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11. August 2014

"ESCORTER" von Christine Millman / Rezension




Christine Millman wurde in einem beschaulichen Kurort in Hessen geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und später noch zur Mediengestalterin. Die Liebe zu Büchern und dem Erfinden von fantastischen Geschichten, entdeckte sie bereits als Teenager, doch erst vor wenigen Jahren begann sie damit, diese Geschichten auch aufzuschreiben. Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem sie nicht vor ihrem Laptop sitzt und in die Tasten haut.


Seit Anbeginn der Zeit befinden sich Himmel und Hölle in einem unerbittlichen Wettstreit miteinander. In der Menschenwelt stehen sich zwei Geheimorganisationen gegenüber, die diesen Wettstreit austragen: die Gideonisten und die Escorter. Die einen kämpfen im Namen des Herrn, die anderen für die Satana, die Höllenfürsten. Doreé, Tochter einer Escorterin, soll in die Hölle reisen und sich dort mit einem mächtigen Dämon verbinden, um den Kampf endgültig für die Escorter zu entscheiden. Doch sie verliebt sich in David, ohne zu ahnen, dass er ein Gideonist und damit ihr größter Feind ist. Aber der Dämon wartet und er vergisst nicht. Schon bald muss Doreé erkennen, dass es kein Entrinnen gibt. Ihre Bestimmung und die Hölle warten auf sie?


Das Cover gefällt mir persönlich richtig gut! Düster, dunkel und irgendwie ruft es so eine beklemmende Wirkung hervor, wenn ich es ansehe. Passt perfekt zur Geschichte!


„Escorter“ von Christine Millman ist mein zweites Buch aus dem Koios Verlag. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und die Autorin stellte mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung. Wenn man die Wörter Himmel und Hölle hört, denkt man ja, man kennt schon alles. Diverse „Engelgeschichten“ gleichen sich ja doch immer wieder. Konnte mich „Escorter“ (das im Übrigen keine Engelsgeschichte ist!!) also überraschen …? Schauen wir mal nach!

Erst einmal rein Informativ: Das „Wer ist Wer“ in der Geschichte.
Escorter sind Menschen, die auf der dunklen Seite stehen. Sie verbinden sich an ihrem 21. Geburtstag mit einem Dämon, ihrem Escort. Dadurch werden sie schneller, stärker und haben gewisse Fähigkeiten. Der Dämon ist wie ein Geist, der sich frei in dem Körper bewegt. Doreés Mutter gehört zu den Escortern und auch Doreé selbst soll sich bald mit einem ihr vorherbestimmten Dämon verbinden. Ein sehr mächtiger Manipulator, der … *Spoiler*.
Die Gideonisten stehen auf der anderen Seite. Sagen wir einfach, wenn die Escorter Schwarz sind, sind sie Weiß. Ich möchte hier nicht von Gut und Böse reden, denn das ist in der Geschichte relativ. Sie wollen die Verbindung Doreés mit dem Manipulator verhindern.
Im Grunde kämpft hier Gott gegen den Teufel, Himmel gegen Hölle, die Gideonisten und die Escorter sind nur Spielsteine auf dem Schachbrett der ganz Großen und um deren Langeweile zu unterbrechen. Es gibt immer mal wieder sehr mächtige Dämonen, die die Höllenfürsten auf die Erde entlassen wollen.
Während des Lesens hatte ich öfters das Gefühl, dass die Satana und auch Luzifer schon mehrmals solche Kämpfe auszuführen hatten. Sie können nicht direkt eingreifen, wirkten aber hin und wieder dezent gelangweilt. Das fand ich nicht schlimm, zeugt es doch von einer gewissen Vergangenheit, die immer allgegenwärtig war. Dass das Hauptaugenmerk auf Doreé lag, war aber immer klar und der rote Faden hat sich nirgends verheddert oder dergleichen. Die Autorin webte gekonnt mehrere Geschichten mit ein, sodass man immer auf dem „rechten“ Weg blieb, aber ganz in Ruhe die Geschehnisse rechts und links betrachten konnte.

Gehen wir mal wieder klassisch vor und machen bei der Hauptprotagonistin weiter. Doreé ist eine junge Frau, die versucht, sich selbst zu finden. Sie ist nicht 16 !! und verliebt sich unsterblich, was in meinen Augen das Beste war, was der Geschichte passieren konnte. Dadurch, dass die Protagonistin ein gewisses Alter und damit eine gewisse Reife vorweisen konnte, bekam die Geschichte viel mehr Tiefe. Doreé hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, ihr Vater ist weg, der Bruder tot. Die seltsame Haushälterin mag sie, aber ansonsten hat sie kaum Freunde. Ihre beste Freundin ist momentan nicht im Land (und sie wird auch nicht noch mal erwähnt, fällt mir gerade auf). Alles in allem ist Doreé sehr allein, jedenfalls bis sie auf David trifft. Nun lässt sich streiten, ob das etwas Gutes war oder eher weniger, denn damit fängt der ganze Mist, mit dem sich Doreé plötzlich rumschlagen muss, erst richtig an.

