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1. September 2014

"Vidit - Licht und Schatten #2" von Melanie Meier / Rezension

 

Melanie Meier lebt in Regensburg, Bayern. Sie schreibt seit ihrem 15. Lebensjahr, hat die Fachoberschule für Gestaltung besucht und ist ausgebildete Buchhändlerin.
Ihr Debütroman "Levi. Aus dem Leben eines Verrückten" erschien 2012 und wurde im Dezember 2013 mit dem Qindie-Siegel für qualitativ hochwertige Indie-Publikationen ausgezeichnet.
Im Februar 2014 erhielt der erste Band der Filii Iani-Trilogie, "Venit. Die Akte Veden" ebenfalls das Siegel, im April 2014 folgte "Vidit. Licht und Schatten".
Derzeit arbeitet Melanie an der Mystery-Thriller-Trilogie rund um die BKA-Ermittler Loki von Schallern und Tim Jung. Der erste Teil "Venit. Die Akte Veden" sowie der zweite "Vidit. Licht und Schatten" sind nun erhältlich. Der dritte Band "Vicit. Die Akte von Schallern" erscheint voraussichtlich im August 2014.
Melanie freut sich stets über Feedback und heißt Sie auf ihren Websites herzlich willkommen.



»Das ist es, was Veden macht«, sagte Doktor Anselm Pfeifer zu Tim Jung. »Er isoliert Loki, und das auf eine sehr simple, aber wirksame Weise: Er verwendet die Wahrheit gegen ihn.«

Drei Tage. Drei Geheimnisse. Und vier Morde.

Ein Jahr ist nach den Ereignissen in Kiel vergangen.
Dass der BKA-Ermittler Loki von Schallern unorthodoxe Methoden anwendet, um seine Fälle zu lösen, weiß nicht nur sein Cousin und Assistent Tim. Dass er sich allerdings aus gutem Grund weigert, über seine Vergangenheit zu sprechen, wissen nicht viele. Einer davon ist allerdings Sir Caestus Veden.
Während Loki in das ›Spiel um Licht und Schatten‹ verstrickt wird, welches der Schuldirektor der Veden-Schule für ihn inszeniert, erfährt Tim düstere Wahrheiten über seinen Cousin. Denn nicht nur Sir Veden hütet Geheimnisse.

Der zweite Teil der Filii Iani-Trilogie stellt die Freundschaft zwischen den BKA-Ermittlern Tim Jung und Loki von Schallern auf eine harte Probe. Eine, die Sir Veden aus der Ferne arrangiert, und die über Leben und Tod entscheiden wird.
Um es mit Lokis Worten zu sagen: »Veden hat die Faust geballt, gezielt und zugeschlagen. Und er hat getroffen.«


Wie schon bei Band 1 sticht das Cover durch Schlichtheit hervor und nimmt sich selbst zurück. Bei diesem Buch braucht Melanie Meier kein aufwändiges Cover, denn der Inhalt spricht ganz klar für sich.


Ich versuche so wenig wie möglich zu spoilern, kann aber nicht versprechen, rein gar nichts vom Inhalt wieder zugeben. Vorweg möchte ich gleich sagen, dass ich ein riesen Fan von Melanie Meier bin. Sie ist eine hochbegabte und verdammt talentierte Autorin und alles was ich hier über die Geschichte schreibe, entspringt meiner reinen Begeisterung über deren Inhalt und meinem Respekt gegenüber der Autorin.

Ein Jahr ist seit dem Ende von Band 1 vergangen. Loki von Schallern und Tim Jung dümpeln so dahin, als endlich ein neuer Fall reinkommt. Gleichzeitig schickt Lokis Schwester seine Jugendliebe zu ihm, damit sie sich von einer Trennung erholen kann.
Dass der neue Fall das Leben aller verändert und Tim vor seine schwerste Entscheidung stellt, ist am Anfang niemandem klar. Außer vielleicht Loki, aber da bin ich mir nicht sicher, denn was weiß ich schon, was er alles weiß.^^

