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2. Februar 2014

"Vollendet: Der Aufstand" von Neal Shusterman / Rezension

http://www.amazon.de/gp/product/3737367183/ref=s9_psimh_gw_p14_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0D1DW6YB53RHB43XFPC5&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128http://storyman.com/

 Die Rezension zu Teil 1 findet ihr HIER.





http://www.amazon.de/Vollendet-Neal-Shusterman/dp/3737361665/ref=pd_bxgy_b_img_y


Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, schrieb seine ersten Geschichten bereits zu Schulzeiten. Er studierte in Kaliforniern Psychologie und Theaterwissenschaften, mittlerweile widmet er sich ganz dem Schreiben von Jugendbüchern und Drehbüchern für Fernsehserien und Spielfilme.


Du hast geglaubt, es ist vorbei? Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer: Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen. Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein. Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen. Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.



Das Cover ist schon wie beim ersten Band schlicht und einfach. Allerdings braucht es bei dem Thema des Buches, dem Hintergrund der Geschichte, kein auffälliges Cover. Für Aufmerksamkeit sorgt der Inhalt alleine.




Wir treffen wieder auf Connor, Lev und Risa, die sich zwar zusammen, aber doch jeder für sich alleine, durch diese Welt, die sie umbringen will, durchschlagen müssen. Zu Beginn der Geschichte lernen wir Starkey kennen. Einen Storch, der es schafft, vor der Umwandlung zu fliehen und auf seinem Weg auf dem Flugzeugfriedhof bei Connor landet.
Da Connor für Tod gehalten wird, muss er nun keine Umwandlung mehr fürchten. Risa sitzt im Rollstuhl und Lev hat noch etwas Gift als Klatscher im Körper, wodurch beide ebenfalls nicht zur Umwandlung geeignet sind. Zwar ist das Umwandlungsalter auf 16 gesenkt worden, was aber nur dazu führte, dass Kinder auf offener Straße von Teilepiraten geklaut werden. Die Organe und Teile von Kindern aus den Ernte-Camps reichen nämlich nicht mehr für die Bedürfnisse der Menschheit, die vielleicht einen Arm oder einen Bein benötigen.
Ein Unfall auf dem Flugzeugfriedhof, eigenmächtige Entscheidungen und eine Freundschaft, die so nie entstanden wäre, sorgen für einen Handlungsverlauf, an dessen Ende eine ungewisse Zukunft steht.



„Mit der traurigen Resignation eines Mannes, der weiß, dass er zu alt ist,
die Welt noch zu verändern, sieht er aus dem Fenster.“
-Seite 330-
Nachdem ich von Teil 1 so was von begeistert war, musste ich natürlich sofort mit dem zweiten Band beginnen. Konnte dieser mich genauso mitreißen? Wir werden sehen … (Vorab-Info: Storchen heißt, wenn man ein Baby vor die Tür einer anderen Familie ablegt. Diese Familie MUSS das Baby aufnehmen, ob sie wollen oder nicht. Oder sie storchen es weiter. Und weiter. Und weiter … )

Der zweite Band von „Vollendet“ beginnt damit, dass wir Starkey kennenlernen.
Ein Junge, der gestorcht wurde und am Ende bei Connor auf dem Flugzeugfriedhof landet. Starkey ist für Connor nur ein weiterer Wandler, den es zu beschützen gilt. Allerdings verfolgt Starkey seine eigenen Ziele und sorgt damit dafür, dass er für Connor eine Herausforderung wird, an der Connor entweder kaputt geht oder wächst.
Starkey war für mich von Anfang an ein offenes Buch. Als hätte man bei einem Krimi direkt im ersten Satz den Mörder verraten und erzählt dennoch von der Mordermittlung weiter. Natürlich sind seine Handlungen für die Entwicklung von Connor wichtig, aber es war von Anfang an klar, worauf das alles hinausläuft. Das hat in meinen Augen ganz schön viel Spannung genommen.
Mehr dezent gesetzte Hinweise, ein bisschen mehr Mysterium Starkey und das Ende wäre der Knaller schlechthin gewesen.

Als zweites wird Miracolina eingeführt. Ein Mädchen, das weiß, was es will. Sie will umgewandelt werden. Nur für diesem Zweck ist sie noch da. Sie hat ihren Bruder retten müssen und danach war ihr Ziel die Umwandlung. Ihr Verhalten ist eher fanatisch als nachvollziehbar, aber passend auf die Figur zurechtgeschnitten.

