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2. März 2014

"...weg bist du" von Beatrix Lohmann / Rezension

http://www.amazon.de/weg-bist-du-Beatrix-Lohmann/dp/3981521765/ref=tmm_pap_title_0?ie=UTF8&qid=1393764021&sr=8-2https://www.facebook.com/beatrix.lohmann.7?fref=tshttp://www.miko-verlag.de/http://www.miko-verlag.de/


Michaela Knospe 1960 in Trier geboren, lebt seit vielen Jahren im Hunsrück. Sie arbeitet als Lehrerin und hat neben ihrem erfolgreichen Kinderbuch über den kleinen Drachen Qualmi, ein auf der Geschichte basierendes Theaterstück und eine Lehrerhandreichung beim Buchverlag Kempen veröffentlicht. Weitere Informationen dazu auch unter: www.qualmi.de Gerade erschien eine Sammlung dunkler, makabrer und überraschender Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Beatrix Lohmann.


Auf skurrile, fantastische, morbide, aber auch heitere Art und Weise nähert sich diese Kurzgeschichtensammlung den unterschiedlichen Möglichkeiten, jemanden oder etwas verschwinden zu lassen, wie z. B. unliebsame Personen, den nervenden Ehemann, das eigene ich ... Lassen Sie sich einfach überraschen!


Bei dem Titel und diesem Cover konnte ich der Leserunde auf Lovelybooks nicht wirklich entkommen und so bewarb ich mich und gewann ein eBook – Exemplar.

Was erwartet einen nun hier?

Laut Klappentext sollte man sich einfach überraschen lassen und das tat ich auch. Nichtsdestotrotz werden diese Geschichten nicht jedermanns Geschmack treffen, da sie doch recht eigens und anders sind. Bei mir persönlich sind dann allerdings „normale“ Geschichten anders und eigens, also war das eBook bei mir als Leser schon mal an der richtigen Adresse.

Kurzgeschichtenbände sind für mich persönlich immer eine interessante Leseerfahrung. Besonders, wenn Themenvorgaben vorhanden sind und ich die verschiedensten Ideen und Umsetzungen dazu lesen und vergleichen kann.
Es ist danach wirklich immer erstaunlich, wie anders jeder Autor die Dinge handhabt und niederschreibt. Hier allerdings war es ein- und dieselbe Autorin.

Bei „…weg bist du – Dark Stories“ war das Cover schon aussagekräftig und auch der Titel ließ schon mal erahnen, dass ich hier etwas anderes geboten bekommen könnte. Leider war das auch einer der größten Kritikpunkte, die oftmals von dem einen und anderen in der Leserunde angemerkt wurden. Titel und Cover waren oftmals nicht das, was man inhaltlich geboten bekam.
Auch wenn der Klappentext vielleicht etwas stärker aufklärt, inwieweit die Autorin das „Verschwinden“ interpretiert, sollte man vorher wissen, dass diese KG hier doch alle die unterschiedlichsten Themen beinhalten.

Da die Kurzgeschichten allesamt recht kurz sind, ist es etwas schwer, eine Inhaltsangabe zu schreiben, da das wiederum ja dann den kompletten Inhalt preisgeben könnte. Aus diesem Grund befasse ich mich dann mehr mit meinen Eindrücken, um euch vielleicht ein Bild von den verschiedensten Ideen der Autorin nahe legen zu können.


1. Heiß
Oder auch der Saunalimbus, aus dem es kein Entkommen gibt. Immer tiefer gehend entdeckte ich eine bizarre Aneinanderreihung nach der anderen. Als dann auch noch ein mir gut bekannter Mann gegen Schluss auf den Seiten auftauchte, wurde ich dort schon zum ersten Mal von der Autorin schockiert. Gute Idee, die auch ruhig hätte länger sein können und das war vielleicht auch schon ein ganz sanfter Einblick (Vorwarnung ^^) auf die noch kommenden Geschichten.


2. Die Tür
Einer meiner Favoriten. Auch wenn ich selbst heilfroh bin, die Tür nicht selbst zu sehen, überlegt man es sich doch nach dieser Geschichte zweimal, eine mysteriös wirkende Tür NICHT zu öffnen. Gekonnt erschuf die Autorin hier das Rätselhafte und lässt bis zum Schluss auch keine richtigen Antworten im Raum zurück. Aber das war meiner Meinung nach auch genau richtig so und hätte sonst das vorher gut eingebaute, mysteriöse, in der Geschichte zerstört. Eigeninterpretation gegen Ende, die gemischt mit einer guten Idee und einem lockeren Schreibstil für spannende Unterhaltung sorgte. Es passte einfach.


