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25. August 2014

"Dead #1" von Craig DiLouie / Rezension




Craig DiLouie hat zunächst zahlreiche Sachbücher veröffentlicht, bevor er mit dem Zombie-Roman Dead in Amerika riesige Erfolge feierte. Der Autor lebt mit seiner Familie in Kanada.


Lauf! Solange du noch kannst ...
Die Welt nach der Apokalypse: Ein geheimnisvoller Virus verwandelt die Menschen in grauenhafte Monster. Millionen von Untoten überfluten die Vereinigten Staaten, während sich die fünf Überlebende zusammenfinden, um sich zum letzten Wiederstandsnest der Menschen durchzuschlagen: einem Flüchtlingscamp, in das sich der letzte Rest der Regierung gerettet hat. Doch der Weg dahin ist gepflastert mit Leichen - toten wie lebendigen ...


Das Cover könnte für dieses Genre und die Geschichte nicht passender sein. Im Buchladen würde ich wohl danach greifen, wenn ich ein Zombiebuch suchen würde. Es ist fast schon klassisch normal für eine „Die Welt geht unter und Zombies fressen uns“-Geschichte. Aber gut, mit gefällt es.^^


„DEAD“ steht schon lange auf meiner Leseliste, aber irgendwie habe ich mich immer ein bisschen davor gedrückt, dieses Buch zu lesen. Ich weiß gar nicht warum, vielleicht war es weibliche Intuition, vielleicht aber auch nur Vorausdenken. Wollen wir mal gucken, was Craig DiLouie mir als Zombiesuperfan so serviert hat …

Das Grundsetting der Geschichte dürfte jedem, der schon mal eine Zombiegeschichte gelesen/gesehen hat, bekannt sein. Ein Virus unbekannter Herkunft rast innerhalb kürzester Zeit über die Welt und verwandelt einen bestimmten Prozentsatz der Menschen in schreiende, sich vor Schmerzen krümmende „Brüller“. Nach drei Tagen, in dem diese Brüller katatonisch „herumlagen“, erwachen sie und greifen ihre normalgebliebenen Mitmenschen an. Die Erwachten prügeln in rasendem Zorn auf alles ein, was anders ist, zerreißen Gliedmaßen bis sie letztendlich dann beißen und fressen. So weit, so gut. Erinnerte mich alles an „28 Tage später“, denn, und das ist für mich das ausschlaggebende hier, die Menschen sterben nicht! Sie tragen diesen Virus, der sie wütend macht, verdammt wütend, sodass sie sich unmenschlich verhalten, aber genau genommen sind sie keine Zombies. Zombies sind für mich Menschen, die vorher gestorben sind und nach einem nicht zu bestimmendem Zeitraum wieder auferstehen und nur durch einen Kopfschuss erledigt werden können. Die Monster in „Dead“ trinken aus Toiletten, rennen schreiend und saumäßig wütend durch die Gegend und können auf jede Art und Weise getötet werden, die einem so einfällt.

Ich bin in dieser Sache vielleicht etwas kleinlich, aber für mich waren das hier keine Zombies. Das beißen dient nur zum Virusübertragen (wie sonst auch) und das fressen ist Kannibalismus. Diese Monster hier sind nicht tot, bevor sie anfangen mit spinnen, ergo keine Zombies. ABER ich will wirklich nicht kleinkariert sein, weswegen ich zugeben muss, dass mir diese Variante der Zombiefizierung gefallen hat. Kein langsam durch die Gegen schlurfen, sondern rennen und hetzen, keine Ruhepause für die Überlebenden.
Die Überlebenden kämpfen sich von einem scheinbar sicheren Ort zum nächsten, nur um von da wieder fliehen zu müssen, bis sie letztendlich in einem angeblich geschützten Camp ankommen. Nur um wieder zu gehen … Die Grundgeschichte ist also genau die Gleiche, wie überall. Das interessante für mich war, was der Autor aus den Überlebenden gemacht hat.

Wo wir gerade bei den Überlebenden sind, und natürlich gibt es die hier auch, wäre ja langweilig wenn alle sofort tot sind. Der Leser wird von einer Gruppe durch die Geschichte geführt. Eine Handvoll Überlebende haben sich zusammengeschlossen um irgendwie durch dieses Schlamassel zu kommen. Ein paar Soldaten, einige Zivilisten, wobei am Ende nur ein paar von ihnen noch Leben. Anfangs erschien mir diese Gruppe nur ein willkürlicher Zusammenschluss von Menschen, die bei nächster Gelegenheit alleine losziehen, ganz so wie die besten Chancen sind. Ich sah es als lockere Gruppe, die null Loyalität an den Tag legte. Tja, da hab ich mich geirrt.^^

