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1. Juli 2014

"Keep it simple" von Susan Clarks / Rezension



Susan Clarks entdeckte früh ihre Leidenschaft für Bücher. Deshalb verwunderte es niemanden, als sie sich für ihr Leben zwei große Ziele gesetzt hat. Zum einen wollte sie die Welt retten und zum anderen einen Roman schreiben. Da die Rettung der Welt sich mit Familie ein wenig schwierig gestaltet, hat sie sich nach der Geburt ihres ersten Kindes intensiv dem Schreiben zu gewandt und so auch einen Roman zu Papier gebracht, der im August 2014 im Bookshouse Verlag veröffentlicht wird.


Carol Foster muss weg von hier. Einfach nur fort – von ihrem Ex-Freund, der sie betrogen hat. Und raus aus seiner Bostoner Wohnung, in der sie sowieso nichts mehr hält. Um sich gepflegt zu betrinken, schleicht sie sich nachts mit einer Flasche Wodka in ihr Büro – und stößt auf Logan Cavannoh. Der berüchtigte Anwalt wirkt unnahbar auf Carol. Kein Wunder, dass sie ihm seit fünf Jahren aus dem Weg geht. Bis jetzt. Denn plötzlich ist da etwas an ihm, das sie anzieht – und sie hat das Gefühl, als würde sie ihn das erste Mal wirklich sehen …


Susan Clark hatte mich letzte Woche bereits mit einer ihrer Erotik-Liebes-Kurzgeschichte „buchjungfert“. Da blieb es außer Frage, dass ich mich für die LR auf LB zu einem ihrer weiteren ELK (Erotik-Liebes-Kurzgeschichte) bewerbe. Diese war sogar doppelt solange wie die andere – aber konnte sie mich genauso unterhalten? Gerade mich, der immer sehr sehr schwer zufriedenzustellen ist bei solchen Geschichten? ^^

Vorneweg: Ich hab mich bereits durch soooo viele Bücher in diesem doch recht überfüllten Genre durchgekämpft und bis jetzt konnten mich nur eine Hand voll überzeugen, ohne dass ich mit ständigem Sex und hirnlosen Charakteren zu kämpfen hatte.
Und gerade bei so einer Kurzgeschichte wie dieser hier erwarte ich jetzt auch nicht tiefgründige Charaktere, die mich bis zum äußeren Rand meiner Gefühle bringen und mich mit ihrer makellosen Logik überzeugen. 

Ich finde, solche Kurzgeschichten wie "Keep it simple" dienen in erster Linie zum Abschalten nach einer anstrengenden Woche, einen komplizierten Buch oder einfach zum Füße hochlegen und relaxen auf der Couch. Vielleicht mit einem Glas Wein, einer Schale Obst und einer guten Playlist? Worauf ich hinaus will: Man sollte nicht viel erwarten und sich einfach mal gemütlich auf den Seiten treiben lassen, die Augen schließen und versuchen, die Handlung einfach zu genießen. Hier muss man nicht viel nachdenken, sich den Kopf zerbrechen und ständige Pausen für die eigenen Nerven einlegen. Und dennoch verliert die Geschichte nicht an Qualität und einen gewissen Reiz und drang, sie in einem Ruck verschlingen zu wollen. Und genau das ist einer der Gründe, wieso ich diese KG lesen wollte. Wieso aber auch meiner Meinung nach andere, interessierte Leser sich nicht zu viel erhoffen sollten. Das wollte ich nicht unerwähnt lassen.

Aber worum geht´s eigentlich Handlungstechnisch?

Carols Freund Michael, der zufällig auch noch ihr Chef in einer Anwaltskanzlei ist, trennt sich nach 4 Jahren Beziehung. Und als wäre das nicht schon überraschend genug für Carol, verlässt er sie wegen der 21 jährigen Verkäuferin aus dem Coffeshop gegenüber des Büros. Carols Kopf wollte anfangs nicht so ganz nachvollziehen, wie das alles passieren, wie er sie für eine andere verlassen konnte. Sie schmiedete schon Heiratspläne und die beiden lebten schließlich seit ein paar Jahren zusammen. Verständlich, wenn Carol völlig durch den Wind ist und aus der gemeinsamen Wohnung flüchtet, um einfach nicht mehr mit den Erinnerungen an Michael konfrontiert zu werden.
Als sie dann einen neuen Schlafplatz fürs Wochenende sucht, denkt sie sich, dass eine Couch in der Kanzlei sicherlich fürs erste die perfekte Lösung wäre. Und so schlendert sie an einen Freitagabend,  samt frisch gekaufter Wodkaflasche, in die Kanzleiräume, Richtung Konferenzraum, und besäuft sich dort mit voller Hingabe. Dass dann aber einer der Anwälte, Logan auftaucht, und sie ohne weiter nachzudenken wild über ihn herfällt, war so nicht geplant.

Keep it simple – ohne jegliche Gefühle ins Spiel zu bringen. Just sex – and nothing more? 

So und nicht anders hat sich Carol das zwischen ihr und ihrem Arbeitskollegen Logan, den Anwalt und wie so oft auch in anderen Büchern dieser Art vorzufinden, heißen Kerl, der nichts anbrennen lässt, vorgestellt. Und wie nicht anders zu erwarten haben die Gefühle meistens auch noch ein mitsprachrecht – doch wird einer der beiden noch rechtzeitig über seinen Schatten springen und das unausgesprochene endlich aussprechen?

