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15. Juni 2014

"Wiedersehen in San Remo" von Joleen Carter / Rezension


Derzeit nicht verfügbar!



Joleen Carter schreibt Liebesromane und erotische Geschichten.
Hierbei setzt sie ausgesprochene wie unausgesprochene Fantasien ihrer Mitmenschen in geschriebene Sprache um, und erweckt sie so zum Leben.
Ihre Geschichten richten sich ebenfalls an erwachsene Leserinnen und Leser, die gerne Liebesromane lesen, es aber ganz genau wissen wollen.
Die Beschreibungen in der "Sex Edition" sind direkt und präzise und daher für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
In der "Love Edition" - Reihe veröffentlicht Joleen Carter dagegen leicht erotische Liebesromane - die überwiegend in Italien und Deutschland spielen - für Leserinnen und Leser ab 16 Jahren.
Hier liegen die Schwerpunkte in der Liebesgeschichte, die erotischen Beschreibungen fallen dezenter aus.


Liebesroman *Love Edition*
Nadine, eine Frau in den besten Jahren und geschieden, lebt ein ganz normales Leben in Hannover. Bis zu dem Tag, an dem ihr Chef sie auf eine Geschäftsreise nach Straßburg schickt.
Im Zug lässt ein tief vergraben geglaubter Schmerz sie erneut das Jahr 1982 durchleben. Damals war sie 14 Jahre alt, und Maurice war ihre erste große Liebe. Eine unglücklich endende Liebe.
Doch nun macht sie sich auf die Suche ihm. Ihre Recherchen führen sie nach Italien. Ob in San Remo ihre Hoffnungen in Erfüllung gehen?


Das Cover besticht wie auch schon seine beiden Vorgänger durch einen perfekten Bezug zum Inhalt. Während ich es betrachtet habe, konnte ich schon anfangen zu Träumen und war gespannt, was mich zwischen den Seiten erwartete. Außerdem gefällt es mir, dass sich innerhalb der „Love Edition“ die Cover im Design ähneln.


„Wiedersehen in San Remo“ ist der dritte Band der „Love Edition“ von Joleen Carter. Ich war gespannt, ob die Autorin es wieder schafft, mich ein paar Stunden lange in ihre Welt zu ziehen. Es ist nicht leicht, Buch-Reihen zu schreiben, der Leser will immer wieder etwas Neues erleben. Ich bin da nicht anders. Ob Joleen Carter es geschafft hat, mich zu überraschen? Mal sehen …


Liebe ohne Liebe!?

Die Geschichte handelt diesmal von Nadine und fängt im Grunde da an, wo andere Liebesgeschichten aufhören. Die Protagonistin ist weit über 40 Jahre, hat einen Sohn, war verheiratet und die erste große Liebe hat sie für immer geprägt. Nadine ist überzeugt davon, nie wieder Lieben zu können, der Schmerz des Verlustes war übermenschlich und sie hat ihn nie wirklich überwunden. Daher geht sie nur oberflächlich Beziehungen ein. Sie hat Sex ohne Gefühle und auch sonst fährt sie innerhalb ihres Lebens lieber auf der sicheren Schiene. Etwas riskieren kommt nicht in Frage, schließlich muss die Protagonistin auch von etwas leben. Zwar geht sie ihrer Leidenschaft, dem Schreiben nach, aber ihr Job mit dem festen Einkommen muss einfach sein. Ständig geplagt von Existenzängsten, führt sie ein langweiliges Leben, in dem Nadine mehr als unzufrieden ist.
Ihr Dasein bekommt eine Wendung, als sie sich selbst einen Ruck gibt und ihre Jugendliebe Maurice anschreibt. Sie weiß es selbst gar nicht, aber sie liebt ihn noch immer. Das erste Treffen ist traumhaft, aber nachdem er weg ist, befallen sie wieder ihre Ängste.
Joleen Carter hat mit Nadine eine Figur entwickelt, die an Glaubhaftigkeit kaum zu übertreffen ist. Kein junges Mädchen, dass lauter Träume im Kopf hat, sondern eine erwachsene Frau, die schon viel erlebt hat und kaum noch was vom Leben erwartet. Sie denkt (meistens) rational und weiß, was sie will. Ich konnte mich von Anfang an in sie reinfühlen und hatte hier und da auch Tränen in den Augen. Nadine ist einfach eine normale Frau, die vom Leben geprägt ist und dadurch ihr Handeln beeinflusst wird. Ganz große Klasse!


