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18. Februar 2014

Tom & Ninas aus Echtzeit - Interview



 Ich, Tilly, hatte das Vergnügen, die zwei Hauptdarsteller des neuen Buches von Sarah Reitz interviewen zu dürfen. Ihre Geschichte wird in „Echtzeit“ erzählt und wenn ihr Wissen wollt, worum es genau geht, dann könnt hier HIER nachsehen.
http://inflagrantibooks.blogspot.de/2014/02/echtzeit-rezension.html




 So, nun aber zu meinen Gästen



Natürlich hatte ich ein paar Fragen im Gepäck und konnte den Zweien vielleicht sogar ein kleines Geheimnis entlocken. ;-)
Ich begrüße Tom und Nina in unseren kleinen Blogräumen. Sie wirken auf den ersten Blick offen und kein bisschen nervös. Während sie noch diskutieren, wer wo sitzen soll, fülle ich die Gläser mit Wasser und warte, bis jeder einen Platz gefunden hat.

„Fangen wir an. Ich würde sagen Ladys First!“ Nina lächelt und Tom greift nach seinem Wasser, während ich meine Fragekarten sortiere.

„Also, Nina. Hättest du je gedacht, die Liebe deines Lebens auf einem Rockkonzert (wieder) zu finden? Mit 18? Oder hat Tom bei dir schon mit 11 Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen, außer der Narbe?“
Ein kurzes zwinkern meinerseits lässt Nina die Hand heben.
Meine Augen folgen ihrer Bewegung und sie streicht verlegen über ihre Narbe.
„Naja, dass man auf Festivals flirtet und sich ein bisschen verliebt ist ja nichts ungewöhnliches. Außerdem weiß man mit 18 ja noch gar nichts von der Liebe des Lebens.“
Irgendwie niedlich, zeugt ihre Bewegung zu der Narbe doch davon, dass da vielleicht doch mehr gewesen war.
Mit einem Grinsen auf meinem Gesicht behalte ich meine Gedanken diesbezüglich für mich und ziehe meine nächste Karte.

„Waren deine Beziehungen zu anderen von vornherein zum Scheitern Verurteilt, weil du die Männer vielleicht unbewusst mit Tom verglichen hast? Wenn man gedanklich und gefühlsmäßig so an einer Person hängt, kann das nicht ohne Auswirkungen bleiben, oder?“
Nina nimmt einen Schluck Wasser, bevor sie zu sprechen anfängt.
„Tom war mein erster Mann in vielerlei Hinsicht. Alle folgenden Männer habe ich ganz bewusst mit ihm verglichen. Ob meine Beziehungen deshalb zum Scheitern verurteilt waren weiß ich nicht.“
Sie zuckt mit den Schultern.
„Es war halt einfach nicht der Richtige dabei.“
Ich denke, ich weiß was sie damit sagen will. Die erste Liebe, sei sie auch noch so kurz, hinterlässt wohl immer einen bleibenden Eindruck. Den Kopf schiefgelegt sehe ich Nina direkt an.

„Und? Hat sich das Warten am Ende gelohnt?“ Sie lacht, laut und herzlich.
„Ich hab es nicht unbedingt als Warten empfunden, eher als einen Reifeprozess, den wir beide durchmachen mussten. Hätten wir das nicht getan, wäre unsere Beziehung jetzt nicht das, was sie ist, wir stehen beide fest im Leben, wissen was wir wollen und wir wollen nun mal alles gemeinsam.“

Genauso klingt Nina auch, als würde sie mitten im Leben stehen und genau wissen, wen oder was sie will. Und ich denke, dass dieser jemand gerade neben ihr sitzt. Mein Blick geht zu Tom, der dem Gespräch bis jetzt ruhig, aber aufmerksam gefolgt ist.
„Tom. Keine Sorge, wir haben dich nicht vergessen.“
Er lächelt und ich werfe einen Blick auf meine Fragekärtchen.

