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5. Oktober 2013

"Zwischenstopp" von jana Oltersdorff / Rezension




Autor: Jana Oltersdorff
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Format: Kindle Edition
Seitenanzahl der Print-Ausgabe: 101 Seiten
Preis: 2,99 Euro
ASIN: B00EU9AO4Y




Jahrgang 1977. Aufgewachsen in Wismar an der Ostsee. Lebt seit 2002 in Dietzenbach bei Frankfurt am Main.
Im Rhein-Main-Gebiet spielen auch die meisten ihrer Geschichten. Liest und schreibt bevorzugt in den Genres Horror/Mystery/Fantasy. Liebt es auch, bekannte Märchen neu zu interpretieren und ihnen dabei ihren düsteren Stempel aufzudrücken.
Gewann 2009 die Ausschreibung "Blitztip Phantastisch" mit der Geschichte "Das leere Buch", die ebenfalls in dieser Anthologie enthalten ist.
Hat seitdem weitere Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, die auch auf Amazon erhältlich sind.
Träumt von einem ganzen Roman (und hat auch schon angefangen), hat aber bisher "nur" Kurzgeschichten fertig gestellt - die haben es aber in sich!
Ein zweiter Kurzgeschichtenband sowie ein Märchenbuch für Erwachsene befinden sich bereits in Arbeit.


Was passiert, wenn man nicht aufpasst, wenn man die Warnhinweise ignoriert, wenn die Neugier über die Vorsicht siegt, wenn man einen Weg einschlägt, ohne auch nur zu ahnen, was an seinem Ende lauert?Neun unheimliche Geschichten geben die Antworten.

S-Bahnen, die aus unerfindlichen Gründen irgendwo im Nirgendwo halten. Frauen, die sich mit ihren seltsam verwandelten Ehemännern konfrontiert sehen. Leere Bücher, die sich plötzlich wie von Geisterhand füllen und merkwürdige Botschaften enthalten. Autopannen, die zu unheimlichen Begegnungen führen. Gartenpforten, die man besser niemals geöffnet hätte. Cocktails, die nur so gut schmecken, weil der Barkeeper ihnen eine sehr spezielle Zutat beimischt. Zeitreisen, die angetreten werden müssen, weil sie bereits stattgefunden haben. Treppen, die nirgendwohin führen – auf den ersten Blick. Und eigenartige Hinweisschilder am Highway, denen man vielleicht doch nicht hätte folgen sollen. Diese Sammlung von mysteriösen, manchmal amüsanten, oft einfach unheimlichen Kurzgeschichten erzählt, was passiert, wenn man nicht aufpasst, wenn man die Warnhinweise ignoriert, wenn die Neugier über die Vorsicht siegt, wenn man einen Weg einschlägt, ohne auch nur zu ahnen, was an seinem Ende lauert. Lesen Sie selbst, Sie werden es nicht bereuen! Oder vielleicht doch…?


Gerhard Metzger (http://www.metzger-kunst-und-illustration.de/)
Das Cover ist dunkel, düster und deutet auf Grusel hin. Passend zum Inhalt, aber wir denken, dass man da noch mehr hätte herausholen können. Besonders, da es so unscheinbar und schlicht ist und das im Zusammenhang mit dem Inhalt definitiv nicht zutrifft.


An dieser Stelle vielen Dank an Jana Oltersdorff für das Rezensionsexemplar.

1. Feuertanz
Die Kurzgeschichtensammlung beginnt mit einem Gedicht. Wir finden, das ist eine wirklich tolle Idee, vor allem da es selbst geschrieben ist und inhaltlich auf die kommenden Geschichten einstimmt.


2. Zwischenstopp
Eine Geschichte, die ihren Titel mehr als gerecht wird und den Leser mitten in einem hautnahen und täglichen Szenario hineinwirft: Die tägliche Fahrt zur Arbeit und nach Hause mit der Frankfurter S-Bahn. Für viele ist das sicherlich nichts außergewöhnliches. Wie sehr man sich da aber irren kann, beweist uns hier die Autorin mit ihrem seltsamen Zwischenstopp, der mitten auf den Bahngleisen stattfindet. Die Idee empfanden wir als erfrischend und auch gespenstisch realistisch, was wohl an der guten Darstellung der Handlung lag. Auch das Mysterium der ganzen Sache entlockte uns einen Schauer, den wir bis zum Ende nicht wieder losbekamen. Auch das miträtseln und die  Gedankengänge des Protagonisten, was denn eigentlich da los ist und wer genau die sind: Konnten wir bestens nachempfinden.
Die Stückchen an Erklärungen, die uns Lesern hingeworfen wurden, könnte man als seltsam und ungenügend empfinden. Wenn sie eben nicht genug Platz zum eigenen nachdenken lassen würden. Warum passiert genau das? Und wie wird ausgesucht? Je länger wir darüber nachdachten, desto philosophischer wurden wir. Liegt es am schlechten Kern der Menschen? Falsches Verhalten? Hat gar jemand eines der 10 Gebote gebrochen? Jaja, hier geht es dann doch zu weit, aber liebe Jana, du siehst zu welchen Gedankengängen du uns angeregt hast. Gekonnt wurde hier etwas Normales, mit dem Übernatürlichen verbunden und Jana Oltersdorff lehrt dem Leser die Angst vor dem Bahn fahren.