Meistens konnte ich mich in ihrem Verhalten wiederfinden, hätte genauso gehandelt und wenn nicht, so konnte ich doch Doreés Handlung nachvollziehen. Sie lässt sich nicht in eine vorgefertigte Schablone pressen und versucht gegen einen übermächtigen Gegner zu bestehen. Eigentlich weiß sie die meiste Zeit selbst gar nicht, was sie macht, denn als sie von den Escortern und Gideonisten, Dämonen, Teufel, Gott und noch vielem mehr, erfährt, ist ihr Leben schon durcheinander geraten.

Sie muss sich immer der Situation anpassen und ich finde, dass macht sie richtig gut. Sie lässt sich nicht beeinflussen, auch nicht von den scheinbar Guten. Doreé war für mich eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und sich, auch wenn ihre Welt plötzlich Kopf steht, durchzusetzen weiß. Das einzige, was bei mir für Verwirrung gesorgt hat, war Doreés Verhalten in der Gegenwelt. Sie will keinen Escort in sich tragen und doch macht sie, was ihre Mutter ihr sagt. Sie sucht den Manipulator.
In der Gegenwelt empfand ich Doreé etwas schwankend, sodass ich nicht wusste, wie es nun ausgeht. Es dauert auch eine Weile, bis ihre Absichten mir wieder klar wurden und sie auch wieder auf ihrem richtigen Weg war.

Zwar ist Doreé die Hauptprotagonistin, der Dreh und Angelpunkt der Geschichte, aber dennoch gibt es auch einen männlichen Part, die zweite Hauptfigur, die in meinen Augen eine sehr wichtige Rolle spielt. David gehört zu den Gideonisten, den Gegenspielern der Escorter. Er hat einen Auftrag und den will er auch ausführen, schließlich steht er hinter seinem Glauben. Allerdings hat er nicht mit den Gefühlen gerechnet, die er entwickelt. David war manchmal etwas sehr … seltsam. Einerseits will er Doreé helfen, andererseits ist da sein Auftrag. 

Er soll mit ihr schlafen und als dann soweit ist, hat er tierische Angst. Das war die einzige Stelle, die mich etwas verwirrt hat, denn schließlich wusste David, was auf ihn zukommt und was auf dem Spiel steht. Sein „Chef“ würde über Leichen gehen, um die Welt zu retten. David opfert auch viel, allerdings nur eine Leiche. Seine Gegenwart ist für Doreé äußerst wichtig, so kam es mir jedenfalls vor. Nicht nur das, was er tut und sagt, sondern einfach das er da ist, hat bei ihr viel bewirkt. Er sagt zwar, dass die Escorter schlecht sind aber will ihr nicht direkt vorschreiben, was sie zu denken hat.
Und außerdem war er ebenfalls ein junger Mann, der schon viel erlebt hat. Er muss sich selbst finden und für sich selbst entscheiden, was genau er will. Glauben allein reicht nicht, um eine Welt zu retten, das merkt auch David und muss genau wie Doreé entscheiden, was für ihn richtig ist, nicht für die anderen.

Irgendjemanden hier als Antagonist zu bezeichnen fällt mir schwer, denn ich sah keinen klar hervorstechen. Nachdem ich etwas gegrübelt hatte, würde ich sogar mehrere als Antagonisten bezeichnen. Da wäre Doreés Mutter, die ganz klar gegen sie spielt. Die Escorter, die gegen die Gideonisten kämpfen (oder andersherum^^). Die Höllenfürsten, die gegen Luzifer angehen. Und alle gehen gegen Doreé und an einem gewissen Punkt auch gegen David. Nicht immer sind sie abgrundtief böse. Doreés Mutter handelt so, weil sie es nicht anders kennt und weil sie denkt, dass es das Richtige ist, was sie tut. Es muss so sein. Die Escorter kämpfen gegen die Gideonisten weil sie nun mal Gegner sind. Dämonen müssen besiegt werden, deswegen töten die Gideonisten alle Escorter. Ganz einfach. Und warum die Höllenfürsten und Luzifer tun, was sie eben tun, habe ich oben schon geschrieben. Der ewige Kampf um die Vorherrschaft auf der Welt. Würden sie sich in Frieden lassen, wäre es wohl langweilig. ^^
Das Zwischenspiel empfand ich als wirklich ausgeklügelt. Der Hass der Gegenparteien war allgegenwärtig, auch ohne dass die Autorin das immer wieder hätte sagen müssen. Es stand zwischen den Zeilen und ließ mich nie vergessen, dass es um mehr geht, als nur Doreés Verbindung mit ihrem Escort.