Carol war für mich auf den ersten Blick oftmals etwas unschlüssig und unsicher, was die Autorin aber im weiteren Verlauf hier und da durch zum Beispiel Gespräche zwischen Carol und ihrer Freundin versucht hatte zu erklären. Man erfährt nach und nach, wieso Carol vielleicht so gehandelt, reagiert hat und das auf den ersten Blick eigentlich alles ganz anders ist und ich es ja schon bereut hatte, schlecht über sie gedacht zu haben. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es ja auch nur eine Kurzgeschichte ist, bei der ich nicht viel Erklärungen und Tiefgang erwarten sollte und mir mehr durch die Andeutungen meinen eigenen Teil denken kann. ;) 


Besonders was ihre eigentlichen Gefühle angeht. Einerseits hat Michael ihr Herz gebrochen, ist verletzt, gekränkt und weiß nicht so recht, wie es mit ihr weitergehen soll, aber anderseits versucht sie es herunterzuschlucken und mit erhobenem Haupt weiter ihrer Arbeit nachzugehen. Das sie dazu so oft wie es nur geht Michael aus den Weg geht und ständig zu Logan ins Büro schlendert, um sich bei ihm abzulenken, ist dann nur einer der Nebenwirkungen dieser Trennung.

Man kann es nicht oft genug äußern: Wenn wir einfach mal sagen würden, was wir wirklich fühlen und denken, würde so vieles vielleicht gar nicht missverstanden und außer Kontrolle geraten. Denn genau das ist hier die dicke, unüberschaubare Fallakte mitten im Konferenzraum der Anwaltskanzlei, die wir alle sehen, außer die zwei Protagonisten im Buch. Gefüllt mit Carols chaosartigen Gefühlen, die nach der Trennung von ihrem Ex völlig außer Kontrolle geraten und Logans drang, sich nicht einzugestehen, dass er sich nicht von Carol nur zwecks „Ablenkung“ ausnutzen lassen möchte. All dieser innerlicher Frust ist ein ständiger Begleiter, wenn die beiden aufeinandertreffen, und sorgt dafür, dass die Dinge zwischen ihnen intensiver aber zugleich auch komplizierter werden.


Wie Feuer und Wasser, die ohneeinander nicht können, aber auch irgendwie miteinander nicht immer wollen, wird die Affäre von Carol und Logan beschrieben. Die Autorin hatte nicht viel Spielraum, um das direkt zu untermauern und doch kam es an und sorgte für eine angenehme Unterhaltung bei mir. Kam an, dass Carol einfach nur normal will und nicht kompliziert. Das Logan kompliziert gewöhnt ist und normal für ihn eher unbekannt ist. Was passiert also, wenn normal und kompliziert, Feuer und Wasser, sich aufeinander einlassen? Genau DAS ist der springende Punkt, der bis zum Schluss in einer geraden Linie weiterpunktete und die zwei ganz schön auf Trab hält. Und mich als Leser gleich mit.

Gerade der Punkt, den ich oftmals in anderen ELR (Erotik-Liebes-Roman) fürchte: Das die Autoren/In mich sinnlos von einer übertrieben dargestellte Sexszene in die Nächste werfen, nur damit ich mich am Ende in einem billigen Pornobuch wiederfinde.

Susan Clarks verzichtet daher zum Glück auf zu viel und konzentriert sich vorwiegend, die richtige Menge an Szenen in genau den richtigen Augenblicken einzusetzen. Auch was die „Steine“ angeht, die sie ihren Charakteren in den Weg legt, werden von ihr größtenteils achtsam und gut konstruiert positioniert. Natürlich könnte der eine oder andere hier und da mit den Kopf schütteln, wenn ein paar aufkommende Dramen entfacht werden und etwas übertrieben wirken. Besonders, das mit Michael und seiner Art und Weise, wie er Carol behandelt…da dachte ich mir ehrlich gesagt auch, dass die Autorin einen eleganteren Weg hätte finden können, um Carol in Logans Arme jagen zu können. Das ganze wirkte auf mich etwas zu stark gepusht, auch was die neue Freundin angeht, die sich nicht in Grund und Boden dafür schämt, dass sie einer Frau ihren Mann weggeschnappt hat. Aber wie oben bereits gesagt, vermieste mir das jetzt nicht stark das Leseabenteuer und ich kann da schon ein Auge zudrücken. ^^


Susan Clarks Kurzgeschichte war ein rasches, interessantes und nicht triviales Lesevergnügen. Perfekt für Zwischendurch, bei dem sich mein Kopf der Handlung hingeben und er sie meist genießen konnte. Gerade das man die beiden Hauptprotagonisten durch ihre Handlungen klarer sehen konnte, anstatt sie nur in ihrer „Ekstase“ kennenzulernen, gefiel mir sehr gut. Und was ich der Autorin auch positiv anrechnen möchte, ist, dass es zwar nicht viele Sex-Szenen gab, sie aber allesamt recht unterschiedlich waren. ;)

Ich habe oben bereits die Schwächen aufgelistet, die ich mit einem zugedrückten Auge hinnehmen konnte, aber bei dem ich mir auch sicher bin, dass sich andere dran stören werden. Bei mir hat es so gepasst, gerade, weil ich bei diesem Genre bis jetzt mehr Enttäuschungen einstecken musste und „Keep it simple“ nicht in diese Schublade landen wird. Die unübersichtliche „Fallakte“ zwischen Carol und Logan wurde gegen Ende ordentlich aufgelöst und ich konnte daher mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen das eBook beenden.



Ich bewerte das eBook fairerweise als das, was es auch von Anfang an war: Eine Kurzgeschichte, die nicht mit Tiefgang glänzte, aber dennoch eine gewisse Qualität für dieses Genre an den Tag legte. 3 Marken wären daher etwas zu mager, da die Autorin das Ziel, mich zu unterhalten, erreichte. Daher gibt’s knappe 4 Marken von mir. 













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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