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27. Juli 2014

"Der Blaue Tod : Clockwork Cologne (Magnus #1)" von Susanne Gerdom / Rezension





Susanne Gerdom, geboren in Düsseldorf, lebt, wohnt und arbeitet im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als „Napfschnecke“, die ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch, während sie schreibt. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost.


Parallel zu den Abenteuern von Guy Lacroix beginnt mit dem "Blauen Tod" eine zweite Abenteuerreihe, die im rußigen Cöln spielt.

Lord Magnus Algernon Seymour ist ein Globetrotter und zwielichtiger Geselle, der sein Geld mit Kartenspiel und Betrügereien verdient – aber immer mit Stil!
Nach mehreren Jahren im Nahen Osten, wo er in höchst geheimer Mission unterwegs gewesen ist, kehrt er blausüchtig und abgebrannt nach Cöln zurück.
Auf der Suche nach einer alten Freundin, die ihm den Tod wünscht, deren Hilfe er aber dringend benötigt, findet er neue Feinde, unvermutete Verbündete und verliert beinahe sein Leben.


Über das Cover brauch ich gar nicht viel sagen. Jacqueline Spieweg hat sich wie immer selbst übertroffen und verleiht jedem Cover der „Clockwork Cologne“-Reihe trotz dem reihentypischen Aussehen einen eigenen Wiedererkennungswert!



„Du bist der Wolf, nicht das Lamm.“

„Der blaue Tod“ ist der erste Teil der Magnus-Reihe, der innerhalb der Clockwork Cologne-Welt spielt und parallel zu den Geschehnissen von Guy Lacriox abläuft.
Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich ganz gerne noch etwas loswerden. Jeder, der die Guy Lacroix-Bände schon gelesen hat, sollte ganz schnell Abstand davon nehmen, und Platz für Magnus schaffen. Mir selbst erging es nicht anders, ich hatte eine gewisse Erwartungshaltung und musste nach den ersten paar Seiten das Buch weglegen, mich sammeln (und eintrichtern, dass es NICHT Guy ist) und dann noch mal anfangen.
Dann lief es, aber vorher hatte ich so meine Problemchen, was ich auch gerne offen zugebe. Nachdem Magnus den guten Guy aber verdrängt hat, war alles im grünen (oder sollte ich sagen im blauen?) Bereich. Wenn man sich bewusst ist, dass Guy nicht vorkommt (oder doch? ;-) ) und auch sonst niemand (oder vielleicht doch ;-) ), dann kann das Abenteuer beginnen. Nehmen wir einen kräftigen Schluck vom guten Whiskey und betrachten wir Magnus mal genauer … *Prost*

Susanne Gerdom hält sich diesmal nicht lange mit Erklärungen auf, sondern lässt ihre Leser gleich mal ins rußige Cöln fallen. Die Fahrt startet bei vollem Tempo und erstaunlicherweise wird dieses bis zum Ende ihn beibehalten, ohne einen Unfall zu bauen. Überraschende Wendungen, neue rote Fäden und interessante Figuren geben sich ihr die Klinke in die Hand. Als Leser muss man eigentlich nur aufpassen, was man trinkt und wer hinter einem steht. Dann kann im Grunde nichts schiefgehen. Ich kenne Cöln wie gesagt schon von meinen Ausflügen zu Guy Lacroix und dachte mir, ich habe alles schon gesehen. Was für ein Irrtum! Magnus, Ji Hang und gefühlte hundert Personen später rauchte mir der Kopf und ich musste mein Weltbild von Cöln neu ordnen.

