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22. Juli 2014

"Capri Sonne und zurück" von Joleen Carter / Rezension





Joleen Carter ist das Pseudonym einer Hamburger Autorin, die sich auf leicht erotische Liebesromane spezialisiert hat, die sie seit Sommer 2013 in ihrer "Love Edition" veröffentlicht.
Da sie sich auch persönlich stark mit dem Land Italien verbunden fühlt, spielen ihre Geschichten überwiegend dort.
Angefangen mit Erotikgeschichten in der "Sex Edition", die sich nur an Leserinnen und Leser über 18 Jahren richteten, hat sie recht schnell den Spagat in das sanftere Liebesgenre gewagt.


Liebesroman *Love Edition*
Jeremy hat die Nase voll von Frauen. Lieber stürzt er sich mit Feuereifer in sein Studium.
Doch dann gewinnt sein Kumpel und Frauenschwarm Guido eine Italienrundreise. Und Jeremy muss mit.
Wird die temperamentvolle Reiseleiterin Mara ihn für sich gewinnen können?
Oder entscheidet sie sich am Ende doch lieber für ihren Jugendfreund Emanuele?
Kommt mit auf eine Reise der Liebe zu den schönsten Orten Italiens und lasst euch überraschen!


Das Cover von diesem Band reiht sich in die Reihe "fantastische Buchcover, die nicht hätten passender sein können" ein. Wie seine Vorgänger macht es schon vor dem Lesen Lust auf Sonne, Strand und Liebe und diesen Erwartungen wird es auch nach dem Lesen gerecht. Ein herrlich romantisches Cover, in dessen Anblick man sich nur zu gerne verlieren möchte.


In dem vierten Buch der "Love Edition" von Joleen Carter geht es diesmal auf eine Rundreise durch Italien. Ich bin ja eine bekennende LiRo-Leserin und habe bis jetzt alle Bücher von der Autorin gelesen. Nun ist die Frage, ob sie mich auch diesmal verzaubern könnte, ober ob ich einen Sonnenbrand von der Rundreise bekam …

Beginnen wir am Anfang. Die Geschichte beginnt mit dem Gewinn einer Italienrundreise für Guido, der natürlich sofort daran denkt, seinen Freund Jeremy mitzunehmen. Nicht aus reinster nächsten Liebe, sondern eher damit Jeremy auch mal "ran darf" (wenn ihr versteht was ich meine ;-) ).

Guido als Figur war mir anfangs noch sympathisch, entwickelte sich während der Geschichte aber eindeutig zurück, während sein Blut in Regionen unter der Gürtellinie gepumpt wurde. Gegen Ende macht er noch mal eine Entwicklung durch, die ich ihm zu diesem Zeitpunkt aber nicht recht abkaufen konnte, da war er mir dann doch schon zu suspekt. Allerdings ist das auch gar nicht so relevant, denn Guido geht zwischen Capri und der Sonne irgendwie verloren. Nicht wortwörtlich, aber mein Hauptaugenmerk lag nicht mehr auf ihm und das ist auch gut so. Er fungierte in meinen Augen als Gegenpart. Er sollte Jeremy zeigen, wie er nicht sein wollte und ließ ihn dadurch mehr über sein Handeln nachdenken, als er es sonst vielleicht getan hätte. Ich weiß nicht, ob das von der Autorin so gewollt war, ich fand es aber sehr lehrreich und für Jeremys Entwicklung mehr als wichtig.

Jeremy ist diesmal der männliche Hauptprotagonist und ihn fand ich richtig, richtig toll. Er ist es, der nicht weiß, wie es weitergehen soll. Er kämpft mit einem inneren Konflikt, der alles kaputt machen könnte, wenn er ihn nicht überwindet. Jeremy ist ein gebranntes Kind, wie man so schön sagt. Er hat Dinge zu bewältigen, die eigentlich gar nicht so dramatisch sind. Wenn da nicht seine Mutter wäre. Diesen Mutter-Sohn-Komplex hätte die Autorin vielleicht noch ein bisschen mehr ausarbeiten können, ein bisschen mehr Drama (jaja, die armen Protagonisten … ), damit der innere Konflikt noch ein bisschen mehr zum Ausdruck kommt. Das Zusammenspiel mit Mara, sein anfängliches Zögern und dann der eiserne Wille zeugt dann aber doch von dem Können der Autorin, interessante, tiefgründige und vielschichtige Charaktere entwerfen zu können. Mir hat Jeremy gefallen, einfach weil er war, wie er war. Er wirkte natürlich und freundlich, ohne dieses "deutscher Tourist" Vorurteil zu erfüllen.

