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28. Oktober 2014

"Das Ende der Menschheit : Überleben" Anthologie Herausgeber Jürgen Eglseer / Rezension


Mit Bes Hein, Bernhard Horwatitsch, Christina M. Fischer, Dana Müller, Dagmar Kubouschek, Malte Klingenhäger, Michael Kolb, Nina Egli, Romy Wolf, Stefanie Schuhen und Tina Somogyi


Die Menschheit vor dem Abgrund, die Welt gefangen in einer Spirale aus Tod und Verderben, die Zivilisation am Ende ... Was würdest du tun, wenn die Nahrungsmittel knapp werden, und es heißt, dein Leben gegen das eines anderen? Menschen wie du und ich sind Lichter in der Dunkelheit, die nicht aufgeben und bis zum Ende um ihr Leben kämpfen. 11 Kurzgeschichten voller Hoffnung und Überlebenswillen, liebenden Menschen und Kämpfernaturen, die sich dem Untergang entgegenstellen.


Wieder eine Anthologie aus dem Amrûn Verlag. Da kann Tilly natürlich nicht wiederstehen und hat sich wieder einmal in die Geschichten ziehen lassen. „Das Ende der Menschheit: Überleben“ ist das Spin-Off zu der Anthologie „Das Ende der Menschheit“ und laut Titel geht es wohl ums Überleben. Finden wir heraus, ob das stimmt, oder ob wir nicht doch alle dem Untergang geweiht sind!

Bes Hein – Utopia
Das Szenario in dieser Geschichte ist erschreckend und gleichzeitig finde ich es gar nicht so abwegig. Gibt es das nicht schon irgendwie? Maschinen, die selbstständig Tätigkeiten ausführen. Auf bestimmte Aktionen reagieren. Und… würde so eine Maschine, so ein Roboter nicht vieles einfacher machen? Mich hat diese Geschichte zum Nachdenken gebracht, denn wie gesagt, so abwegig finde ich sie nicht. Es braucht nicht immer großes Kabumm, um den Menschen ein Ende zu setzen. Denkt man die Geschichte selbst zu Ende, sieht es nicht gut aus, jedenfalls für die atmende Spezies.

Bernhard Horwatitsch – Menschenopfer
Wieder geht es darum, dass Maschinen entscheiden, was eigentlich Menschen entscheiden sollten. Es ist leicht, die Verantwortung abzugeben, aber die Schuld trägt man letzten Endes dennoch selbst. Hier sah ich gegen Ende tatsächlich eine Möglichkeit des Überlebens, auch wenn die Garantie dafür wirklich schrecklich ist. Ein bisschen Hintergrundinfos wären nicht schlecht gewesen, aber kein muss. Sehr gute Geschichte, die mich auf ihre eigene Art berührt hat. Die Menschen überleben, aber erholen werden sie sich nie!

Christina M. Fischer – Totgeboren
Hm. Die Geschichte als solche ist klasse! Klasse geschrieben, klasse Setting, klasse Figuren. Was das allerdings direkt mit „Überleben“ zu tun hat, ist mir jetzt nicht ganz klar. Außer man legt es als Metapher aus, denn zum Überleben gehört schließlich mehr, als nur da zu sein. Man muss kämpfen, sich selbst überwinden, auch wenn der Tod schon vor einem steht. Die Geschichte hat mit richtig gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz genau weiß, ob es nun ums Überleben als solches ging, oder um das Überleben bis zum bitteren Ende.

Dana Müller – Hunger
Das war eine meiner absoluten Favoriten-Geschichten! Der Gedanke, dass wenn man nur eine kleine Kleinigkeit in der normalen Weltordnung ändert und durch so etwas simples, kleines die ganze Menschheit zu Grunde geht … grauenvoll und von der Autorin verdammt glaubhaft rüber gebracht. Ich litt mit den Protagonisten, freute mich, hatte Angst und spürte das Ende…
Ich will hier nicht zu viel verraten, aber die Geschichte passt perfekt zum „Überleben“. Denn irgendwie wollen wir doch alle nur Überleben, egal wie. Oder? Rechtfertigt das aber auch unmoralische Handlungen? Sehr geniale Geschichte!!

