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11. November 2014

"Eine irische Ballade" von David Pawn / Rezension



https://www.facebook.com/DavidPawn22?fref=tshttp://www.amazon.de/Eine-irische-Ballade-David-Pawn-ebook/dp/B00H3QA504/ref=sr_1_2_twi_1?ie=UTF8&qid=1415683628&sr=8-2&keywords=Eine+irische+Balladehttps://www.facebook.com/DavidPawn22?fref=ts




 

David Pawn ist natürlich ein Pseudonym, ein bisschen Sinnbild für ein unerreichbares Ziel. Geboren wurde ich in Magdeburg 1961, geschrieben habe ich schon als Kind. Eigentlich schon immer Gruselgeschichten, Krimis und Fantasy. Während des Studiums in Dresden war ich Mitglied im Zirkel schreibender Studenten (so nannte sich so etwas zu sozialistischen Zeiten). Nach der Wende sind dann "The American Monstershow in Germany", "Das Eidolon" und "Der Traumlord" entstanden. Mit diesen Werken bin ich dann bei diversen Verlagen hausieren gegangen, aber immer nur Absagen haben zermürbt. Die "Monstershow" war sogar lektoriert und über eine Agentur gelistet, trotzdem nichts.

Irgendwann Aufgabe - unterstes Regalbrett - vergessen.

Und jetzt habe ich Selfpublishing entdeckt und mir gesagt, warum nicht. Und da macht es plötzlich auch wieder Spaß zu schreiben. Der kleine Kerl in meinem Kopf, der sich immer diese verrückten Sachen einfallen lässt, ist wieder da.


Die Banshee Síochána verdient sich ihren Lebensunterhalt als Pokerspielerin, während sie die Todesfälle der Familie Carr betrauert. Als der Letzte der Carrs stirbt, muss Síochána sich ein neues Ziel für ihre Trauerarbeit suchen. Ihre Wahl fällt auf Daniel, einen jungen Koch aus Freudenstadt, doch damit beginnen die Komplikationen im Leben der jung-alten Frau erst, denn plötzlich kann sich die Banshee nicht mehr damit zufrieden geben, wenn sie dem Tod heulend zur Seite stehen soll. Immer wieder bemüht sie sich, Todeskandidaten vor ihrem Schicksal zu bewahren und legt sich dabei sogar mit dem Schnitter persönlich an.
Die Sagenwelt der Kelten und des Schwarzwaldes sind zu einem aromatischen Cocktail gemixt und laden den interessierten Leser, sich in ihren Bann ziehen zu lassen. Wer darüber hinaus der Meinung ist, dass auch Fantasy einen Schuss Erotik verträgt, ist bei dieser Geschichte gut aufgehoben.



Ich rede nicht um die schreiende Banshee herum und liefere euch klare, direkte Fakten über das Buch und meine Meinung dazu.
Aber ohne, das ich hier gleich wie der arrogante Besserwisser von In Flagranti Books rüberkomme:
Ich weiß, dass ich Autoren nichts vorbestimmen kann, da es ihre Entscheidung ist, wie die Dinge geschrieben werden müssen etc. Ich weiß auch, dass ich es nicht immer besser weiß, aber ich gehe hier nach meinem persönlichen Befinden während und nach dem Lesen, also steht mir das Recht zu, dieses auch in der Rezension zu erläutern. Denn dafür sind Rezis nun mal da: Um die Gedanken über eine Sache (höflich) rauszulassen.

Die Idee zu Anfangs gefiel mir:
Eine Banshee als Hauptprotagonistin, die sich in einen Sterblichen verliebt, dank ihm dann endlich ihre Gabe dazu benutzt, die Menschen vor ihrem Tod zu warnen/retten, und sich dabei mit dem Tod anlegt….
Dabei ist Síochána alles andere als „tödlich“ oder „Bansheehaft“. Hier liefert uns Dawid Pawn eine beinahe schon stinknormale, aber ehrliche und treuherzige „Frau“, die sich dem menschlichen Leben angepasst hat und eigentlich kaum „magische“ Kräfte besitzt. Bis auf ihr Talent, bei ihrer „gebundenen“ Familie den Tod vorherzusehen und ganz besonders ihren „Gesang“ (oder noch treffender „Schrei“), der Menschen und Tieren den Tod bringen kann, besitzt sie kaum Stärken, die erwähnenswert sind.
Was einem schon stark auffiel war die Einsamkeit, welche sie über die Jahre überkam und wie hart ihr Schicksal im Nachhinein eigentlich ist. Sie gab sich von außen hin recht taff und „glücklich“, aber wenn man hier und dort näher hinsah, wusste man einfach, dass es ein „Pokerface“ war, welches sie einfach nur zu gut zu tragen wusste.

