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18. August 2014

"Wunschträume" von Kari Lessir / Rezension


Kari Lessír ist freie Autorin, Qindie-Mitglied und lebt mit ihrer Familie in Wiesbaden.


Die Fitnesstrainerin Crissy ist ein Glückskind. Dank eines magischen Rituals werden all ihre Wünsche wahr. Nur in der Liebe scheint die Wunschmagie nicht zu funktionieren. Crissy trifft zwar ihren Traummann, den charmanten und überaus attraktiven Rico, doch der spielt nach seinen Regeln …

So nicht! Durch magische Kräfte heizt sie der Liebe tüchtig ein und löst ein Chaos aus, in dem sich Rico, ihre beste Freundin und ein Nachbar verstricken. Wie gut, dass Crissy ein Schutzengel zur Seite steht, der die Fäden wieder entwirrt.

Eine magische Liebesgeschichte mit spirituellen Inhalten.


Es gibt so viele Dinge, die wir wollen, begehren und nach denen wir sogar unser ganzes Leben lang streben. Irgendwann greifen wir dann endlich danach, haben unsere geheimsten Sehnsüchte und Wünsche in unseren Besitzt und finden damit endlich unseren Seelenfrieden.
Was passiert aber, wenn man die Fähigkeit besitzt, sich diese Dinge herbeizuwünschen, ohne lange darauf hinarbeiten zu müssen?!
Mit „Wunschträume“ erschuf die Autorin genau solch ein Szenario, das für uns persönlich so verlockend war, sodass wir uns selbst gewünscht haben, mit der Protagonistin die Plätze tauschen zu können. Dummerweise sind wir keine Wunschhexen/Hexer ^^, weshalb wir mit unserem Wunsch leider keinen Erfolg erzielten. Aber dafür durften wir dank Kari Lessírs „Wunschträume“ an Chrissys Wünschen und deren „Wirkung“ teilhaben – so gesehen wurden wir gut vertröstet. Oder?!


Chrissy – die Wunschhexe
Chrissy, die Hauptprotagonistin, ist seit ihrer Kindheit eine Wunschhexe. Ihre Familie besitzt keinerlei Fähigkeiten und sind alle stinknormale Menschen. Nur sie ist besonders, ohne dass es jemand aus ihrer Umgebung erahnt oder weiß. Einzig allein ihre beste Freundin Mia weiß davon, doch so ganz glaubt sie es ihrer Freundin nicht. Dennoch ist sie treuherzig und unterstützt Chrissy, als diese sich gleich zu Beginn einen Traummann von ihrem Schutzengel wünscht.

Ihren Job in einem Fitnessstudio nimmt sie sehr ernst und sie ist mit Körper und Seele voll bei der Sache. Gegenüber den Mitgliedern ist sie ein Paradebeispiel an Freundlichkeit, besitzt zudem das benötigte Wissen und auch wir haben uns wohl gefühlt, als sie ihre Trainingsstunden abhielt. Kari Lessír beeindruckte uns damit ungemein, denn es war sicherlich nicht leicht, ihre Recherche über die Arbeit in ein glaubhaftes Szenario umzusetzen. Gerade während ihrer Arbeit lernt man viele weitere, wichtige Eigenschaften von Chrissy kennen, die sie nur noch sympathischer für uns machten. Gerade ihre Objektivität, wenn es um Mitglieder geht, die ihr vielleicht nicht so ganz passen, beweist sie mehr als einmal, dass sie dank ihrer professionellen Haltung eine starke Persönlichkeit ist. Aber wie jede starke Persönlichkeit hat auch sie mit ihrem Leben zu kämpfen. So sehr, dass sie sich gleich zu Beginn dank einem Wunsch den Traummann herbeiwünscht. Ab dem Zeitpunkt fieberten wir die zukünftige Begegnung mit Chrissy mit. Beobachten ihre Umgebung, darauf eingestellt, dass sie ein Zeichen bekommt. Das ER endlich auftaucht und die beiden sich Hals über Kopf ineinander verliebten.

