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9. Juli 2014

"Monument 14: Die Flucht #2" von Emmy Laybourne / Rezension






Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.


Wenn die Zivilisation zusammenbricht, bist du ganz auf dich allein gestellt

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA getroffen und weite Teile des Landes verwüstet hat, stranden vierzehn Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Der Strom fällt aus, die Zivilisation bricht zusammen, und aus einer nahen Chemiefabrik entweicht eine gefährliche Giftwolke. Dann dringt das Gerücht durch, dass die Überlebenden von Denver aus ausgeflogen werden. Die Jugendlichen bestimmen eine Gesandtschaft, die sich nach Denver durchschlagen soll. Der Rest von ihnen bleibt zurück, darunter der eher schüchterne Dean, der sich früher immer aus allem herausgehalten hat. Als sie von einem gewalttätigen Einbrecher bedroht werden, muss Dean über sich selbst hinauswachsen …


Auf die Fortsetzung zu „Monument 14“ hab ich lange hingefiebert, denn der Cliffhanger am Ende war wirklich nicht nett. Umso gespannter war ich, wie die Geschichte um die Gruppe im Einkaufszentrum wohl weiter geht. Machen wir es kurz und fangen einfach an.

Die Geschichte um Dean, die Jugendlichen und die Kinder geht genau da weiter, wo der erste Band endete. Dean, Astrid und drei weitere Kinder sitzen im Greenway und harren der Dinge, die da noch kommen. Nico, Alex und die restlichen sechs Mitglieder der Gruppe fahren mit dem umgebauten Bus zum Flughafen um Hilfe zu holen.
Direkt zu Anfang spaltet sich also die Geschichte und es entstehen zwei Handlungsstränge, die zeitgleich ablaufen.

Zuerst wäre da der Greenway. Dean und Astrid versuchen, sich und die Kinder bei Laune zu halten. Da sie die Blutgruppe haben, die mit Aggression und Wut auf die Giftwolke reagiert, war es für alle besser, dass sie nicht mit den anderen mitgingen. Nun sitzen sie im Einkaufszentrum und warten auf Hilfe. Dean und Astrid kommen sich derweil näher, was ihn einerseits freut, sie aber mit gemischten Gefühlen aufnimmt. Dean versucht weiterhin, das Beste für die nun kleine Gruppe zu entscheiden, begreift allerdings bald, dass er das nicht alleine kann und sich auf seine Freunde verlassen muss. 

Zu allem Überfluss taucht Jake wieder auf, der seine Freunde im Stich gelassen hatte. Er war zwei Tage verschwunden und kommt genau dann, als Dean und Astrid wirklich große Hilfe gebrauchen. Dean ist eine Figur, die ich von Anfang an verstand. Seine Motivationen waren mir immer klar und seine Entscheidungen, auch wenn ich sie nicht immer mit ihm geteilt habe, waren doch nachvollziehbar. 
Jake dagegen ist mir einfach suspekt und unheimlich. Ich kann ihn nicht einschätzen, weiß nicht was er will und ob das, was er von sich gibt, ernst gemeint ist. Ich glaube, er ist einfach ein kleiner Schisser, der nicht weiß, was er alleine außerhalb des Greenway machen soll. Allerdings kann er genauso gut ganz andere Ziele verfolgen. Bis zum Ende hin geht er einem klaren roten Faden nach, und dennoch denke ich, dass mehr hinter seinem Verhalten steckt und dass da noch mehr von ihm kommen wird. Warum das so ist? Ich hab keine Ahnung, nennen wir es einfach mal „ein Gefühl“.
Astrid gehört zu den Figuren, die in meinen Augen die größte Entwicklung durchmachen und auch bei ihr denke ich, dass im dritten Band noch einiges kommen wird, denn so einfach endet ihre persönliche Geschichte sicherlich nicht.

Kommen wir zu dem Bus. Nico führt die kleine Gruppe an. Er kennt sich dank seiner Pfadfinderkenntnisse aus und versucht allen zu helfen. Leider reagiert er auf die Giftwolke mit blutigem Ausschlag, auch in seinem Inneren, wodurch er recht schnell sterben könnte, sollte er längere Zeit die Luft einatmen. Eher durch Zufall finden sie heraus, wie sie sich die verseuchte Luft wenigstens für einen kurzen Zeitraum vom Hals halten können, aber eine Dauerlösung ist das mitnichten. Alex, Deans Bruder, schreibt Briefe an ihn, so erfährt der Leser was auf der Reise mit dem Bus passiert.