Lord Magnus Algernon Seymour hat wahrlich Eindruck bei mir hinterlassen. Er zeigte mir eine ganze andere Seite von Cöln. Sie ist schmutzig (im übertragenen Sinne), rau und mehr als unfreundlich. Intrigen sind an der Tagesordnung und Vertrauen fast ein komplettes Fremdwort. Wer in der Welt von Cöln überleben will, muss genau so schmutzig, rau und hart sein.
Obwohl Magnus Bild auf den ersten Blick ramponiert und irgendwie eigenartig ist, steckt in ihm doch ein guter Kern. Sein Verhalten ist erklärbar, auch wenn er uns daran nicht immer teilhaben lässt. Warum tut er bestimmte Dinge? Was will er?
Nicht immer ist sofort ersichtlich, was ihn vorantreibt, aber am Ende hat man als Leser doch ein gutes Bild von Lord Magnus.
Susanne Gerdom lenkte mit einigen (vielen^^) falschen Fährten meine Vermutungen immer in andere Richtungen. Dachte ich schlecht von ihm, präsentierte mir die Autorin einen Grund, ihn doch zu mögen.
Eins muss mal gesagt sein, Susanne Gerdom schafft es immer wieder auf das neue, interessante Figuren mit Tiefe, Charakter und dunklen Seiten zu erschaffen. Lord Magnus reiht sich da ein. Er ist der ungehobelte Kerl, der anscheinend nur an sich denkt, nur um dann seinen Buttler retten zu wollen. Im Grunde muss man ihn mögen, auch wenn Magnus noch viele Geheimnisse vor uns hat.

Sein Butler Ji Hang ist da von einem ganz anderen Kaliber. Vollkommen in sich gefestigt würde er für Lord Magnus alles machen. Er scheint ein Naturtalent im Kämpfen zu sein, allerdings trägt er seine Geheimnisse wie eine Rüstung vor sich her. Mit Ji Hang hat es mehr auf sich, als Anfangs erscheint und auch hier braucht es die ganze Länge der Geschichte, um auch nur ein klitzekleinen Blick auf den wahren Ji Hang zu werfen. Hier möchte ich einwerfen, dass ich von Anfang an mit meiner Vermutung Recht hatte, was genau Ji Hang vor uns und seinem Herren verheimlicht.

Das, was ich an dem Clockwork Cologne Universum so mag, ist die Vielschichtigkeit innerhalb der Welt, den Figuren und ihren Beweggründen. Susanne Gerdoms „Magnus“ steht dem in nichts nach. Wieder einmal begeistert mich die Anschaulichkeit des Lebens in Cöln. Bekam man bei Guy Lacroix eher das Leben oberhalb des Fußbodens zu sehen, steigen wir mit Magnus hinunter in die Unterwelt. Ohne große Erklärungen zeigt uns die Autorin, wie es da unten ist und mit was die Menschen dort sich herumschlagen müssen. Wenn jemand gerne sein heiles Weltbild á la Mutter-Vater-Kind behalten möchte, sollte am Maybach warten, denn in der Unterwelt herrschen andere Gesetze. Lebhaft, stinkig und zum Anfassen real erscheinen die Gestalten, die dort unten in den dunkelsten Ecken hausen. Um an Geld zu bekommen, wird getan, was getan werden muss, auch wenn es nicht immer das ist, was man selbst möchte.
Ich will nicht sagen, dass es authentisch ist (jedenfalls hab ich Cöln noch nicht auf der Landkarte gefunden^^), aber in Bezug auf die Welt ist es mehr als glaubhaft.

Ich liebe diese Atmosphäre der Düsternis und Gaslampenbeleuchtung. Geheimnisse, die in der Luft liegen und sich mit dem Zigarettenrauch vermischen. Es riecht nach Alkohol und Kohlenstaub, und hinter jedem schiefen Blick lauert der Tod. Zuerst hatte ich ja zugegebenermaßen meine Zweifel, ob dieses Projekt funktioniert. Verschiedene Autorinnen, unterschiedliche Schreibstile, aber alles in einer gleichen Welt.*  Sehet und staunet! Es klappt besser, als ich gedacht habe. Denn obwohl es doch irgendwie gleich ist, zeichnet sich ganz klar der eigene Schreibstil ab. Liebe Autorinnen, ihr habt mich wirklich beeindruckt!

