.sidebar h2{ text-align: center; }#layout #sidebar { display: none !important }/** * Suchfeld mit Lupe */ .searchfield{ position: relative; border: dotted 1px #D6D4D5; padding: 3px; background: url(https://googledrive.com/host/0Bz6HRVCs7oBaS0R2cTFvRDM4bzA/) no-repeat right; width: 150px; transition: .3s linear; font-family: Arial; } .searchfield:Focus{ border: solid 1px #D6D4D5; width: 170px; transition: .3s linear; } -->

26. Januar 2014

"Hochzeit mit Huhn" von Regina Mengel / Rezension

http://www.amazon.de/Hochzeit-mit-Huhn-einzig-Lit-Roman-ebook/dp/B00HAB2U3C/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1387798660&sr=8-3&keywords=regina+mengelhttp://wortentbrannt.jimdo.com/qindie.de




Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder Hörbuch veröffentlicht. Wer mehr über Regina Mengel wissen möchte, ist herzlich auf ihre Homepage eingeladen.


Weg ist er …
Ohne ein Wort des Abschieds. Lisa kann es nicht fassen. Sollte Simon sie wirklich aus Eifersucht auf ein Huhn verlassen haben? Eine Antwort bekommt sie nicht, denn Simon bleibt verschwunden.
Einige Monate später tritt David in ihr Leben. Er gefällt ihr auf Anhieb, vor allem, da er sich als das genaue Gegenteil von Simon erweist. Auch David scheint sich verliebt zu haben, denn schon bald macht er Lisa einen Heiratsantrag. Oder sollte doch etwas anderes dahinter stecken?
Turbulente Zeiten stehen Lisa bevor. Obendrein taucht Simon wieder auf. Mitsamt dem Samstagshuhn platzt er in die kirchliche Trauung …


Das Cover hat Jacqueline Spieweg wirklich perfekt auf den Kern der Geschichte abgestimmt. Mir ist schon lange nicht mehr ein so einwandfrei passendes Coverbild untergekommen. Außerdem spiegelt es in seiner Art und Weise das Chick-Lit-Genre wieder und untermauert durch seine Natürlichkeit den Wiedererkennungswert. Viele Cover aus diesem Genre sind schrill, quietschbunt und haben die üblichen Verdächtigen wie die stylische Karrierefrau auf ihrem Cover. Nicht so hier und genau das würde mich dazu bringen, im Buchladen eher zu „Hochzeit mit Huhn“ zu greifen, als zu einem Buch, bei dem ich mir erst die Sonnenbrille aufsetzen muss.
Jacqueline Spiewegs Homepage

Lisa will heiraten. Irgendwie. Der schönste Tag in ihrem Leben entwickelt sich zu einem wahren Albtraum-Marathon und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, hat ihr lange verschollener Ex auch noch etwas gegen ihre Hochzeit. Aber nein! Lisa ist sich sicher, den Mann für ihr Leben gefunden zu haben. Schließlich mag er auch ihr Huhn. Und ist das nicht das wichtigste? Das der Mann das Haushuhn mag?



An erster Stelle bedanke ich mich bei Regina Mengel für das Rezensionsexemplar: Vielen, vielen Dank!

Natürlich war ich neugierig, als ich erfuhr dass die Autorin etwas Neues auf den Markt gebracht hat. Kommt es „Am dreizehnten Tag“ nah?
Vom Stil?
Oder gleichen sich die Werke nur im Namen der Autorin?
Natürlich weiß ich, dass es verschiedene Genres sind, aber dennoch fragte ich mich, ob ich die Autorin hinter den Worten wiederfinde. Oder im Huhn.^^

Diese Rezension ist gespickt mit einigen kleinen Andeutungen, die wahrscheinlich nur die Autorin versteht, oder die Leser, die die Geschichte schon kennen. Aber da es sich um eine Geschichte handelt, die sich schnell liest, ist natürlich die Handlung auch straff gespannt.
Ein Ei zu viel gelegt, und wie haben den Schlamassel. ;-) Um das zu vermeiden, versuche ich so wenig wie möglich zu spoilern.




Beginnen wir von Anfang an. Die Hauptprotagonistin ist Lisa. Sie erschien mir ein bisschen chaotisch, aber durchaus im positiven Sinne. Lisa lebt mit Huhn und Kuh auf einem kleinen Bauernhof und genießt das ländliche Leben. Natürlich hat sie den passenden Mann dazu. In ihrer Beziehung hatte sie, in meinen Augen, eindeutig die Federn auf der Brust.
Es flogen die Fetzen und der Versöhnungssex war sicherlich auch nicht von schlechten Eltern … ;-) Jedenfalls solange bis sich der Traumprinz auf und davon machte – von jetzt auf gleich. Lisa war am Boden zerstört und das ist der erste Punkt, an welchem ich mich super in Lisa hineinversetzen konnte.