Sir Caestus Veden wirft Loki auf eine wirklich sehr bezeichnende Weise den Fehdehandschuh hin und Loki kann gar nicht anders, als ihn aufzunehmen. Männer wie er brauchen eine Herausforderung und deswegen kann er gar nicht sein sagen.
Seitdem ich das erste Mal Loki von Schallern begegnet bin, fand ich ihn interessant. Nicht nett oder gar sympathisch, denn das ist er nicht. Melanie Meier hat mit Loki eine Figur geschaffen, die ihresgleichen sucht. Die Figur ist vielschichtig, undurchschaubar, eine Maschine und ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, um ihn als menschlich zu bezeichnen. Loki zeigt nur ein Mindestmaß an Emotionen, und auch nur dann, wenn er der Meinung ist, dass es ihm auf seinem Weg hilft. Loki manipuliert alles und jedem in seinem Umfeld, er verfolgt einen Plan und um diesen abschließen zu können, tut Loki das, was getan werden muss. Niemand um ihn herum weiß, was als Nächstes geschehen wird und auch ich als Leser bekomme nur bedingt seine zukünftigen Schritte mit. Loki von Schallern ist ein einziges Geheimnis und der Verlauf des zweiten Teils verstärkt die Schranken um ihn herum noch mehr. Eigentlich, wenn wir mal ehrlich sind, ist Loki der unfreundlichste Mann, der mir je über den (Bücher)weg gelaufen ist. Was soll ich sagen? Ich liebe die Figur Loki von Schallern, denn noch nie habe ich mir an einem Buchcharakter so die Zähne ausgebissen wie an diesem. Ich wusste nie, was als nächstes passieren würde, rätselte mit, verfluchte ihn fast durchgängig und hab am Ende geweint.

Vom Anfang bis Ende der Geschichte vergehen nur ein paar Tage und doch hatte ich das Gefühl, dass ich auf einer langen Reise war. Nicht, weil Loki so ist, wie er ist, sondern weil ich Tim Jung beobachtet habe. Für mich ist er fast der heimliche Hauptprotagonist, obwohl es eigentlich um beide geht. Tim ist das ganze Gegenteil von Loki. Emotional, mitfühlend und aufbrausend. Seine Entwicklung, auch wenn es nur ein paar Tage sind, ist so gefühlsgeladen, dass eine Achterbahnfahrt mit fünffachem Looping dagegen ein Witz ist. 

Denkt Tim, er weiß was Sache ist, bringt Loki wieder ein neues Puzzleteilchen auf den Tisch. Geht Tim in die eine Richtung, schlägt Loki eine andere an. Tim befindet sich ständig am Rande eines Sturms, wird hin und her geworfen, ohne zu wissen, wo er sich festhalten kann. Er entkommt dem äußeren Sturmkreis nicht, schafft es aber auch nicht in das innere, ruhige Auge, denn da steht Loki und der lässt niemanden in seinen eigenen, persönlichen Tornado.

Als Tim merkt, was Loki für eine Show mit ihm abzieht, bricht er mit ihm. Zerbricht dann aber fast an einer folgenschweren Entdeckung.
Tim war für mich das Weiß zu Lokis Schwarz und auch wenn das den beiden wohl nicht immer klar ist, so gehören sie in meinen Augen untrennbar zusammen. Wahrscheinlich würde Tim mir den Kopf abreißen, würde er das jetzt hier lesen, aber ich denke nicht, dass der eine gänzlich ohne den anderen leben kann, deswegen denke ich auch nicht, das Tim einfach so mit Loki brechen wird. (In diesem Fall ist es gut, dass ich den dritten Band hier liegen habe… )

VIDIT ist ein Spiel um Licht und Schatten. Jeder definiert Licht und Schatten für sich selbst und gänzlich anders. Loki geht davon aus, dass er im Schatten steht. Tim denkt das auch, sieht aber auch Licht. Sir Veden hat (Sorry Melanie) in meinen Augen eine nicht wieder gut zumachende Macke, denn Loki gleicht schon fast seiner eigenen persönlichen Obsession. Veden ist undurchschaubar, auch wenn ich als Leser natürlich der Meinung bin, dass ich weiß, was er will. Allerdings bin ich nicht so dumm, eben dies zu behaupten. Dafür kenne ich die Autorin zu gut und bin mir tausendprozentig sicher, dass auf mich eine megamäßige Überraschung wartet, die ich in Bezug auf Veden noch nicht mal am Rande wahrgenommen habe. Oder aber ich irre mich wieder und Veden ist genau die Person, die er hier auch darstellt.

Bei Melanie Meiers zweitem Band sollte man als Leser genauso wenige Vermutungen anstellen wie schon Band 1. Hier ist alles möglich und das Handlungskarussell dreht sich munter weiter, nimmt an Fahrt auf und jeder der nicht aufpasst, der nicht wirklich hundertprozentig bei der Sache ist, wird rausgeworfen und verpasst den Anschluss. VIDIT ist nichts für zwischendurch. Loki fordert die ganze Aufmerksamkeit und wenn ich sage die Ganze, dann meine ich das auch! Nichts, aber auch rein gar nichts ist hier unwichtig,
Alles was Loki macht, sagt oder auch nur denkt, sollte in jede Vermutung mit einbezogen werden.

