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22. November 2014

"Bist du ein Star?" von Christine Millman // Rezension

 

Christine Millman lebt in einem beschaulichen Kurort in Hessen. Da dort rein gar nichts los ist, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich immer wieder in fiktive Abenteuer zu stürzen, sei es durch Lesen, Filme oder Schreiben. Gelernt hat sie Erzieherin, später schulte sie zur Mediengestalterin um. Zurzeit arbeitet sie für eine regionale Zeitung und schreibt nebenbei an ihrem nächsten Roman.



Er ist der Sonnyboy mit den stahlblauen Augen: Der neunzehnjährige Jonas ist als ehemaliger Kinderstar an Blitzlichtgewitter und Glamour gewöhnt. Niemand kann auf Anhieb so umwerfend lächeln wie er. Die schüchterne Emily hingegen würde jeder Kamera am liebsten meilenweit fernbleiben. Niemals hätte sie gedacht, dass sie es neben dem arroganten Jonas in die Talentshow »Bist du ein Star?« schaffen würde, aber sie hat eine Stimme aus Gold, mit der sie sich gegen sämtliche Konkurrenten behauptet. Als Emily und Jonas ein Liebespaar spielen sollen, um die Zuschauerzahlen anzukurbeln, lassen sich beide nur widerwillig auf die Inszenierung ein, bis sie merken, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind, wie es anfangs schien. Doch nur einer kann gewinnen...
 
 

Wieder einmal fand eine Impress Autorin den Weg zu mir. Ich hab von Christine Millman schon „Escorter“ gelesen und wusste, dass sie wirklich sehr gut schreiben kann. Aber konnte mich auch ihre neue Geschichte überzeugen?

Wer kennt sie nicht, die ganzen Castingshows, die uns im TV überfallen. Christine Millman blickt hinter die Kulissen und zeigte mir, wie es hinter dem Glanz und Glitzer der Shows ablaufen kann. Ob es wirklich so ist, weiß ich nicht, aber ich habe es jedem der Teilnehmer immer abgekauft. Die Intrigen waren glaubhaft, die Figuren authentisch und naja, ich gebe es zu… ich hab die kleinen und großen Dramen genossen. :-D

Ich war gefesselt von der Geschichte, fieberte bei jeder Show mit den Kandidaten mit und fragte mich, welche Steine ihn wohl als nächstes in den Weg gelegt werden. Es ist übel, mit welchen Mitteln im Hintergrund von solchen Shows gespielt wird, aber letztendlich geht es den Betreibern natürlich nur um die Quoten und die müssen nun mal stimmen. Da greift man schon mal zu Möglichkeiten, die ein normaler Mensch mit gesundem Verstande nicht in Betracht gezogen hätte. Das ganze Setting glänzte durch Glaubwürdigkeit und einer soliden Grundidee, die allein durch ihre Schlichtheit besticht und mich überzeugen konnte!

„Bist du ein Star?“ erzählt einerseits die Geschichte von Jonas, dem neunzehnjährigen Sunnyboy und ehemaligem Kinderstar, der über die Castingshow sein Comeback versucht. Als männlicher Hauptprotagonist fand ich ihn zu Anfang sehr … abgeleckt. Aalglatt, Muttersohn und Karrieregeil. Er war mir von Grund auf unsympathisch und ich dachte „Wen setzt mir die Autorin hier vor?“ Schnell merkte ich aber, dass ich nur das Bild von Jonas sah, dass er allen anderen zeigte und vor allem welche Rolle er vor den Kameras spielte. Seine Mutter war die treibende Kraft hinter allem, was er sagte und tat. Eigene Entscheidung? Fehlanzeige! Nur langsam, zögernd und mit einigen Rückschlägen kam der wahre Jonas hervor und überzeugte mich durch sein ganz anderes Wesen und seinen wirklich guten Charakter. Er hat ein gutes Herz und denkt nicht nur an sich und seine Karriere. Als ich erkannte, wie er wirklich ist, mochte ich ihn wirklich gern und wünschte ihm, dass er sein Glück fand, allerdings nicht durch die Castingshow.

Ich glaube, es gibt nichts was demütigender ist, als von seiner Mutter mit 19 bei einer Castingshow im TV begleitet zu werden um sein Comeback zu starten, dass man eigentlich nicht mehr will, weil man aus den Schuhen des Kinderstars herausgewachsen ist. Jonas hat seinen eigenen Stil gefunden, will sich verwirklichen und nicht mehr die nichtsagenden Songs von damals singen. Allerdings wird er genau darauf festgemacht. Seine Entwicklung hat mich fasziniert. Ich hab mit ihm mitgefiebert und gehofft, dass er seinen Weg findet.

Auf der anderen Seite wird die Geschichte von Emily erzählt. Sie ist die schüchterne Pfarrerstochter, die mit einer Megastimme und null Selbstbewusstsein zum Casting geht und auch noch genommen wird. Sie kann es selbst kaum glauben und ist stellenweise mit der Gesamtsituation arg überfordert. Emily hat ihre Werte, ihre Einstellungen und vor allem Vorstellungen, wie die Welt zu laufen hat. Mehr als den Ort wo sie aufgewachsen ist, den Chor und ihren Vater hat sie bis dato nicht gesehen und wirkt zu Anfang ziemlich verloren und verschreckt in der großen weiten Welt. Ich mochte ihre Art, mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen und sich dennoch an ihrem Erfolg zu freuen. 