Als ich anfing zu lesen, hatte ich eigentlich keine Erwartungen, ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Nach dem Ende kann ich sagen, dass mir die Geschichte wirklich richtig gut gefallen hat. Der Schreibstil hatte mich von Anfang an in die Geschichte gezogen, war sehr düster und durchweg spannend. Die Autorin verstand es mit einfachen und doch einprägsamen Worten mir Bilder in den Kopf zu zaubern, die sich perfekt mit dem geschriebenen verbanden.

Das einzige, was mir nicht ganz klar war, war das Ende. Es ist abgeschlossen, das Kernproblem ist weitestgehend gelöst und dennoch sind noch ein paar Fragen offen. In mir blieb das Gefühl, dass da noch mehr kommt, dass ich noch mehr wissen müsste, um endgültig mit Doreés Geschichte abschließen zu können. Liebe Frau Millman, ist an dieser Stelle eine Fortsetzung geplant?


„Escorter“ von Christine Millman ist ein spannungsgeladener, sehr düsterer Roman, in dem die Weiterentwicklung des Charakters und die freie Entscheidung von einem selbst im Vordergrund stehen. Was passiert, wenn man sich gegen sein Schicksal stellt? Ich fand mich zwischen Lügen und Intrigen wieder, bekämpfte äußere und innere Dämonen, nur um am Ende mit Doreé doch irgendwie wieder am Anfang zu stehen. Ich kann „Escorter“ jedem ans Herz legen, der gerne zwischen den Zeilen liest. Der zusehen möchte, wie sich auch Erwachsene noch verändern können und bei dem die Liebe trotz Hölle und jede Menge Dämonen nicht zu kurz kommt.



„Escorter“ von Christine Millman bekommt von mir sehr gute 4 von 5 Marken. Die Schwankungen innerhalb des Verhaltens von Doreé und Davis konnte ich nicht nachvollziehen und auch das relativ offene Ende, ließ mich nicht befriedigt zurück








(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
5 mal erwischt
  1. Huhu!
    Wow, was für lange Rezi *g* Sehr anschaulich beschrieben ;)
    Ich kenne ja schon zwei Bücher von der Autorin, die mir beide sehr gut gefallen haben (Ellin und Landsby) und ich finde es außerdem super, dass die Autorin so komplett unterschiedliche Storys schreibt.
    Da das Buch eh schon auf meiner Wunschliste steht, wird es dort auch bleiben und hoffentlich bald gelesen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Danke, ich konnte nicht aufhören und manchmal wird es dann eben länger. :-D
      Das war das erste Buch was ich von ihr gelesen habe, aber ich denke, dass ich mich da mal noch weiter umsehen werden. Ich bin gespannt, was du dazu sagst, wenn du es gelesen hast. :-)

      LG
      Tilly

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  2. Ich bin's nochmal, ich muss hier einfach auch meinen Senf dazu geben!
    Man man man ... thematisch ist mir dieses E-Book total sympathisch, allein bei den Facts zum Hintergrund: Gott gegen Teufel usw. fallen mir locker 3 Filme ein, die genau in diese Richtung gehen und die ich total geliebt habe.
    Was kann man bei dem Preis schon falsch machen? Ich werde mal schauen, ob ich mir das Buch vor dem Urlaub noch schnell auf den Reader lade =). Wäre allerdings wirklich gut zu wissen, ob es hier eine Fortsetzung geben soll.

    Man, nur gute Bücher bei euch. Das ist gar nicht gut für meinen SUB :-P

    LG
    Anja

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    Antworten
    1. Also ... im Grunde kann ich das Buch schon komplett empfehlen. Die Schwierigkeiten, die ich mit der Prota hatte, bedeuten ja nicht, dass das anderen auch so geht. ;-)
      Diese Gott vs Teufel-Sache ist wirklich klasse und so konstruiert, dass es wirklich glaubhaft auch rüber kommt.
      Leider weiß ich noch nicht, ob es eine Fortsetzung gibt. Ich guck mal, ob ich da noch was rausbekomme. Wäre ja gelacht. ^^

      Sollten wir uns bei deinem SUB entschuldigen? Vielleicht mit einem Buch? :-D

      LG
      Tilly

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    2. Man muss nicht alle Entschuldigungen annehmen ^^ würde mein ächzendes, stöhnendes Bücherregal jetzt sagen ^^

      LG
      Anja

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