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4. August 2014

"Totenmarsch / Anthologie" von Anne Reef / Rezension



Anne Reef, Karlie Reef, Christopher Caine, Debby Diamanti


Vier Horror-Autoren schreiben über die Zombie-Apokalypse.
Die Zombie-Apokalypse ist vielschichtiger, als so manche glauben. Diese vier Autoren stellen das unter Beweis. Ob in Laboren oder draußen auf den Straßen, ob die klassischen Zombies oder die rasenden Bestien, die Apokalypse gilt es aus verschiedenen Sichten zu erzählen. Tauchen Sie ein in eine Welt, in der nur noch eines zählt: das Überleben!


Das Cover passt sehr gut zu der ständig düsteren und stellenweise hoffnungslosen Stimmung, die im Buch vorherrscht. Für eine Zombie-Anthologie ist das Cover wirklich klasse!



1. Aller Anfang - Anne Reef
Die erste Kurzgeschichte ist immer die schwerste, schließlich ist es der Anfang. Und genau darum geht es hier auch.
Wie kommt so ein Zombievirus in die Welt?
In den meisten Szenarien geht’s doch um das liebe Geld. Irgendwie will den Virus stehlen, etwas geht schief und schon wanken wir alle über die Tote Erde. Die Motivation der Protagonistin hier ist anders, denn sie will ihren totkranken Bruder retten, komme was wolle. Eine letzte Chance ist ein neuartiges Virus, das den Krebs bekämpfen soll. Die Nebenwirkungen auf Menschen sind noch unbekannt, aber Mona muss es einfach probieren. Was sie letztendlich auch macht. Für den Anfang ist die Kurzgeschichte von Anne Reef wirklich mehr als passend, auch wenn ich mich zwischenzeitlich gefragt habe, ob Mona wirklich so clever ist, schließlich ist sie Laborassistentin in einem Unternehmen, welches mit hochinfektiösen Viren arbeitet. Ich denke nicht, dass sie da einfach so reingekommen wäre, wenn sie nicht etwas im Kopf gehabt hätte. Allerdings kann man ihr Verhalten zwischendurch auch auf die Situation mit ihrem Bruder zurückführen. Sie muss ihn retten, sie kann ohne ihn einfach nicht leben. Das Ende fand ich zu simpel und hätte eigentlich drauf verzichten können. Mona zieht sich da ziemlich einfach aus der Affäre.
Als Leser kann man sich selbst ausmalen, wie es mit den Zombies in der Welt weiter geht und das fand ich richtig klasse! Sehr gut!


2. Die Flinte im Korn - Karlie Reef
Hier haben wir eine sehr gefühlvolle Geschichte die fast gänzlich ohne Mord und Totschlag auskommt. Ich finde es gut, dass auch auf so „kleine“ Dramen in einer Zombieapokalypse eingegangen wird, denn das geht in anderen großen Geschichten meistens unter. Aber es gibt sie, die Leute, die auch unter der Zombieseuche zu leiden haben, die aber in keiner Geschichte Erwähnung finden. Gefällt mir persönlich sehr gut.
Der Umstand, wie die Frau gebissen wird, wirkt ein bisschen zu konstruiert, und hätte vielleicht durch eine normale Handlung von ihr ausgeglichen werden können.
Das Ende könnte nicht dramatischer sein. Die Autorin versorgt den Leser sogar noch mit Gedanken, wie es denn weitergeht. Kommt der Sohn vielleicht doch noch zurück? Was findet er dann? Hat er Mann wirklich getroffen? Dass man am Ende noch etwas grübeln kann, finde ich klasse!


3. Carrie - Anne Reef
Viele Emotionen innerhalb der Zombieapokalypse. So etwas bekommt man auch selten zusehen. Entweder sind die Liebenden getrennt, oder der Überlebenskampf überwiegt. Dass sich aber beide zusammen durchschlagen müssen, finde ich klasse. Am Anfang erhält man noch einen kleinen Einblick in das derzeitige Leben der beiden und kann so besser sehen und verstehen, dass sie sich Lieben.
Als Norma auftauchte, war mein erster Gedanke, dass ihre Kinder nicht mehr ganz lebendig sind, dass Ende, so wie es war, hatte ich dann aber doch nicht erwartet. Viele Emotionen und ein kleiner Ausblick in die Zukunft, die die beiden hätten haben können. Sehr traurig, sehr gut!


4. Diktiergerät - Christopher Caine
Hervorragend! Der sehr eigene Stil, das Weglassen unnötiger Umschreibungen oder dergleichen machen die ganze Situation noch beklemmender und bedrückender. Ein bisschen gingen die Gedanken zu „Ich bin Legende“, es fehlte nur noch der Hund. Von dieser Kurzgeschichte hätte ich gerne mehr Lesen wollen, aber ja, ich weiß, es ist eine Kurzgeschichte. Das Ende … sehr gut! Mal etwas anderes und vollkommen ausreichend. Ich als Leserin kann mir die Frage selbst beantworten, ob die Geschichte nun ein gutes Ende hat oder nicht.