Hier allerdings macht Kari Lessír ihrer Protagonistin einen Strich durch die Rechnung:

Nur weil auf den ersten Blick ihre Wünsche mit ihren Wunschkräften leichter zu erfüllen sind, heißt das noch lange nicht, dass sie diese auch einfach so in den Schoss gelegt bekommt. Sie selbst muss sich stark konzentrieren, aufmerksam sein und genauestens darauf achten, wie sie sich die Dinge wünscht und wie sie diese in ihr Wunschbuch schreibt. Dazu zählen auch die positiven Gedanken darüber, denn nur wenn sie wirklich daran glaubt, ohne Zweifel an ihre Kräften, dann wird der Wunsch auch erfüllt. Dieser Aspekt machte das ganze gleich viel interessanter und auch dass sie bei jedem Mann, der ihr begegnet, nicht zu 100 % bestimmen und wissen kann, dass es IHR Wunschmann ist. Also ist auf den Zahn fühlen angebracht und Chrissy tut das mit vollem Tatendrang. Das ganze sorgt für erfrischenden Schwung und beschert uns den benötigten, kleinen Nervenkitzel, der sich hervorragend mit unserem aufmerksamen Beobachten verstand. ^^ Kari Lessír wusste also bei dieser Sache ganz genau, wie sie uns ans Fitnessgerät bringen konnte.

Chrissy geht sehr sorgfältig mit ihren Fähigkeiten um. Versucht, das richtige zu wünschen, ohne gierig zu wirken. Man könnte ja denken: Wow, die kann sich alles wünschen, wieso tut sie es denn nicht einfach? Wir vermuten, dass es einfach in ihrer Natur liegt, die Dinge nicht herauszufordern und es sorgsam einzuteilen. Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wir dann auch, wie alles zustande kam. Auch von ihrem Schutzengel bekommen wir kurze Gedankengänge in Form von Rückblenden, damit wir eben besser nachvollziehen können, wie das mit den Wünschen wirklich funktioniert. Und so leicht ist es in der Tat nicht.

Chrissy selbst ist sehr fleißig, zielorientiert und verbissen: Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, hält sie so lange daran fest, bis sie ihr Ziel endlich erreicht hat. Leider sieht sie dann nur noch stur geradeaus, ohne vielleicht mal zurückzublicken oder sich seitlich umzusehen. Sie könnte doch was verpasst haben, aber sie vertraut ZU stark darauf, dass es schon so stimmen MUSS. Man könnte ihren „Glauben“ und ihr „Vertrauen“ an dieser Stelle loben, aber ein bisschen eigenständiges Denken und auch weniger Naivität hätten ihr nicht geschadet. Gerade weil wir zu Beginn und ganz auffällig zum Schluss bemerkten, dass Chrissy sehr wohl dazu fähig ist, eins und eins zusammenzuzählen und nicht einfach blindlings alles hinzunehmen.

Beispiel 1:
Sie findet ihren Traummann und sie vertraut einfach darauf, dass er derjenige ist, den sie sich erwünscht hatte. Auch wenn ein paar Dinge so gar nicht zu den „gewünschten“ Eigenschaften passen wollten, lässt sie sich einfach fallen. Sie übersieht wichtige Indizien, die ihr Misstrauen wecken sollten. So erwischten wir uns mehr als einmal, wie wir immer energischer auf dem Text in unseren eReaders tippten, so als würden wir hoffen, dass sie das tippen bemerkt und sich einfach mal umdreht. Umdreht, damit sie auch mal eine andere Richtung als diese eine sieht. Dennoch vertraut sie einfach darauf, dass es schon richtig ist, wie es eben auf sie zukommt, und so landet sie in einem Fettnäpfchen nach dem anderen. Unter anderen Umständen kann sowas durchaus fördernd für die Geschichte sein, aber hier regte es uns doch eher negativ auf. Wir konnten oftmals nicht so ganz verstehen, wie Chrissy von der anfangs noch schüchternen, ja nicht stark auffallen wollenden, jungen Frau zu solch einem Naivchen wurde. Vielleicht wäre es von Vorteil gewesen, wenn die Autorin zuvor einen klaren Charakter erschaffen hätte, der sich nach und nach veränderte und nicht gleich solch eine komplette Charakterentwicklung vollzog.

Gerade als Chrissy und ihr „Traummann“ dann richtig intim miteinander wurden, und sich dann prompt der Ton änderte….
Wir können schon nachvollziehen, wie die Autorin das vielleicht „vorführen“ wollte, aber uns blieb kurzzeitig der Atem weg. Nicht, weil es uns innerlich zu heiß wurde, sondern weil wir Angst um Chrissy hatten. Uns gefiel die Umsetzung nicht und irgendwie entgleitete uns Chrissy immer weiter. Wir wurden nicht schlau aus ihr & ihrem Verhalten. Das war nur ein Beispiel, aber es gab noch ein paar andere, die unser „Bild“ über Chrissy Stück für Stück verschoben.