Mara ist seine Reiseleiterin und spürt sofort, dass da eine gewisse Anziehungskraft ist, der sie auch gerne schnell nachgibt. Hat mir persönlich sehr gut gefallen, dass hier mal die Frau die ersten Schritte macht und nicht wartet, bis der Mann weiß, was Sache ist. Das heißt nicht, dass sie sofort mit ihm ins Bett geht. Sie spricht ihn gezielt an, fragt ihn nach einem Spaziergang oder unterhält sich einfach mit ihm. 
Diese ganze Situation fand ich sehr erfrischend. Und auch wenn Mara hier die treibende Kraft war, kam sie doch nie Billig oder freizügig rüber. Auch sie hat ihre Grenzen und Probleme, die gelöst werden wollen. Ihre Eltern möchten einen ganz bestimmten Mann als Schwiegersohn und auch dieser Mann ist in gewisser Weise an Mara interessiert. Jedenfalls schwirrt er wann immer es geht um sie herum. Mara war für mich eine sehr starke Persönlichkeit, die nur ein bisschen mehr Zuspruch gebraucht hat, und nicht in vorgeschriebenen Bahnen zu leben, sondern so wie sie es will.

Als Nebencharaktere treten Maras Eltern und der Wunsch-Schwiegersohn auf. Emanuele ist im Grunde ein netter Typ, der aber nicht so oft auftreten darf. Er spielt schon eine wichtige Rolle, aber eher als Entscheidungshilfe, denn als wichtige Figur. Maras Eltern wollen natürlich nur das Beste für sie. Dass das nicht immer das ist, was Mara will, merken sie früh genug.

In einem der Vorgängerbände bekam man als Leser das italienische Leben hautnah zu spüren. Die Gastfreundschaft und die Menschen sind einmalig. Diesmal bekommt man davon nur am Rande mit, was aber gar nicht schlimm ist, denn im Vordergrund steht ganz klar die atemberaubende Kulisse der Italienrundreise. Joleen Carter entwirft Bilder davon, sodass ich das Gefühl hatte, wirklich dabei zu sein. Ich roch die Gerüche und spürte die Sonne auf meiner Haut. Wenn man der Autorin eins vorwerfen kann, dann ist es die Liebe zu Italien und ihr Talent, diese in Worte zu fassen!

Mein erster Gedanke zu dem Ende dieser Geschichte, war: "Hoppla! Das kam aber schnell." Ich fühlte mich etwas überrumpelt und habe vor und zurück geblättert, weil ich dachte, etwas übersehen zu haben. Dem war aber nicht so und deswegen ging mir das Ende zu schnell über die Bühne. Es schließt in meinen Augen nicht ganz ab. An dieser Stelle möchte ich nicht unnötig spoilern, aber ich weiß nicht, was nun mit Mara und Jeremy ist und das hat mich nach der Gefühlsachterbahn etwas aus eben dieser geworfen.


Ich bin etwas hin und her gerissen, denn Joleen Carter überzeugt wieder mit einem lockerleichten Schreibstil, in dem man sich als Leserin nur zu gerne verlieren möchte. Ihre Beschreibungen lösen traumhafte Italienbilder in meinem Kopf aus und auch der Spritzer Erotik ist genau richtig. Ich muss zugeben, dass mit der direkte Vorgänger besser gefallen hat. Dennoch kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen, für alle, die gerne von Liebe und Italien lesen. Ehrliche Charaktere, eine erfrischende Konstellation von Mann und Frau und dass alles eingebettet in Italien. Was will man mehr?



"Capri Sonne und zurück" von Joleen Carter bekommt an dieser Stelle sehr gut 4 von5 Marken von mir. Auch wenn mich die Geschichte überzeugen konnte, bin ich mit dem Ende einfach nicht zufrieden. 










(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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