3. Jugendliebe
Wie ich bereits in der Leserunde schrieb: Ich wusste es. Ich wusste, was da im Busch war, denn irgendwie hatte ich mich schon auf etwas „anderes“ eingestellt und diesbezüglich wurde ich auch nicht enttäuscht. Gut beschrieben, kurzweilig und sorgt für ein nachdenkliches Ende. Perfekt für zwischendurch gewesen, auch wenn die Autorin mit ihrer Idee dem einen oder anderen vorübergehend die Luft wegschnappen könnte.


4. Ende der Wartezeit
Eine der schwächsten Geschichten im gesamten Buch. Sie war nur eine(?) Seite lang und auch wenn der Hintergrund traurig ist, hat es mich persönlich enttäuscht. Aber das ist das gute an einer Kurzgeschichtensammlung: Es ist genug Platz für die verschiedensten Dinge vorhanden und man muss nicht immer alles lesenswert finden. Es war auch eine der Geschichten, die mehr wie ein Platzfüller wirkte und eigentlich hätte weggelassen werden können.


5. Vergebliche Liebesmüh
In dieser Geschichte könnte sich mit Sicherheit der eine oder andere Hausmann hineinversetzen. Besonders, wenn die Frau im Haus die Brötchen nach Hause bringt und man sie immer seltener zu Gesicht bekommt. Aber vorsichtig: Stille Wasser sind meistens tiefer als man denken mag und es könnte alles doch nicht so golden sein, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Mir gefiel die Art und Weise, wie die Autorin hier mit den Gedanken des Ehemannes spielte und die des Lesers auf ein bestimmtes Ziel zusteuerte. Mehr wird nicht verraten, aber es war wieder einmal ein gutes, kurzweiliges Vergnügen.


6. Putzteufel
Ich geb´s zu: Ich bin neidisch, denn nach dem Lesen der Geschichte habe ich mir insgeheim auch so eine tolle „Freundin“ gewünscht. So altmodisch – klassisch und vor allem gut verstaubar. Wer möchte sowas nicht in seinem Leben haben? Klasse Idee und auch die Gedanken der „Freundinnen“ waren lesenswert. Ebenfalls einer meiner Favoriten, auch wenn ich keine Lust hätte, der „Freundin“ so oft die Oberfläche zu polieren.


7. Das Leben geht weiter
Mal etwas zum Nachdenken gewesen und auch wenn ich den Ansatz dieser Idee schon von einer anderen Kurzgeschichte gekannt hatte, wurde es hier definitiv besser umgesetzt. Hier präsentierte die Autorin auch mal eine etwas andere Seite von sich und bewies mir damit, dass sie sich auch gerne mehr ins Zwischenmenschliche und Traurige hineinwagt.


8. Einmalig
Wieder so ein „Platzfüller“ für mich gewesen. Sprach und kam nicht so ganz bei mir an, dafür war es einfach viel zu kurz.


9. Die fremde Frau
Spätestens nach dieser Geschichte wird der Leser bemerken, dass die Autorin ein gutes Händchen und auch eine Vorliebe für irreführende Handlungen hat. Wieder so locker flocker und leichtgläubig mit einer überraschenden Auflösung gegen Ende.


10. Der göttliche Strahl
Dieser Einblick in die unschuldigen Gedanken eines Kindes brachte mich schon zum Schmunzeln, aber mit dem Ende kam ich nicht klar. Hätte man die vorherigen Platzhaltergeschichten weggelassen, hätte man hier noch ein wenig mehr Text und da auch eine andere, interessantere Richtung, gegen Ende einschlagen können. War also auch eher eine der schwächeren Storys im Buch.


11. Anmache
In der Kürze liegt die Würze – aber es ist nicht immer so, dass die Würze auch ausreichend genug für einen Leser sein kann. Nette, düstere Idee und Geschichte, aber sie konnte sich meiner Meinung nach zwecks der Kürze nicht gebührend entfalten. Besonders das mit der Freundin entlockte mir mehr ein verwirrendes „Aha“, dass sich bis zum Schluss auch nicht wieder entwirren konnte.