„Was war das für ein Gefühl, als die bewusst wurde, die oder keine? Und wann genau war es dir eigentlich bewusst?“
„Um ganz ehrlich zu sein: Es war ein Scheißgefühl! Mir wurde es erst bewusst, nachdem ich sie aus den Augen verloren hatte und andere Mädchen ihr einfach nicht das Wasser reichen konnten. Ich hatte ja versucht…“
Er wirft Nina einen kurzen Blick zu. „… mich abzulenken.“
Tom macht eine Pause, greift nach Ninas Hand und hält sie fest.
„Wirklich richtig klar war es, als ich sie in der Silvesternacht in meinen Armen halten konnte.“
Meine Hand zittert ein bisschen, als ich nach meinem Wasser greife. In seinen Worten liegt so viel Gefühl, dass es eine normal sterbliche Frau wie mich ganz schwummrig macht. Ich räuspere mich und hoffe, man sieht mir die roten Ohren nicht an.
„Ja … gut. Wärst du nach Schweden wirklich bereit gewesen, Nina zu vergessen? Endgültig aufzugeben?“
Als es still bleibt, hebe ich den Kopf und sehe von meinen Notizen auf. Tom atmet tief ein und sieht lange Nina an, die seinen Blick ruhig erwidert. Ohne seine Augen von ihr zunehmen, antwortet Tom schließlich.
„Nein!“
Beinahe seufze ich auf. Die beiden wären perfekt, wenn das hier ein Liebesroman mit Happy End wäre. Zwischen ihnen fliegen auch jetzt die Funken und in ihren Blicken sieht man die Liebe, die sie füreinander empfinden.
„Noch eine Frage an dich Tom. Ist Nina jetzt wirklich die perfekte Frau, wie du sie dir immer ausgemalt hat oder gibt es etwas, was dich bei ihr schier in den Wahnsinn treibt. Hat ja jeder so seine Macken.“
Ich grinse und zwinkere ihm zu, während Nina lacht und sich kichernd abwendet. Tom holt theatralisch Luft und setzt eine kleine Leidesmine auf.
„Oh Gnade mir Gott, aber ja Nina hat verdamm fiese Macken. Sie ist das reinste Chaos! Wo sie geht und steht hinterlässt sie ihre Spuren. Mal stehen ihre Schuhe mitten im Flur, oder Notenblätter sind überall im Zimmer verteilt und von den Post-It´s rede ich erst gar nicht. Das schlimmste ist, man darf nichts anfassen, sonst flippt sie völlig aus. Oh und ansonsten …“
Tom macht eine Kunstpause und lässt uns Frauen auf seine Antwort warten. Er legt den Arm um Nina und zieht sie an seine Schulter.
„Ja! Nina ist meine absolute Traumfrau. Ich will sie und keine andere.“
Männer. Ich verdrehe die Augen und werfe Nina einen typischen Frauen-Blick zu. Sie nickt wissend und lächelt leicht.


„Mal ehrlich ihr zwei. Stellt ihr euch noch die Frage, ob eure Leben anders verlaufen wären, wenn ihr von Anfang an zusammen gewesen wärt?
Oder wäre es dann nicht so, wie es jetzt ist?
Ich meine, ihr seid an dem was ihr erlebt habt und an euren Entscheidungen gewachsen, habt euch entwickelt und seid nicht mehr dieselben wie mit 11 oder 18. Ist das Leben genauso wie es jetzt ist, genau richtig?“
„Ja!“, kommt es von beiden zeitgleich, worauf wir alle lachen müssen und Nina schließlich meint: „Ich habe ja vorhin schon gesagt, es war ein Reifeprozess, der wichtig für uns beide und unsere Beziehung war.“
„Also ich hab schon ein paar Mal drüber nachgedacht, wie es gewesen wäre wenn …“
Tom grinst, als Nina ihn entgeistert anstarrt.
„Im Ernst? Du wärst gerne mit der 18jährigen, unreifen und vorlauten Ausgabe von mir zusammen gewesen? Rückblickend war ich damals unausstehlich.“
„Nur damals?“, zwinkert ihr Tom zu.
Sie boxt ihm auf die Schulter, worüber Tom nur lacht und wieder ihre Hand nimmt.
Er wird ernst und sagt schließlich: „Ganz im Ernst, auf die ein oder andere Trennung hätte ich schon verzichten können.“
Das kann ich verstehen, allerdings verstehe ich auch Ninas Standpunkt. Niemand weiß, was passiert wäre, wenn es nicht so gelaufen wäre, wie es nun mal gelaufen ist. Tom trinkt sein Glas aus und ich schenke ihm nach.

