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2. Juni 2014

"Arrivals" von Melissa Marr / Rezension



Melissa Marr hat Literatur studiert und unterrichtet an verschiedenen Colleges sowie online. Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von Washington. Ihre Elfen-Serie ist ein internationaler Erfolg und hat zahlreiche Preise gewonnen.


Mit ihrer phantastischen »Sommerlicht«-Reihe wurde Melissa Marr zum Romance-Star. Ihr Roman »Arrivals« erzählt nun eine ganz neue Geschichte: Gefangen in einer fremden Welt kämpft eine Frau ums Überleben – und fürchtet nichts mehr als die eigene Unsterblichkeit.

Feuerspuckende Lindwürmer, von Dämonen besessene Mönche und weitaus schrecklichere Wesen lauern in der ewigen Wüste Wasteland. Hier ist Chloe gestrandet, ohne zu wissen, wie sie dorthin kam. Um zu überleben, schließt sich die junge Frau den Arrivals an, einer Gruppe kämpferischer Menschen, die unsterblich zu sein scheinen: Niemand von ihnen altert, ihre Wunden heilen in kürzester Zeit, und wenn sie sterben, wachen sie nach sechs Tagen wieder auf. Kann Chloe ihnen vertrauen? Ist sie eine von ihnen? Und warum will ihr Anführer Jack sie um jeden Preis auf seine Seite ziehen? Gefangen in einer fremden Welt, muss Chloe nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch um eine unsterbliche Liebe.


Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte und bestärkt mich nur noch mehr in meinem Gefühl, dass es außer dieser einen Stadt nichts anderes gibt. Wüste, Wüste und noch mehr Wüste. Hab ich die Wüste schon erwähnt?


Als Mary stirbt und nicht wieder erwacht, ist Jack klar, dass den Arrivals ein neues Team-Mitglied bevorsteht. Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, denn irgendwas geht vor sich im Wasteland. Chloe taucht früher auf, als erwartet und muss sich nun mit den Gefahren in einer vollkommen unbekannten Welt herumschlagen. Jack ist da auch nicht gerade hilfreich, denn so wie er sie ansieht, denkt er nicht unbedingt an trockenen Theorie-Unterricht über das Bekämpfen von Lindwürmern. Nachdem die beiden sich näher gekommen sind, bringt Chloe sich in eine Situation, aus der sie alleine nicht herauskommt. Nur leider weiß sie nicht, ob ihr nun jetzt noch geholfen wird, ober ob die Arrivals sie ihrem Schicksal überlassen. Ajani nimmt sich ihrer an, und Chloe hätte es nicht schlechter treffen können.


Der Klappentext von "Arrivals: Fürchte die Unsterblichkeit" klingt wirklich klasse, weswegen es auch keine Frage war, dass das Buch auf meinem Rezensions-Stapel gelandet ist. Nun stellt sich aber die Frage, ob der Rest von der Geschichte mich genauso überzeugen konnte, wie das der Klappentext geschafft hat. Leben oder sterben … wir werden sehen.

Die Geschichte um die Arrivals fängt ganz ungewöhnlich mit einer Todesszene an, die aber scheinbar niemanden der Beteiligten groß kümmert. Ich war verwirrt, schließlich war gerade eben eine Freundin und Gefährtin gestorben. Nach und nach erfahre ich, warum das erst einmal niemanden bestürzt. Denn die Arrivals können nicht sterben, sie erwachen, in der Regel, nach sechs Tagen wieder, als wäre nichts gewesen. Ganz selten kommt es vor, dass dem nicht so ist und erst dann wird getrauert. Und hier kommt der Stein ins Rollen, denn Mary, die Tote vom Anfang, erwacht nicht zum Leben. Was für die Arrivals heißt, dass jemand Neues in ihre Gruppe kommt.

Jack, der Anführer, befindet sich seit 26 Jahren im Wasteland. Er hat keine Ahnung, wie er dort hingekommen ist, warum immer mal neue Arrivals auftauchen, warum manche nicht wieder erwachen und was sie in dieser Welt, die nicht seine ist, eigentlich sollen. Strafe? Ein schlechter Witz? 
Scheinbar gibt es kein System, die Arrivals kommen aus jedem Jahrhundert, sind in Größe, Körperbau, Geschlecht und Fähigkeiten vollkommen unterschiedlich. Seit Jahren versucht Jack hinter das Geheimnis zu kommen, aber ohne Erfolg. Er und seine Schwester versuchen mit ihrer Arrival-Gruppe die Ordnung im Wasteland aufrecht zu erhalten, führen kleine Jobs aus und halten sich sonst von so ziemlich allem fern. Die Einheimischen akzeptieren es zwar, wenn die Arrivals gegen Monster kämpfen und Geld in der Taverne lassen, aber als Menschen werden sie nicht in die Gemeinschaft aufgenommen.