Ein schönes Highlight und vielleicht auch so mit am besten für mich:
Dawid Pawn hat uns oftmals Einblicke in die irischen Mythologien und Legenden geboten und was er da so erwähnte, machte Sinn und mein Bild, welches ich zuvor über manche Wesen hatte, stimmte mit dem Erzählten überein oder wurde sogar erweitert. Besonders amüsant fand ich die Begegnung mit einem „kleinen“ Volk, bei dem die Erklärung über die „Damen“ ein komisches, aber unterhaltsames Bild in meinem Kopf zauberte. ^^
Das er sich selbst dafür interessierte, las man aus den Worten heraus und ich persönlich wurde dadurch „angesteckt“ und recherchierte noch mal nach, weil ich die Mythologie unglaublich faszinierend fand.

Was ist hier der Handlungsbogen?
Síochána versucht dank ihrer Beziehung zu Daniel den Tod aufzuhalten, koste es, was es wolle. Daniel unterstützt sie dabei mit vollem Tatendrang und ist immer an ihrer Seite. Genauso wie der Tod, dem es gar nicht passt, dass man ihm seine „Sterbenden“ wegschnappt. Also müssen Daniel und Síochána etwas dagegen unternehmen, damit  der Tod die beiden nicht am Ende als „Strafe“ zu sich holt…Das war es. In Kurzfassung.

Síochánas anfängliches Problem war es aber, mit dem Fluch klarzukommen und einer neuen Familie treu zu dienen, an welche sie durch ihren Fluch gebunden ist. Das bedeutet für sie einfach nur, dass sie den Tod jedes Familienmitgliedes voraussieht, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Dieses Problem wurde gut und clever gelöst und ihre neue Familie kam überraschend daher. ^^
Aber das wohl schlimmste für sie dürfte dabei die „Trauer“ sein, welche sie überkommt, sobald sie den Tod voraussieht.

Ich musste aber ehrlich gesagt stark lachen, als sie in einem Moment der Trauer war und ihr „Gefühlshaushalt“ in ein totales, emotionales Chaos verfiel... ^^ Das ganze kam mir dann doch mehr so vor, als sei sie irgendwie…in ihren besonderen „Tagen“ im Monat, die Frauen nun mal so haben ^^, anstatt in einer magischen Spirale. LOL. Vielleicht hätte das etwas…besser rübergebracht werden können? Abgeklärter? Und falls die „Ähnlichkeit“ doch beabsichtigt wurde, hätte man den Moment doch etwas „eigener“ machen können…ich weiß nicht. Da fehlte mir einfach zu oft der letzte Schliff, der das ganze „Neu“ für mich interpretierte.

Da kommen wir jetzt auch gleich noch zu einer weiteren Sache, die mich da irgendwie nicht mehr in Ruhe lässt:
Sie trauert, sobald sie den Tod eines „Familienmenschen“ voraussieht. Im Buch aber trauert sie erst, als sie den Tod von „Mensch“ Nummer 3 (auf jeden Fall einer der beinahe letzten gegen Schluss) gesehen hatte? Was war aber bei den anderen? Auch wenn sie da vielleicht nicht trauerte, weil sie sich vornahm, die Menschen zu retten, macht sie das selbe aber auch bei Mensch Nummer 3. Hmmm. Kam mir irgendwie unschlüssig vor. :/ Hat mich auch etwas aus dem Lesefluss geworfen.

Und da wir schon am kritisieren sind…
Anderseits war die Idee doch recht ermüdend niedergeschrieben und (nicht) ausgearbeitet worden. Wenn ich als Leser das Gefühl habe, ich lese hier einen Rohtext eines Exposés, dann muss irgendwas schief gelaufen sein. Ich kann natürlich nur von meiner Sichtweise aus berichten, aber ich bin fair und ehrlich und das Buch war nicht vollständig. Nicht lebendig. In der Tat erinnerte es mich von seiner „Oberflächlichkeit“ her an dasselbe, „kurzweilige“ Vergnügen (Oder eben auch nicht….), welches man bei den etlichen Erotikromanen, die sich in den Amazoncharts wiederfinden lassen, antrifft. Und das entsprach einfach nicht meinen Erwartungen an das Buch. Manch anderen kann es ja so gefallen.

