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10. Juli 2014

"Die Stadt der toten Mädchen" von Alaric Hunt / Rezension




Alaric Hunts Debüt Die Stadt der toten Mädchen wurde beim "Best First Private Eye Novel Contest" für das beste Debüt ausgezeichnet. Als die Veranstalter dem Gewinner gratulieren wollten, stellten sie fest, dass Alaric Hunt wegen Totschlags im Gefängnis sitzt. Er wurde 1988 zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er zusammen mit seinem älteren Bruder ein Apartmenthaus in Brand gesetzt hatte. Bei dem Brand starb eine junge Frau.


Clayton Guthrie ist ein New Yorker Ermittler vom alten Schlag. Seine Erfahrung ist seine stärkste Waffe. Guthries neue Partnerin Rachel Vazquez tickt anders: Sie ist jung, temperamentvoll. Sie will schnell zu Ergebnissen kommen, notfalls mit Gewalt. Guthrie und Vazquez sind wie Feuer und Eis. Aber sie haben ein gemeinsames Ziel: den skrupellosen Killer zu fangen, der eine Studentin getötet und dafür einen Unschuldigen ins Gefängnis gebracht hat. Die Jagd hat begonnen.


„Die Stadt der toten Mädchen“ ist das Debüt des im Gefängnis sitzenden Autors Alaric Hunt, dass auch dort von ihm geschrieben und veröffentlich wurde. Diese Tatsache dürfte ein interessanter Aspekt sein, der auch während des Lesens einen einzigartigen Beigeschmack hervorruft. Denn wie liest sich ein Kriminalroman von einem Autor, der über eine Stadt schreibt, in der er nicht gewesen war? 

Über eine Mordserie, mit der Ironie im Hinterkopf, dass er eben selbst wegen Mordes inhaftiert wurde? Seine Recherche-Mittel dürften nicht sonderlich großzügig ausgefallen sein.
Hat er es dennoch geschafft, mich mitten durch New York wandern und rumschnüffeln zu lassen?
Mich durch seinen Fall bis zum Schluss am Rand des Nervenkitzels zu befördern?
…..

Spricht es für eine Geschichte, wenn ich während und nach dem Lesen alles wieder vergessen habe? Sowas ist mir bisher noch nie passiert und auch selbst, wenn mir ein Buch nicht gefällt, schaffe ich es dennoch, klare Gedanken zusammenfassen zu können. 

So aber nicht bei „Die Stadt der toten Mädchen“. Das Buch, welches mir durch seinen interessant klingenden Klappentext ins Auge schoss und mein Interesse in den Untergrund ziehen konnte. Nur gefiel es mir dort „unten“ einfach nicht – wieso schön reden, wenn ich es auch direkt ausschreiben kann. Clayton Guthrie mag mal etwas anderes als die üblichen Ermittler sein, aber er wirkte mir gegenüber so distanziert und auch mehr wie eine gefälschte Ware anstatt eine Rarität.

Und was seine Partnerin betrifft:
Vergesst den Klappentext! 

GANZ SCHNELL! Der (um)beschreibt von den beiden ein komplett falsches Charakterbild, dass man wie ich am Ende noch verzweifelt, weil man nach diesen Beschreibungen „temperamentvoll, gewalttätig, Wie Feuer & Eis“, Ausschau hält und sie einfach in keiner Szene findet. Nirgends. 
Da nützt es auch nichts, wenn der Autor seine Puerto-Ricanerische Protagonistin ständig Wörter in ihrer eigenen Sprache sprechen lässt – ich kaufte keinem seine Rolle ab. Blass, unlieb und einfach nichts für mich. Ich hatte nie einen Faden, den ich greifen konnte. Die Ermittlungen waren das A und O und selbst diese interessierten mich nicht. Ich brauche einfach eine Verbindung, nach der ich Ausschau, und an der ich mich festhalten konnte und diese wurde mir nicht geboten. 
Auch kein spannend geschriebener Fall konnte mich irgendwann doch noch für sich gewinnen. Es tut mir wirklich leid, aber wenn ein Krimi so langweilig ist, dann vergeht mir sogar die Lust darüber zu schreiben und aufzuzeigen, woran es denn alles gelegen haben könnte.

So distanziert wie der Autor schreibt, so unnahbar sind auch seine Charaktere. Sie bemühen sich, cool zu wirken, professionell und stark, aber das Ganze war zu aufgesetzt und eben DISTANZIERT:
Ich war weit, weit entfernt und konnte nur schwache Umrisse von ihnen erkennen, die mich oftmals ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen ließen. Und es war mir sogar egal.
Krimis und Thriller sind meine „Hauptgenres“. Ich liebe es, mit zu ermitteln, zu rätseln und in Gefahren zu schweben. Und auch wenn in „Der Stadt der toten Mädchen“ hin und wieder gefährliche Momente auftauchten, wurden sie vom Autor wieder so RESERVIERT geschrieben, sodass der Autor da drinnen auch jeden hätte ermorden lassen können - mir wäre es egal gewesen.

Kurz:
Die Stadt der toten Mädchen war in der Tat tot. Tot, distanziert und öde. Euch den Fall näherzubringen, würde euch nichts bringen – denn etwas „interessant“ schildern, was eigentlich total langweilig stattgefunden hatte, erscheint mir nicht als eine ehrliche Lösung.


