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24. Juli 2013

"Tagebuch der Apokalypse 3" von J.L. Bourne / Rezension

 




Titel:  Tagebuch der Apokalypse 3
Autor: J.L. Bourne
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Heyne (8.Juli 2013, dt. Erstveröffentlichung)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453436336
Originaltitel: Day by Day Armageddon: Shattered Hourglass (Book 3)
Preis Print: 8,99 Euro
Preis eBook: 7,99 Euro


J. L. Bourne, geboren in Arkansas, arbeitet hauptberuflich als Offizier der U.S.-Marine und widmet jede freie Minute dem Schreiben. Seine Romanserie „Tagebuch der Apokalypse“ ist in den USA bereits zum Kultbuch avanciert.
 


Der Kampf ums Überleben geht weiter
Die Erde, in naher Zukunft. Nach einer mysteriösen Infektionsepidemie, die sich aus China weiter in die USA ausgebreitet hat, haben sich die Menschen der Vereinigten Staaten in fleischfressende Zombies verwandelt. Unter den wenigen Überlebenden ist ein Mann namens Kilroy. Aufgrund seiner Erfahrung bekommt er nun einen streng geheimen Auftrag: Zusammen mit einer Handvoll Elitekämpfern wird er mit einem U-Boot nach China geschickt, um den Patienten 0 ausfindig zu machen und zu evakuieren. Eine Mission auf Leben und Tod beginnt.


Das Cover besticht wieder durch seine Düsternis und stilistischen Einzelheiten in Bezug auf eine Zombieapokalypse. Genau wie bei den ersten zwei Bänden liegt das Augenmerk auf etwas Zerstörtem, etwas Blutigem, was als Metapher sehr gut die Welt in ihrer aktuellen Situation widerspiegelt.
 

Während Kilroy, Saien und einige andere Überlebende sich auf einem U-Boot Richtung China befinden um dort Patient Null und somit, vielleicht, einen Impfstoff oder dergleichen zu finden, versuchen die restlichen ehemaligen Bewohner des Hotel 23 ihr Überleben auf dem Flugzeugträger zu sichern. Hotel 23 wird von ein paar Soldaten in einer Nacht und Nebelaktion eingenommen, die immer befürchten müssen, das sich Remote Six dazu entscheidet, Hotel 23 dem Erdboden gleich zu machen. Die Zustände spitzen sich an allen drei Orten so dermaßen zu, dass die Überlebenden nur noch hoffen können, ungebissen aus der Situation zu entkommen und hoffentlich einen Ort finden, an dem sie Leben können ohne gefressen zu werden.


„Tagebuch einer Apokalypse“ ist wie der Name schon sagt, eine Tagebuch Aufzeichnung eines sehr lange namenlosen Soldaten, der desertiert ist.
Diese sympathische Art des Tagebuchschreibens sucht man im dritten Teil der Zombie-Reihe aber vergebens. Die Handlungsstränge werden gesplittet und der Autor greift auf die Erzählweise zurück. Was grundsätzlich nicht schlecht ist, aber in diesem Fall für ein sehr unschönes Lesevergnügen sorgt. Die eingeschobenen Tagebucheinträge hätten auch weggelassen werden können, denn sie haben mit dem Stil der ersten zwei Teile nichts mehr gemein. Sie sagen nichts aus, was man nicht auch zwischen den Zeilen herauslesen kann und wahrscheinlich gibt es sie nur, um dem Titel der Geschichte halbwegs treu zu bleiben.

Der Schreibstil ist schnell, man kommt kaum zum Luft holen und fällt von einer haarigen Situation in die Nächste. Genau das erwartet man von einem Zombie-Roman, schließlich ist die Welt untergegangen und niemand sitzt fröhlich im Schaukelstuhl und strickt Socken.
Leider kommt dadurch viel zu viel zu kurz.
Kilroy, unser ehemals namenloser Tagebuchschreiber, verliert ständig Sympathiepunkte und ist am Ende zur Nebenfigur degradiert. Seine ehemals humoristische Art, das Ende der Welt zu schildern, geht in Fachbegriffen der Armee vollkommen unter. Als Leser sollte man Google beim Lesen geöffnet haben, um überhaupt zu wissen, über was sich die Figuren in ihrem Dialog unterhalten. Sicherlich muss eine gewisse Glaubhaftigkeit durch das Reden und das Verhalten der Soldaten hervorgerufen werden. Niemand glaubt einem Soldaten, wenn er sich nicht wie einer benimmt. Allerdings ist der Leser in der Regel kein Soldat. Ich fühlte mich beim Lesen, als würde ich einem Gespräch von zwei Menschen zu schauen, die eine vollkommen andere Sprache sprechen als ich.

