Phobien. Ob diese nun real sind oder nur in deren Köpfe stattfinden, ist nicht immer klar, aber die Methoden, wie die Zwei daran gehen, diese zu bekämpfen, sind wirklich… originell. Jens Lossau benutzt die Angst um die Angst zu bekämpfen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass wir als Leser neue Ängste für uns selbst entdecken. 

Und glaubt uns: JEDER hat Ängste und JEDE Angst hat einen Namen. Das hat der Autor packend und erschreckend zugleich zur Schau gestellt, direkt zwischen dem Leben dieser beiden „Kinder“, denen nicht bewusst war, wie gefährlich ihre Bekämpfung der eigenen Ängste vielleicht für sie enden könnte. Und doch passierte kaum etwas erwähnenswertes, da dieser CUT am Ende kam, der ohne mit der Wimper zu zucken die Spannung durchschnitt und uns mit unzähligen Spinnen in einer dunklen Höhle zurücklies. Wie man die Angst vor unschönen Cuts wohl nennen würde? Cutphobie?


Bei „Phobie“ hatten wir (wieder) das Gefühl, dass Jens Lossau die Dinge so angeht, sodass wir das Gefühl verspüren, es stecke mehr dahinter, als es eigentlich der Fall sein würde. Er hat so eine gewisse Art, Charaktere vorzustellen, sie in seine erdachten Szenen zu setzen und die Umgebung einfach machen zu lassen. So entsteht ein ganz makabreres Gruselgefühl, obwohl eigentlich kaum merklich etwas passiert. 
Die Kids gehen zur Schule, treffen sich nachts, reden oder Skypen und sonst nichts. Beide haben irgendwie „ne Macke“, aber das sind ihre Eigenarten und die gehören eben dazu. Beide haben ein paar kleine Geheimnisse, die sie aber nur sympathischer machen. Und beide haben uns unsere Ängste vorgeführt und uns gezwungen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, sodass wir Zwiegespalten am Ende ankamen und der Cutphobie ins Auge sehen mussten.



So merkwürdig, wie diese Rezension auch klingen mag und so schwer es uns fällt, eine FESTE Meinung zu erlauben, müssen wir der Bewertungphobie ins Auge blicken und ein Urteil verkünden. Nach langem hin und her, vergeben wir 4 von 5 Marken, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir nach dem zweiten „gecuteten“ Teil sicherlich „klarer“ sein werden.












(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
3 mal erwischt
  1. Hallo ihr Zwei Süßen :-*
    Ich habe mir das Ebook auch geholt als ich gesehen habe das es kostenlos ist ^^ Erst mal haben, gucken worum es geht kann man später xD
    Und ein Satz in eurer Rezi hat mir das Buch jetzt zunichte gemacht "Und doch passierte kaum etwas erwähnenswertes, da dieser CUT am Ende kam, der ohne mit der Wimper zu zucken die Spannung durchschnitt und uns mit unzähligen Spinnen in einer dunklen Höhle zurücklies."
    Ich hasse Spinnen ... und ich mag da nichts drüber lesen -.-
    Außerdem ist es wirklich frech das der zweite Band 4,99€ kostet und auch nur 100 Seiten hat ... tzzz
    Ich mag eure Rezension und werde mir noch einmal stark überlegen ob ich das lesen will ^^
    *fühlt euch gedrückt*
    LG Sunny <3

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    1. Hey Sunnylein!

      Grundsätzlich erstmal gute Entscheidung! Der erste Teil ist wirklich klasse! Und du hast Recht, erstmal haben! :-D
      Haben dich jetzt die Spinnen abgeschreckt oder der Cut nachdem langweiligen Nichts davor? :-D Die Spinnen kommen nur kurz vor, allerdings in rauen Mengen. Vielleicht solltest du dich vor dunklen Höhlen in acht nehmen. ;-)
      Warum der zweite Teil so teuer ist, verstehen wir auch nicht, allerdings wurde das schon bei seinem ersten Buch so gemacht.
      Den ersten Band können wir wirklich empfehlen, bei dem zweiten sollte man sich das mit dem Preis wirklich überlegen!
      *zurück drück*
      LG
      Tilly

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    2. Hey Tillilein xD

      Na ja die Spinnen schrecken mich jetzt schon ab ^^ Ich habe da eine leichte "Phobie" haha ^^
      Ich werde es sicher trotzdem lesen, aber nicht wenn es dunkel ist sonst juckt es mich überall xD
      LG Sunny <3

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