Ihr Gegenpart ist Lev. Lev darf offiziell nichts mehr machen. Er war ein Klatscher der nicht geklatscht hat und stellt somit einen Sonderfall dar, mit dem keiner weiß, wie er umgehen soll. Die Familie hat sich abgewandt, Connor und Risa kann er nicht kontaktieren und somit sorgt ein Klatschen dafür, dass er wieder auf der Straße unterwegs ist. Miracolina ist für ihn so etwas wie ein Spiegel. Er sieht sich selbst und die Gehirnwäsche, die er damals auch bekommen hat.
Lev wird verehrt als Retter der Zehntopfer, von allen - nur nicht von diesem Mädchen. Es wird stürmisch, als die beiden fliehen, wodurch Lev wieder klarer sieht und Miracolina endlich anfängt, die Dinge zu hinterfragen. Auf diese Figur und das Zusammenspiel von beiden bin ich wirklich gespannt, denn viel erfährt man leider nicht im zweiten Band.
Am Ende trennen sich die Wege wieder, aber ob das Gut oder schlecht ist, erfährt der Leser noch nicht. Auf die zwei Charaktere bezogen war das Ende wirklich ein guter Cliffhanger.

Als dritte und interessanteste Figur wird Cam dem Leser vorgestellt. Cam ist eigen und über ihn werde ich nicht viel sagen, denn das ist ein Thema, das wirklich zum Nachdenken anregt. Risa wird mit ihm konfrontiert, muss ihre Überzeugungen überdenken und merkt bald, dass man nicht nach dem Äußeren eines Menschen urteilen kann und darf. Bei Cam hat der Autor sich wirklich weit aus dem Fenster gelehnt und stellt mit ihm eine Frage in den Raum, bei der ich nicht weiß, ob man die überhaupt beantworten sollte.
Wie weit darf man gehen, in einer Welt, in der alles möglich ist? Wo hört Humanität auf und wo fängt die Dreistigkeit der Menschheit an?

Die Welt, in der „Vollendet“ spielt ist im Grunde noch genauso wie im ersten Band. Die Menschen wollen nicht auf ihre neuen (Körper)Teile verzichten, denn dafür sind Wandler nun mal da: Um den „besseren“ Menschen das Leben leichter zu machen, wenn sie verletzt sind.
Wandler haben es nicht verdient zu Leben und sollen das einfach akzeptieren. Punkt. Darüber wird nicht diskutiert. Der Wiederstand setzt sich zwar für die Wandler ein, doch nur soweit wie sie ein Haus werfen könnten.
Die Kinder sind auf sich gestellt und dadurch, dass das Umwandlungsalter auf 16 gesenkt wurde, geht es ihnen eigentlich schlechter als vorher. Den Teilepiraten ist es egal, ob die 16 oder 18 sind, ob sie überhaupt umgewandelt werden sollen oder nur abgehauen sind. Kinder zwischen 13 und (nach oben offen) bedeuten Geld.
Mehr nicht.
Und mehr passiert auch nicht.
Wo im ersten Band das Hauptaugenmerk auf der Unmenschlichkeit der Menschheit lag, geht es um zweiten Teil fast ausschließlich um die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Fehler, die gemacht werden.
Durch Starkey wusste ich, worauf das alles hinausläuft und vielleicht lag es daran, dass sich die ersten 150 Seiten gezogen haben, wie eine aufgeweichte Teerstraße im Hochsommer.

Vielleicht lag es aber auch an dem sehr speziellen Schreibstil, den der Autor an den Tag legt. Im ersten Band hat er mich noch nicht mal gestört, aber hier hatte ich manchmal das Gefühl, als wäre den Figuren in einer Szene langweilig.
Die Erzählweise ist zu Anfang sehr nüchtern, fast schon kalt und abweisend. Ich musste mich an diesem Punkt wirklich zum Weiterlesen zwingen. Aber, trotz aller Zweifel, hat es sich gelohnt. Ratz Fatz fand ich mich auf Seite 400 wieder und wunderte mich, wo die Zeit geblieben war.
Sobald ein alter Bekannter auf der Bildfläche erscheint nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird zu einer brisanten Achterbahnfahrt gegen die Zeit.