Wer hat noch nie den Schmerz einer beendeten Liebe durchgemacht?
Die Autorin hat das perfekt umgesetzt. Ich verspürte das Bedürfnis mit Schokoeis bei Lisa aufzutauchen und sie zu trösten. Natürlich geht es irgendwann wieder bergauf. Soweit, bis wir eben mit Lisa durch ihren Hochzeitstag hetzen. Genau da konnte ich mich das zweite Mal in sie hineinversetzen, aber das vertiefen wir hier mal nicht. ;-)
Nicht zu vergessen, die Stelle … hm, nein ich will nicht spoilern. Ich sage nur mit rauchiger Stimme: Minzgeschmack! Ich denke, die Autorin weiß, was ich meine. Ich habe Tränen gelacht, konnte gar nicht mehr aufhören und musste pausieren, bis ich wieder etwas erkennen konnte. Herrlich. Und so herrlich normal. Die ganze Figur von Lisa ist so entzückend glaubhaft, da hat die Autorin wirklich ganze Arbeit geleistet.

Natürlich darf bei so einer Geschichte die beste Freundin nicht fehlen. Hier in Form von Saskia, ein Energiebündel hoch zehn, dass selbst mir beim Lesen stellenweise der Schweiß ausgebrochen ist. Aber auch diese Figur ist ausgereift, mit Ecken und Kanten und einem normalen Leben. Vielleicht hätte sie ein bisschen skeptischer sein können, was den neuen Freund betrifft, aber ansonsten ist sie eine liebenswerte, energiegeladene Person, die offensichtlich für ihre Freundin durch die Hühnerkacke geht.

Der Freund ... mit welchem fangen wir an? Rupfen wir die Federn einfach von hinten auf. David, der Neue. Der Traummann, der Heiratsfavorit. Der Mann, der schneller heiraten will, als Antje Eier legen kann. Diese Figur war merkwürdig und ihre Entwicklung zu betrachten, war interessant. Hier zu viel zu verraten, wäre der Geschichte nur schädlich.
David ist eine Figur, die Regina Mengel wirklich sehr ansprechend erschaffen hat. Liebenswürdig, zuvorkommend und er bringt Stöckchen, wenn Lisa es denn will. Dass er Kaffee gerne ohne Kleidung trinkt, sollte da eigentlich kein Problem sein. Was übrigens auch eine sehr lachtränenreiche Szene war.^^

Natürlich darf der zweite Mann nicht fehlen. Ein Hahn im Korb reicht ja nicht. Simon ist derjenige, der urplötzlich verschwindet – und verschwunden bleibt. Lisas große Liebe, jedenfalls solange wie die Trauer über die Trennung dauert. Im Grunde erfährt man nicht viel über Simon. Er liebt Lisa, dass war von Anfang an klar. Seine Handlungen sprechen für sich, auch wenn mich manche davon an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln ließen. Letztendlich ist er ein herzensguter Mensch, der für Lisa auch eierlegende Hühner am Samstagmorgen ertragen würde, wenn sie ihn ließe.


Die Handlung  ist recht kurz und beschränkt sich im Grunde um die Zeit vor und nach der Hochzeit. Lisa nimmt mit Anlauf ein Hühnerkacke-Näpfchen nach dem nächsten mit. Nach und nach merkt sie, dass es so nicht weiter gehen kann. Ihr Leben muss weiter gehen. Und David sorgt dafür, dass es genau das tut.
Über die Handlung will ich gar nichts sagen, schließlich sollt ihr selbst lesen und rumgackern. Sie ist passend, stimmig und hat ein, in meinen Augen, wirklich erstklassiges Ende. Besser hätte Regina Mengel die Geschichte nicht abrunden können. Glaubhaft, plausibel und alles andere als kitschig trifft es hier wohl am ehesten.

Meine Frage vom Anfang, ob ich die Autorin wiederfinde, hat sich beantwortet: „Kuh-Namens-Wanda“ ist mein Favorit. Späßchen! :-D
Regina Mengel setzt hier erste Schritte in einem ganz anderen Genre und wagt sich an eine ganz andere Erzählform. Ich bin der Meinung, dass sie das wirklich sehr gut hinbekommen hat. Man findet den ganz eigenen Stil der Autorin, angepasst an das Genre, in der Geschichte und dennoch hat sie Wiedererkennungswert.

Es ist immer wieder eine Freude, ihre Geschichten lesen zu dürfen. Und auch wenn ich seit Regina Mengels Fantasy-Roman ein Fan von ihr bin, hab ich diesmal etwas, was ich anmerken muss. Ich finde, nach dem Lisa den Fisch zurück ins Meer befördert hat, geht es alles viel zu schnell und viel zu glatt. Ich rutschte förmlich durch die Handlung, es lief alles wie am Schnürchen und keiner hatte Probleme dabei, sein Ei an den Mann zu bringen.
Oder in den Hühnerstall. Das war mir persönlich zu viel des Guten. Ja, irgendwann muss das Drama mal ein Ende haben, aber nachdem der Hahn seine Henne los war, lief das alles viel zu reibungslos. Ein bisschen mehr Pfeffer auf das Ei, hätte in meinen Augen nicht geschadet. Wenn die ganze Geschichte von Anfang an wirklich glaubhaft war, hat diese Sache doch einen Großteil der vorher erarbeiteten Authentizität leider kaputt gemacht.