Beispiel 2:
Chrissy erwähnt am Anfang, wie kontrolliert sie eigentlich ist. Da wird penibel darauf geachtet, nicht zu stark aufzufallen und auch keine Begehrlichkeiten bei anderen Menschen zu erwecken. Schließlich will Chrissy kein Objekt der Begierde sein und zieht sich demensprechend auch an. Auch dass sie ein Ordnungsmensch ist (Wäsche wird in eigens aufgestellten Körben sortiert, alles in der Wohnung hat seinen festen Platz usw.) bleibt nicht unbemerkt. Und doch wiederspricht sie sich dann mit ihren späteren Taten, wo wir uns nur dachten: Bist du das jetzt oder doch nicht? Sprunghaftigkeit passte nicht zu ihr und doch war sie es. Hier hat die Autorin vielleicht versucht, ihre Protagonistin abwechslungsreich (?) oder leicht verrückt (?) darzustellen – aber bei uns sorgte es nur für Verwirrung.

Oder das mit den „Wasserkästen:
Dass sie diese im Flur vergisst und später aber selbst über ihr Verhalten verwundert war. Kam uns einfach komisch vor…auch wenn sie guten Grund hatte, diese Wasserkästen zu vergessen, konnten wir einfach nicht so ganz glauben, dass sie so schnell alle ihre Macken abschalten konnten. So wurde sie uns einfach zuvor nicht beschrieben. Und von ihren anfänglichen Gedanken gegenüber ihrem Nachbarn. Es wird hier jetzt einfach mal angemerkt ohne genauer darauf einzugehen.

Was uns im Erzählstil der Autorin auffiel:
Uns ist bewusst, dass es nicht einfach ist, zu entscheiden, was kurz erklärt werden sollte und was nicht. ABER sie erklärt selbstverständliche Dinge, auch meistens doppelt, so als hätte sie vielleicht die Befürchtung, dass ein Leser das nicht nachvollziehen konnte. Es ist aber durchaus nachvollziehbar gewesen und gab uns oftmals das Gefühl, unnötig „belehrt“ zu werden. Und das an vielen, kleinen Stellen.
Was man bei Kari Lessír aber positiv anmerken muss ist die lockere Art und Weise, mit der sie ihre Geschichte vorantrieb und die uns nur so durch die Seiten brachte. Durch die Ich-Perspektive waren wir Chrissy so nah wie nur möglich und konnten somit aus ihren Augen und durch ihre Gedanken lesen und alles auf uns wirken lassen.
Gemischt mit der guten Idee hielt es größtenteils das, was es versprach.
Auch wenn wir gegen Ende etwas überrascht waren, dass es eine Fortsetzung gibt, können wir jetzt einfach nur darauf warten, wenn diese erscheint. 


Zu glatt, als dass man mal kurz an der Oberfläche hängen bleiben könnte, dennoch eine Protagonistin, die uns ganz besonders zum Schluss doch noch von sich überzeugen konnte. „Wunschträume“ handelt auf den ersten Blick von dem Wunsch einer einsamen Frau, endlich ihren Traummann zu finden. Doch Kari Lessír offenbarte nach und nach ganz andere, wichtigere Motive und Ziele, die es zu erreichen galt. Ziele, die uns zum nachdenken anregten und ihre Protagonistin wachsen ließ. Gerade bei den letzten 30% drehte die Autorin ihren zuvor eingefädelten, roten Faden komplett in eine andere Richtung, um uns mit einer überraschenden Wendung für sich zu gewinnen. Wir fanden das sehr klug und clever gehandhabt und sind gespannt, wie es mit Chrissy in der Fortsetzung weitergehen wird. Auch das die Magie eine immer größere Rolle spielte, war nur ein weiterer Pluspunkt.



„Wunschträume“ konnte uns an einigen Stellen überzeugen und auch der Schluss hat einiges wieder bei uns aufbessern können. Nichtsdestotrotz störten uns die Kritikpunkte, die nun mal die Hauptprotagonistin unsortiert darstellten, was sich leider in der Mitte häufte. Daher vergeben wir gute 3 Marken.








Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler






(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
1 mal erwischt
  1. Liebe In Flagrantis,
    ich wusste, dass es die richtige Entscheidung war, Euch zu bitten, mein Buch zu rezensieren. Dass es noch nicht ganz rund ist, ahnte ich ja irgendwie schon. ^^ Aber normalerweise erfährt man als Autor aus Rezensionen nicht, woran es liegt. Ihr habt mir einen riesigen Schritt weitergeholfen - neben meiner Leserunde, bei der mir die TeilnehmerInnen Ähnliches aufzeigten - und dafür danke ich Euch von ganzem Herzen! Kurzum: Ihr seid die Besten!
    Liebe Grüße, Kari

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