Eine Weiterentwicklung der Charaktere kommt überhaupt nicht zustande, denn der Inhalt dreht sich alleine darum, nach China zu kommen um „Patient Null“ zu finden. Das ist im Grunde der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sollte der Autor in den ersten zwei Bänden darauf hingearbeitet haben, das Geschehen in China als großen Showdown darzustellen, dann hat er ihn irgendwie selbst verpasst. Man liest sich durch ewiges Armeegebrabbel um am Ende in China zu landen, und dann auch dort gleich wieder zu verschwinden. Kaum sind Kilroy und die Spezialeinheit bei „Patient Null“ angekommen, wird dem ein Ende gesetzt und sie kämpfen sich zurück auf das U-Boot. Die finale Entscheidung von Kilroy kann wohl auch nur der Autor nachvollziehen, den sie ist so unbegreiflich, dass man kurz an der geistigen Klarheit des Protagonisten zweifelt. Von der Dringlichkeit und Wichtigkeit, durch „Patient Null“ einen Impfstoff oder aufschlussreiche Informationen zu bekommen, ist nichts mehr übrig. Der Spannung war völlig die Luft raus.

Wie es den  alten Bewohnern von Hotel 23 geht und ergeht liest man nur am Rande. Nachdem Ausbruch des Virus auf dem Flugzeugträger, wird eine Insel angesteuert. Wenn man am Ende des Buches angekommen ist, weiß man eigentlich nichts Neues über Tara oder John und kurz hab ich mich gefragt, ob sie überhaupt vorgekommen sind. Man überliest sie einfach, was wirklich schade ist. Der Autor nutzt diesen Zustand, um ständig neue Personen auftauchen zu lassen, die so flach und unscheinbar sind, dass man sie sofort wieder vergisst. In anderen Geschichten redet man von Info-Dump, hier ist es Personenüberschuss.

Die neuen Bewohner des Hotel 23 versuchen Remote Six aufzuspüren. Wer das ist, ihr Handeln und ihre Motive dahinter, sind nicht mal zu erahnen. Man liest, das es Spinner sind, die die Welt für sich beanspruchen wollen. Am Ende sterben sie. Einfach so, ohne Kampf oder dergleichen und die Gruppe in Hotel 23 verschwindet. Ebenfalls einfach so. Wenn man davon ausgeht, dass die Zombies zur Weltveranschaulichung gehören und Remote Six den Antagonisten darstellen sollte, dann war das der schlechteste und unscheinbarste Protagonisten-Gegner, den ich je erlebt habe. Es hätte der Handlung keinen Abbruch getan, diesen einzelnen Handlungsstrang komplett wegzulassen und dafür das Augenmerk mehr auf China zu richten.

Wie am Ende von Teil zwei schon angedeutet wurde, ist der Virus außerirdischen Ursprungs. Vor 20´000 Jahren ist ein ein UFO auf der Erde abgestürzt und der Pilot ist anscheinend Schuld an dem ganzen Schlamassel und den wandelnden Toten. Wie, Warum, Was und Wieso eigentlich erfährt man nicht. Es ist so. Punkt. Irgendwas ist an dem Ort in China passiert und von da aus hat sich der Virus verbreitet. Jedenfalls kann man sich das als Leser denken, denn eine Erklärung bekommt man nicht.
Die Erklärung des Ursprungs von dem Virus ist im Grunde gar nicht mal schlecht, auch wenn in meinen Augen herumlaufende Tote schon genug Fiktion für eine Geschichte ist und man sich nicht auch noch mit Aliens rumschlagen möchte.
Zombies, Aliens und eine geheimnisvolle Geheimorganisationen ist einfach zu viel des Guten.

Das Beste an dem ganzen dritten Teil waren dann doch die Untoten. Sie sind genauso, wie Zombies eben sind. Eklig, Verfressen und Tot. Brutal zombiehaft treten sie in rauen Mengen auf und auch wenn sie durch die atomare Verstrahlung durchaus interessante Fähigkeiten entwickeln, reißen sie das Ruder nicht mehr herum.

 


„Tagebuch einer Apokalypse“ 3 ist ein Buch was man lesen kann. Man kann es aber auch lassen, denn als Leser und Zombiefan verpasst man rein gar nichts. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man einen ganzen Fragenkatalog, der nicht beantwortet wird. Das Ende lässt den Leser mehr als unbefriedigt und vollkommen enttäuscht zurück. Es deutet vielleicht auf einen vierten Teil hin, bei dem man eigentlich nur hoffen kann, dass erstens am Anfang gleich ein Frage-Antwort-Abschnitt ist, der den dritten Teil erklärt. Und zweitens ein Begriffserklärungsbereich am Ende, damit der Leser beim Lesen direkt nachschlagen kann. Allerdings sollte man hoffen, dass die Tagebuchform wieder aufgegriffen wird.
Nach den ersten beiden Teilen habe ich sehr hohe Erwartungen bezüglich des dritten Teils gehegt, die allesamt enttäuscht wurden.
 


„Tagebuch einer Apokalypse“ bekommt einen Punkt, und den hat es allein den strahlenverseuchten Zombies zu verdanken.


 

Liebe, superenttäuschte 
Zombiefan-Grüße



© Cover/Klappentext/Autorenvita: Verlagsgruppe Random House
und J.L. Bourne
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