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2. Juli 2014

"Zapping" von Jens Lossau / Rezension


Der gelernte Buchhändler Jens Lossau liebt die dunklen Seiten der Literatur.
In seinen Romanen und Kurzgeschichten hat er einen charakteristischen Mix aus Horror, Krimi und Spannung entwickelt, der seine Erzählungen zu einem besonderen Leseerlebnis macht.


Jonas Behrender ist fünfzehn Jahre alt und kann hellsehen. Er nennt es Zapping. Er hat Blackouts. Er ist in der Psychatrie weil er einen Mord begangen haben soll. Hat er? Keiner kennt die Wahrheit. Nichteinmal seine Schwester oder seine besten Freunde. Jens Lossaus erzählt in seinem Thriller die Geschichte vier Jugendlicher, die durch Führsorge, Wertevorstellungen und Vorurteile zu teils kriminelle Handlungen getrieben werden. Ein spannungsgeladenes E-Book und mysteriös bis zum Schluss.





Lieber Jens Lossau,

Sie kennen mich nicht, und ich kenne Sie nicht. Okay, das ist so nicht ganz richtig. Immerhin kenne ich nun den ersten Teil ihrer kurzen – neuen - zweiteiligen Geschichte und seitdem kann ich mich nun doch irgendwie als Ihr Leser outen. Und Ihre Leser werden Sie doch kennen, oder?! Also haben wir diese Etappe schon mal überwunden. Ich möchte nach meiner „Vorstellung“ gleich mal Ihren Schreib – und Erzählstil zur Sprache bringen.
Denn Sie haben sich mit diesem Buch bei Ihrer Schreibweise hier und da ja doch etwas „Spezielles“ einfallen lassen. Ja, mir fiel das schon von Beginn an auf. Gegen Anfang war ich mich da aber noch nicht sicher, ob das so hinhaut und es überhaupt mit Absicht geschrieben wurde. Ich bin ja recht offen, was Neues in dieser Richtung angeht und lasse mich von sowas auch nicht erschrecken, sondern beobachte das ganze haarscharf, um zu sehen, ob es die gewünschte Wirkung bei mir hervorruft.
Und egal ob es von Ihnen absichtlich gemacht wurde oder nicht: Es hat bei mir gefunkt - wortwörtlich. Sie können sich das so vorstellen, dass es zwischen mir und Ihrem Buch ein berauschendes Knistern entstand, sodass ich keine Chance hatte, meinen eReader aus der Hand zu legen. Diese Verbindung wäre ja ansonsten unterbrochen gewesen und das wollte ich auf keinen Fall riskieren.

Ich kann das schwer beschreiben, aber ich wurde in Jonas Perspektive, nach ein bisschen warm lesen, ernsthaft zu seinen Augen und Ohren. Habe die sprechenden Menschen so wahrgenommen wie er:
Anders, so als wäre ich im falschen Film.
Als würde ich nicht dort, im psychologischen Institut, hingehören. Zwischen all den Verrückten. Aber auch nicht wieder zu Jonas Zuhause, und auch irgendwie nicht wieder zurück zu ihm selbst. Alleine mit seiner Fähigkeit und Gedanken. Er selbst ist sich so im Unklaren, was eigentlich mit ihm los ist, dass ich genau dasselbe MIT IHM empfand. Das ganze haben wir beide also Ihnen, den Erschaffer, zu verschulden. Aber ich bin nicht hier, um Ihnen Vorwürfe zu machen. Denn das alles kam, wie hoffentlich erkennbar, gut bei mir an. ^^

Um noch mal zu ihrem Schreibstil zurückzukommen:
Es war eine gute Mischung aus Jugendlichem, bitterem und ehrlichem Sarkasmus ^^ der herrlich erfrischend für mich war. Ich mag es nicht, wenn es zu einfach geschrieben wird, auch zu kompliziert geht oftmals ins Auge. Und da Sie auch gleich zwei Sichtweisen ins Buch einbrachten, die sich voneinander vom Stil unterschieden, schenke ich Ihnen hiermit mein Lob aus. Umsonst. Auch wenn Sie es nicht nötig haben – aber so von Leser zu Autor wollte ich es einfach loswerden. :D