Männliche Ecken und Kanten

Maurice als männlicher Protagonist steht Nadine in nichts nach. Anfangs natürlich der Traum aller 14jährigen Mädels wird auch er erwachsen und sein Leben ist nicht immer rosig. Er hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, aber den Sommer mit Nadine hat er nicht vergessen und nach einem kurzen (Wieder)Kennenlernen entflammt die Leidenschaft neu. Er liebt Nadine, auch wenn sie nun Ecken und Kanten hat. Allerdings hat er die auch. Beide schleppen einen ganz Sack voll Vergangenheit mit sich rum, denn sie allerdings nur gemeinsam bewältigen können.
Genau wie Nadine ist Maurice von seinen Handlungen geprägt worden, sein Leben ist nicht so verlaufen, wie er es sich vorgestellt hatte, aber als Mann hat er die Liebe niemals aufgegeben.


Die Fragen des Lebens

Von den bisher drei erschienen Bänden der „Love Edition“ ist „Wiedersehen in San Remo“ mein haushoher Favorit! Er ist tiefgründiger, befasst sich mit Fragen des Lebens, die sich wohl jede Frau schon mal gestellt hat. Will ich den Sprung wagen? Kann ich was Neues anfangen ohne mich selbst und meine Freiheit zu verlieren? Schaffe ich es erneut, den Schmerz des Verlassen werden zu überwinden?
Dadurch dass die Hauptprotagonisten beide über 40 sind und schon ein Leben gelebt haben, sind es Menschen, die beide wirklich glaubhaft sind. Es könnte die nette Frau von nebenan sein, oder Mann, den man einmal die Woche beim Vorbeilaufen sieht. Glaubhaftigkeit ist das, was hier ganz, ganz groß geschrieben wird und Joleen Carter hat die Handlung perfekt umgesetzt und die Probleme der Protagonisten eingebaut.


Das Ende ist erst der Anfang

Obwohl ich mich selbst nicht zu den „reiferen“ Leserinnen zähle, konnte mich „Wiedersehen in San Remo“ von Anfang an überzeugen und das Ende hat dem noch einen drauf gesetzt. Es ist nicht der übliche Abschluss, sondern bestärkt die komplette Handlung noch in seiner Echtheit. Alles andere wäre unpassend und unglaubwürdig gewesen. Im Grunde ist der eigentliche Ausgang offen, aber mir als Leserin hat gerade das sehr gut gefallen, denn so konnte ich mir selbst ausmalen, was noch passiert. Und wieder fällt mir dazu nur ein Wort ein: Glaubhaftigkeit!

Ich wünsche mir, mehr solche ernsthaften Geschichten von Joleen Carter lesen zu können. Denn auch wenn hier vielleicht mehr der Schmerz im Vordergrund stand, konnte ich mich dennoch in der Geschichte verlieren und habe die Höhen und Tiefen beider Protagonisten miterlebt.


Was soll ich sagen? Joleen Carter zeigt sich hier von ihrer erwachsenen Seite. „Wiedersehen in San Remo“ ist nicht wie seine beiden Vorgänger, sondern besticht durch Glaubhaftigkeit, Ernsthaftigkeit und Tiefe. Es werden Fragen gestellt, die mich als Leserin zum Nachdenken brachten. Band drei der „Love Edition“ hat mich auf ganzer Länge überzeugen können und ich hoffe, dass die Autorin mehr davon in ihrer Ideenfabrik hat, denn ich lese ihre Geschichten wirklich gerne und bin gespannt, mit was sie und Leserin noch überraschen kann.



„Wiedersehen in San Remo“ bekommt von mir aufgrund seiner Realitätsnähe und Ernsthaftigkeit 5 von 5 Marken. Es war mir ein Vergnügen, die Vielschichtigkeit der Autorin entdecken zu dürfen.





Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler






(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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