.sidebar h2{ text-align: center; }#layout #sidebar { display: none !important }/** * Suchfeld mit Lupe */ .searchfield{ position: relative; border: dotted 1px #D6D4D5; padding: 3px; background: url(https://googledrive.com/host/0Bz6HRVCs7oBaS0R2cTFvRDM4bzA/) no-repeat right; width: 150px; transition: .3s linear; font-family: Arial; } .searchfield:Focus{ border: solid 1px #D6D4D5; width: 170px; transition: .3s linear; } -->

10. Mai 2014

"Clockwork Cologne #2" von Simone Keil / Rezension




Simone Keil, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hessen. Seit den ersten Leseversuchen hat sie ihr Herz an Märchen und phantastische Geschichten verloren. Zum Schreiben fand sie relativ spät, kann es aber seit dem nicht mehr lassen.



Clockwork Cologne - Die Steampunk-Krimi-Serie Cöln, Freie Reichsstadt, im Jahre des Herrn 1898 Kommissär Lacroix, von der DMG beurlaubt und noch nicht über den tragischen Tod seiner geliebten Frau hinweg, wird von Haruki Kimura, seinem ehemaligen Assistenten, um Hilfe gebeten. Im Hafenviertel geht ein Mörder um.
Was anfangs wie Routine aussieht, entpuppt sich mehr und mehr als ein Rätsel, denn sämtliche Spuren weisen auf einen Täter hin, der gar nicht existieren dürfte.
Oder ist doch das Unmögliche möglich? Währenddessen nagen an Martha Kühn die Zweifel. Hat Guy Lacroix Recht, und es geht bei der DMG wirklich nicht mit rechten Dingen zu? Sie begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche. Guy Lacroix: In den Klauen des Metamorphen ist der zweite Teil der Reihe um Kommissär Lacroix. Weitere Informationen zu den Protagonisten, der Welt und den Hintergründen finden Sie auf der Website zur Serie: 






Das Cover ist wie immer gelungen und passend zu der Atmosphäre innerhalb der Geschichte. Aber ich muss zugeben, dass das Cover von Band 1 mein Favorit ist.^^


Es ist nicht leicht, irgendetwas zu diesem Buch zu erzählen, ohne zu viel zu verraten, aber ich werde es versuchen. 

"Guy Lacroix: In den Klauen des Metamorphen" ist der zweite Band der Steampunk Krimireihe um den Kommissär Guy und seine eigenen Höhen und Tiefen. Die Autorin baut seinen Charakter weiter aus, zeigt andere Seiten und lässt den Leser daran teilhaben, wie Guy sein Leben nach dem Schicksalsschlag im ersten Band versucht zu meistern. Nun fordert ein neuer Fall seine Aufmerksamkeit. Im Hafen werden Leichen gefunden und der Täter scheint im Grunde nicht existent zu sein. 
Ich habe gespannt auf die Fortsetzung gewartet, denn Band 1 versprach der Auftakt einer wirklich sehr guten Krimi-Steampunk-Reihe zu werden.

Im zweiten Band tauchen einige alte Bekannte wieder auf und auch neue Charaktere werden in die Welt von Cöln eingeführt.
So treffen wir zum Beispiel wieder auf Martha Kühn, die im zweiten Band eine entscheidende Rolle spielt. Sie ist in meinen Augen eine wirklich interessante Frau, hinter der noch mehr steckt, als uns die Autorin bis jetzt gezeigt hat. Nur mit ein paar Bedenken beginnt sie, selbst Nachforschungen anzustellen und rutscht somit immer weiter in die Tiefen der Dampfmagischen Gesellschaft ab. Hoffen wir einfach, dass sie da auch wieder heil herauskommt.

Erfahren wir in Band eins viel von Marthas Gedanken, so spart sich das Simone Keil hier und teilt uns als Lesern (leider) nur das Nötigste mit. Ich hätte mir an dieser Stelle einfach mehr gewünscht, denn als ich am Ende des Buches angelangt war, hatte ich das Gefühl, dass Martha diesmal nur eine Nebenrolle bekommen hat. Sie half Guy, sie stieg die Karriereleiter auf, aber mehr habe ich von ihr nicht zu sehen bekommen.

Gefreut habe ich mich auf ein Wiedersehen mit Felix und auch Absolon war wieder präsent. Im ersten Band wurde eine perfekte Vorlage für ein weiteres Spiel mit Felix gelegt und so war ich wirklich gespannt darauf, was die Autorin mit ihrer eigenen, wirklich großartigen Einleitung anstellt. Felix Entwicklung ist erstaunlich und hätte in meinen Augen noch mehr vertieft werden können.
Was passiert in ihm? Warum genau macht er, was er eben macht?
Auch hier hält die Autorin etwas von Felix zurück und ich hätte mich gefreut, andere Situationen von und mit Felix zu erleben als nur diese, die wirklich wichtig für die Handlung waren.