Ich habe beispielsweise all die Gespräche, die mit Jonas geführt wurden, genau so aufmerksam verfolgt wie er selbst, gleichzeitig aber mit ihm innerlich meine Gedanken zusammengesponnen und mich aufgeregt, gewundert und angepasst. Hat der Psychologe während den Sitzungen versucht, Jonas Körperhaltung zu reflektieren, hat sich die Haltung meines Körpers zeitgleich mit Jonas Gedanken dazu verändert.
Auch wenn dort die Gespräche während den 2? Sitzungen kurz waren, konnte ich dadurch einiges aus Jonas Leben erfahren und wie er zu den Dingen, die er getan hatte, steht. Was er über sein Zapping denkt, wie es überhaupt angefangen hatte. Seine beiden Eltern sind ja, dank Ihnen, von Beruf Psychologen und seine Mutter behandelt ihre Kinder (Jonas und seine Schwester) als seien sie ebenfalls ihre Patienten. Man kann also mit Gewissheit sagen, dass diese Tatsache sein jetziges Ich geformt hat, seinen Charakter geprägt und sein zukünftiges Handeln lenkt.

All das haben Sie meiner Meinung nach schon mal gut durchdacht – und das ist bereits der halbe Weg zu einem, für mich, guten Buch. Aber wem erzähle ich das? Sie als Autor wissen das besser als ich „nur“ Leser. Dennoch schreiben Sie ja für Ihre Leser, also wie oben schon geklärt auch für mich, weshalb ich mir das recht herausnehme, Sie dementsprechend zu beurteilen.

Und dieser Punkt führt mich gleich zum letzten Stück Weg, und dieser ist meistens der Entscheidendste
:

Mich mit Ihren weiteren Ideen und Schreibweise gefangen zu nehmen, ohne das ich vom Weg abkomme oder mich gelangweilt fühle. Denn Sie werden jetzt vielleicht lachen, aber Schreiben ist nicht immer gleich Schreiben für uns Leser. Es gehört einiges dazu, um uns zu überzeugen, die Handlungen passend zu vermitteln und die Charaktere so lebendig zu machen, dass wir/ich als Leser wortwörtlich Angst um diese habe. Mit ihnen lache, bange, zittere, mich verstecke. Und das alles ist IHNEN bei mir zu 100% gelungen.
Ein hierfür gutes Beispiel dürften die „Terroristen-Christen“ und ihre Kinder sein, und einfach die Idee hinter dem Racheclub und die umgesetzten Rachefeldzüge. ^^ Erstklassig umgesetzt und obwohl die Seiten während dem Lesen so schnell davon sausten, kam mir die Aktion mit dem einen Opfer lang und durchkonstruiert vor. ^^ So wie der ganze Rest.

Oft schrieb ich das bereits selbst in meinen Rezensionen:
Der Hauptprotagonist ist nicht der typische 0815 Typ, er ist viel reifer als er es in seinem Alter eigentlich sein sollte.
Aber auf diese Schiene bewegt sich dieses Buch nicht also werde ich Jonas auch nicht dorthin zwingen. Er ist ein eigenes Individuum, dass aus vielen bekannten Dingen wie Mobbing in der Schule, psychische Krankheit, Einzelgänger uvm. von Ihnen zusammengesetzt wurde, um ihn dann auf einen Leser wie mich loszulassen. Und das mit einem gut gezielten Wurf, der fast perfekt bei mir ins Schwarze traf.