Cam sorgt dafür, dass der Leser geistig nicht verhungert und bringt somit, genug gedanklichen Sprengstoff in die Geschichte ein. Wie gesagt, der Showdown war für mich klar, lässt aber durchaus noch genug Spielraum, um die ganzen losen Fäden im dritten Teil wieder aufzunehmen. Das Ende, also das letzte Kapitel, bringt Widererwartens noch eine Menge Überraschungen mit sich und sorgt dafür, dass der lahme Anfang etwas in Vergessenheit gerät.

Die Rezension zu „Vollendet – Der Aufstand“ fällt kürzer aus. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil in meinen Augen einfach nicht viel passiert. Die Charaktere von Connor, Risa und Lev entwickeln sich weiter, wofür die Gegenspieler sorgen. Viele Szenen spielen auf dem Flugzeugfriedhof, während Lev unterwegs ist oder Risa sich mit Cam herumschlägt. Wie die Welt als solche sich entwickelt geht ein bisschen unter und obwohl man als Leser ein paar Hintergrundinfos bekommt, tappt man doch vollkommen im Dunkeln.

Ich als Leser sah immer nur die Seite der Wandler bzw. des Wiederstandes, finde aber, dass es der Geschichte durchaus gut getan hätte, wenn hier und da ein paar Szenen der Regierung oder der Umwandlungsbefürwortern enthalten gewesen wären. Ein Blick hinter die Kulissen, sozusagen. Die Motivation hinter der Geschichte ist noch immer Gesellschaftskritisch und spitzt sich durch Cam auch noch zu.
Aber er ist auch das Einzige, was diese von Umwandlung beherrschte Welt hervorgebracht hat. Die Wandler kämpfen um ihr Überleben, was –tut mir leid- auf Dauer langweilig wird. Denn dass sie das machen, war schon im ersten Teil klar. Wenn auch durch Starkey das Ende im Grunde verraten wurde, habe ich nach dem Lesen der Geschichte keinerlei Ahnung, was mich im dritten Band erwarten könnte.



Meine Erwartungen bei „Vollendet – Der Aufstand“ waren hoch. Sehr hoch. Leider etwas zu hoch. Der Anfang konnte mich nicht überzeugen. Langatmig und distanziert erklärt der Autor dem Leser, was passiert, anstatt es die Figuren erzählen zu lassen. Ab einem bestimmten Punkt ändert sich das dann plötzlich und die Geschichte riss den Leser wirklich mit.
Aber dadurch, dass ich schwer in die Geschichte reinkam und auch eine neue Figur wirklich überflüssig fand, hat es mich nicht vom Hocker gerissen. Die Fortsetzung als solche ist wichtig für die gesamte Geschichte, aber ein bisschen mehr Spannung hätte nicht geschadet. Für Dystopie-Liebhaber sicherlich nicht zu verachten, aber für mich dann doch nicht „die Eine“ unter den Dystopie-Geschichten.




„Vollendet – Der Aufstand“ bekommt von mir 4 von 5 Marken. Auch wenn das Ende mit interessanten Informationen aufwartet, macht es den lahmen Anfang nicht wieder gut.


Es grüßt
Ein herzliches DANKE an
http://dystopischeliteratur.org/impressum/rezensenten/#tilly-jones
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
3 mal erwischt
  1. Da hatte ich wirklich Glück. Ich hatte nämlich die geringsten Erwartungen überhaupt, konnte mir gar nicht vorstellen, dass es überhaupt gut sein oder etwas Neues rauskommen könnte...

    Dadurch war ich mehr als positiv überrascht <3

    Schade, dass es bei dir andersrum war :-(

    Liebe Grüße

    Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Steffi,

      Ja, ich war wirklich sooo begeistert vom ersten Teil und habe mich sofort an den Zweiten gemacht, aber wie gesagt, der Einstieg hat mich da echt ausgebremst.

      Nachdem ich die Welt so interessant fand, hatte ich einfach mit mehr gerechnet. Mehr Infos, mehr Knallern (oder Klatschern^^), mehr von der anderen Seite eben. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich mehr Abstand zwischen den zwei Teilen gehabt hätte.

      Der dritte lässt ja zum Glück noch auf sich warten, ich denke, dass ich da auch wieder begeistert sein werde.

      Liebe Grüße
      ~ Tilly

      Löschen
  2. Am zeitlichen Abstand könnte es natürlich auch liegen :-)
    Jetzt können wir gemeinsam warten :-)

    AntwortenLöschen

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