Was stelle ich mir unter einem Chick-Lit-Roman vor?
Ich möchte mich in der Figur wiedererkennen. Im Grunde lacht man nicht über das, was die Hauptfigur macht oder sagt, sondern darüber, dass man selbst genauso reagiert hätte. Als Leserin lacht man über sich selbst, was einfach herrlich ist, da man weiß, dass es tausend anderen Frauen genauso geht. Regina Mengel hat das hier wunderbar hinbekommen.
Einmal angefangen konnte ich nicht wieder aufhören zu lesen. Ich musste wissen, wie es weiter geht. Ich spreche hier eine klare Kaufempfehlung für „Hochzeit mit Huhn“ aus. Jede(r), der nichts gegen Lachtränen oder klebrige Einäpfchen hat, ist hier genau richtig. Und ich wette, jede Leserin findet sich irgendwo in der Geschichte selbst wieder. ;-)




„Hochzeit mit Huhn“ von Regina Mengel bekommt von mir 4 von 5 Marken. Auch wenn ich im Großen und Ganzen wirklich begeistert von dem einzig wahren Chick(en)-Lit-Roman war, hat mich die allglatte und problemlose Auflösung des ganzen Rühreidebakels dann doch nicht gänzlich überzeugen können. Und hier meine ich wirklich nur die Sache mit dem Baron. Alles andere ist so rund wie ein Ei eben sein kann. Oder oval eben.

Liebe Grüße


Zusatz:
Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an:


(Das Copyright von Text & Bildmaterialien liegt bei den jeweiligen Verlagen und deren Autoren, die allesamt bei uns im Impressum erwähnt worden sind.)
0 mal erwischt

Kommentar veröffentlichen

Hallo ihr Lieben - hier könnt ihr alles loswerden, was euch so auf den Herzen liegt. ^.^ Wir versuchen auch so schnell wie möglich auf eure Kommentare zu antworten. :D

Labels

(26) 0 (5) 1 (13) 2 (27) 2 1/2 (1) 3 (63) 4 (122) 4 1/2 (1) 5 (178) A.P.P. (1) Aeternica (2) Aktion (4) Aktuell (28) Albrecht Knaus (1) Amrûn (34) Anthologie (23) Arena Verlag (2) arsEdition (2) Art Skript Phantastik Verlag (10) atb (1) Autorenleben (1) Balladine Publishing (1) Bastei Lübbe (6) Begedia (4) Beltz (1) Bianca Gastrezi (3) bittersweet (2) Blanvalet (4) Blog dein Buch (9) Blogtour (30) BlogtourKnigge (5) bloomoon (1) BOD (1) Boje (1) books2read (3) bookshouse (5) Bookspot (1) btb (1) btb Verlag (1) Buch des Monats (12) Buch vs. Film (3) Buchbesprechung (3) Buchmesse (6) Buchvorstellung (1) carl´s books (2) Carlsen (4) cbj (2) cbt (6) Challenge (6) Coppenrath Verlag (4) Cordula Broicher (1) Deuticke Verlag (1) Die Liga der Besonderen (5) dotbooks (2) dp (4) Drachenmond (8) Drama (1) Droemer (1) dumont (1) Dystopische Literatur (3) e-short (1) EDITION TAKUBA (1) Egmont INK (2) Eisermann Verlag (1) fantastic shades (1) Feelings (1) Fischer Sauerländer (2) FJB (5) Flashback (12) Gemeinsam Lesen (25) Gewinnspiel (60) Goldmann (8) HarperCollins (3) Heartbeat Books (1) Heyne (18) HEYNE Fliegt (9) Im.press (9) In Flagranti stellt vor (14) Indie (181) Indieversum (1) Interview (7) ivi (4) Jack (179) Jack & Tilly (111) Jane Doe (1) Jastina (1) Joan Smith (7) John Doe (4) Klappentext-Donnerstag (2) Knaur (11) Koios Verlag (3) Kolumne (8) LBM (1) Lesenacht (1) Leserunde (1) Lesung (1) Limes (2) Loewe (1) Lovelybooks Leserunde (22) Lucid Dreams (2) Luzifer Verlag (4) Lyx (2) Maibook (1) Mandala Verlag (1) MIRA Taschenbuch (2) Montagsfrage (1) Neues aus dem Indieversum (12) Neues Regalfutter (42) Oetinger (6) ohneohren (1) Papierverzierer Verlag (8) Penhaligon (3) Periplaneta (4) PIPER (4) Plaisir D´amour (1) PRovoke Media (1) Qindie (67) Ravensburger (2) Rezension (406) Romance Edition (1) rororo (1) Schnelle Nummer (5) SerienRezension (7) Siebenverlag (2) Sperling Verlag (1) Statistik (20) SuB Abbau (3) Sutton (1) Tag (7) Tilly (251) TTT (9) Ueberreuter (3) Ullstein (1) Update (1) Vorstellung (2) Weltenschmiede (2) Weltenwanderer (1) Wunsch der Woche (1) Zwischenpost (116)