Aber ich darf an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass die Sichtweisen gewechselt werden und man Jonas Schwester auch als zweite Hauptprotagonistin bezeichnen könnte. Begleite ich am Anfang „den“ Jonas auf seinen Weg in die Psychologische Einrichtung, wechselt sich schon bald die Sichtweise und ich bin in ihren den Gedanken. Und hier haben Sie ja offensichtlich Ihre liebe zu der Band „Muse“ in jederlei Hinsicht auskosten können. ^^

Hannahs Sichtweise besteht aus dem Schreiben mehreren Fanbriefen, indem sie Matthew Bellamy ihre Erinnerung schildert und ich so einen Einblick aus ihrer Meinung zu ihrem Bruder sehe. Hinter die Fassade blicke, oder viel mehr auf sie. Auf Jonas, so wie er auf andere äußerlich wirkt. Und das wichtigere: Endlich erfahre ich, wie es zu diesem Mord kam, den Jonas angeblich begangen haben sollte. Und ja, ich habe mich mit der Art und Weise meiner Rezension an Hannahs Erzählungen angepasst. Zu mindestens ein bisschen. ^^

Nicht das andere, interessierte Leser denken, dass das ganze Buch so geschrieben ist. ;) Mir hat es gefallen und ich denke auch nicht, dass andere sich daran stören könnten. Hierzu hat Jens Lossau einfach ein zu großes Geschick was seinen Schreibstil angeht, als dass es Leser verschrecken könnte. ^^ (Ich wollte es sicherheitshalber noch mal erwähnen. Ich stehe (oder bin viel mehr gefangen) auf Ihrer(n) Seite(n) Jens Lossau. ^^)

Aber nun gut – ich habe wieder mal Stunden damit verfasst, Ihnen meine Ansichten über Ihr Buch zu schildern und mache einen sauberen SCHNITT!

Noch etwas, was ich NOCH nicht ganz nachvollziehen kann:
Wieso ist es ein Psychothriller? Teil 1 war vielleicht ein wenig psychohaft, aber um als Thriller abgestempelt zu werden, fehlt noch einiges. Aber ich vermute, durch dezente Andeutungen m erstrn Teil, dass ich mehr davon im zweiten Teil merken werde. ^^

Fakt: Jens Lossaur konnte mich mit diesen beiden Sichtweisen in seine Geschichte ziehen. Mich erfolgreich dem Zapping aussetzen, aber nur damit ich am Ende auf der letzten Seite angekommen bin und nun auf den zweiten Teil warten muss? Ernsthaft? Lieber Herr Lossaur: Ich verzeihe Ihnen das jetzt NUR, weil ich als Ihr Leser keine andere Wahl habe: Ich MUSS wissen, wie es weitergeht. Ich MUSS erfahren, was das letzte Zapping zu bedeuten hatte und ich MUSS hier jetzt ernsthaft aufhören, ehe ich Sie verärgere (oder verschrecke) und der zweite Teil dann noch länger auf sich warten lässt. Mehr kann und sollte ich nicht über das Buch sagen. Zum einen ist es recht kurz zum anderen solltet ihr noch genug Spielraum für eure eigenen Gedanken haben. Und das bekommt ihr auch von mir. :D


Mein erster Gedanke zum Fazit:

Ich will den zweiten Teil bitte SOFORT LESEN!


Der zweite: Wieso ist das in zwei Teile ausgebaut worden? Es war wirklich ein ZU kurzes Vergnügen, denn gerade dann, wenn man gegen Ende endlich weiß, was eigentlich der Grund für Jonas Einweisung war, kommt schon das nächste Rätsel und es macht SCHNITT. Keine weitere Seite. Ich muss auf den zweiten Teil warten und mit so einem Ende ist das keine leichte Sache. ^^ Ich kann dem Autor aber keinen unsauberen Schnitt vorwerfen. Aber auch noch nicht meine restlichen 50% Lob und Begeisterung auf ihn loslassen. Dazu warte ich einfach auf den zweiten Teil, um herauszufinden, wie das ganze nun weitergeht und aufhören wird. Wenn man mich einmal mit einer guten Idee und Schreibweise überzeugen konnte, kann man mir auch nur schwer wieder entkommen.
SCHNITT!




Das Buch hatte alles, um mich zu seinem treuen und neuem Leser zu machen. Ich werde daher erst einmal nur sehr gute und besondere 4 Marken geben. Ich tendiere zu 5, aber da ich noch nicht weiß, ob der Rote Faden dieses Buches auch zu 100% überzeugend ist, halte ich die letzte, alles entscheidende Marke mit den restlichen 50% Begeisterung und Lob, noch etwas zurück. ;)












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