Absolon ist auch diesmal eine Bereicherung und treibt die Geschichte wirklich voran, verpasst ihr mehr Tiefe und macht neugierig auf das was kommen mag. Seine Forschungen scheinen Früchte zu tragen und ich bin wirklich gespannt, was da auf uns Leser noch zukommt. Jedoch auch hier habe ich ein "Aber". Im ersten Band hat Simone Keil das Leben von Guy und Absolon kreuzen lassen und so mehrere Handlungsstränge zu einem verknüpft. Hier allerdings spielen die beiden nebeneinander her, ohne sich zu berühren. Wieder einmal fehlte mir eine Vertiefung, denn die Verbindung zwischen Absolon und Guy ist etwas, dass man auch als Leser nicht vergessen sollte. Außerdem habe ich die genialen Beschreibungen der Gerätschaften und Vorgänge der Forschungen von Absolon vermisst.

Wo wir gerade bei den Gerätschaften sind. Eine neue Figur taucht in dieser Folge auf. M ist ein Mensch, mehr oder weniger, ein Kollege Guys und eine verdammt interessante Figur, die Leben in das Geschehen bringt. Ein Tüftler, der anscheinend weiß, was er da macht und auch Guys Assistenten zu kennen scheint. Über M erfährt man nicht viel und ich will auch gar nicht so viel sagen. Er hat Eindruck hinterlassen und ich hoffe, dass wir noch mehr von ihm lesen dürfen. Aber auch hier hätte ich mir wieder mehr von seinem Tun gewünscht. Was macht er im Keller und wie sieht das aus, was er da macht. Ein bisschen erfährt man, aber wieder einmal fehlte mir etwas.

Eine weitere Figur ist Guys Assistent Haruki Kimura. Diesmal erfahren wir mehr über ihn, wenn auch noch nicht alles. Er hat mich im zweiten Band am meisten begeistern können, denn durch seine Fehlbarkeiten machte er sich menschlicher, als es im ersten Band den Eindruck hatte. Hier gibt es kein Aber, denn alles, was ich über ihn erfahren habe, erstaunte und warf ein vollkommen neues Licht auf diese Figur. Ich bin gespannt, was die Autorin aus dieser wirklich verdammt interessanten Vorlage macht und ob wir noch mehr über Kimura im dritten Band erfahren werden.

Henriette Breuer ist eine Frau, die mir von Anfang an unsympathisch war. Sogar die fiesen Ratten von Absolon hätte ich lieber um mich gehabt. Und nein, ich kann es nicht mal begründen. Ihr erstes Auftauchen ist auch noch ziemlich überraschend und ich stelle sie mir als eine Frau vor, die versucht, in einer Männerdomäne Fuß zu fassen.
Ich gönne es ihr und drücke ihr die Daumen, dass sie es schafft, aber dennoch ruft sie in mir Misstrauen und Skepsis hervor. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist. Vielleicht ist Henriette ja eine ganz nette Frau und die Autorin wollte gar nicht, dass der Leser (in dem Fall ich^^) sie nicht mag, aber es geht nicht. Ich hab es wirklich versucht, aber das Ende hat es dann nur noch schlimmer gemacht. Eine furchtbare Frau, die ihre Finger bei sich behalten sollte … ;-)

Natürlich konnte mich Simone Keil weiterhin und schon wieder mit der Welt um und ihn Cöln begeistern. Ich finde es immer noch erstaunlich, wie man eine Welt mit so einem Detailreichtum erschaffen kann. Aber, und an dieser Stelle kommt das größte "Aber", fehlte mir im zweiten Band genau dieser Detailreichtum. Es ging alles ratz fatz und der zweite Teil der Serie muss mit fast 60 Seiten weniger auskommen.
Guy ermittelt so gut wie gar nicht, es werden keine anderen Spuren verfolgt, geschweige denn andere Verdächtige oder Zeugen befragt. Die Brücke zu Martha und ihrem "Sinn" zu schlagen, ist genial, hätte aber auch mehr ausgebaut werden können. Habe ich im ersten Band meine Begeisterung kaum zurückhalten können, so war ich hier über die Schnelligkeit des erreichten Endes erstaunt. Vollkommen außer Atem kam ich am Ende an und habe eigentlich kaum etwas über die agierenden Figuren erfahren.

Mein größter Kritikpunkt allerdings hängt mit dem Titel zusammen. "In den Klauen des Metamorphen". Darauf habe ich von Anfang an gewartet und gewartet und dann war es ebenfalls schon wieder vorbei. Der Titel ruft doch ein gewisses Bild hervor und natürlich kann man es auf ***** projizieren, aber das große Ereignis, der Knall sozusagen, hätte nicht ernüchternder sein können. Kaum steckt Guy mitten drin, kämpft um sein Leben, ist es vorbei. Hilfe kommt ihm zu teil, was ich auch wirklich klasse fand, aber (das klingt jetzt gemeiner als ich es meine^^) Guy hätte ruhig etwas mehr leiden können. "In den Klauen des Metamorphen" impliziert für mich, dass Guy bei irgendwem in den Klauen ist, vielleicht für mehrere Tage. Leider war das nicht der Fall und wie schon an einigen mehreren Stellen ging hier in meinen Augen alles viel zu schnell und bevor ich richtig wusste was los war, war es auch schon vorbei. Schade, wirklich schade.