Die Gruppe ist loyaler als man denken könnte, in einigen großen Schlüsselszenen beweisen sie, dass nicht Sicherheit dafür sorgt, dass man sich zu jemandem verbunden fühlt, sondern das die Taten zählen, die man zu begehen bereit ist, wenn man dem Tot ins Auge blickt. Hat man mit anderen gegen eine Horde Monster gekämpft, die die Menschen allesamt umbringen wollen, hinterlässt das tiefere, innerliche Spuren als ein heruntergekommenes Camp, das vollkommen ohne Struktur zu existieren scheint.
Okay, ich muss zugeben, die Menschen waren zwar loyal, doch hatten alle durchweg einen an der Waffel. ABER das war verständlich. Stellt euch folgendes vor: Am Morgen brechen die Menschen um euch herum zusammen und brüllen sie die Lunge aus dem Hals. Dann liegen sie drei Tage im Koma. Keiner weiß was Sache ist, keiner kann was sagen. Keiner weiß, was zu tun ist. Dann wachen urplötzlich diese Schläfer auf und greifen die gesunden Menschen an. Freunde, Bekannte, Familie … alle wollen euch töten. Ihr schafft es nur zu überleben, in dem ihr Dinge tut, die ein Mensch mit gesundem Menschenverstand nicht tun sollte, niemals tun würde. Wir würdet ihr nach fast zwei Wochen in diesem Leben drauf sein? Eben!

Der Autor hat diesen latenten Wahnsinn so gut und glaubhaft rüber gebracht, das war wirklich beeindruckend. Die Überlebenden der Gruppe sind nicht in den unmöglichsten Situationen einfach ausgetickt. Alles hatte einen Sinn und fügte sich zu einem Gesamtbild zusammen, nachdem man die Rückblende gelesen hatte.

Ja, die Rückblenden. Anfangs tat ich mich mit ihnen tatsächlich etwas schwer, da die Geschichte im Jetzt spielt, die Rückblenden auch, aber die Flashbacks der Menschen nicht. Alles etwas wirr, aber man gewöhnt sich dran. Jedenfalls erfährt man in diesen Rückblenden, wie die Leute zu ihren Jobs, Familien, Leben gekommen sind und was passiert ist, als alles zusammenbrach. Wie haben sie sich verhalten, was haben sie getan? Dieses Wissen, was der Autor dem Leser nach und nach serviert, erweitert das Bild jeder einzelnen Person und macht viele Handlungen nachvollziehbarer.

Und dennoch bin ich der Meinung, dass „DEAD“ nicht für jeden Zombie/Endzeitfan etwas ist. Erstens ist diese Geschichte sehr von Gewalt, Brutalität und Blut geprägt. Es vergeht kaum eine Seite in der nicht geschossen, gemordet, missbraucht, geflucht oder geblutet wird. Roh und blutig, das beschreibt diese Geschichte eigentlich sehr gut, wenn auch die Figurenentwicklung dadurch sehr eindrucksvoll ist. Es wird sicherlich einige geben, die sagen, dass es übertrieben ist. Wieso, Weshalb, Warum? Hätte doch alles gar nicht so brutal sein müssen. Aber warum nicht? Wer kann schon sagen, wie die Menschen reagieren, wenn genau dieses Szenario eintritt, was Craig DiLouie hier aufgezeigt hat. Mit Sicherheit wird niemand versuchen freundlich mit den Monstern zu reden.
Was ich sagen will, das alles, was in der Geschichte passiert, die Entwicklung der Welt, der Menschen und des Verhalten jedes einzelnen auf die Anfangsereignisse zurückzuführen sind und in meinen Augen perfekt angepasst wurden. Wo soll die Menschlichkeit bleiben, wenn man seine eigene Familie erschossen hat?

ABER es gibt dann doch eine Sache, die ich kritisieren muss. Ich mag die klassischen Zombies, konnte mich aber mit dieser Variante hier durchaus anfreunden. Ich hab nichts gegen Mutationen, wenn sie mir logisch erscheinen. Wenn ich sie nachvollziehen kann.
Aber Würmer die halb so groß sind wie Autos, mit einem „Maul“ hinten und vorne? Affen ohne Fell, aber mit den Beinen von Grashüpfern, die ihre Opfer stechen, sodass den Opfern an der Einstichstelle neue affenähnliche Monster am Körper wachsen? Wirklich verdammt eigenartige „Monstertiere“, mit elendig langen Beinen, großen Köpfen und einer verdammt langen Zunge, die alles fressen, was herumläuft? Und die kommunizieren? Was bitte sind das für Mutationen? Wo kommen die her? Ist der Virus daran schuld? Und wie soll man etwas bekämpfen, gegen das man irgendwie keine Chance zu haben scheint? Die wütenden, sehr schnellen zombieähnlichen Menschen waren ja schon eine echt hart Nuss, aber diese Viecher? Ernsthaft, mit denen bin ich nicht klar gekommen, da ich keinerlei Erklärung bekomme, wo die herkommen. Die Überlebenden rätseln natürlich, aber an eine Besiedlung durch Außerirdische glaube selbst ich nicht.