Dagmar Kubouschek - Tag Null
Auch hier geht es im weitesten Sinne ums Überleben. Wie überlebt man, wenn man alles verloren hat, auch sich selbst? Jeder überlebt für sich selbst. Die Autorin schafft mit wenigen, gut gewählten Worten eine sehr bedrückende und erdrückende Stimmung, die sich bis zum Ende hält. Ein bisschen poetisch, ein bisschen traurig, aber dennoch hab ich am Ende vielleicht ein kleines bisschen Hoffnung gespürt. Eine ergreifende Geschichte die ohne viel Tamtam auskommt!

Malte Klingenhäger - Der Kundschafter
Mein zweiter Favorit! Hammermäßig! Auf sehr kurzem Raum wird der Untergang der Menschheit dargestellt, ohne ihn direkt zu erwähnen. Die Figuren haben Tiefe, Eigenheiten, eine Vergangenheit und eine sehr ungewisse Zukunft! Sehr fantastisch und passend, denn wieder geht es um das Überleben in seinen vielen Facetten, von denen hier sehr viele untergebracht worden sind. Auch Hoffnung ist eine Form des Überlebens.

Michael Kolb - Der Heiler
Will man Überleben, wenn der Teufel in Menschengestalt unter einem weilt? Auch wenn dieser Teufel, sein Handeln mit bestem Wissen und Gewissen begründet? Eindrucksvoll und nachdenklich machend. Die Zusatz-Infos am Ende fand ich sehr gut, denn sie rücken die Geschichte in ein anderes Bild, auch wenn ich mir einiges schon denken konnte. Außerdem ist das wieder so eine Geschichte, bei welcher man denkt: Fiktion oder Realität? Mein dritter Favorit! Sehr fantastisch!

Nina Egli – Hungertod
Die ganze Geschichte hab ich erst am Ende begriffen und dann kam der wirklich genial vorbereitete Aha-Effekt. Ich hatte meine Vermutungen aber es war wirklich alles möglich! Hier geht es ums Überleben, aber vorrangig wohl darum, dass die Welt selbst überlebt, weil ihre Bewohner sich selbst vergessen haben. Oder einfach nicht überleben wollen, weil sie wissen, dass sie nicht gut sind. Verdammt hammermäßig klasse!! Mein absoluter Platz 1, schon allein, weil ich denke, dass es sich hier um …. dreht! (keine Spoiler! :-D ) Die Art und Weise, wie das vermittelt wird, lässt viel Spielraum für Vermutungen und ich riet mit dem Protagonisten, was hier eigentlich los war. Wer er war. Und das er am Ende sich selbst nicht überlebt hat.

Romy Wolf – Winter
Diese Geschichte verdeutlicht beeindruckend, was der Mensch bereit ist zu tun, wenn er überleben will. Oder was er bereit ist, lieber nicht zu tun. Wie viel man eigentlich opfert, nur um zu überleben. Es geht gar  nicht darum, gegen was der Hauptprotagonist kämpft, sondern das er es überhaupt tun muss und dass der Kampf danach noch gar nicht vorbei ist, sondern gerade erst angefangen hat. Er opfert seine Menschlichkeit um zu überleben, aber was ist das für ein Leben? Wieder eine Geschichte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat! Hervorragend!

Stefanie Schuhen - Die Sünden der Väter
Die Autorin machte hier deutlich, wie sehr ein einzelner auf etwas getrimmt werden kann, eine Meinung annimmt, die ihm richtig erscheint, obwohl es viele gibt, die ihm das Gegenteil beweisen können. Auf beiden Seiten geht es ums Überleben, aber jeder will das auf seine Weise machen. Das Ende war fast schon traurig, aber äußerst passend bei der Vorgeschichte des Protagonisten. Sehr gern gelesen.