Die Welt außerhalb des Greenways ist grauenhaft und nur der Stärkere gewinnt. Das erfährt die Gruppe an eigenem Leib, als sie aus dem Bus geworfen werden und zu Fuß weiter müssen. Dadurch kommt jeder an seine eigenen Grenzen und ich finde, dass das die größte Entwicklung in den Figuren hervorruft. Es ist eine Sache im Greenway zu sitzen und zu warten. Aber sich mit den anderen Menschen herum zu schlagen, die genau dem Gift ausgesetzt sind, wie alle anderen, ist wohl die größte Herausforderung, die die Kinder und Jugendlichen zu bewältigen haben. Nico versucht alle zusammen zu halten, leider schafft er das nicht, als sie entdecken, welche Blutgruppe seine Freundin wirklich hat. Dafür, dass er ein Jugendlicher ist, meistert er das alles wirklich sehr gut und jammert eigentlich nie.

Das Ende ist eigentlich gut, wenn man den Rest der Geschichte betrachtet. Natürlich endet es hier nicht, denn erst wenn die Gruppe wieder zusammen ist, kann die Geschichte ein Ende finden.

Das zu den Figuren. Es vergeht innerhalb der Geschichte nicht viel Zeit, nur ein paar Tage bis zum großen Showdown. Und genau dieses Gefühl hatte ich auch, als ich am Ende angekommen war. Die Geschichte teilt sich und ich las eigentlich zwei Geschichten, die für sich selbst aber viel zu kurz waren. Ein paar Tage wurden den Geschehnissen eingeräumt um dann einen Sprung von zwei Wochen zu machen. Die Welt außerhalb des Greenway bekommt kaum Spielraum und innerhalb vom Greenway geht es ziemlich schnell, dass die Probleme größer werden, als die Jugendlichen handhaben können. Das Buch umfasst 304 Seiten. Ich hatte das Gefühl, dass ich zwei Geschichten gelesen habe, die jeweils 150 Seiten lang sind. Obwohl beide Handlungsstränge zusammen gehören, ist mir bei beiden zu wenig passiert und die Zeit war zu schnell vorbei, als dass das Gefühl von einem 300 Seiten-Roman aufkommen konnte. Das ist wirklich schade, denn irgendwie fühlte es sich am Ende an, als wäre ich noch gar nicht fertig, aber das Buch war ja zu Ende. Es ging mir einfach zu schnell.

Im ersten Band ließ Jake die Gruppe im Stich, ohne das mal als Leser erfuhr, warum er das tat. Nun gibt es als kleines Extra am Ende des zweiten Buches die Kurzgeschichte „Jakes Geheimnis“. Man erfährt ein bisschen mehr über Jake, einiges lässt ihn in einem anderen Licht erscheinen, anderes wiederum bestätigte meine Meinung über ihn. Der Grund, warum er die Gruppe verließ ist im Grunde so trivial und egoistisch von ihm, dass ich ihm nur schlechtes wünschen konnte. Allerdings beschäftigt ihn danach etwas viel größeres, und ich denke, dass die zwei Tage, in denen er unterwegs war, etwas ihn ihm zerbrochen haben. Früher wusste er genau, wer er war und was die Zukunft für ihn bereithielt. Nun hat er keine Ahnung, was er machen soll, oder wie er sich verhalten soll. Das wirft im Ganzen ein anderes Licht auf die Figur „Jake“ und dennoch glaube ich, dass da immer noch mehr ist, als wir bis jetzt zu sehen bekamen.


„Monument 14: Die Flucht“ ist ein must read für jeden, der den ersten Band auch schon gelesen hat. Und den sollte man wirklich vorher gelesen haben, denn sonst kommt man nicht in die Geschichte rein. Die Handlung vom ersten Band wird nahtlos fortgesetzt und der Spannungsbogen ist auch immer sehr hoch. Und dennoch wurde ich alles in allem nicht so komplett begeistert wie bei Band 1.
Wer auf Verzweiflung und apokalyptische Zustände in der Welt steht, sollte sich den zweiten Band der „Monument 14“ Reihe nicht entgehen lassen. Aber meiner Meinung nach kommt er nicht an den ersten heran.



Lange hab ich überlegt, was ich nun gebe. Nach dem Schreiben der Rezension und dem nochmaligen Grübeln vergebe ich knappe 4 von 5 Marken, da ich in Nachhinein kein gänzlich gutes Gefühl nach dem Lesen hatte. Es fehlte etwas, das im ersten Band von Anfang an da war, aber so richtig kann ich den Finger nicht drauf legen. Warten wir mal den dritten Band ab, vielleicht gleicht der ja einiges wieder aus. 










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