Jack als Figur war immer etwas undurchsichtig. Manchmal konnte ich seinen Gedanken nicht folgen, warum tut er was er tut? Warum erklärt er Chloe die Welt nicht und macht sie auf die Regeln aufmerksam, bevor er sie mit in die Stadt zu einem drohenden Unheil mitschleppt? Jack ist sonst eine wirklich interessante Figur. Ein Mann der aus dem wilden Westen, der in diese Welt gezogen wurde und sich nun mit Menschen aus den verschiedensten Jahrhunderten rumschlagen muss. Er versucht es, aber nach so langer Zeit im Wasteland, in denen er nicht gealtert ist, zerrt die Gleichgültigkeit an ihm. Er funktioniert nur noch, fühlt nichts mehr und weiß eigentlich gar nicht mehr so richtig, warum er eigentlich tut, was er eben so tut. Und genau hier, taucht Chloe auf.

Chloe war abends einen zu viel trinken, am nächsten Morgen wacht sie in einer Wüste mit zwei Monden am Himmel auf. Sie Halluziniert, hat Wahnvorstellung oder befindet sich noch im Rausch. Dafür, dass sie am Anfang felsenfest davon überzeugt ist, dass das alles nicht echt ist, gewöhnt sie sich ziemlich rasch an die neue Umgebung. An ihr neues Leben, denn Jack und seine Schwester Kitty machen ihr klar, dass es kein Zurück gibt. 

Chloe ist eine ziemlich taffe, junge Frau, die sehr gut schießen und sich durchaus gegen Männer mit falschen Einstellungen behaupten kann. Sie will nicht beschützt werden und ballert sofort mit den anderen in der Gegend rum. Ich fand es etwas schnell, dass ihre Überlegungen in die Richtung "Arbeit und Wohnung" gehen. Schließlich war sie abends noch im Jahr 2010 und nun steht sie einer Wüste, kämpft gegen Monster und Dämonen, lernt Leute kennen die über 100 Jahre vor ihr gelebt haben und niemand kann ihr sagen, was Sache ist. 
Es wäre glaubhafter gewesen, wenn sie wenigstens ein bisschen hysterisch herumgeschrien hätte, als sich fast sofort mit dem Anführer im Dreck zu wälzen. Ansonsten waren ihre Handlungen für mich strukturierter und nachvollziehbarer als bei manch anderen. Es wird zwar immer wieder erwähnt, dass die Welt sie so gemacht hat, aber leider zeigt mir das niemand.

Kitty, Jacks Schwester, ist genauso lange wie er schon im Wasteland. Sie ist eine knallharte Westernbraut, die früher in Saloons ihr Geld verdient hat. Sie versteht es erst zu schießen und dann zu fragen. Am Anfang kam sie mir etwas hart rüber, gefühllos. Schließlich geht sie was Trinken, während ihre Freundin Mary nicht mehr erwacht. Je länger ich Kitty aber begleitet habe, desto mehr war klar, dass das nur Fassade ist. Sie schützt sich vor den Emotionen, dem Gefühlschaos, wenn wieder einer der Arrivals stirbt und nicht erwacht, denn für sie sind das alles Freunde. Außerdem ist ein Mal ihr Geliebter gestorben, und der Gedanke, dass er nicht mehr erwachen könnte, macht ihr mehr Angst, als das Zusammentreffen mit einem Bloedzuiger. Sie ist die gute Seele der Gruppe, auch wenn sie das niemals zugeben würde.

Natürlich gibt es noch mehr Figuren. Edgar ist ein rauer Bursche, der Kitty mehr liebt als sein Leben. Er redet nicht viel, war mir aber von Anfang an sympathisch da er mir immer ehrlich vorkam. Wenn er etwas sagt, ist es wichtig und kein sinnloses Gewäsch. Er gab mir Infos und redete nicht um den heißen Brei herum.
Francis erschien mir wie ein Arzt, ein Heiler vielleicht. Kein Kämpfer, obwohl er das auch macht, wenn es sein muss. Er hat eigentlich keine richtige Aufgabe, er ist da, weil es seine Rolle von ihm verlangt. Er war eine nette Figur, die das trostlose, blutige Leben im Wasteland etwas heller gemacht hat. Hector … war einfach da. Bis zum Schluss war er mir zu farblos und kommt auch gar nicht oft genug vor, als das ich über ihn irgendwas sagen könnte. Genau so ergeht es mir mit Melody. Sie ist vollkommen irre, ballert in der Gegend rum und scheint nicht ganz alleine in ihrem Kopf zu sein. Alles in allem waren die Nebenfiguren eher blass und unscheinbar. Vielmehr Oberflächlich als das da wirklich ein Charakter dahinter steckte.