Tina Somogyi - Unser bisschen Glück
Das ist die schönste Geschichte, die man sich für das Ende einer solchen Anthologie wünschen kann und gleichzeitig ist es die traurigste, die ich hier gelesen habe. Zwei Jungs die Überleben, aber nur in ihrem eigenen Stückchen Welt. „Draußen“ könnte alles besser sein. „Am Rand“ könnten sie vielleicht viel besser Leben, aber „könnte“ und „vielleicht“ reicht nicht aus, um ihr gesichertes Überleben aufzugeben. Sie Leben, überleben. Jedenfalls momentan. Grandios, einfach nur grandios!

Genauso wir in dem großen Bruder „Das Ende der Menschheit“ finden sich auch hier viele tolle Geschichten, die auf viele Art über das Überleben erzählen. „Das Ende der Menschheit“ hatte mich ja wortwörtlich umgehauen. Hier geht es ruhiger zu, die Menschen halten inne, denken nach. Opfern viel um zu Überleben. Die Geschichten waren alle klasse, aber bei ein paar hab ich den Zusammenhang zum Überleben gesucht. Ich hab nichts zu kritisieren, aber irgendwie… fehlte mir am Ende etwas. Das gewisse etwas, dieses Gefühl, von den Geschichten so richtig geflasht zu sein, was ich nun mittlerweile vom Amrûn Verlag gewohnt bin, wollte sich nicht einstellen. Der Funke fehlte, obwohl die Geschichten wirklich alle gut sind! Das hat aber nichts zu sagen, vielleicht mag ich es einfach nur „Endzeitmäßiger“. :-D


Jürgen Eglseer hat wieder einmal sein gutes Händchen bewiesen und präsentiert hier dem geneigten Leser 12 wirklich gute Geschichte, die zum Nachdenken anregen, traurig stimmen, auf ihre eigene Art schön sind und in denen es mehr oder weniger um das Überleben in seinen vielen unterschiedlichen Facetten geht. Diesmal geht es ruhiger zu in den Geschichten. Es muss eben doch nicht immer mit einem großen Knall enden. Für die kurze Unterhaltung zwischendurch ist diese Anthologie wirklich jedem zu empfehlen, der Weltuntergangsgeschichten gerne liest, die auf diese oder jene Art Hoffnung vermitteln. Denn letztendlich ist es doch die Hoffnung, die uns alle Überleben lässt.




Das ist mir diesmal nicht leicht gefallen, aber hier gibt es von mir sehr gute 4 von 5 Marken. Im Vergleich zu „Das Ende der Menschheit“ fehlte es mir hier einfach an Würze. 










(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
6 mal erwischt
  1. Hallo!

    Es klingt so gut und dann sind es Kurzgeschichten, damit kann ich leider nichts anfangen. Schade. Vielleicht sollte ich mich doch wieder über eine Anthologie wagen? Ich werde es mir auf jeden Fall merken.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    Antworten
    1. Hey Nicole!
      Bei Amrun kannst du wirklich nichts falsch machen, da bekommt man sehr gute Kurzgeschichten!
      LG
      Tilly

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  2. Huhu Tilly =)

    Kann man dieses Werk als alleinstehend betrachten? Die einzelnen Geschichten sprechen mich durchaus an =)

    LG
    Anja

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    1. Hey Anja!

      Ja klar. Das Werk steht für sich und auch die Geschichten sind jeweils abgeschlossen. Ich kann dir den Vorgänger auch wärmstens empfehlen! :-)

      LG
      Tilly

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  3. Vielen Dank für die Wahnsinnsrezension zu meiner Geschichte. So macht schreiben Spaß! :)

    Herzlicher Gruß,
    Nina

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    1. Hallo Nina!

      Sehr gern! Es war eine tolle Geschichte, da macht das Lesen richtig Spaß! :-D
      LG
      Tilly

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