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6. September 2013

"Lost Land" - Buch des Monats



INFOS ZUM BUCH


Autor: Jonathan Maberry 
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Preis: 16, 95 Euro
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1 (27. September 2012) 
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3522201513
Originaltitel: Rot & Ruin

Wir ihr mittlerweile sicherlich wisst, bin ich ein riesengroßer Zombie-Weltuntergangs-Geschichten Fan und lese alles, in dem die Untoten herumlaufen. Dementsprechend hab ich auch schon eine ganze Menge Zombiegeschichten gelesen. Gute wie Schlechte. „Lost Land“ gehört eindeutig auf die Seite der Guten, wenn nicht sogar zu den besten Geschichten im Zombie-Genre.


In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre, einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht. Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang … Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist.


Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als Jujitsu-Kämpfer eine Reihe von Horror-Romanen verfasst, ist "New York Times"-Bestsellerautor und wurde mehrfach mit dem "Bram Stoker Award" ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel Comics und Drehbücher für Spielfilme wie "Wolfman". Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky.


Als ich die ersten Seiten der Geschichte gelesen hatte, dachte ich mir „Das kennst du doch schon?“. Und ja, ich kannte es, denn „Lost Land“ kommt als Kurzgeschichte in der Zombie-Anthologie von Christopher Golden vor, allerdings mit anderem Titel.
Was der Geschichte als solchen aber weder den Reiz noch die Spannung oder Emotionen nimmt.
Von Beginn an war ich begeistert von Benny und seinem Bruder Tom Imura, die zusammen in einer vor den Zombies gesicherten Stadt leben. Benny verachtet seinen Bruder, da er denkt er sei ein Feigling. Er wirft seinem Bruder vor, die Mutter zurück gelassen zu haben, als die Toten auferstanden sind. Im Grunde weiß er gar nicht, was Tom eigentlich macht, wenn dieser die sicherere Zone des Geländes verlässt und ins Niemandsland geht. Erst als Benny denkt, er hat seinen Bruder verloren, geht ihm auf, dass Tom nicht der ist, für den er ihn gehalten hat.

John Maberry hat mit „Lost Land“ keinen reinen Zombieroman geschaffen. Es geht viel mehr darum, in der neuen Welt zu überleben. Die Menschen haben sich mit den Zombies arrangiert, leben ihr Leben hinter einem Zaun und  blenden den Tod auf der anderen Seite schlichtweg aus. So einfach es klingt, so leicht ist es natürlich nicht. Die Welt ist düster, trostlos und es scheint, das sich nur die Starken wirklich behaupten können. Der Autor zeigt auf eindrucksvolle Art, das es unter den Menschen schlimmere Gestalten gibt, die eigentlich die Zombies verkörpern sollten. Es geht um ein respektvolles Miteinander, nicht nur zwischen den Lebenden.
Zombiefans kommen in „Lost Land“  voll auf ihre Kosten und einige Stellen sind wirklich nichts für schwache Nerven. Und das heißt nicht, dass die Zombies besonders … nun ja, eben Zombiemäßig sind. Das Verhalten einiger Überlebender gegenüber ihren Mitmenschen und vor allem gegenüber den Zombies, lässt den Leser manchmal zurückschrecken und erstmal tief Luft holen, damit man weiter lesen kann.
Die Darstellung der Welt wie z. B. die Veränderungen, die seit der ersten Nacht statt gefunden haben, sind sehr detailliert dargestellt und bis ins Kleinste ausgearbeitet. Es gibt andere Berufe, das Schulsystem hat sich den Gegebenheiten angepasst. Auch die Vorstellungen und Erwartungen der Jugendlichen sind von Grund auf verschieden, im Gegensatz zu den Vorstellungen der Menschen aus der damaligen, intakten Welt.
Durch die ganze Geschichte zieht sich natürlich ein dünner, kleiner Hoffnungsstrahl, bildlich dargestellt in der Freundin von Benny Imura, der seinen finalen Auftritt in dem erscheinen eines Flugzeugs hat. Seit Jahren sind keine mehr am Himmel geflogen und die Generation um Benny und seine Freunde kennen diese nur aus Erzählungen. Womit auch der Grundstein für den zweiten Teil gelegt ist.

Ich, als wirklich großer Zombie und Weltuntergangsgeschichten-Fan, kann „Lost Land“ jedem empfehlen, der auf verdammt gute postapokalyptische Romane steht, die sich nicht nur auf menschenfressende Untote versteift haben, sondern auch einen Blick auf die menschlichen Abgründe der Seele werfen. John Maberry hat dem Zombie-Genre mit „Lost Land“  einen Roman beigesteuert, der anderen Geschichten in nichts nachsteht und in meinen Augen, in keinem Zombiefan-Bücherregal fehlen sollte.
Für mich gehört „Lost Land“  zu den besten Zombiegeschichten, die ich bis jetzt gelesen habe.

Zusatz

Nachdem ich nun auch den zweiten Teil gelesen habe, kann ich diesen meiner Empfehlung nur hintendran stellen. Der zweite Teil „Lost Land:Der Aufbruch“ ist erwachsener, älter und reifer. Benny ist an seinen Erlebnissen gewachsen und das merkt man dem Buch an. Er lernt, auf sich selbst und seinen Instinkt zu hören. Kämpft verbissen um ein Leben, das sein Bruder sich für ihn nie gewünscht hat und kommt am Ende des Buches als ein ganz anderer zwischen den ganzen Zombies hervor, als er in Teil eins gestartet ist. John Maberry hat diese Entwicklung fantastisch zwischen den Worten untergebracht und schafft es, den hohen Erwartung, die man nach dem Lesen des ersten Teils hatte, gerecht zu werden. Die Welt, die er uns im ersten Teil präsentierte, bekommt durch neue, fantastische  Charaktere und düstere Schauplätze mehr Substanz und wirkt authentischer. Der zweite Teil ist noch blutiger als der Erste und lässt auch in Sachen Zombies nichts vermissen. Ohne Probleme hält der Autor die Leser mit einem von Anfang bis Ende straff gespanntes Spannungsbogen in der Geschichte.
Wer also einen wirklich sehr guten Zombie-Roman lesen möchte, kann sich mit beiden Teilen von „Lost Land“ auf ein spektakuläres Leseabenteuer freuen, ein Must-Read für alle Zombie-Fans

In diesem Sinne: Augen auf und leise sein im Niemandsland, denn dort herrschen die Untoten!
Viele Grüße


(Copyright: Text/Bild: Thienemann Verlag)
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