Beispiel Nummer 1:
Diese Banshee hier konnte nie „intimer“ mit einem Menschen werden, da ihr „Fluch“ das verhinderte.(Die Männer bekamen kurz vor dem „näherkommen“ Kopf – Bauch oder sonstige Schmerzen) So gesehen hatte sie zuvor nie eine ernste Beziehung, in der sie so richtig, bis über beide Stimmbänderhaft, verliebt gewesen ist. Eines Nachts aber wird der Fluch irgendwie gebrochen, unsere Banshee hier findet dann auf einmal ihre große Liebe und die beiden….ja, was eigentlich?
Sie kommen zusammen, binnen Wochen. Sie sagt ihm, was sie in Wirklichkeit ist, denn sie will ehrlich zu ihm sein und er benimmt sich nach ihrer Beichte auf einmal wie das letzte Arschloch und reagierte so dermaßen ungehobelt, was aber sicherlich nur „falsch“ rüberkam, da hier nichts an Gefühlen vorhanden ist. Keine Mimik, die ich nachvollziehen, geschweige denn Gefühle, die ich mitempfinden konnte. Vielleicht fühlte er sich so unsicher, weil er dachte, sie will ihn loswerden, nur woher soll Leser das wissen, wenn Autor da nichts (Show dont tell) andeutet?!?
Ich konnte es einfach nicht verstehen…und das kann ich meistens bei anderen Büchern schon, weil die Autoren es auch schaffen, dies gut in Szene zu setzen. Oder wenigstens auf ihre Art und Weise, die mich für sich gewinnen konnte.

Kommen wir aber wieder auf die Geschehnisse zwischen den Beiden zurück:

Sie kommen dann aber wieder zusammen und es vergehen Wochen, Jahre, in dem nur grob erzählt wird, was da so alles ablief. Es war einfach nicht schön…Wenn es um Beziehungen geht, fiebere ich oftmals im Buch mit und finde die Paare auch interessant, sodass mein Interesse, weiterzulesen, eben steigt und nicht sinkt. Und gerade diese Beziehung ist ein wichtiger Faktor im Leben von Síochána….aber nur schriftlich. Es war einfach bedeutungslos, so Leid es mir auch tut. Es fehlte die Farbe und alles, was Farben aussagen.
Deshalb hat auch das Buch mit seinem Ende nochmals eine Marke Abzug von mir bekommen.


Beispiel Nummer 2:
Z.B. ist unsere Banshee hier mehr „zukünftige Hausfrau“ als knallhartes Fantasiewesen. Anfangs berichtet sie von ihrem Fluch, welchen sie zu einer Banshee gemacht hatte und ich fand den ganzen Hintergrund, wieso, weshalb und wer ihr das angetan hatte, recht interessant, aber hier hätte ich mehr Hintergründe, um den ganzen einen sicheren „glaubhaften“ Halt zu geben, gewünscht. Vielleicht sogar als notwendig betrachtet. Es ist die Geschichte des Autors und die möchte ich nicht nach meinen persönlichen Wünschen verändern und kritisieren, aber das sind Dinge, die müssen doch schon selbstverständlich in einer Geschichte vorhanden sein und nicht von mir dem Leser, schmerzlichst während dem Lesen vermisst werden.


Beispiel Nummer 3:
Es mag im Genre Urban-Fantasy liegen, aber bis es richtig fantastisch wurde, hatte mich die Geschichte schon fast als Leser verloren gehabt.
Ich hatte lauter Fragezeichen im Kopf, als ich mich in die ersten 40% wagte. Fragezeichen, die mich daran zweifeln ließen, dass diese Geschichte mich am Ende begeistern könnte. Das lag größtenteils für mich daran, dass es nur Erzählt wurde und die wichtigen Faktoren, die eine Geschichte erst lebendig machen, fehlten. Ich spreche hier von glaubhaften Gefühlen, starken Charakterzügen, Spannung, und ich kann es nicht oft genug wiederholen: Authentizität UND Gefühle, GEFÜHLE UND GEFÜHLE! Davon lebt ein Buch. Das ist ein Buch.
Das hier war etwas, auf dem Weg darin, aber es muss sich im großen Wald verlaufen haben und wurde vielleicht am Ende sogar von einer Wassernixe in die Irre geleitet….keine Ahnung, was da passiert sein konnte.

Ich könnte euch noch weitere Beispiele anbringen, aber sie dienen ja nur dazu, meine Kritik verständlicher zu vermitteln. Ich hoffe, dass man das alles nachvollziehen kann und sich somit „interessierte“ Leser ein gutes Bild machen konnten.



Wie man unschwer erkennen kann, ist „Eine irische Ballade“ wohl eher „Eine farblose Ballade“ über Dinge, die seine Zeit und Ausarbeitung brauchen, ehe man sie vielleicht als „Roman“ rausbringt. Dawid Pawn liefert gute Ansätze, die man aber eher in einem Exposé vorfindet und die er mehr hätte verarbeiten sollen.
Ich kann die Geschichte in dieser aktuellen Form nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen, aber wem all die Kritikpunkte nichts ausmachen, wird nichts falsch machen.



Ich werde knappe 2 Marken für ein knappes Lesevergnügen vergeben.
Eine Marke wäre nicht gerechtfertigt und die dritte Marke wurde vom Ende verschluckt.


Es grüßt 
 

(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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