Die Handlung als solche spielt zwar ein Jahr nach dem ersten Band, baut aber dennoch darauf auf. Während des Lesens sollte man die Handlung von Band 1 immer im Hinterkopf haben, denn auch wenn man zu Anfang denkt, dass nur die Figuren eine Rolle spielen, so sollte man sich doch bewusst machen, dass wir hier von Loki sprechen und dass alles einen Sinn macht, wenn man erst einmal so denkt wie er. Allerdings, und das ist wirklich fatal, kann niemand so denken wie Loki und ich neige mein Haupt vor Melanie Meier, die so eine komplexe Figur wie Loki von Schallern erschaffen hat.

Natürlich ist VIDIT eine Geschichte mit Sinn und einem Handlungsbogen, der straff gespannt ist. Auch wenn sich der Anfang etwas in die Länge zieht, geht es plötzlich Schlag auf Schlag und sollte man das Buch aus der Hand legen können, hat man Angst, man könne etwas verpassen. Denn die handelnden Figuren nehmen keine Rücksicht auf so menschliche Bedürfnisse wie Hunger oder dergleichen. Und auch wenn ich den zweiten Band wieder in das Genre Thriller/Krimi einordnen würde, so steht doch ganz eindeutig die Freundschaft zwischen Loki und Tim im Vordergrund.

Wenn sich beide nicht bewusst sind, dass sie Freunde, beste Freunde, sind, so sieht man das als Leser glasklar. Nach und nach wird es auch Tim bewusst und bei Loki gehe ich davon aus, dass er es sowieso schon weiß.
Wie weit dürfen Freunde gehen? Wie viel dürfen Freunde voreinander verheimlichen? Und ab wann kann man auch einem besten Freund nicht mehr verzeihen?
Das alles sind Fragen, die sich Tim Jung stellen muss und damit auch unvermeidlich wir als Leser.

Wie sehr kann man mit jemandem befreundet sein, denn man eigentlich gar nicht kennt?

Zu dem Ende kann ich nur eins sagen: Lest im Anschluss sofort den dritten Teil. Melanie Meier versteht es, die stilistischen Cliffhanger am Ende von einem Buch auf eine ganz neue Stufe zu heben. Sie ist eine wirklich herausragende Autorin, von der wir noch sehr viel mehr Lesen werden. Wehe wenn nicht! :-D


Falls das irgendwie noch nicht rüber gekommen sein sollte, ich bin schwer begeistert und verdammt beeindruckt von dem zweiten Teil der Filii Iani-Trilogie. Tiefgründigkeit und Komplexität innerhalb der Geschichte und zwischen den Figuren wechseln sich mit interessanten Dialogen und die ständige Frage nach dem Warum. Ein erstklassiger Schreibstil, der sich ohne Probleme an die jeweiligen, agierenden Personen anpasst und ein hochintelligenter männlicher Protagonist, machen aus ein paar Toten eine herausragende Geschichte, die wirklich jeder gelesen haben muss, der verdammt guter Literatur nicht abgeneigt ist.



Ohne Frage und ohne Diskussion, ich hätte wohl auch keine Chance gegen Loki, gibt es hier für „Vidit - Licht und Schatten“ von Melanie Meier, sehr gute 5 von 5 Marken.






Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler










(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
3 mal erwischt
  1. Hey!
    Da sprüht es ja geradezu vor Begeisterung *duck*
    Das hört sich wirklich super an und ich bin schon sehr gespannt, endlich was von Melanie zu lesen! Du machst einem ja richtig den Mund wässrig :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Ales :D
      Jaaa Tilly steckt gerne alle mit ihrer Loki-Begeisterung an. Ich bin selbst schon ein glückliches Opfer...
      Dann behalte am besten den Freitag im Auge. :D *Es sicherheitshalber in deinen Kalender markier*
      Es grüßt zurück
      ~ Jack

      Löschen
  2. Zitat: "Tim war für mich das Weiß zu Lokis Schwarz und auch wenn das den beiden wohl nicht immer klar ist, so gehören sie in meinen Augen untrennbar zusammen."
    HAAAAAACH....
    Du sprichst mir so aus der Seele, Tilly!!! Besser hätte man es nicht ausdrücken können! NATÜRLICH musste ich (so als guter Stalker) hier reinlesen :-) Wie immer eine wundervolle Rezi nach Jack-und-Tilly-Manier! Ich hinterlasse ein wenig Schleim, Glitzer und Drücker! :-)
    Allerliebste Grüße
    Katha

    AntwortenLöschen

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