3. Frau Hegel weiß, was zu tun ist
Eine so pragmatische Person wie Frau Hegel eine ist wünscht sich doch jeder … zumindest wenn man als Außenstehender zusehen kann, wie sie ihren Pragmatismus umsetzt. Die Autorin hat hier erstens einen neuen Denkansatz für die Verbreitung von Vampiren geliefert und gleichzeitig durch ihren Schreibstil die Rolle der Frau Hegel eingenommen. Denn genau durch die Art und Weise, wie die Geschichte geschrieben wurde, kommt der Pragmatismus noch viel besser rüber und wir als Leser sahen, wie Frau Hegel sich mit ihrem Mann streitet und dann entschließt, dass zu tun, was eben zu tun ist. Im Vergleich zur ersten Geschichte zeigte sich hier auch, dass der Autorin ein Charakter-  und Szenariowechsel problemlos von den Tasten geht.


4. Das leere Buch
Und wieder beweist Jana Oltersdorff, dass ihr die Inspirationen für ihre Geschichten nie ausgehen und auch die Spannung scheint bei ihr ein Stammgast zu sein. Wahrscheinlich fährt sie gerne Bahn. Aber mal im Ernst, wünscht sich nicht jeder so ein Buch? Also wir hätten gern eins. Gekonnt wird uns hier die Skepsis der Protagonistin vermittelt, die am Ende fast schon dem Wahnsinn verfällt. Die kühle Distanz des Buches macht es nicht nur durch seinen „angenehmen“ Schreibstil (Ja, es las sich sehr angenehm ^^) sympathisch, sondern auch durch seine gut gemeinten Worte, sobald es diese an die Protagonistin richtet. Ein wirklich fantastisch herausgearbeiteter Gegensatz, der in einem explosiven Abschluss sein Ende findet.


5. Winterblut
Das wäre dann wohl die seltsamste und zugleich schwächste Geschichte in dieser Sammlung.  So ganz sind wir auch nach dem Diskutieren nicht auf den Grundgedanken der Geschichte gekommen. Ohne Frage ist sie gut geschrieben und auch unser Kopfkino war sofort im Schnee gefangen. Auch ist die Geschichte gruselig und wir werden im Winter sicher nicht mehr aus dem Auto steigen, aber dennoch fehlte uns hier das gewisse Etwas. So richtig kann man es gar nicht in Worte fassen, denn kaum hat die Geschichte angefangen, ist sie auch schon wieder vorbei. Schade, vielleicht wären hier ein paar mehr Informationen besser gewesen, zumal der bildhafte Schreibstil den anderen Geschichten in nichts nach steht.  


6. Die Gartenpforte
WAS FÜR EINE GESCHICHTE! (ERNSTHAFT!) Wir sind während des Lesens fast vor Spannung geplatzt und haben unsere Fingernägel in den eReader gekrallt. (Jana, du schuldest uns genau zwei neue Hüllen!^^) Fantastisch, Spannungsgeladen, unerwartete Geschehnisse und das alles in einer Kurzgeschichte. Was will man mehr? Ohne das „Wie“ und „Warum“ zu entlarven, hat die Autorin hier eine wirklich einzigartige Geschichte auf das Papier gebannt. Wir als Leser können unsere Fantasie anwerfen und selbst einen Blick hinter die Pforte werfen. Nicht ein Wort fällt, was das „Wer“ hinter der Pforte anbelangt und dennoch war uns bewusst, dass man die Pforte lieber geschlossen halten soll, wenn einem sein Leben lieb ist. „Show, don´t tell“ der allerfeinsten Art! Idee, Schreibstil EINFACH ALLES WAS UNSER LESERHERZ BEGEHRT!


7. Der perfekte Cocktail
Was Tilly zu dieser Geschichte sagt, könnt ihr hier nachlesen, denn sie hat sie in der Anthologie „Vampire Cocktail“ schon bewertet.
Jack allerdings teilt euch hier gerne seine Meinung mit:
Die Geschichte ist in einer Anthologie vertreten und ich verstand nach dem Lesen ganz genau wieso: Die Idee und die Umsetzung, HEILIGER VAMPIR, war das lecker. Mit Abstand der beste Cocktail, denn ich je getrunken habe. Wartet, nein. Hab ich ja eigentlich nicht aber die Autorin schafft es, dass so gekonnt und schmackhaft mit ihren Worten rüberzubringen. Ich fühlte mich beinahe selbst wie ein Vampir in dieser Bar. Dabei bekam ich als Leser selbst gar nichts von dieser „Party“ mit.  Die Autorin verbindet die Elemente „Vampir“, „Blut“ und „Cocktails“ auf so eine erfrischende Art und Weise, das ich die Geschichte förmlich verschlang. Für mich ist es immer noch ein Wunder, wie Autoren in einer Kurzgeschichte so viel Echtheit und Leben einbringen können. Aber ja, wenn es ein Autor schafft, dass ich einen Cocktail „begehre“ und „trinke“ obwohl ich es gar nicht gemacht habe?! ^^