Jedes kleine Weiterkommen, jedes Lob wurde aufgesogen und sie freute sich ehrlich über jedes nette Wort. Nicht immer hat sie gesehen, was die Juroren wirklich damit bezweckten, aber Emily war nicht naiv. Sie war einfach so. Ihre Entwicklung war genauso faszinierend wie die von Jonas, ging sie doch in eine ganz andere Richtung. Emily entdeckte sich selbst unter einer Schicht, die ihr Vater ihr angelegt hatte. Sie fand die wahre Emily und wollte diese auch nicht wieder gehen lassen. Aber dennoch blieb sie ihren Grundsätzen treu und wusste, für wen und wann sie zu kämpfen hatte. Sie ist nicht dumm und lässt sich nicht verarschen, dafür mochte ich sie noch mehr.

Bei „Bist du ein Star?“ geht es eigentlich nicht darum, ein Star zu werden, sondern viel mehr, zu sich selbst zu finden. Jonas, der ein Comeback möchte, findet für sich selbst heraus, wie er das am liebsten bewerkstelligt. Er merkt, dass nicht alle für ihn nur Gutes wollen und dass es sowieso niemals um ihn als Mensch ging. Diese Erkenntnis ändert etwas tief in ihm drinnen und endlich kommt der wahre Jonas zum Vorschein.
Emily erkennt, dass sie ruhig sie selbst sein kann, ohne befürchten zu müssen, dass man sie dann nicht mehr mag. Solange sie ihren Grundsätzen treu ist und sich nicht selbst verleugnet, ist alles gut.

Die Geschichte gleicht einem Selbstfindungstrip, der mit Musik untermalt ist und voller Glitzer eine Welt zeigt, die man haben könnte, bevor die Charaktere erkennen, das unter all dem Glitzer nur grauer Staub ist.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber dennoch. Auch wenn die Geschichte mich von Anfang an überzeugen konnte, fand ich das Ende sehr abrupt. Emily trifft eine Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen konnte. Während der Geschichte bekam ich immer Jonas und Emilys Gedanken zu sehen, wusste warum sie was taten und konnte dementsprechend ihren Entscheidungen folgen. Am Ende fehlte mir Emilys Sicht auf die Dinge. Es wirkte, als wolle die Autorin nun endlich zu einem Ende kommen, obwohl ich es für die Geschichte als solche gut gefunden hätte, noch einmal Einsicht in Emilys Kopf zu bekommen. Jeder Autor erzählt die Geschichte so, wie sie erzählt werden will, aber nach dem Ende hätte ich gerne noch gewusst, wie es weiterging. Konnten beide ihre Träume verwirklichen? Den darum ging es ja im Großen und Ganzen. Dieses „Was wurde aus…“ hat mir gefehlt.
 

„Bist du ein Star?“ ist eine schöne, romantische Geschichte für Zwischendurch, die ich persönlich sehr gern gelesen habe. Auch wenn das Ende mich unbefriedigt zurück ließ, konnte mich die Geschichte im Ganzen doch überzeugen. Ich empfehle die Geschichte jedem, der auf junge Romantik und Selbstfindung steht, aber nichts dagegen hat, wenn auch mal die Fetzen fliegen.
  
 


Das ist nicht leicht, aber das Ende hat mich einfach nicht losgelassen. Ich hab das Gefühl, als müsse noch was kommen und deswegen gibt es an dieser Stelle von mir sehr gute 4 von 5 Marken.




(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
7 mal erwischt
  1. WOW du hast das ja richtig drauf mit deinem Blog :-)
    Wahnsinn wie du das umsetzen kannst (hast du das beruflich gelernt)

    Note 1 :-)

    Liebe Grüße und schönes Wochenende :-)

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    1. Hey!

      Wir machen die Blog zu zweit und nein, beruflich machen wir da nichts in die Richtung.

      LG dir auch :-)

      LG
      Tilly

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  2. Huhu :)
    Von meinem Amazon-Geburtstagsgutschein habe ich unter anderem dieses Buch gekauft.
    ABER es noch nicht gelesen - denn: Der SuB ist gigantomanisch! xD
    Liebe Grüße Jenny
    http://jennys-bookworld.blogspot.de/

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    1. Hey Jenny!

      Mein SuB ist auch gigantomatisch (tolles Wort! :-D), aber es lohnt sich wirklich, das Buch zu lesen. Liest sich auch sehr schnell! :-)

      LG
      Tilly

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  3. Hmmm... ich glaube, dass ist nix für mich, ich mag einfach keine offenen Enden :D
    Aber danke für die tolle Rezi ♥

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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    1. Hey Mary!

      Das Ende war wirklich recht offen und auch nicht meins. :-/
      Aber guck mal, ich hatte noch ein anderes von Christine Millman und auch von Impress. Vielleicht sagt dir das mehr zu. "Seth-Wenn die Sterne fallen", heißt es. :-)

      LG
      Tilly

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    2. Oh ja, mit dem liebäugele ich schon länger :D

      LG, Mary <3
      http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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