An dieser Stelle muss ich auch zugeben (lauter Zugeständnisse heute?), dass ich zuerst über den Schreibstil etwas irritiert war. Ich hab schon einiges von Susanne Gerdom gelesen und habe am Anfang ihre lockere Schreibe und den Witz zwischen den Zeilen vermisst. Das soll nicht heißen, dass Susanne nichts Ernstes schreibt, aber Magnus ist alles in allem einfach dunkler, düster und an allem haftet eine tiefe Traurigkeit, die der Vorgeschichte Magnus geschuldet ist. Irgendetwas belastet ihn, macht ihn innerlich kaputt und zieht somit die ganze Geschichte runter. Und nein, das meine ich nicht negativ, denn wieder einmal zeigt mir Susanne, dass sie auch anders kann.

Das Ende,  nun ja. Ich weiß nicht genau, was Susanne Gerdom gegen mich hat, aber ihre Cliffhanger haben nichts an ihrer Gemeinheit verloren. Ich hoffe das reicht als Erklärung!


„Der Blaue Tod: Magnus 1“ knüpft nicht an den letzten Guy Lacroix Band. Es ist eine Geschichte, die sich parallel und vollkommen eigenständig zu dem guten Kommissär entwickelt. Hier und da können ein paar Überschneidungen vorkommen (oder auch nicht^^), aber alles in allem spielen die Geschichten nur in der gleichen Stadt. Wer seicht dahin plätschernde Geschichten ohne Spannung gerne liest, ist hier vollkommen falsch. Es geht rasant los, nimmt an Schwung zu und endet in einem Knall, dessen Ergebnis noch nicht abzusehen ist. Steampunk, Intrigen und eine gute Portion Misstrauen gegen alles, was laufen kann sind an der Tagesordnung. Für alle Fans (und die, die es noch werden wollen) des Clockwork Cologne-Universums ein MUST READ! Klare Leseempfehlung!



„Der Blaue Tod: Clockwork Cologne (Magnus 1)“ von Susanne Gerdom ist anders, als das was ich bis jetzt von der Autorin gelesen habe. Ich habe lange über die Bewertung nachgedacht, denn mein einziger Kritikpunkt bezieht sich ja nicht auf die Geschichte und ist eigentlich auch nicht negativ. Das der Schreibstil sich perfekt an die Geschichte anpasst und nicht das ist, was ich sonst kenne, kann ich wohl kaum der Autorin ankreiden. Dementsprechend gibt es an dieser Stelle von mir 5 von 5 Marken. Allerdings behalte ich mir für den nächsten Cliffhanger von Susanne vor, ihr gar keine mehr zu geben. ;-)





*= Clockwork Cologne ist ein Projekt der Autorinnen Simone Keil, Susanne Gerdom und Jaqueline Spieweg. Die Geschichten spielen in einer gemeinsamen Welt, die Figuren können sich vielleicht kurz begegnen, die Handlung kann sich streifen und doch sind alle Geschichten eigenständig zu lesen.




Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler









(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Morgen!
    Wow, was für eine tolle Rezension, da hat man ja sofort Lust, mit dem Lesen anzufangen!!!
    Ich kenne Guy Lacroix noch nicht, hab aber den ersten Teil schon auf meinem Reader (weil ich das Cover so genial fand *g*) Steampunk ist völlig neu für mich, deshalb habe ich mich noch nicht so recht rangetraut - sollte ich wohl schnellstens nachholen ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    Antworten
    1. Guten Morgen Aleshanee!
      *erstmal Kaffee verteilt* ^^
      Vor dem ersten Guy-Band hatte ich auch nicht wirklich was mit Steampunk am Hut^^, aber Guy Lacroix ist wirklich klasse und Magnus steht dem in nichts nach. Du kannst Guy und Magnus völlig unabhängig voneinander lesen und trotzdem spielt es in der gleichen Stadt, das fand ich am Besten! Ich bin gespannt, was du zu Guy sagst. :-D
      LG
      Tilly

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