Das Ende lässt viel Platz für Spekulationen und ich bin froh, dass ich den zweiten Teil schon hier liegen habe.


„DEAD“ von Craig DiLouie ist eine interessante, verdammt blutige Geschichte. Geprägt von brutalster Gewalt entwickeln sich die Menschen nicht zum Besseren. Sie sehen sich mit einem Gegner konfrontiert, der am Ende des ersten Teils stärker ist, als sie selbst jemals sein können. Wem das alles zu viel ist, sollte die Finger davon lassen. Und wer nichts gegen seltsam mutierte Tiere(?) hat, dem kann ich „DEAD“ nur empfehlen. Und für alle, die Zombie/Endzeitfans sind, ist „DEAD“ sowieso ein must read!



Ich hab lange überlegt, was ich hier mache. Sind diese Mutationen einfach nur der Anfang für einen interessanten Handlungsstrang oder will der Autor, dass ich den Verstand verliere? Ich weiß es nicht und bin auch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen. An dieser Stelle vergebe ich 4 von 5 Marken und behalte mir vor, diese Wertung zu ändern, sobald ich den zweiten Teil gelesen habe. Ich warte darauf, ob ich noch eine sinnvolle Erklärung bekomme, was es mit diesen Viechern auf sich hat. 












(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
7 mal erwischt
  1. Interessant! :) Was die genaue Definition eines Zombies anbelangt, da kann man sicherlich streiten. Wenn die Leute aber immerhin drei Tage "wie tot" irgendwo herumlagen und dann erst rasend vor Wut durch die Gegend rennen und Leute zerfleischen, würde ich das noch als Zombies durchgehen lassen. In vielen Storys wird ja dieser komatöse Zustand verwendet, in denen der Virus wirkt und dann zack, geht die Party los. Also vermutlich würde mir die Art der Zombifizierung hier ausreichen, mich stören ja dann echt eher diese komischen Viecher-Monster-Dings-Kreaturen, das ist mir dann vielleicht schon zu fantastisch und daher hat das Buch erstmal nicht die höchste Priorität bei der Zombie-Lektüreauswahl. ;)

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    1. Ja stimmt. Da kann man sich drum streiten. Für mich kam die Beschreibung eher einem tiefen Schlaf nahe, anstatt "wie tot". Sie atmeten, wurden ernährt, ihre sonstigen Körperfunktionen funktionierten einwandfrei (was sie im übrigen nach dem aufwachen auch noch taten, das war eine ganz große Schweinerei, wenn du versteht was ich meine....^^). Aber ja, sie sind schon irgendwie Zombielike.
      Die Viecher sind wirklich seltsam, Philly. Ich weiß nicht, was sich der Autor da so gedacht hat, aaaaber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Obwohl die "Tierchen" im zweien Teil nicht netter wurden ... O.o
      Schade, ich hatte irgendwie andere Vorstellungen von dem Buch. :-/

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    2. Ok, verstehe die Kritik. Hm... Schwieriges Buch irgendwie. Wobei ich uneingeschränkt sagen muss, die Optik passt, das Coverthema so durchzuziehen, das gibt bei mir ja schon imer Wohlfühlpunkte! ^^ Naja, oder zumindest lasse ich mich davon immer leichter zu einer Kaufentscheidung bewegen, oh wie schrecklich oberflächlich! :D

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  2. Am Anfang hätte ich mir fast gedacht, dass es etwas für mich sein könnte. Aber damit hast du mich doch zum Zweifeln gebracht:

    "Aber Würmer die halb so groß sind wie Autos, mit einem „Maul“ hinten und vorne? Affen ohne Fell, aber mit den Beinen von Grashüpfern, die ihre Opfer stechen, sodass den Opfern an der Einstichstelle neue affenähnliche Monster am Körper wachsen?"

    Ich warte erstmal deine Rezi vom 2. Teil ab, bin echt neugierig.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ich dachte auch, dass dieses Buch genau richtig für mich ist. Ich hab schon einigen "Mist" aus diesem Genre gelesen, aber diese ... diese Mutationsviechertierchenwhatever, sind wirklich gewöhnungsbedürftig.
      Die zweite Rezi kommt heute schon. ^^ Aber es wird nicht besser. :-/

      Liebe Grüße
      Tilly

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  3. Gehörst du auch zu denen, die sagen "echte Zombies rennen nicht - sie schlurfen!"
    ??

    :P
    Also das Buch rückt eindeutig nach oben auf meiner Wuli. Glaub ich mach mir n Weihnachts-Zombie-Paket fertig mit Dead und T93 :3

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    1. Japp, zu denen gehöre ich wohl auch! :-D
      Aber bei mir dürfen die "echten" Zombies auch ein bisschen schneller gehen, anstatt nur zu schlurfen, ich bin ja nicht so. :-D

      Bin gespannt, was du dazu sagst. :-)

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