„Eine letzte Frage habe ich noch. Was habt ihr für Zukunftspläne?“
Nina antwortet wie aus der Pistole geschossen. Man sieht ihr die Freude richtig an und ihre Begeisterung reißt mich mit.
„In erster Linie wollen wir das Studio endlich unseren Vorstellungen nach ausbauen. Es sieht sehr gut aus im Moment. Wir haben neue Kunden gewonnen und auch finanziell sind wir inzwischen gut aufgebaut.“ Tom räuspert sich und unsere Blicke richten sich auf ihn.
„Nina, ich glaub sie meinte eher privat.“ Nun zuckt diese nur mit den Schultern.
„Na was man halt so für Pläne hat als Paar. Zusammengezogen sind wir schon wieder vor ein paar Wochen …“
Nina kann nicht ausreden, denn Tom fällt ihr ins Wort.
„So richtig zusammengezogen sind wir noch nicht. Du hast noch immer nicht deine Umzugskartons ausgeräumt.“
„Jaja, das mach ich nach unserem Urlaub. Wir wollen im Sommer für ein paar Wochen in die USA und eine große Rundreise machen mit dem Auto.“
Winkt Nina ab und greift nach ihrem Glas. „Vergiss das heiraten nicht“, grinst Tom und Nina verschluckt sich am Wasser.
„Wo? In Las Vegas?“
Tom hebt eine Augenbraue und seine ganze Aufmerksamkeit ist nur auf Nina gerichtet.
„Warum nicht?“

Während die beiden noch ein bisschen über die Möglichkeiten von Hochzeiten in Las Vegas diskutieren, betrachte ich Menschen, die vor mir sitzen. Sie sind wirklich nett, offen und herzlich. Ein Paar, das trotz aller Widrigkeiten mitten im Leben steht und letztendlich doch zusammengefunden hat. Und was das Schicksal immer wieder zusammenführt, das soll auch an einer Rockmusik-Hochzeit in Las Vergas nicht scheitern.
Jedenfalls scheint mein Vorschlag Zustimmung zu finden. Ich muss Lächeln, als ich die beiden hinaus begleite und bin mir sicher, Liebe überwindet alle Hindernisse. Schließlich hatte ich gerade das beste Beispiel dafür vor mir sitzen.


Liebe Grüße, eine noch immer seufzende


 







(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
4 mal erwischt
  1. Tilly <3
    Das ist so ein schönes Interview. Wow ich bin begeistert.
    Das ist richtig toll geschrieben, wenn man es nicht besser wüsste, würde man glauben die Beiden wären real. Sehr authentisch.

    Beide Daumen hoch dafür, jetzt freue ich mich gleich noch mehr auf das Buch.
    Da hast du Nina und Tom richtig Leben eingehaucht.

    Liebste Grüße und einen Glitzerregen
    Janina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Janina!

      Danke für die lieben Worte! Natürlich hätte ich das Interview nicht ohne Hilfe hinbekommen. Nina und Tom waren sehr entgegenkommend. :-D ^^

      Nein, im ernst, es hat Spaß gemacht und da ich kein Fan von den üblichen Frage-Antwort-Interviews bin, investiere ich lieber etwas mehr Zeit und mache mein eigenes Ding draus. Wie ich sehe, ist der Gedanke den ich hatte, ja angekommen: Es soll so wirken, als würden sie echt sein. :-)

      Glitzerergengrüße
      Tilly

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  2. Das ist absolut toll geworden!

    Ich war ja schon begeistert, als ich das Interview vorab lesen durfte, aber den ganzen Artikel jetzt zu sehen übertrifft alles. Mit soviel Liebe gestaltet ich habe Gänsehaut und kann nicht aufhören rauf und runter zu scrollen.

    Liebe Tilly, du hast meinen beiden Liebsten tatsächlich Leben eingehaucht. Ich danke dir von Herzen dafür.

    Alle anderen: Lest es, schmelzt dahin und dann lasst den beiden einen lieben Kommentar da. Außerdem: hier sollte man definitiv öfter vorbeischauen ;-)

    LG
    Sarah

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    Antworten
    1. Vielen, vielen Dank Sarah!

      Es hat wirklich Spaß gemacht und das Buch war ja auch wirlklich toll! Solche Interviews würde ich gerne öfter schreiben. Nina un Tom waren wirklich nett! :-D ^^

      Liebe Grüße
      Tilly

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