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22. April 2014

"Partials #2: Fragmente" von Dan Wells / Rezension






 Dan Wells, Anfang dreißig, studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit dem Erscheinen seines ersten Romans »Ich bin kein Serienkiller« hat der Horror ein faszinierendes neues Gesicht bekommen. Nach »Mr. Monster« ist nun mit »Ich will dich nicht töten« seine Trilogie um den jungen John Cleaver abgeschlossen.



Nach "Aufbruch" der neue futuristische Thriller um das Schicksal der letzten Menschen im Kampf gegen die Partials. Die junge Kira hat ein Mittel gegen die Seuche RM gefunden - doch der Kampf ums Überleben hat für die Menschen und die Partials erst begonnen ... In ferner Zukunft wurde die Menschheit durch den Isolationskrieg fast vollständig vernichtet - besiegt von den Partials, künstlichen Kriegern, die die Menschen selbst erschaffen hatten.

Eine der letzten Überlebenden ist Kira Walker, die erfahren hat, dass sie selbst ein verhängnisvolles Erbe in sich trägt, von dem sie nichts ahnte. Auf der Suche nach ihrer eigenen Herkunft muss sie sich ausgerechnet auf die Hilfe zweier Partials verlassen - Samm und Heron, die als Einzige ihr Geheimnis kennen. Kiras Weg führt sie durch das verwüstete Land, das der Isolationskrieg aus dem nordamerikanischen Kontinent gemacht hat - und dort wird sie dem schrecklichsten Feind begegnen, den die Menschheit je gekannt hat ...



Fragmente wurde von uns seit einem Jahr heiß ersehnt. Nicht zuletzt war der Grund dafür, dass das Ende von Partials uns mit offenen Mündern zurückließ und wir unbedingt wissen mussten, wie es mit Kira weitergehen wird. Da wir also den ersten Teil schon verschlangen, mit Lob bewarfen und den Autor auch live bei der Piper Fantasy Lesenacht bestalken durften, MUSSTEN wir es dieses Jahr wieder so machen. Nur gefiel uns der zweite Band genauso gut wie Band 1?

Wir wollen gar nichts vom Inhalt preisgeben. Zum einen ist dieser nämlich ganz anders aufgebaut worden, als es in Band 1 der Fall war. Zum anderen wird es mit Sicherheit jeder anders miterlebt und empfunden haben. Man muss ihn unserer Meinung nach selbst miterleben und lesen, um sich seine eigene Sichtweise auf die Dinge zu schaffen. 


Dan Wells macht es seinen Lesern und vor allem seinen Protagonisten wirklich nicht leicht. Nichts da mit schnell ans Ziel kommen oder endlich die offenen Fragen mit Antworten füllen, sodass man endlich weiß, was da nun eigentlich los ist: Sobald eins geklärt ist, taucht gleich etwas Neues auf. Aber das alles diente zum - und erhalt, deshalb störte uns das nicht sonderlich. Wir bekamen die Antworten zu unseren offenen Fragen aus Band 1 geliefert und neue Fragen gleich mit dazu. 
Was hier aber viel wichtiger ist: Wir bekamen sie nicht auf ein Silbertablett serviert, sondern mussten wortwörtlich mit den Protagonisten danach Wochenlang suchen. 

Der Einstieg…
Sichtwechsel ohne Aussicht auf einen kurzen Rückblick

Vorneweg als Erinnerung: Partials endete mit einem Cliffhanger, bei dem Kira etwas über ihren Vater und ParaGen erfuhr. Daraufhin entschloss sie sich, nach Antworten zu suchen. Gesagt getan und in Band Zwei betreten wir die Geschichte zwei Monate später. Manchmal ist es ja üblich, dass man bei Fortsetzungen kleine Erinnerungsbrocken oder Rückblenden vom vorherigen Teil vorgelegt bekommt. Hier aber wurde darauf verzichtet, was uns persönlich ein kleiner Dorn im Auge war. Schließlich mussten wir ein Jahr lang auf die Fortsetzung warten, sodass nicht alles sofort wieder in unsere Erinnerung zurückgekehrt ist.
Wir mussten uns erst ein bisschen einlesen, um wieder komplett in der Welt von Kira und Samm eintauchen zu können.

Das ganze Buch handelt von Kiras ganz persönlichen Selbstfindungstrip. Und da Kira eben wissen will, was genau sie nun ist, führt sie dieser Trip durch die großen Städte der zerstörten USA hindurch. Dabei spielt es keine Rolle, dass sie einerseits eine Lösung für das Verfallsdatum der Partials suchen will und zugleich ein Mittel gegen RM für die Menschheit. Sie selbst kann sich nicht entscheiden, ob sie nun auf der Seite der Menschen oder der der Partials ist und sein will.

Auf ihren Trip mit Samm, Heron und Afa hat sie durch auftauchende Hindernisse zu kämpfen und somit zeitgleich die Möglichkeit, sich selbst neu kennenzulernen um somit spätere Entscheidungen treffen zu können. Dabei ist es natürlich wichtig, dem Hauptziel treu zu bleiben:
Wer ist Kira wirklich?
Und vor allem, wer will sie eigentlich selbst sein?

Es kam uns beinahe selbst so vor, als hätten wir diesen wirklich langen Weg mit Kira und der Truppe durchlitten. Völlig erschöpft lasen wir, machten während dem Lesen unsere Pausen und fühlten uns Wortwörtlich erschlagen. Und dieser Effekt hielt während dem ganzen Lesen an.