12. Gesundheit
Diese Geschichte hat meiner Meinung nach seine ganz eigene Botschaft, die jeder anders betrachten und sehen könnte. Zumal diese Einstellung stark in unserer Gesellschaft vorhanden ist und einfach ein falsches Bild von „richtig“ und „falsch“ aufwirft. Krank oder verstörend?! Das bleibt für jeden am Ende selbst überlassen.


13. Hässlich
Ich musste gegen Ende dieser kurzen Erzählung erst mal kurz auflachen. ^^ Diese Irreführung hatte mich auch hier wieder gut unterhalten können.


14. Schlaflos
Ein schnarchender Ehemann und eine mehr als genervte Ehefrau. Was also tun, wenn jegliche Hausmittel und Versuche, das Schnarchen zu kontrollieren, scheitern? War mal wieder was anderes und wie zuvor auch gut beschrieben worden.


15. Kinderträume
Auch diese Geschichte wurde aus der Sicht eines Kindes erzählt und gegen Ende wird man überrascht feststellen, dass Träume nicht immer so einfach in Erfüllung gehen können.
Vielleicht haben sie gegen Ende auch einen noch viel schlimmeren Beigeschmack? Von meiner sicheren Straßenseite aus hätte ich mir noch ein klitze kleines bisschen mehr Drama gewünscht, das der Lektion dieser Geschichte mit Sicherheit noch ein wenig Nachdruck gegeben hätte. Aber so oder so war die Idee dahinter gut ausgewählt und regte mich und hoffentlich auch manche Eltern zum Nachdenken an.


16. Supernova
Wieder anders als viele vielleicht erwartet hätten –und wieder eine kurze Zwischenmahlzeit. Nicht überragend aber auch nicht schlecht – eben perfekt für Zwischendurch. Also hatte ich eigentlich nichts daran zu beanstanden.


17. Entwicklungsformen
Mit diesen Sci-Fi Elementen, die die Autorin hier verwendet hatte, wurde ich nicht sonderlich warm und daher war es auch wieder eine der weniger interessanten Storys für mich gewesen.


18. Der Kachelofen
Wer es gerne warm in seinen eigenen vier Wänden mag und noch dazu einen tollen Ofen/Kamin zum Heizen besitzt, wird hoffentlich nach dieser Geschichte nicht auf die gleiche Idee wie die Frau hier kommen. ^^ Gut und spannend erzählt, und den fiktiven Geruch gegen Ende werde ich noch eine Weile in Erinnerung behalten. Jetzt aber erst noch mal alle Fenster auf und ordentlich lüften. ;)


19. Das Ritual
Die Geschichte brauchte ein Weilchen, um in Fahrt zu kommen und das „Motiv“ gegen Ende hätte ich so nicht erwartet. Es gefiel mir eigentlich, war nichtsdestotrotz dennoch mehr was fürs Abstellkämmerchen.


20. War es Liebe?
Die Geschichte war auch leider nichts für mich IST aber wie oben schon oft erwähnt nicht schlimm und dem einen oder anderen sagt sie mit Sicherheit mehr zu als mir. ^^



Ich persönlich bin mehr „tiefgängigere, ausführlichere und noch skurriler wirkende“ Kurzgeschichten gewöhnt, wurde hier aber dennoch gut unterhalten. Perfekt für zwischendurch ohne mir Stundenlang über etliche Interpretationsmöglichkeiten den Kopf zu zerbrechen. Die Autorin versteht es, den Leser mit einem unkomplizierten Schreibstil und ihren ausgefallenen Ideen zu fesseln und auch größtenteils zu unterhalten.

Hin und wieder gab es Enden, bei dem der Leser ohne Probleme seine ganz eigene Interpretation zusammen spinnen konnte, was mir persönlich immer sehr zugesagt hatte. Aber auch Fragezeichen, kleine Lacher und Schmunzler waren während dem Lesen Dauergäste und boten mir so gesehen ein kurzes, aber mit Sicherheit nicht in Vergessenheit geratenes, Lesevergnügen.
Für jeden, der auf anders und skurriles steht und gegen etwas Kurzes für zwischendurch nichts einzuwenden hat.



Da ich mir hier und da „mehr“ gewünscht hätte und einige Geschichten als unnötig empfand, gebe ich gute 4 Marken für eine einfache und gute Kurzgeschichtenansammlung.

Auch nochmals ein herzliches Dankeschön an die Autorin und Lovelybooks für die Leserunde und das eBook. ^.^







(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
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