Der Antagonist ist Ajani. Ein Mann der hundert Jahre vor Jack und Kitty im Wasteland aufgetaucht ist. Anscheinend hat er ein Wurmloch geöffnet und ist durch dieses aus seiner Welt gerissen wurden. Er hat Geld und eine gewisse Macht im Wasteland, sodass er, wenn ein neuer Arrival auftaucht, zu der Gruppe geht und versucht ihn abzuwerben. Offensichtlich geht es den Arrivals bei ihm gut, denn wenn sie sterben, erwachen sie immer wieder zum Leben, keiner bleibt Tod. Allerdings verfolgt er so offensichtlich eigene Ziele, dass es schon fast zu einfach ist, ihn aufgrund seiner Gemeinheiten zu hassen. Bis zu einem gewissen Punkt konnte ich seine Handlungen sogar besser verstehen, als die von Jack, denn Ajani denkt viel klarer und in geraden Linien. Jack hält immer irgendwas zurück, was ihn vielleicht interessant machen soll, mich als Leser aber auf Dauer eher nervt. Ajani sagt was er will, auch wenn ihn das nicht netter macht, so ist er als Antagonist dadurch doch perfekt.

Die Welt als solche ist grausam. Eine endlose Wüste, riesige Würmer die einen fressen wollen. Monster, bei denen man sich nicht sicher ist ob die Freund oder Feind sind und die Einheimischen, die keine Fremden akzeptieren, außer sie retten ihnen das Leben.
Wie soll man in so einer Welt leben?

Im Grunde hat die Autorin hier eine wirklich interessante Welt erschaffen. Intrigen, Lügen und Korruption paaren sich mit der Suche nach Glück, Liebe und Gewaltfreiheit. In den Grundfesten ähnelt sie der unseren, ist aber dennoch komplett anders. Ich hatte immer eine Westernstadt vor Augen. Ein paar Holzhäuser, ein Saloon und jede Menge Sand, denn schließlich steht die Stadt in einer Wüste. 

Allerdings ist immer die Rede von Stadt, Ajani reist in diese Stadt also kommt er logischerweise von einer anderen. Aber während des Lesens hatte ich das Gefühl, als beschränke sich die ganze Welt, die ganze Geschichte, nur auf diese eine Stadt. 
Ich hatte nie das Gefühl, als gebe es dort noch mehr Städte, so als wäre es eben eine ganze, komplette Welt mit allem drumherum. Es gab nur diese eine Stadt, mehr nicht. Außerdem greift die Autorin immer wieder interessante Dinge auf, wie zum Beispiel die Lindwurm-Farmen. Leider bekommt man keine weiteren Infos. Es ist nicht wichtig für die Handlung, aber für die Glaubwürdigkeit der Welt schon.

Das Ende war für mich nicht überraschend, denn während der Handlung bekommt man immer mal wieder Hinweise und kann sich das meiste dann denken. Eine unerwartete Wendung gegen Ende erschien mir etwas zu gewollt, aber in Ordnung.

Es störte nur, dass die Autorin mich als Leser mit gefühlten hundert Fragen zu der Welt zurück lässt, ohne dass diese mir je beantworten werden, denn das Buch ist abgeschlossen. Das Kernproblem ist gelöst, aber es gibt eine ganze Menge lose Fäden, die sich im nichts verlaufen. Viele Dinge waren einfach da und mussten als gegeben hingenommen werden, wie die Magie, das Wasteland als solches und auch das Wurmloch von Ajani. 


Nach dem Lesen von "Arrivals" fühlte ich mich, als hätte ich Handlungsmäßig eine Kurzgeschichte gelesen, die aber auf über 300 Seiten gestreckt wurde. Ich war unbefriedigt, irgendwas fehlte einfach. Alles in allem ist "Arrivals" eine gute Geschichte über eine andere Welt. Über Liebe in Zeiten von Intrigen und Hass. Sinnlosigkeit gegen Gefühle. Aber ich finde, dass eine Straffung der manchmal ausufernden Überlegungen der Figuren, dafür mehr Einblicke in die Funktionsweise der Welt, der Geschichte mehr Spannung und Auftrieb gegeben hätten. 

Jeder, der sich für eine kurze Zeit in einem Wild-West-Feeling verlieren will und gegen offene Fragen am Ende nichts hat, ist bei "Arrivals" genau richtig.




Nun hab ich meine Gefühle auf das Papier gebannt und gebe letztendlich 3 von 5 Marken. Es wären vielleicht 4 geworden, wenn mich im Nachhinein nicht doch so einiges gestört hätte. 











(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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