Hier müssen wir auch anbringen, dass es viele stören wird, da eben auf der Durchreise von Chicago bis nach Denver nichts Großes passiert. Keine blutigen Schlachten, keine brutale Gewalt. Es werden Informationen gesammelt, kurzzeitig die Sichtweisen gewechselt und das war es auch schon. Dan Wells begeht hier unserer Meinung nach keinen Fehler und blieb seiner Geschichte treu. Schließlich ist so ein langer Laufmarsch KEIN Zuckerschlecken, bei dem der Autor einfach mal die vier Wochen vergehen lassen kann und wir als Leser schon zu früh ans Ziel gelangen. Daher großes Lob unserseits für diesen mutigen Schritt.

Wir empfanden es zudem als wichtig für die Veranschaulichung der kaputten und zerstörten Welt, zu erleben, was genau für Vorgänge ablaufen, wenn zum Beispiel ein Chemiewerk nicht mehr gewartet wird. Oder wenn Abwasserrohre unter der Stadt nicht kontrolliert werden. Andere sehen das vielleicht als Unwichtig oder zu viel an, aber wir sind der Meinung, dass es nun mal dazu gehört. Die Geschichte spielt in einer zerstörten Welt und es nützt nichts, wenn uns das nur gesagt wird, wir wollen es auch lesen.
Und spüren.
Und das taten wir besonders heftig auf dem Gewaltmarsch den Kira und Samm zurücklegen.
Das lag womöglich größtenteils an der perfektem Veranschaulichung von Dan Wells. Wir fragten uns ernsthaft, ob dieses Buch verflucht sei, denn die bildgewaltigen Erklärungen der Schauplätze waren doch mehr als realistisch vorgeführt worden.

Wo also im ersten Band die Stärke bei der Idee und den Charakteren lag, fokussierte sich der zweite Band komplett auf die Welt nach Long Island. Und diese war Kino Pur von uns. Allerdings wird auch hier der größte Kritikpunkt und somit der Riss in der perfekten Aufmachung der Geschichte die Veranschaulichung der zerstörten Welt mit all seinen Gefahren, Veränderungen und Zerstörungen sein.
Wie gesagt, uns hat es nicht gestört. Wir hätten wahrscheinlich eher gemeckert, wenn es nicht so gewesen wäre.


Was die Charaktere angeht, wollen wir gar nicht so viel sagen, denn das würde hier wahrlich den Rahmen sprengen.
K
ira entwickelt sich nur langsam, denn wie schon gesagt, befindet sie sich auf einem Selbstfindungs-Trip und im Grunde kann sie sich gar nicht richtig entwickeln. Allerdings ist genau dieser Zwischenstopp wichtig für die letztendlich große Weiterentwicklung, die dann hoffentlich im dritten Band folgen wird. 

Samm ist und bleibt ein Partial, allerdings macht er hier wohl die größte und weitreichendste Entwicklung durch. Er entdeckt etwas in sich, was er nie für möglich gehalten hätte und weiß damit nicht umzugehen. Aber, und hier gibt es wieder einen Kritikpunkt, denn gegen Ende wirkte Samm auf uns zu menschlich. Er redet mit einer wildfremden Frau über Dinge, die ihn beschäftigen und für uns passte das gar nicht in das Bild des kühlen und stets rational handelnden Partial, den Dan Wells hier erschaffen hatte. Man sieht die Veränderung vom ersten Band bis hin zum Ende des zweiten Bandes, aber in Bezug auf seine Partialgene wäre weniger Mensch eher mehr gewesen.

Der Sprung zwischen Weltveranschaulichung, Charakterentwicklung und vor allem dem Lösen des Kernproblems war hier in seinen knapp 600 Seiten nicht leicht durchzubringen. Man könnte nun sagen, dass Dan Wells die Handlung in die Länge gezogen hat, damit er eben viele Seiten füllen kann, aber für uns hätten es nicht weniger sein dürfen. Wir empfanden alles als wichtig. Für die Charaktere, für die Handlung und für das Näherbringen der Welt, in der wir uns bewegen. Es kommt immer auf die Details an und wenn man für einen Marsch vier Wochen benötigt, dann ist das eben so. Es wäre unglaubhafter gewesen, wenn Dan Wells diese großen Zeiträume einfach übersprungen hätte.




Dan Wells ist wirklich ein Meister in Sachen Beschreibungen und auch auf die Qualität seines Schreibstils ist jedes Mal verlass. Für Leser, die genauso Weltbegeistert sind wie wir, wird dieses Buch die perfekte Fortsetzung sein. Wer Action – Gewalt – und Blutige Szenen bevorzugt, wird sich mit Partials schwer tun. Es ist eben nicht alles leicht zu bewältigen und das hat Dan Wells auch strikt hier umgesetzt. Wir können nur wieder einmal ehrfürchtig unsere Tastaturen erheben und uns auf den finalen Band freuen.







Im Vergleich zu Band eins hat sich Band zwei auf andere Dinge fokussiert, die vielleicht weniger aufregend für uns waren als im ersten Band. Dennoch müssen wir für diese Qualität einfach 5 knappe Marken vergeben. 4 würden einfach unfair gegenüber dieser mühevoll geschrieben Geschichte sein.













(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
2 mal erwischt
  1. Man, man, man....
    was mach ich nur mit euch. Mensch ich hab den ersten noch nicht gelesen und jetzt will ich aber ganz schnell beide haben. SOFORT!!!!

    *ich knuddel euch ganz dolle*

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du arbeitest an der Quelle liebes: GREIF SIE DIR!

      *Dich ganz dolle zurückknuddel*

      Liebe Grüße

      Löschen

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