Ich habe mich von der ersten Seite an in die Welt von Clockwork Cologne verliebt und finde, Simone Keil hat hier wirklich etwas Einmaliges erschaffen. Der zweite Band schwächelt allerdings in meinen Augen und rast mit seiner Handlung nur so durch die Seiten, sodass auf die Tiefe und Detailgetreue im ersten Band immer wieder verzichtet werden muss. Als Fortsetzung zum ersten Band kann ich es empfehlen, hätte mir aber einfach mehr von allem gewünscht. Mehr Figureneinblicke, mehr Handlungsstränge und mehr von der versprochenen Aussage im Titel.




Wir vergeben keine halben Marken. Haben wir noch nie und werden wir auch nicht. Der erste Band bekam 5 Marken und einen Stern. Ich hatte hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt werden konnten.
"Guy Lacroix: In den Klauen des Metamorphen" bekommt von mir 4 Marken. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt erstklassig und trumpft mit einem wirklich hohen Niveau auf, das man selten findet.




Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:
Kathleen Stemmler














(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
0 mal erwischt

Kommentar veröffentlichen

Hallo ihr Lieben - hier könnt ihr alles loswerden, was euch so auf den Herzen liegt. ^.^ Wir versuchen auch so schnell wie möglich auf eure Kommentare zu antworten. :D

Labels

(26) 0 (5) 1 (13) 2 (27) 2 1/2 (1) 3 (63) 4 (122) 4 1/2 (1) 5 (178) A.P.P. (1) Aeternica (2) Aktion (4) Aktuell (28) Albrecht Knaus (1) Amrûn (34) Anthologie (23) Arena Verlag (2) arsEdition (2) Art Skript Phantastik Verlag (10) atb (1) Autorenleben (1) Balladine Publishing (1) Bastei Lübbe (6) Begedia (4) Beltz (1) Bianca Gastrezi (3) bittersweet (2) Blanvalet (4) Blog dein Buch (9) Blogtour (30) BlogtourKnigge (5) bloomoon (1) BOD (1) Boje (1) books2read (3) bookshouse (5) Bookspot (1) btb (1) btb Verlag (1) Buch des Monats (12) Buch vs. Film (3) Buchbesprechung (3) Buchmesse (6) Buchvorstellung (1) carl´s books (2) Carlsen (4) cbj (2) cbt (6) Challenge (6) Coppenrath Verlag (4) Cordula Broicher (1) Deuticke Verlag (1) Die Liga der Besonderen (5) dotbooks (2) dp (4) Drachenmond (8) Drama (1) Droemer (1) dumont (1) Dystopische Literatur (3) e-short (1) EDITION TAKUBA (1) Egmont INK (2) Eisermann Verlag (1) fantastic shades (1) Feelings (1) Fischer Sauerländer (2) FJB (5) Flashback (12) Gemeinsam Lesen (25) Gewinnspiel (60) Goldmann (8) HarperCollins (3) Heartbeat Books (1) Heyne (18) HEYNE Fliegt (9) Im.press (9) In Flagranti stellt vor (14) Indie (181) Indieversum (1) Interview (7) ivi (4) Jack (179) Jack & Tilly (111) Jane Doe (1) Jastina (1) Joan Smith (7) John Doe (4) Klappentext-Donnerstag (2) Knaur (11) Koios Verlag (3) Kolumne (8) LBM (1) Lesenacht (1) Leserunde (1) Lesung (1) Limes (2) Loewe (1) Lovelybooks Leserunde (22) Lucid Dreams (2) Luzifer Verlag (4) Lyx (2) Maibook (1) Mandala Verlag (1) MIRA Taschenbuch (2) Montagsfrage (1) Neues aus dem Indieversum (12) Neues Regalfutter (42) Oetinger (6) ohneohren (1) Papierverzierer Verlag (8) Penhaligon (3) Periplaneta (4) PIPER (4) Plaisir D´amour (1) PRovoke Media (1) Qindie (67) Ravensburger (2) Rezension (406) Romance Edition (1) rororo (1) Schnelle Nummer (5) SerienRezension (7) Siebenverlag (2) Sperling Verlag (1) Statistik (20) SuB Abbau (3) Sutton (1) Tag (7) Tilly (251) TTT (9) Ueberreuter (3) Ullstein (1) Update (1) Vorstellung (2) Weltenschmiede (2) Weltenwanderer (1) Wunsch der Woche (1) Zwischenpost (116)