„Die Stadt der toten Mädchen“ ist kein hochspannender Kriminalroman, der mit charakterstarken und außergewöhnlichen Protagonisten überzeugen und begeistern kann. 
Dadurch, dass ein „Privatteam“ in Form eines Detektivs und seiner jungen Partnerin ermittelt, müssen wir die Geduld auf uns bringen, sie bei ihren „Schnüffeleien“ zu begleiten – auch wenn es oftmals nicht notwendig gewesen wäre. 

In meinen Augen ist dieses Buch ein klassischer Kriminalroman, der für eine Zielgruppe geeignet ist, die auf Spannung verzichten kann und sich gerne in eine „Mordermittlung“ verlieren möchte. Für mich allerdings war dieser Roman stark enttäuschend, weshalb ich meine Rezension auch nur nach MEINEM persönlichen Geschmack und Meinung erläutert habe. Qualität bekam ich in Form von (einem auch wieder zwar nicht für mich „ansprechenden“) Schreib – und Erzählstil geliefert, aber dieser war auch wieder etwas speziell und konnte nicht bei mir punkten. Und das, obwohl ich recht offen für anderes bin - nur hier hatte sich leider einfach nichts öffnen wollen.



„Die Stadt der toten Mädchen“ bekommt 2 von 5 Marken.  






Ein Herzliches DANKESCHÖN an



für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.







(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
12 mal erwischt
  1. Das war deutlich! Dafür warst du bei der Bewertung aber noch gnädig =). Die Rezi ist gut geschrieben und die Kritik nachvollziehbar. Bin mal gespannt wie das Buch bei anderen ankommt.

    LG
    Anja

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    1. Hör mir auf. :( Es tat mir weh aber ich bin ehrlich und war nur froh, dass alles hinter mir zu haben. *Schnief* Und ich bin ja nicht so, denn Schreiben kann er ja - irgendwie. Eine Marke wäre daher zu unfair ihm gegenüber...naja...

      Danke dir...es war eine harte Sache die Rezi zu schreiben weil mir das Buch so egal war. ^^

      Ich auch Liebes, ich auch. ^^ Meine Rezension ist allerdings nun die erste auf Amazon. Bin also auch gespannt und danke für deinen besuch Anja. <3

      Es grüßt
      ~ Jack

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  2. Hach ja, meine Kritik folgt auch die Tage. Ich war ebenfalls sehr enttäuscht von dem Buch. Hatte mir wesentlich mehr erhofft :(

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    1. Ich hatte schon bei der Philly auf dem Blog gelesen, dass du auch damit zu kämpfen hattest und warte seitdem auch auf deine Rezension zum Buch.
      Schön, wenn ich nicht alleine gelitten habe. Und ging mir auch so...der KT und das Cover waren mal wieder besser als der eigentliche Inhalt. :(

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  3. Wow, ehrliche Worte! Danke dafür, das liest man heute nur noch sehr selten.
    Was mich interessiert: Warum trotzdem 2 Marken? :)

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  4. Hallo liebe Ylana,
    gute und interessante Frage.
    Bei der Bewertung fließt ja nicht nur unsere Meinung mit ein sondern wir ziehen auch in Betracht, dass es anderen durchaus gefallen könnte. Und schreiben kann der Autor, sonst hätte ich ihm keine Marken gegeben. Nur ist seine Art zu schreiben doch sehr...speziell.
    Das Buch ist auch ganz knapp an einer Marke vorbeigerutscht, weil ich eben sicher bin, dass es von der Qualität her bei den richtigen Leser gut ankommen könnte. ^^
    Wir versuchen bei sowas immer fair zu sein.

    Danke dir für deine lieben Worte - das erleichtert mein Gewissen total. ich fühle mich ja auch immer schlecht, wenn ich etwas so rezensiere, aber schönreden nützt uns allen nichts.

    Fühl dich dankend gedrückt
    ~ Jack

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  5. Die Autoreninfo dazu ist ja wirklich mal interessant. Ganz was anderes ;)

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    1. Ich glaube das ist auch der einzige Grund, warum das veröffentlicht wurde. :/

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  6. Ich hatte ja nach dem ersten Kapitel auch ein komisches Gefühl, aber ich dachte, das wird noch! Na mal gucken, im Moment genießen noch ein paar andere Bücher vorrangig meine Aufmerksamkeit und dann guck ich mal, ob das Buch noch bei mir was reißen kann! ^^

    @Camille: Ja, ich bin auch wegen der Autoreninfo auf das Buch aufmerksam geworden.

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    1. Ich bin auf alle fälle auf deine Meinung gespannt. ^^ Genieß die anderen Bücher. ;)

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  7. Ach schade. Das Buch wollte ich eigentlich auch noch lesen, aber jetzt habe ich da irgendwie keine so große Lust mehr drauf.
    Es hat sich so gut angehört, aber deine Rezi ernüchtert mich gerade ein bisschen. Ich denke, ich werde die Finger davon lassen.
    Danke für die ehrliche Rezension!
    GlG
    Kitty ♥

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    1. Hey liebe Kitty <3
      Es tut mir leid wenn ich es dir verdorben habe aber du sparst dir eine menge Lesezeit wenn du dich einfach von fernhälst. *nur gut mit dir mein* Es ist am Ende ja nur meine Meinung und "Nicht-Empfehlung" aber es gibt durchaus bessere Bücher (bei dir sicherlich) die drauf warten gelesen zu werden.

      Und der KT hört sich auch gut an - das war es aber auch schon. Für die Verlage war sicherlich nur die Hintergrundstory vom Autor relevant - anders kann ich mir eine Veröffentlichung nicht vorstellen.

      Ich hab für deine tollen Worte zu danken & dir noch ein schönes Wochenende. <3

      ~ Jack

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