8. Am Anfang und am Ende
Diese Geschichte hat das beste Ende, der gesamten Sammlung! Fängt man an, genauer darüber nachzudenken und greift den Faden der Autorin auf, bekommt man Kopfschmerzen. Aber Gute (Wenn es denn solche gibt). Wir finden es sehr gut, wenn Kurzgeschichten zum Nachdenken anregen, auch wenn es in das Fantastische reingeht. Super Schreibstil, eine wunderbar umgesetzte Idee und ein Aufzeigen der Nebenwirkungen, wenn man sich zu sehr mit der Zeit beschäftigt. Klasse!


9. Die Treppe
Wieder einmal ein ganz großes „WOW“ von unserer Seite her. Es gibt Autoren, die Schreiben eine Geschichte, ohne Anfang, ohne Ende, ohne Sinn. Ein Ausschnitt, eine Szene, ein Stück vom Leben eines anderen. Liest man solche Geschichten, kommt meistens der Gedanke, was das nun sollte. Nicht bei Jana Oltersdorff. Hier legt sie uns eine Kurzgeschichte vor, ein paar Seiten lang, und dennoch haben wir ein detailliertes Bild des Protagonisten. Ohne das die Autorin es uns sagt, könnten wir auch einige seltsame Ticks von ihm aufsagen, einfach weil wir ein perfektes Bild von ihm haben. Wir verstehen warum er das tut, was er tut. Wir sind mittendrin, denn der Schreibstil von Jana saugt uns in die Geschichte und wir wollten ihm auch gar nicht entkommen. Ungeheuerlich beeindruckend und wieder mal deutlich anders, als seine Vorgänger!


10. Willkommen in Crystal Creek
Diese Geschichte kennt Tilly von ihrer BookRix-Zeit, was schon eine ganze Weile her ist. Und dennoch war sie gespannt und litt mit dem Protagonisten mit. Ohne Probleme schafft es die Autorin, den Leser wieder in den Grusel ihrer Geschichten zu ziehen, auch wenn man diese zum fünften Mal liest. So ist es hier auch. „Willkommen in Crystal Creek“ hat seinen eigenen Horrorcharme und gerade weil der Hintergrund so normal ist, macht es den Gruselfaktor nur noch größer. Wir spürten beim Lesen wie sich „Etwas“ bedrohlich nähert und trotz diesen Wissens konnten wir dem Ende nicht entkommen. Jana hat uns eingefangen in Traum und Realität, ohne Hoffnung auf Erlösung. Grandiose Kurzgeschichte, die immer wieder aufs Neue begeistert.


 

Am liebsten würden wir „WTF“ schreiben. Da wir aber ein anständiger Blog sind, fallen uns da sicher noch ein oder zwei Worte mehr ein. In „Zwischenstopp“ treffen ein wirklich hammermäßig geiler Schreibstil auf Gruselideen vom feinsten Horrorwerk. Wir sind beeindruckt von der Art und Weise der Umsetzung und konnten nicht aufhören zu Lesen.
Jeder, der auf den guten alten Horror und subtilen Grusel steht oder dem fantastische Aspekte wichtig sind kommt hier auf seine Kosten. Jana Oltersdorff serviert dem Leser ein gekonnte Mischung aus Horror, Grusel und Fantasy, die einen zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig macht man sich vor Angst in die Hose. Nach all dem Lob, gab es da noch etwas, was uns gestört hatte? Ja, da gab es eine Sache, die wir uns nach jedem lesen einer Kurzgeschichte gefragt hatten: „Wo ist der Roman?! Ernsthaft?“
Wir wissen selbst, dass so etwas viel Zeit, Nerven und Kraft beansprucht, aber man wird süchtig nach den tollen Ideen und den Schreibstil und WILL mehr. Am besten als dicken Roman verpackt. Das Ganze ist also mehr ein Kompliment als Kritikpunkt und wir können es kaum erwarten, die nächsten Geschichten von Jana Oltersdorff lesen zu dürfen. ^^



Hätten wir nicht sowieso vor, „Zwischenstopp“ 5 von 5 Marken zu geben, würden wir uns wahrscheinlich gar nicht trauen, ihm weniger zu verleihen. Wer weiß, welchem Horror wir sonst in noch kommenden Geschichten von Jana Oltersdorff ausgesetzt werden würden. Aber absolute verdiente 5 Marken mit einer ganz klaren „KAUFEMPFEHLUNG“!


ES GRÜßT




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