5. Blutsommer - Anne Reef
Wieder einmal beeindruckend, zu was die Menschen in der Lage sind, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen. Erstaunlich, was ein kleines Mädchen tun kann, wenn sie denkt, es geht nicht anders. Sehr emotionale Geschichte, sehr ergreifend. Vor allem das Ende setzt dem Ganzen noch einen drauf. Das ist eine Geschichte, die mich ganz stark an eine „Wie wurde der Mann zu demjenigen, der er jetzt ist“-Geschichte erinnerte. Eine Nebenerzählung einer größeren Geschichte.
Auch hier wieder sehr gut eine andere Seite der Apokalypse beleuchtet. Klasse!

6. Matschhirn - Karlie Reef
Hm. Diese Geschichte ist sehr eigenwillig. Ich weiß nicht … vielleicht sollte sie dazu dienen, diese ganze Emotionalität, die bis jetzt vorherrschte etwas abzuschwächen und allgemein alles etwas aufzulockern, aber mir persönlich hat die Geschichte nicht gefallen.
Der Stil hätte lustig sein können, erinnerte im Groben an „Shaun of the Dead“ und „Zombieland“ aber auch dort haben die Personen ein Ziel verfolgt. Hier wird das ganze eher ins lächerliche gezogen, indem die Protagonisten ihren Campingausflug machen OBWOHL die Zombieapokalypse ausgebrochen ist, weil sie es nicht einsehen, ihn abzusagen. Wie gesagt, das hätte lustig und ironisch werden können, wenn es vielleicht anders angegangen wäre. Aber das ist nur meine Meinung.


7. Dunkler Tod - Debby Diamanti
Hier hat es ein bisschen gedauert, bis ich mit der Art und Weise des Schreibstils klar gekommen bin. Nachdem ich mich aber darauf eingestellt hatte, war es okay. Der Inhalt dagegen ist viel besser und wirklich grausam. Daraus hätte man gut und gerne noch mehr machen können. Nicht immer sind in einer Postapokalyptischen Welt die Zombies diejenigen, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Gewundert hat mich nur, dass der Protagonistin nicht eher etwas aufgefallen ist. Geräusche, Geruch oder dergleichen. Eine solide Zombiegeschichte die durchaus so in einer von Zombies geplagten Welt passieren kann.


8. Parasit - Anne Reef
Interessant. Wie wirkt das Zombievirus im menschlichen Körper? Wahrscheinlich tut es das sowieso ganz anders, als wir denken sollte jemals eine Zombieapokalypse ausbrechen, läuft das, denke ich mal, ganz anders ab, als wir uns vorstellen können. Mir gefällt, dass auf viele Einzelheiten eingegangen, wie genau das im Körper abläuft. Das bekommt man sonst nirgends zu sehen. Klasse.


9. Let the Game begin - Karlie Reef
Hier fängt alles ganz normal an. Ein Typ flieht vor einem Zombie um dann einen rettenden Keller zu finden, der auch noch genug Vorräte hat. Könnte doch nicht besser laufen. Oder? Sehr begeistert war ich von dem Aspekt, WIE das Zombievirus in diese Welt kam, die Motivation dahinter ist wirklich erschrecken. Hoffen wir mal, dass das so nie passiert!


10. Das Ende - Anne Reef
Das war in meinen Augen die beste Geschichte. Genauso stelle ich mir den Untergang vor. Es kommt plötzlich und alle drehen ab. Keine Vorabnachrichten, keine Berichte über Kannibalismus. Die Zombies brechen aus und das SOFORT! Das Ende, ja, darüber kann man streiten, hätte vielleicht etwas offener und weniger hoffnungsvoll sein können, aber ansonsten finde ich, dass diese Kurzgeschichte durchaus das Potenzial zu mehr hat. Hervorragend!


11. Gequälte Seele - Karlie Reef
Sehr philosophisch und tiefgreifend. Niemand kann sagen, was in einem Zombie vorgeht. So viele hab ich da auch noch nicht getroffen und in den Filmen/Büchern machen die auch nicht gerade den Eindruck, als hätten sie Lust auf ein Interview. ^^
Das ist auch wieder eine Geschichte, die sich mit mehr befasst als nur der reinen, blutigen Zombieapokalypse. Hat mir sehr gut gefallen und regt sehr zum Nachdenken an. Klasse!


Hier treffen die verschiedensten Zombiegeschichten aufeinander. Anfang, Mitte, Ende, Motivation der Protagonisten, Kernpunkt … es gibt nichts, in was sich die Geschichte ähneln. Außer die Zombies natürlich. Die kommen hier auch nicht zu kurz!
Wer auf die Zombieapokalypse auf vollkommen verschiedenen Perspektiven betrachten möchte und mehr hinter alldem sieht, als einfach nur ein bisschen Spinnerei, der ist hier genau richtig. Abwechslung, Überraschungen und neue Blickwinkel zwischen Zombies und dem Ende der Welt, genau das bekommt der geneigte Leser hier.



„Totenmarsch“ servierte mir 11 völlig verschiedene Geschichten, die mich nicht immer befriedigt zurück ließen. Kurzgeschichten können manchmal auch durchaus noch ein oder zwei Seiten länger sein. Bedingt durch die Länge haben in meinen Augen ein paar Geschichten nicht ihr ganzes Potenzial ausgenutzt, deswegen gibt es hier an dieser Stelle sehr gut 4 von 5 Marken von mir.












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